Blackwater’s Forum

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Für das Alter vorsorgen mit wenig Geld?

Ich habe mich gefragt, wie man für das Alter vorsorgen kann, wenn man nur wenig Geld übrig hat und rechnerisch eh in der Grundsicherung landet. Es besteht nicht mal ein Anreiz zum sparen, wenn man in Deutschland mal in Abhängigkeit vom Staat lebt, gibt es kaum Anreize. Wieso das Thema? Eine Freundin von mir (wirklich!!!) hat max 100-200€ übrig am Ende vom Monat und das wird das gleich für irgendwas rausgeballert. Sparen, wozu? Ich habe ihr diese Seite gezeigt und davon erzählt. Sie meinte, sie hat keine Zeit das hier zu lesen und wozu überhaupt. Wie bekomme ich so jemanden motiviert?

 

200 Euro pro Monat ist doch gut! (Je nach Alter sogar sehr gut.)

Ich denke, es ist sehr schwer, Menschen zu etwas zu bringen, wenn sie es eigentlich nicht wollen.

Wenn ihr ähnlich situiert seit, könntest du sie einfach an deinen Gedanken zu Altersarmut teilhaben lassen, und durchscheinen lassen, dass du das Thema angegangen bist. Solltest du wesentlich besser dran sein als sie, kann sie natürlich immer sagen „Ja, für dich mag das funktionieren, aber für mich doch nicht...“. Dann könnte vielleicht Unzufriedenheit ihrerseits ein Einstiegspunkt sein. Ich finde es aber auch sehr schwierig, Leute, die am Monatsende zu wenig Geld beklagen, zum Sparen zu motivieren.

Das Problem ist: Überzeugen bringt nichts, es muss ein Anreiz für sie persönlich vorhanden sein. 

Wir leben in einer Konsumgesellschaft, in einer Gesellschaft "YOLO - You only live once". Wozu sparen, wenn ich jetzt in Urlaub fliegen kann, mir jetzt das neuste Handy kaufen kann, mir jetzt den C63 AMG leasen kann? 

Ich würde das Thema immer mal wieder leicht anstupsen, aber keinesfalls mit der Brechstange versuchen.
Der nächste Step wäre: "Schau mal, meine Jahresabrechnung: 100€ monatlich gespart und 10% Rendite gemacht" 
--> Dadurch sieht sie absolute Zahlen, keine imaginären zukünftigen Zahlen.

Hallo,

ich habe leider auch die Erfahrung gemacht, daß man über Finanzthemen im Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis besser nicht spricht. Getreu dem Motto: über Geld spricht man nicht. Insbesondere sind Ratschläge unerwünscht. Die Leute, mit denen ich darüber bisher gesprochen habe, fragen manchmal nach und erhoffen, daß ich endlich einsehe, daß Aktien Teufelszeug sind und Trading noch viel schlimmer ist. Ich sollte besser eine Immobilie abbezahlen, oder eine Lebensversicherung abschließen und das Geld verkonsumieren, und mir öfter mal was gönnen... Da ich im sozialen Umfeld auch Leute habe, die unstete Erwerbsbiographien haben, oder Zeit Lebens prekär beschäftigt waren, kann ich die Sorgen um deine Freundin ehrlich nachvollziehen, aber gerade die, die Beratung am dringendsten bräuchten, sind am resistentesten. Ich argumentierte sehr gern mit dem Zinseszins und dem, derzeit in aller Munde, exponentiellem Wachstum: 1€ heute investiert kann in 10 Jahren 2€, in 20= 4€ sein... Meist vergebens... Oft habe ich das Gefühl, diese Leute haben aufgegeben, sie wollen sich einfach nicht damit beschäftigen. Ich hoffe, für sie alle, daß der Groschen irgendwann fällt und es dann noch nicht zu spät ist, etwas für die Altersvorsorge zu machen...

BG Zack

Man kann den Esel zum Wasser führen, aber trinken muss er selbst.

Dem Grundtenor der Antworten kann man nur zustimmen.
Viele werden immer einen Grund finden, warum es jetzt gerade nicht klappt mit dem investieren. Und selbst wenn Du Deine Freundin überzeugt kriegst, ohne intrinsische Motivation wird sie beim nächsten Crash das Geld aus den Investments abziehen und die "Ich habs dir ja gesagt" Platte abspielen.

Ich bin auch gespannt, wie viele bei der nächsten langanhaltenden down-/seitwärtsbewegung der Aktienmärkte irgendwann entnervt aussteigen.

Ich wünschte, ich könnte Dir irgend einen Tipp geben @finanzfachfrau, wie Du Deine Freundin überzeugen kannst. Aber offensichtlich ist ihr "Schmerz" nicht groß genug zu investieren.

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