„Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem.“

John Connally, US-Finanzminister 1971

Wie ihr seht, habe ich den Titel an das aktuelle sprachliche Niveau der Firmenwerbungen und öffentlichen Ansprachen angepasst. Aber das Thema hat derzeit eine hohe Relevanz und das wohl auch langfristig. Während die geopolitischen Risiken in Europa von Tag zu Tag steigen, ist Amerika schön weit weg und die Währung erlebt ein wunderbares Comeback. Besser gesagt, sie war nie weg. Denn wer den Dollar über Dekaden voller Kriege, Krisen und Probleme beobachtet sieht: „der Dollar kann Krise“.

Wir wollen eine kleine, kurze Zeitreise in das Jahr 1971 unternehmen, genauer gesagt an das Ende des Jahres. Anfang Dezember 1971 fragte ein Journalist in Rom den US-Finanzminister John Connally am Rande einer Konferenz, was er mit dem damals von Krise zu Krise taumelnden Dollar zu tun gedenke. Connallys Antwort sollte in die Geschichte eingehen: „Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem.“

Was war das für eine Zeit? Das alte Bretton-Woods-Währungssystem mit der US-Dollar Koppelung an den Goldpreis war zusammengebrochen und führte letztlich zu dem uns heute auf Wachstum und Inflation ausgelegten Währungssystem flexibler Währungskurse. Die bekannteste Sekte der Welt, die Zeugen Jehovas standen kurz vor ihrem nächsten Weltuntergang (1975). Mal wieder. Der im Vergleich zu Joe Biden noch vital und unter den Lebenden wirkende Richard Nixon war US-Präsident. Der Nahe Osten befand sich zwischen dem Sechstagekrieg und vor dem Jom-Kippur-Krieg. Der kurz vor dem Untergang stehende Libanon war gerade noch die Schweiz des Nahen Ostens, das schöne Beirut galt als zweites Paris. Und einen Atomkrieg mit der Sowjetunion konnte es jederzeit geben, die Entspannungspolitik kam erst später. Und Deutschland? Deutschland hatte noch schlanke Kinder und eine wehrfähige Bundeswehr, Politiker sind bei Fehlverhalten oder attestierter Unfähigkeit sogar zurück getreten. Das waren noch Zeiten.

Manchmal hilft es, sich diese alten Bilder in den Kopf zu rufen. Und wie manche denken, bin ich ja Rentner und weiss das alles noch. Aber nein, so ist es natürlich nicht. Ich schätze einfach nur gute Geschichtsbücher und Dokumentationen. Gerne auch aus der ZDF-Mediathek. 😉

Wenn man sich die alten Zeiten in den Sinn ruft wird schnell klar, Krisen und Kriege gab es immer. Und in der modernen Welt gab es auch immer den Dollar. Seit den 1970er Jahren bis heute gab es viele Kriege mit erheblichem Ausmaß, ganze Machtblöcke wie die Sowjetunion sind zusammen gebrochen. Es gab verheerende Finanzkrisen wie die Aktiencrashs (1987, 1998, 2000/2001) Schuldenkrisen, Währungskrisen (z.B. Asienkrise 1999, Rubelkrise, Euro-Krise) und Immobilienblasen (z.B. USA 2006). Die Liste ist erheblich länger. Wir sind vielleicht einfach nichts mehr gewohnt, nach so vielen Jahren in Saus und Braus. Fakt ist, der Dollar war zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet und hat all diese Krisen gemeistert.

Der Euro hat so viele Feuertaufen noch nicht erlebt. Vor allem hat der Euro nicht bewiesen, dass er den Modus Inflation/Wachstum im mehrfachen Wechsel mit Deflation/Stabilität hinbekommt. Dazu ist die Währung auch schlicht weg zu jung. Und so braucht man manchmal eine solide Alternative. Reservewährung, Weltwährung, Aktienwährung und Sicherheitspuffer. Den US-Dollar. Der US-Dollar ist wirklich recht alternativlos, wie eigentlich jede solide Forschung aufzeigt.

Der Rentner Blackwater kann im Gegensatz zu seiner Gattin nicht kochen, aber einen soliden selbst gemachten Burger bekommt er ganz gut hin. (Aus diesem Grund steht auch keine private Adresse im Impressum, ich möchte nicht von Veganern missioniert oder getötet werden). Von McDonalds würde ich jedenfalls nur Aktien kaufen, keine Burger. Der Hamburger ist eines der bekanntesten inoffiziellen Markenzeichen der USA.

Der US-Dollar. Eine Weltwährung.

Es gibt keine echte Alternative zum Dollar, auch nicht für Geldtransfers und das internationale Business. Nach der Statistik des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden derzeit über 60 Prozent der Weltwährungsreserven in Dollar gehalten. Der Euro spielt schon deshalb eine bescheidenere Rolle, weil der Zusammenhalt der Euro-Zone immer wieder infrage gestellt wird und es kein sicheres gesamteuropäisches Anlagevehikel gibt. Außerdem sind die neun mit Abstand wertvollsten Unternehmen der Welt in USD an den Börsen notiert, über 80 Länder haben ihre Währungen an den Dollar gekoppelt und die internationalen Rohstoffmärkte rechnen alle in USD ab. Wer das ändern wollte, landete bisher auf dem Müllhaufen der Geschichte. Wie sich das in Zukunft verhält ist eine andere Frage, aber bisher ist das Thema Petrodollar gesetzt. Die chinesische Währung scheidet mangels Rechtssicherheit in der Volksrepublik aus.

Bis heute ist der Dollar auch eine Krisenwährung, in der Anleger Sicherheit suchen. Das mag auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken, bedenkt man die Verschuldung der USA. Man muss aber auch obigen Absatz erst mal verinnerlicht haben. Dann wird klar, die Eurozonen-Verschuldung ist nicht das Gleiche wie die Verschuldung der USA. Zudem ist das amerikanische Wirtschaftssystem außergewöhnlich dynamisch. Besonders zeigte sich das in der letzten Finanzkrise ab 2006. Kurz bevor die heiße Phase der Krise begann, war die amerikanische Währung ungewöhnlich billig. Im April 2008 bekam man für einen Euro fast 1,60 USD. Dann drehte sich die Entwicklung und Mitte November, am Tiefpunkt der Krise, brachte der Euro noch 1,25 USD. Obwohl die Finanzkrise in den USA gemacht wurde, suchten Anleger aus der ganzen Welt Schutz im Dollar. Das US-Bankensystem schien am Ende, über 300 Banken wurden in den Jahren danach abgewickelt. Und wie stehen die US-Banken heute da? Das Investmentbanking? Die Marktkapitalisierung der 100 größten Unternehmen Amerikas? Das kann jeder gerne einmal selbst nachforschen.

Gestern wurde der US-Leitzins auf 1% angehoben. Mindestens 6 weitere Erhöhungen noch dieses Jahr wurden in Aussicht gestellt. Damit ist – sofern sich keine neuen Fakten ergeben – der Mittelabfluss aus dem Euro in den Dollar beschlossene Sache. Inflation gibt es in beiden Währungen, etwas dagegen tun – das passiert in den USA. Die EZB ist in der Klemme: Inflation stoppen mit mehreren Leitzinserhöhungen und die Pleite von EU-Südstaaten riskieren (und das Platzen so mancher Immobilienblase) oder die weitere massive Abwertung gegenüber dem Dollar riskieren sowie der Inflation freien Lauf zu lassen. Die von Mr. Blackwater so geliebte Meggle Butter, sie kostet nun 3 Euro. Und statt Klopapier ist nun das Rapsöl enorm teuer – oder ausverkauft. Während in der Corona-Krise das WC für die Deutschen am wichtigsten war, scheint es jetzt eine Art Speiseöl-Kur zu sein. So genau weiss das niemand. Aber zugegeben, Öl hört sich schon mehr nach Lebensfreude an wie Klopapier. Ein Fortschritt?

Meggle-Butter. Als Rentner gönnt man sich das ab und an. Inzwischen sind wir bei 3 Euro/Päckchen für die Illusion von lila Kühen in den Alpen. Ein Aufschlag von 30%. Das ist Inflation. Aber etwas anderes kommt mir nicht ins Haus und ich erliege der irrigen Meinung, dass Mrs. Blackwater das nicht ändern wird.

Aber welche Lösungen gibt es?

Wie in US-Dollar investieren?

„Hollywood ist ein Ort, an dem sie dir tausend Dollar für einen Kuss bezahlen und fünfzig Cents für deine Seele.“

– Marylin Monroe

Vorab ist es für manche Leserin und manchen Leser wichtig, dass ein Investment in den Dollar nicht bedeutet, dass man amerikanische „Werte“ teilt oder gutheisst, was Amerika auf der Welt getan hat und oder noch tut. Man zieht auch eine Levis Jeans an oder isst einen Burger ohne sich dem Wertesystem der USA zu verschreiben. Der Gedanke ist sicher nicht ganz unwichtig. Es ist nur eine Währung, wenn auch eine gute.

Ein sinnvolles Investment in US-Dollar kann einfach und unkompliziert statt finden. Man eröffnet ein USD-Konto. Möglichst nicht bei Spasskass und ähnlichen „Einrichtungen“, denn die Konten sind teuer und der Umrechnungskurs wie beim einarmigen Hütchenspieler im Bahnhofsviertel. Hier bietet sich eher Wise, Revolut, bunq, Yuh oder die Flowbank an. Da passt das dann auch mit den Kursen.

Dann kauft man sich seine USD- ETF’s wie den Vanguard-All World oder ähnliche Welt-ETF’s. Genauso kann man natürlich auch den marktbreiten S&P 500 über einen USD-ETF kaufen, wie es Warren Buffett empfiehlt. Wichtig ist, dass kein Euro nochmals dazwischen geschaltet ist, damit man keine unnötigen Währungsverluste macht.

Warum ein MSCI World oder S&P 500 Investment über einen ETF völlig ausreichend ist und nicht wie von halbschlauen Finanzblogs behauptet weiter diversifiziert werden muss, ergibt sich ganz schnell.

Reden wir (1) über die allgemeine Marktkapitalisierung der wertvollsten Unternehmen der Welt.

Und…(2) schaust Du HIER. Wie viele der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt sind US-Unternehmen?

Alles in US-Dollar notierte Aktienunternehmen. Wer Diversifikation will, der kauft dann eben den MSCI-World statt dem S&P 500. Alle anderen Diskussionen sind eher Kaffeeklatsch am Nachmittag. In den jeweiligen ETF’s wird eine Neuadjustierung ja eh automatisch vorgenommen, wenn die Rankings der Unternehmen sich im Index verändern. Da der US-Dollar eine Inflations- und Wachstumswährung ist, wird es langfristig zu immer weiterem Wachstum kommen. Das liegt schon in der Geldmengenausweitung begründet. Aber ich gebe zu, dass mit derzeit steigenden US-Zinsen Rücksetzer und sogar Crashs im Markt zu erwarten sind. Eine „weiche Landung“ der US-Wirtschaft nach FED-Zinserhöhungen gab es nur ein Mal in den 1990er Jahren, sonst folgte stets Rezession. Aber nochmal, das ist „part of the game“. Wie Ein- und Ausatmen (@Finanzblogs: ja, den Spruch könnt ihr gerne abschreiben)

Die zweite Möglichkeit ist eigentlich auch recht einfach. Ihr richtet bei einem echten ECN-Broker ein USD-Konto ein und transferiert zum derzeitigen Kurs Euro in US-Dollar über das Konto. Mit diesem folgt ihr unserem Copy Trading. Alle Transaktionen werden 1:1 auch in Fremdwährung gewichtet umgesetzt. Damit nehmt ihr börsenunabhängig Chancen aus euren frisch konvertierten US-Dollar wahr, um noch mehr US-Dollar zu generieren. Ich gehe davon aus, dass ihr ohne deutschen Wohnsitz seid. Also Expats. Falls das ausnahmsweise nicht der Fall ist, haben wir auch eine Lösung. 😉

Völlig losgelöst davon, müsstet ihr euch bei Interesse kostenlos in unserer Community anmelden, wo ihr im geschützten Bereich weitere Informationen erhaltet (welcher Broker, wie eröffne ich das Konto und vieles mehr).

Soviel kann öffentlich gesagt werden: alles ist völlig kostenlos.** Nur auf echte Nettoerträge zahlt ihr eine Performance-Fee. Gibt’s sonst selten. Wir werden nur für Mehrwert bezahlt und nicht für heisse Luft.

**kostenlos bei einem STP Konto. Was das ist und wo die Unterschiede zu einem ECN Konto sind, erfährt man in unserer Community.

Hinweise zur Anmeldung bei unserer Community:

Wenn ihr euch neu anmeldet, seid ihr am Anfang „restricted“. Ihr werdet innerhalb einiger Stunden freigeschaltet. Um zu den geschützten Bereichen freigeschaltet zu werden, schreibt bitte eine kurze Mail an blackwater (at) blackwater.live mit einer kurzen Vorstellung und dem Satz: Ich VORNAME NACHNAME erkläre mich damit einverstanden, dass ich Informationen über nicht durch die EU regulierte Banken/Broker erhalte. Ich trage die volle Verantwortung für mein Handeln. Sollte ich bei einem dieser Broker Kunde werden, geschieht dies nicht auf Veranlassung von Blackwater.live, sondern nach reichlicher eigener Überlegung.

Unser Copy-Trading ist eine weitere spannende Lösung um Vermögen aufzubauen. Wie bei der Aktien/ETF-Anlage braucht es Risikokapital und Geduld. Einmal gestartet, muss man nichts mehr tun. Copy Trading läuft bei euch auf Autopilot.

Bald schon EUR/USD Parität?

Die EUR/USD Parität ist natürlich ein Thema, was viele Menschen umtreibt. Mit einem weiter fallenden Euro durch die Zinserhöhungen in den USA werden sich Rohstoffe weiter verteuern. Das sollte aber kein Grund für ein USD-Investment sein. Währungen schwanken und das System der freien Wechselkurse ist gerade so stabil, weil wirtschaftliche Ungleichheiten durch die Kurse ausgeglichen werden. Was passiert, wenn man ein solches System aussetzt und einem nicht homogenen Wirtschaftsraum eine Währung überstülpt, sieht man an der EU sehr gut.

Für ein USD-Investment spricht ein langfristiger Ausblick, wie bei eigentlich jedem guten Investment. Die Euro-Zone hat seit Jahren massive strukturelle Probleme, die nicht angegangen werden. Der Finanzplatz wurde immer überregulierter und schlechter, mit dem Wegfall Londons sogar deutlich. Und China ist keine Alternative. Das Hauptproblem Chinas ist die fehlende Tiefe des Finanzmarktes. Deutlich ablesen lässt sich das daran, dass laut Zahlen der Europäischen Zentralbank im Jahr 2020 rund 67 Prozent der internationalen Schuldverschreibungen in Dollar begeben wurden und 22 Prozent in Euro. Die chinesische Währung spielt hingegen kaum eine Rolle. Das gilt auch für den globalen Devisenhandel. China wird auf längere Sicht als Finanzmarkt für Privatanleger nicht interessant sein, wenn man jetzt mal Investments über ETFs aussen vor lässt.

Der US-Dollar wird noch über viele Jahre unersetzlich sein. Dabei spielt es keine Rolle ob die Euro-Zone zerbricht oder nicht, sie hat strukturell nicht die Chance das Wachstum und die Dynamik der USA zu erreichen. Die Reformen die dazu nötig wären, werden schon seit Jahren aufgeschoben und verschlampt. Man sitzt lieber in Büros und beschäftigt sich mit Bananenkrümmungen und Lobbyarbeit. Berichte dazu gibt es genug, es ist ein Dauerzustand.

Für den privaten Vermögensaufbau gehören globale Investments einfach dazu und in Fremdwährungen kann heute jeder investieren, wie so viele Beispiele in unserer Community zeigen. Von 18-78. Mit 500 Euro oder 100.000,00 Euro. Damit ist der Vermögensaufbau in Fremdwährungen schon lange nichts mehr, was nur „den Reichen“ vorbehalten ist oder irgendwelchen Insidern.

Alle weiteren Fragen dazu werden in unserer kleinen aber feinen Community beantwortet. Weitere Updates zu den USD-Konten gibt es demnächst.

Ich gehe jetzt Butter kaufen.

“We now live in a system where we continue to go to the brink and then recoil when we see the abyss opening at our feet.”

George Soros

Blackwater

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