„Any politician promising not to raise your taxes is like a vampire promising to become a vegetarian.“
Pierre Poilievre
Das Thema ist schon ein paar Jahre alt, die Frage kommt aber immer wieder auf. Soll man thesaurierende oder ausschüttende ETFs kaufen? In Deutschland gibt es hier nämlich mal wieder einen Sonderfall und der hängt mit staatlichem Raub… ähm Steuern zusammen und bewirkt einen gewaltigen Unterschied. Um es gleich vorweg zu nehmen, mit unseren Offshore Strategien kann man das wunderbar und ganz legal umgehen, wie unsere Community Mitglieder wissen. Aber schauen wir uns den Sachverhalt an, ganz analytisch. Dazu benutze ich die Grok4 KI. Das ist ein Anwendungsfall, wo eine KI wie Grok4 einfach ideal ist. Mehr Zeit will ich in so etwas wie das deutsche Steuerrecht nicht investieren und die KI hilft mir genau das zu erreichen.
Meine persönliche Sicht:
Für Newbies im Thema Vermögensanlage und den heutigen Möglichkeiten finde ich ausschüttende ETFs besser geeignet. Man sieht transparent den Ertrag, was gerade zu Beginn auch einen positiven psychologischen Effekt hat und die Steuer wird gleich abgeführt (bringt manche im Laufe der Zeit auch zum Nachdenken). Heute hat man bei Revolut und anderen modernen Banken/Brokern die Möglichkeit auch Beträge ab 1 Euro sofort wieder kostenlos zu re-investieren. Ideal bei den ersten kleinen Ausschüttungen. Das Problem in Deutschland (und nur dort gibt es so einen Quark) mit der Vorabpauschale und der daraus resultierenden Steuer ist, dass diese für Newbies oft intransparent ist und letztlich muss das Geld dafür im Januar jeden Jahres auch auf dem laufenden Konto liegen. Viele sind entmutigt, wenn sie vorab für etwas Steuern zahlen, was sie noch gar nicht verdient haben und dann nachher extra eine Steuererklärung nur deshalb machen müssen. Verständlich, wie ich finde. Das trägt nicht gerade zu einer positiven Stimmung und zum Vermögensaufbau in Deutschland bei, dabei wäre das so wichtig, angesichts des zusammenbrechenden Rentensystems.
Wer also in Deutschland mit seinen ersten Sparplänen startet, der ist m.E. mit ausschüttenden ETFs besser dran. Wächst das Vermögen Richtung 100.000 EUR oder mehr, dann sollte man das Depot aus der EU raus bringen, um das Vermögen zu sichern. Bei Auslandsbanken fällt KEINE Steuer auf die Vorabpauschale für ETFs an, hier kann man auch in Ruhe thesaurierende ETFs kaufen. Eine Steuererklärung muss ja so oder so dann gemacht werden. Aber letztlich ist das Geld gesichert und es gibt auch keinen direkten Zugriff auf das Auslandskonto durch deutsche Behörden. Ein Mal im Jahr wird das Konto über den internationalen Datenaustausch nach Deutschland gemeldet, mehr aber auch nicht.
Man kann sich wirklich einmal fragen, warum der deutsche Staat so scharf darauf ist Geldanlegern die Freude so zu vermiesen, insbesondere wenn es um junge Menschen geht. Das ist eigentlich völlig verantwortungslos und unverschämt, wenn man die langfristigen Folgen sieht. Junge Menschen sollten unbedingt Finanzbildung erwerben und Geld investieren. Um eigenverantwortlich und selbstbestimmt leben zu können. Aber in Deutschland ist das Ziel wohl eher der Nanny-Staat und der Sozialismus.
Ich erstelle hier einen klaren Vergleich zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs mit Fokus auf die steuerliche Behandlung in Deutschland (Stand 2025). Die Regelungen basieren auf dem Investmentsteuergesetz von 2018, das weiterhin gilt. Wichtige Grundlagen: Auf Kapitalerträge (z. B. Ausschüttungen, Vorabpauschale oder Verkaufsgewinne) fällt die Abgeltungsteuer an – 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag (insgesamt 26,375 %), zuzüglich ggf. Kirchensteuer (8–9 % je nach Bundesland). Es gibt einen Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person (2.000 € für Paare), der steuerfrei bleibt, wenn ein Freistellungsauftrag eingerichtet ist. Für Aktien-ETFs (mind. 51 % Aktienanteil) gilt eine Teilfreistellung von 30 %, d. h. nur 70 % der Erträge sind steuerpflichtig.Ich erkläre zunächst die beiden ETF-Typen kurz, dann die steuerliche Behandlung und schließlich die Vor- und Nachteile.
Was sind thesaurierende und ausschüttende ETFs?
Die Depotbank (z. B. DKB oder Comdirect) führt die Steuern automatisch ab und meldet sie ans Finanzamt. Du musst in der Regel nichts selbst deklarieren, es sei denn, Du hast mehrere Depots oder möchtest Verluste verrechnen.
Bei ausschüttenden ETFs:
Bei thesaurierenden ETFs:
Die Wahl hängt von Deiner Anlagestrategie ab: Langfristig (z. B. 20+ Jahre) sind thesaurierende ETFs oft rentabler durch den Zinseszinseffekt, während ausschüttende für Einkommensgenerierung geeignet sind. ⚠️Hinweis: DAS GILT NUR, WENN MAN DIE AUSSCHÜTTUNG AUSGIBT STATT ZU RE-INVESTIEREN.⚠️
Vorteile thesaurierender ETFs:
Nachteile thesaurierender ETFs:
Vorteile ausschüttender ETFs:
Nachteile ausschüttender ETFs:
Zusammenfassend: Für langfristige Anleger ohne Bedarf an laufendem Einkommen sind thesaurierende ETFs steuerlich oft vorteilhafter, trotz Vorabpauschale – besonders bei niedrigen Zinsen. Bei Bedarf an Ausschüttungen oder kurzfristigem Horizont punkten ausschüttende ETF. Allerdings trifft das nur zu, wenn die Ausschüttungen NICHT reinvestiert werden. Werden Ausschüttungen stets reinvesiert, hat man den gleichen Zinseszinseffekt wie bei thesaurierenden ETFs. Und dank moderner Banken wie Revolut, kann man auch Kleinstbeträge in Deutschland in Sekunden reinvestieren. Der Aufwand ist fast null.
Wer mehr zu diesem Thema wissen will und grundsätzlich sein Vermögen strukturieren möchte, der sollte bei unserer (Finanz)Community mitmachen. Alles was man zu dem Thema wissen muss, findet man bei uns. Inklusive einem netten Community Support:
„In this world nothing can be said to be certain, except death and taxes.„
Benjamin Franklin