Some people don’t like change, but you need to embrace change if the alternative is disaster.

Elon Musk

Die letzten Jahre waren von verschiedenen Krisen und Kriegen geprägt, aber wirtschaftlich global gesehen insgesamt eine gute Zeit. An den Aktienmärkten lief es sehr gut und die Inflation konnte leicht durch Investments kompensiert werden. Die ganze Zeit standen Inflationsrisiken im Vordergrund und 2022/2023 erlebte selbst Deutschland zum ersten Mal nach langer Zeit wieder eine Inflation, die deutlich über den von der EZB angestrebten 2% pro Jahr lag.

Nun hat die Welt sich schlagartig verändert: Wir befinden uns derzeit (April 2026) in der schwersten globalen Energiekrise seit den Ölkrisen der 1970er Jahre – und nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) sogar in der größten Energie-Sicherheitskrise der Geschichte. Der IEA-Direktor Fatih Birol bezeichnete sie als „größte globale Bedrohung für die Energiesicherheit in der Geschichte“ und größer als die beiden Ölkrisen der 1970er Jahre zusammen plus die Gas-Krise nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 (Quellen: hier).

Ausgelöst durch den Angriffskrieg von den USA und Israel auf den Iran, haben wir es nun also mit einem ganz neuen Szenario zu tun. Und das hat es wirklich in sich. Den meisten Menschen scheint gar nicht klar zu sein, was da auf uns zukommt: Stagflation.

Die letzte echte Stagflation in den USA dauerte von 1973 bis 1982. Öl-Embargo, OPEC-Schock, Inflation bei 14%. Die Lektion war brutal. Gold stieg von $35 auf $850. In einem Jahrzehnt. Rohstoffe liefen. Short Bonds lief. Alles, was physisch, knapp und nicht an Wachstum gekoppelt war, hat funktioniert. Der S&P 500 hat inflationsbereinigt fast ein Jahrzehnt verloren. Anleihen wurden zerstört — steigende Zinsen verbrennen den Wert bestehender Bonds. Und Banken? Sparkassensterben. Hunderte Institute pleite. Wachstum stirbt. Inflation frisst. Cash verliert. Sachwerte gewinnen. Gilt das auch 2026? Und was wird das dann für Deutschland bedeuten?

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Das neue Szenario heisst nun Stagflation.

Was ist Stagflation?

Stagflation ist hohe Inflation sowie hohe Arbeitslosigkeit und schwaches Wachstum gleichzeitig. Es ist eines der unangenehmsten Szenarien für Notenbanken und Regierungen. Sie ist extrem schwer zu bekämpfen, weil die klassischen Instrumente der Geld- und Fiskalpolitik gegeneinander wirken. Oft bleibt nur der schmerzhafte Weg: Inflation zuerst bekämpfen (hohe Zinsen), auch wenn das die Rezession zunächst verschärft – wie es Paul Volcker 1979–1982 in den USA gemacht hat. Bei diesem Szenario wären die Auswirkungen gerade in Deutschland aufgrund der komplett inkompetenten Politik der letzten Jahre besonders verheerend.

Stagflation beschreibt also eine Situation, in der die Wirtschaft nicht wächst (oder schrumpft), die Arbeitslosigkeit hoch ist und gleichzeitig die Inflation stark ansteigt. Das ist besonders problematisch, weil die üblichen wirtschaftspolitischen Gegenmaßnahmen sich widersprechen:

  • Gegen Inflation würde die Zentralbank normalerweise die Zinsen erhöhen. Das drosselt die Wirtschaft weiter.
  • Gegen Stagnation/Arbeitslosigkeit würde man normalerweise die Zinsen senken oder die Staatsausgaben erhöhen. Das heizt die Inflation noch mehr an.

Die EZB als Scharfrichter: Wie aggressive Zinserhöhungen in einer deutschen Stagflation das Land endgültig in den Abgrund reißen würden

Stellen wir uns vor: Es ist Frühjahr 2026, und Deutschland steckt bereits tief in der Stagflation. Die Wirtschaft stagniert seit Jahren – das BIP wächst bestenfalls um 0,2 bis 0,9 Prozent, die Industrieproduktion bröckelt, Insolvenzen bei Unternehmen steigen kontinuierlich (bereits 2025 um über 10 Prozent). Gleichzeitig frisst die Inflation – angeheizt durch den neuen Energiepreisschock im Nahen Osten, steigende Rohöl- und Gaspreise – die Kaufkraft auf. Die Inflationsrate klettert wieder über 2,5 bis 3 Prozent, Dienstleistungen und Lebensmittel werden teurer, während Löhne nicht mithalten. Die Arbeitslosigkeit verharrt bei rund 6 Prozent und droht zu steigen. Deutschland, der einstige Motor Europas, ist schon jetzt der „kranke Mann des Kontinents“: deindustrialisiert, energieabhängig, bürokratisch gelähmt, mit einer alternden Bevölkerung und einer Auto- und Chemieindustrie, die unter China-Konkurrenz, EV-Zwang und hohen Energiekosten ächzt.

In dieser Lage entscheidet sich die Europäische Zentralbank (EZB) – wie in den 1970er Jahren oder unter Paul Volcker 1979 – Inflation zuerst zu bekämpfen. Statt die Wirtschaft mit niedrigen Zinsen zu stützen, dreht sie den Zinsschrauben brutal auf. Der Einlagenzins von derzeit 2,0 Prozent wird in mehreren Schritten auf 4, 5 oder sogar 6 Prozent gehoben. Die Leitzinsen für Kredite explodieren. Die EZB opfert bewusst Wachstum und Beschäftigung, um die Preisspirale zu brechen. Was folgt, ist kein sanfter Abschwung – es ist ein wirtschaftlicher Tsunami, der ein ohnehin geschwächtes Deutschland in eine tiefe, selbstverstärkende Rezession stürzt. Der deutsche Mittelstand – Rückgrat der Wirtschaft mit Millionen von kleinen und mittleren Unternehmen – ist hoch verschuldet und zinsempfindlich. Viele Firmen haben in den Nullzinsjahren Kredite für Investitionen, Energiewende oder Corona-Hilfen aufgenommen. Bei einem Leitzinsanstieg auf 5 Prozent oder mehr steigen die Zinskosten für Unternehmenskredite um das Doppelte oder Dreifache. Die Folge: Kreditlinien werden gekündigt, Refinanzierungen scheitern. Insolvenzen, die 2025 schon um 10–17 Prozent stiegen, explodieren auf das Niveau der Finanzkrise 2008/09 oder höher. Tausende Betriebe in Maschinenbau, Automobilzulieferung, Chemie und Logistik machen dicht. Die Industrieproduktion, die bereits zu Jahresbeginn 2026 abgeschwächt war, bricht um 5–10 Prozent ein. Werkschließungen in Wolfsburg, Stuttgart oder Leverkusen werden zur Normalität – nicht nur bei den Großen wie VW oder BASF, sondern vor allem bei den Hidden Champions, die niemand vermisst, bis die Lieferketten reißen. Exportweltmeister Deutschland leidet doppelt: Hohe Zinsen stärken den Euro (Kapital fließt in sichere Anlagen), was deutsche Waren teurer macht. Gleichzeitig dämpft die globale Nachfrageschwäche (USA, China) die Ausfuhren. Die Autoindustrie, schon jetzt durch US-Zölle und EV-Mandate angeschlagen, verliert weitere Marktanteile. Fabriken werden stillgelegt, ganze Regionen wie Ostwestfalen oder Baden-Württemberg veröden industriell. Deindustrialisierung, die seit 2022 schleichend läuft, wird zur Lawine. Fachkräfte wandern ab – nach Asien, in die USA oder in die Schweiz. Was bleibt, ist ein Dienstleistungs-Skelett, das von staatlichen Subventionen lebt.

Der Arbeitsmarkt kollabiert: Von der Vollbeschäftigung zur Massenarbeitslosigkeit

Heute noch relativ stabil bei rund 6 Prozent Arbeitslosigkeit – in der Stagflations-Zinshölle wird daraus ein Desaster. Mit jedem Prozentpunkt höherem Zins verlieren Zehntausende Jobs. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, die 2025 schon stagnierte oder leicht sank, bricht ein. Erwerbstätige Zahl sinkt um Hunderttausende. Die offizielle Arbeitslosenquote schnellt auf 8–10 Prozent oder mehr, die Unterbeschäftigung (inklusive Bürgergeld und Kurzarbeit) auf 15 Prozent. Besonders hart trifft es Ostdeutschland, das Ruhrgebiet und ländliche Industriegebiete. Junge Menschen, die gerade erst in den Jobmarkt drängen, finden nichts. Ältere werden in den Vorruhestand gedrängt oder verarmen. Die Kosten für den Staat explodieren: Allein die Arbeitslosigkeit kostete 2024 schon 76,6 Milliarden Euro – in diesem Szenario verdoppelt sich das auf über 150 Milliarden. Das „Bürgergeld“ wird zum Normalfall für ganze Branchen.

Die Lohn-Preis-Spirale, die die Stagflation erst anheizt, dreht sich weiter: Gewerkschaften fordern hohe Abschlüsse, um die Inflation auszugleichen – aber die Unternehmen können nicht zahlen und entlassen stattdessen. Kurzarbeit wird Alltag, wie in der Pandemie, nur ohne Ende in Sicht. Die psychische Belastung ist enorm: Depressionen, Burnouts, Suizide steigen. Familien zerbrechen unter dem Druck. Die Mittelschicht, die stolz auf ihre Arbeit war, rutscht in die Prekarität ab.

Immobilien- und Baukrise: Das Ende des deutschen Traums vom Eigenheim

Der Wohnungsmarkt, ohnehin angespannt durch Zuwanderung und Baustopp, implodiert. Hypothekenzinsen, die bei steigenden Leitzinsen auf 6–8 Prozent oder höher klettern, machen Neubau unbezahlbar. Bauprojekte werden gestoppt, der Bau-Sektor – einer der wenigen Wachstumstreiber – schrumpft um 20–30 Prozent. Tausende Bauunternehmen gehen pleite. Bestehende Immobilienbesitzer mit variablen Krediten können die Raten nicht mehr stemmen: Zwangsversteigerungen nehmen zu, Preise für Häuser und Wohnungen fallen um 20–40 Prozent in Ballungsräumen. In ländlichen Gebieten wird der Wertverlust noch dramatischer. Banken sitzen auf faulen Krediten, Kreditvergabe friert ein. Der Traum vom eigenen Heim wird für eine ganze Generation zur Illusion. Mieten steigen paradoxerweise weiter (durch Knappheit), während Eigentümer pleitegehen. Ganze Viertel verfallen, Spekulationsblasen platzen mit voller Wucht.

Der Staatshaushalt: Von der Schuldenbremse zur Sparorgie

Der Bund, die Länder und Kommunen ächzen schon jetzt unter hohen Schulden und Zinslasten. Bei steigenden Zinsen explodieren die Zinsausgaben – von Milliarden auf zig Milliarden mehr pro Jahr. Die Schuldenbremse wird zur Falle: Um die Defizite zu stemmen, folgt eine brutale Austerität. Sozialausgaben werden gekürzt, Renten und Bürgergeld eingefroren oder gekürzt, Infrastrukturprojekte (die sowieso schleppend laufen) gestrichen. Krankenhäuser, Schulen und Pflege kollabieren weiter. Die Bundeswehr, die gerade erst aufrüstet, wird wieder abgewürgt. Steuererhöhungen (auf Vermögen, Erbschaften oder Energie) sind unvermeidlich, um die Löcher zu stopfen – was die Wirtschaft weiter lähmt. Politisch eskaliert es: Die Ampel oder was danach kommt, zerbricht endgültig. Die AfD oder neue Protestparteien gewinnen Zulauf, Straßenproteste wie in den 2020er Jahren werden zur Dauererscheinung. Gewalt, Plünderungen in Städten, Hass auf „die da oben“ – das soziale Gefüge reißt. Die EU wird zum Buhmann: Warum soll Deutschland für südeuropäische Schulden haften, während es selbst blutet?

Soziale und gesellschaftliche Verwerfungen: Deutschland verliert seine Seele

Die Mittelschicht, die das Land trägt, wird pulverisiert. Sparer sehen zwar höhere Zinsen auf Tagesgeld – aber die Inflation frisst den realen Ertrag auf. Rentner und Bezieher fester Einkommen verarmen dramatisch. Jugendliche ohne Perspektive radikalisieren sich. Abwanderung von Hochqualifizierten (Ärzte, Ingenieure, Forscher) beschleunigt sich – Deutschland verliert seinen Humankapital-Vorsprung. Die Demografie wird zur Katastrophe: Weniger Geburten durch wirtschaftliche Unsicherheit, mehr Einwanderung in prekäre Jobs, die den Sozialstaat überlasten.

Langfristig droht der „Japan-Effekt“ auf Steroiden: Jahrzehnte der Stagnation, verlorene Generationen, ein Land, das nur noch verwaltet, nicht mehr gestaltet. Die Energiewende scheitert endgültig – wer investiert in teure Grüne Technik, wenn die Zinsen alles killen? Deutschland wird zum abschreckenden Beispiel für Europa: Vom Exportweltmeister zum Museum der verpassten Chancen.

Fazit: Der Preis der Preisstabilität – oder das Ende einer Ära

Die EZB würde mit ihren hohen Zinsen die Inflation vielleicht brechen – aber um den Preis einer Rezession, die tiefer und länger wäre als 2008 oder 2020. Deutschland, das sowieso schon „schlecht dasteht“ (schwaches Wachstum, strukturelle Krise, Energieabhängigkeit), würde nicht nur leiden – es würde dauerhaft beschädigt. Die Wettbewerbsfähigkeit wäre für eine Generation verloren, das Vertrauen in Staat und Institutionen zerstört. Historisch wissen wir aus den 1970er/80er Jahren: Stagflation mit Zinsschock ist brutal, aber notwendig, um Erwartungen zu verankern. Doch in einem Land wie dem heutigen Deutschland – mit seinen spezifischen Schwächen – wäre es nicht nur schmerzhaft, sondern existentiell bedrohlich. Es würde den Abstieg vom Industrieland zur Dienstleistungsprovinz besiegeln.

Ob die EZB diesen Weg wirklich wählt, hängt von der Intensität des Energie-Schocks ab. Aber eines ist klar: In einer Stagflation gibt es keine sanften Lösungen. Nur bittere. Und Deutschland wäre der erste, der sie zu spüren bekäme – in voller Härte.

Stagflation – was tun? Wie immer seit 2017 sind wir für unsere Leserinnen und Leser und unsere Community da. Auch diese Herausforderung werden wir gemeinsam meistern.

Investieren in einer Stagflation

Heute (Frühjahr 2026) mit anhaltenden Energiepreisschocks (Öl über 100–110 USD durch geopolitische Risiken), stagnierender deutscher Wirtschaft und EZB im Spagat zwischen Inflation und Wachstum, ist das Thema Investieren in einer Stagflation hochaktuell. Es gibt keine einfachen Gewinner – nur relative Verlierer und bessere Schutzinstrumente. Das Ziel: Kapitalerhalt und Inflationsschutz, nicht Reichtum vermehren. Schonungslos gesagt: In einer echten Stagflation verliert fast jeder etwas an realer Kaufkraft. Die Kunst ist, weniger zu verlieren als der Markt. Gold und Rohstoffe waren historisch die besten Schilde, defensive Sektoren die besseren Aktien. Klassische 60/40-Portfolios (Aktien/Anleihen) scheitern kläglich.

Wir schauen uns erst einmal aufgrund historischer Daten an, welche Assetklassen in einem Stagflationsszenario nach Schulbuch empfohlen sind und dann werde ich euch noch ein paar Hinweise für unser eigenes Vorgehen geben.

1. Grundprinzipien – Was funktioniert historisch und warum?

  • Vermeide langlaufende Anleihen und Wachstumsaktien: Steigende Zinsen (oder Erwartungen daran) drücken Bond-Preise. Rezession trifft zyklische Sektoren (Auto, Maschinenbau, Chemie in Deutschland) hart.
  • Suche Pricing Power: Unternehmen, die Preise weitergeben können, ohne Kunden zu verlieren (z. B. Lebensmittel, Gesundheit, Energie).
  • Tangible Assets (Sachwerte): Sie gewinnen, wenn Papiergeld entwertet wird.
  • Diversifikation global: Deutschland allein ist zu anfällig (Deindustrialisierung, Exportabhängigkeit).
  • Liquidität: Halte Cash oder kurzfristige Anlagen für Opportunitäten – aber nur, solange Zinsen hoch genug sind (real oft negativ).

2. Die besten Asset-Klassen in der Stagflation

Gold und Edelmetalle – Der klare König der Stagflation Gold performte in den 1970er Jahren mit realen Jahresrenditen von ca. +9 % am besten – oft der einzige echte Gewinner. Es dient als Wertspeicher gegen Währungsentwertung und Unsicherheit. Silber und Platin profitieren zusätzlich von industrieller Nachfrage. Wie umsetzen?

  • Physisches Gold/Silber (Münzen, Barren) – in Deutschland/Schweiz steuerfrei nach einem Jahr Haltedauer.
  • ETFs wie SPDR Gold Shares (GLD) oder physisch hinterlegte europäische Varianten (z. B. Xetra-Gold).
  • Minenaktien (mit Vorsicht, höheres Risiko). Aktuell (2026) hat Gold bereits stark zugelegt, aber bei anhaltender Inflation bleibt es ein Kernbestandteil (5–20 % Portfolio je nach Risikobereitschaft). In Europa mit EZB-Druck auf den Euro ist der Schutz besonders relevant.

Commodities (Rohstoffe) – Direktprofit von Preisschocks Öl, Gas, Agrarrohstoffe und Industriemetalle explodieren bei Angebotsschocks. Energy-Sektoren (Exxon, Chevron oder europäische Äquivalente) waren in den 70ern Top-Performer. Wie?

  • Breit gestreute Commodity-ETFs oder Futures (z. B. über Broker).
  • Energy-Aktien/ETFs (XLE-Äquivalent in Europa).
  • Vorsicht: Hohe Volatilität – nicht alles auf einmal. In Deutschland profitiert man indirekt über Energieversorger mit Preisanpassung, aber viele leiden unter Regulierung.

Defensive Aktien mit Pricing Power Nicht alle Aktien sterben:

  • Consumer Staples (Lebensmittel, Haushaltsprodukte – z. B. Nestlé, Unilever, Procter & Gamble).
  • Healthcare/Pharma (stabile Nachfrage, Preiserhöhungen möglich).
  • Utilities (Energieversorger – können Kosten weitergeben). Value-Stocks (unterbewertet) statt Growth (Tech). In Deutschland: Weniger Auto/Zulieferer, mehr defensive Konsum- oder Gesundheitswerte. Berkshire Hathaway oder breite defensive ETFs als Proxy. Historisch hielten solche Sektoren besser als der breite Markt.

Inflationsgeschützte Anleihen (TIPS oder Äquivalente) In den USA TIPS (Treasury Inflation-Protected Securities) – Principal steigt mit Inflation. In Europa gibt es inflation-linked Bonds (z. B. deutsche oder französische Linker). Kurzfristige Staatsanleihen oder Floating-Rate-Notes: Weniger zinssensitiv. Lange Duration vermeiden – sie verlieren massiv bei Zinsanstieg. In der Schweiz oder Deutschland: Kurzläufige Bunds oder Tagesgeld, solange Zinsen über Inflation liegen (real oft knapp).

Immobilien / REITs Wohn- und Gewerbeimmobilien können Mieten mit Inflation anpassen (in Deutschland begrenzt durch Mietpreisbremse). REITs (Immobilienfonds) bieten Liquidität. Aber: Hohe Zinsen machen Finanzierung teuer, Preise können fallen (wie in der vorherigen Antwort beschrieben). Gute Lage und substanzstarke Objekte bevorzugen. In Stagflation historisch solide real returns (~4–5 %), aber nicht so stark wie Gold.

Cash und kurzfristige Zinsprodukte Bei hohen Nominalzinsen (durch EZB) kann Cash die Inflation teilweise ausgleichen. In Deutschland: Festgeld, Geldmarktfonds. Aber real oft Verlust – nur als Puffer. Also nicht unsere erste Wahl.

3. Praktische Portfolio-Zusammenstellung für Deutschland/Eurozone

  • 20–40 % Gold/Edelmetalle (Kernschutz).
  • 15–30 % Commodities/Energy.
  • 20–30 % Defensive Aktien (Staples, Healthcare, Value).
  • 10–20 % Inflationsgeschützte oder kurze Anleihen.
  • 5–15 % Immobilien/REITs oder physisch (bei Eigenheim).
  • Rest: Cash für Opportunitäten oder globale Diversifikation (US-TIPs, internationale Rohstoffe).

Gesamtrisiko senken durch breite Streuung. Rebalancing jährlich oder bei starken Verschiebungen ( ⚠️ ACHTUNG: Das ist nicht unsere Empfehlung, sondern die klassische Lehrbuchmeinung!)

4. Was unbedingt vermeiden?

  • Lange Staatsanleihen (Bundesanleihen mit 10+ Jahren).
  • Hoch bewertete Growth-Tech (hohe Zinsen + Rezession = Bewertungseinbruch).
  • Stark zyklische deutsche Industrie (Auto, Maschinenbau) – besonders bei weiterer Deindustrialisierung.
  • Stark verschuldete Unternehmen (hohe Refinanzierungskosten).

Unsere langlaufenden Investments mit unserem Hausindex, dem 🇺🇸 S&P500, sind zwar von dem Szenario der Stagflation real betroffen, aber aufgrund unseres langen Anlagehorizonts spielt das erst einmal weniger eine Rolle.

Wir haben seit 2017 Finanzlösungen für unsere Leser und Mitglieder.

Die Blackwater.live Lösung

Die bisherigen Hinweise sind die klassische Lehrbuchmeinung aufgrund historischer Daten. Und sie sind nicht verkehrt. Die Frage ist, was tun wir als Blackwater.live Community? Alles werde ich hier nicht detailliert beschreiben, das gibt es nur Community intern. Aber wir werden auch durch diesen „Sturm“ erfolgreich segeln, wie durch jeden anderen seit 2017.

Wir investieren langfristig und marktbreit mit unserem S&P500 Index für alle Anlagehorizonte, die länger als 10 Jahre sind.

Keine deutschen Aktien. Wer in Deutschland in irgend einer Weise noch investiert ist, der wird viel Schmerzen erleiden. Nicht nur wegen der Stagflation, sondern wegen vieler anderer Faktoren wie dem Aufbau des Sozialismus, der ohnehin laufenden Deindustrialisierung und weiteren negativen Standortfaktoren.

Wir bauen auch in der Stagflation Vermögen mit Risikokapital auf. Das Beste daran, außer uns kann das fast niemand. Denn wir haben unsere Systeme wie ONE-9 oder den Fremdkapitalhandel. „Cash is King“ in einer Stagflation. Und wir sind sowieso im Cash durch Fremdwährungen wie dem Schweizer Franken oder dem Singapur Dollar. Und selbst im USD verdienen wir dank dem Fremdkapitalhandel gutes Geld. Unser System Portfoliomanagement-9 wird unser Stagflations System – mehr Infos gibt es dazu in Kürze in unserer Community. Was ein glücklicher Zufall, dass wir gerade zu Beginn einer sich aufbauenden Stagflation richtig positioniert sind. Wir als Team Blackwater sind davon überzeugt, dass wir euch, also unserer Community, hier wieder einen richtig guten Mehrwert bieten können und auch aus dieser Krise mit einem Lächeln heraus kommen werden.

“There is a time for departure even when there’s no certain place to go.”

Tennessee Williams

Blackwater

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