Am heutigen Tag ist mir etwas aufgefallen. Wir haben aus irgend einem unerklärlichen Grund erstaunlich viele weibliche Leser. Das spiegelt sich im Kommentarbereich wieder, aber noch viel stärker an den Mailadressen und erhaltenen Anfragen. Und hierbei meine ich nur die Emails, die eine gewisse Femininität in sich haben. Bei Adressen wie „kleinesaeffchen878@xcvx.de“ (die gibt es nicht, aber so ähnlich) weiss man ja nicht eindeutig, ob das kleine Äffchen ein Mann oder eine Frau ist. Aber Spass bei Seite.

Ich habe eine ganze Weile darüber nachgedacht. Dann habe ich Frauen gefragt, ob sie finden das unsere Seite weiblich wirkt oder ob sie sich besonders davon angesprochen fühlen. Die Aussage war neutral. Von den Zugriffszahlen könnten es auch die beiden Interviews mit Salome und Lara sein.

 

Und jetzt liebe Leser(innen) wird es noch spannender. Ausgerechnet bei dem letzten Post HIER, von dem ein Teil das Thema „Islamic Banking“ war, haben wir viele Leserinnen gewonnen. Das erstaunt doch sehr, normalerweise verbinden sich diese Themen nicht so leicht miteinander. Aber unmöglich scheint es auch nicht zu sein. Wir haben mit unserem letzten Posting nicht nur etwas zum interkulturellen Verständnis beigetragen, wir haben viele Frauen angesprochen. Auch westlich des schönen Mittelmeers.

 

 

Eine Idee ist geboren – Posting an die weiblichen Leser

Das Rätsel um die Frauen kann vermutlich nicht gelöst werden. Das kann man durchaus auf der Metaebene sehen. Spannend ist das Thema auch. (auch Metaebene)

 

Wiki:

„Metaebene ist die lose verwendete Bezeichnung für eine übergeordnete Sichtweise, in der Diskurse, Strukturen oder Sprachen als Objekte behandelt werden. Findet die Metaebene in derselben Struktur statt, über die sie spricht, so liegt ein Fall von Selbstreferentialität vor. Es können immer neue Metabenenen aufgesucht werden, eine absolute Metaebene gibt es nicht. (…)

 

Wenn wir mit Blackwater.live Frauen ansprechen können, ist uns wirklich etwas höchst erstaunliches gelungen: Frauen für Finanzen zu begeistern. Und das ist nicht wertend gemeint meine Damen. Wir formulieren hier nicht politisch korrekt um Denken von gestern zu verschleiern. Wir denken für morgen. Und für euch. Auch wenn es den Gentleman nun frei steht weiter zu lesen, möchte ich mich im weiteren Verlauf heute an die Damen wenden.

 

Die Geldanlage für Frauen ist nicht anders als die für Männer. Geld kennt kein Geschlecht. Sie soll zu einem Ziel führen: Das es euch gut geht und ihr ein schönes Leben habt. Daher solltet ihr in euch selbst investieren, weil ihr es euch wert seid.

 

Liebe Frauen, ausgelöst von euren vielen Fragen, Mails und Kommentaren wende ich mich direkt an euch. Es hat einiges an Nachforschung gekostet, aber ich habe versucht mich dem Thema Geld im Zusammenhang mit euch zu nähern. Das ist nicht einfach, denn ich möchte heute versuchen euch einen wichtigen Gedanken zu schenken.

Zunächst habe ich mal in google gesucht: „Banking für Frauen“. Macht das einmal selbst. Eine Volksbank im Hartz macht Werbung. Es werden verschiedene Veranstaltungen angeboten, auch von anderen Banken. Diese habe ich mir einmal angeschaut um ein erstes Resümee zu ziehen. Das Extrakt daraus ist Folgendes:

 

 

  • Banking unisex: Verkauf von teuren Finanzprodukten an Er/Sie/Es.
  • Banking für Frauen: Verkauf von teuren Finanzprodukten von Frauen an Frauen. (nicht für Frauen)

 

 

Sehr originell.

Ansonsten Quotendiskussionen, Karrieretips, lauter Ratschläge was alles passiert, damit Frauen nicht diskriminiert werden, die darauf hinauslaufen, dass ihr eure Seele verkaufen müsst und wie ein Mann werden müsst. Teilweise sogar so aussehen.

Oh ja, dass ist natürlich ein ganz weiser Rat. Für solche Inhalte müsst ihr auch noch Geld bezahlen. Vielleicht gibt es sogar ein Zertifikat: „Frau im professionellen Banking“ oder „Zertifikat für die unabhängige Frau in Geldangelegenheiten“.

Ich weiss nicht ob euch das wirklich hilft. Vermutlich wäre ein Zertifikat von E.T. an Erdenmenschen für Weltraumbanking spannender. Wir würden zumindest lachen können.

 

Beim Banking für Frauen werden dann meist Argumente angeführt, dass ihr im Schnitt nur die Hälfte an Rente bekommt, die Männer bekommen. Das wiederum liegt an der Ungleichheit und weiteren Gerechtigkeitsdiskussionen. Wirklich frustrierend, selbst als Mann kommen einem da die Tränen, wenn man das liest. Ewige Opferrolle.

Vermeintlich gelöst wird das Problem dann damit, dass ihr geködert werdet von Bankverkäuferinnen, die meistens wieder einen Mann als Chef haben oder eine Frau, deren Chef ein Mann ist. Und klar, da eure Rente so viel niedriger ist wie die von den Männern, müsst ihr natürlich auch viel mehr in die tolle Vorsorge einzahlen. Ein wahres Goldschweinchen für die Bank.

Die Probleme von heute kann man(n) (Frau) nicht mit dem Denken von gestern lösen.

Oder im Original:

 

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

Albert Einstein, 1879-1955, Physiker (Quelle: Wiki)

 

Ich habe verschiedene Frauen gefragt, ob sie gerne in der Opferrolle sind. Klar ist das keine Frau gerne. Frauen sind gerne feminin, aber doch stark. Und da sie die Kinder auf die Welt bringen, aller Genderforschung zum Trotz, passt das perfekt zusammen.

 

Unsere Lara, sagte Folgendes zum Thema Frauenbanking:

„Als Frau bei Bankgeschäften bewusst eine Frau vorgesetzt zu bekommen um irgend eine Art weibliches Banking aufzubauen ist wie chinesisches Banking aufbauen: Ein Chinese verkauft einem Chinesen Bankprodukte. Das ist für die Bank vielleicht gut, aber inhaltlich das gleiche, zumal das Ergebnis auch das gleiche ist: Produktverkauf.“

 

Und in der Tat, warum soll das Ergebnis denn auch ein anderes sein?

Wenn ihr also zu einer Veranstaltung einer Bank für Frauen geht oder sonst irgend eine Finance-Veranstaltung mit femininen Marketing, dann gibt es vielleicht dort Prosecco und der Smalltalk dreht sich erst mal um weibliche Themen. Aber im Endergebnis kommt da auch nichts anderes heraus als eine Verkaufsveranstaltung.

Warum ist das so?

 

 

Geld kennt kein Geschlecht

Geld urteilt nicht, denn das Geld kommt nicht lieber zu Männern als zu Frauen. Geld ist eine gewisse Kraft, eine Art Energie. Das rührt schon daraus, dass es konservierte Lebenszeit und Arbeitskraft ist. Schaut euch mal einen 100 EUR Schein an. Nehmt ihn in die Hand, fühlt ihn, riecht daran.

Überlegt wie lange dafür ein Mensch gearbeitet hat. Oder was ein Mensch dafür tun würde. Wenn ihr euch da rein versetzt, spürt ihr diese Energie.

Dem Schein ist es egal ob ihr eine Frau oder ein Mann seid.

Was dem Schein nicht egal ist, ist wie ihr ihn behandelt. Vielleicht lacht ihr nun. Aber lasst uns diesen Gedanken mal kurz entwickeln liebe Frauen:

 

Stellt euch eine Hammer Party vor, wo ihr richtig abtanzen könnt. Ihr seid dort. Mitten im Geschehen. Auf der Tanzfläche. Es gab leckeren Prosecco. Prosecco ist übrigens etwas absolut nobles und edles, wenn er aus der richtige Ecke Italiens kommt, dass mal nebenbei erwähnt. Alle eure Freundinnen sind auch auf der Party. Die richtigen, nicht die blöde XX die ihr nicht leiden könnt, nur eure besten Freundinnen. Ok soweit?

Ok Mädels. Nun überlegt: Wo wärt ihr lieber: Auf dieser Party oder alleine im Wald. Im Wald seid ihr wirklich alleine, es ist kalt. Und dunkel. Wer will da schon sein?

Keine Frage oder? Ihr seid lieber auf der Party und das gönne ich euch von ganzem Herzen.

Nun schaut euch den Schein an, den 100 EUR Schein, den ihr noch in eurer Hand haltet. Wo geht der lieber hin? Dahin wo viele von seines gleichen sind oder an einen Ort wo er alleine ist? Das dürfte die Frage nach dem Charakter des Geldes beantworten.

 

Geld urteilt nicht über euch. Dem Geld ist es egal ob ihr zugenommen oder abgenommen habt, was für Klamotten ihr an habt. Geld ist eine Kraft die gerne dorthin geht, wo es mehr von ihr gibt. Geld ist es erst einmal egal, ob es in einer Handtasche oder einer Aktentasche ist. Auch dem Zinseszinseffekt oder den ETFs ist es völlig egal, ob ihr eine Frau seid oder nicht. Beides urteilt nicht über euch.

Es gib nur ein kleines Problem.

Geld will etwas, was ihr auch wollt und euch verdient habt. Etwas, was jeder Mensch will.

Geld will geliebt werden.

 

Und das ist ein echtes Problem. Denn damit verschieben sich Prioritäten im Leben und euer, unser aller Leben kommt aus dem Gleichgewicht. Und in der Vermögensanlage kann es zu schweren Fehlern kommen. Wenn wir anfangen Geld zu lieben, bekommen wir Verlustängste. In das Trading kommen Emotionen rein, die unseren Erfolg zerstören.

Als Banker kann ich euch versichern, dass jede finanzielle Entscheidung, die aufgrund von Emotionen getroffen wird entweder eine Fehlentscheidung ist, mindestens ist sie aber keine gute Entscheidung. Und wenn doch, war es Glück. Auf Glück sollte man sich nicht verlassen. Kein erfolgreicher Finanzmanager lässt sich von Emotionen leiten. Und damit meine ich echte Manager an großen Finanzstandorten und nicht den Kuhdorfbankdirektor von zwei Teilzeitkräften und einem Geldautomat.

Und jetzt frage ich euch: Wenn Banking für Frauen mit emotionalen Methoden aufgebaut wird, mit der Kooperation mit einer Bekleidungsmarke, dem Prosecco vorab, der Bankberaterin für Frauen nach ihrer X-ten gescheiterten Weight-Watcher’s Runde, wohin wird das wohl führen?

Antwort:

Emotion+Geld = Verkauf zu eurem Nachteil.

 

 

Es wird nicht jedem gefallen wenn ihr neue Wege geht. Aber ihr werdet es nie allen Recht machen können. Ihr müsst euch wohl fühlen.

 

 

Sichtweise aus einer Erfahrung

Nach vielen Jahren Banking weiss ich sicher, dass der Erfolg oder Misserfolg beim Banking für Frauen nicht daraus resultiert, ob es ein Extra Banking für Frauen überhaupt gibt. Das Thema ist, dass viele Frauen sich damit nicht beschäftigen. Abgeschreckt von oberlehrerhaften Gerde von manchen Herren, die oft alles komplizierter machen als es ist, haben sie keine Lust daran. Das ist sehr schade.

Eine Erfahrung möchte ich heute mit euch teilen, um das zu verdeutlichen:

Vor einigen Jahren hatte ich ein Pärchen als Kunden. Er Lehrer, sie Mathematikerin. Eigentlich ideale Vorraussetzungen, Mathe und Geld, das liebt sich gegenseitig. Es war auch keine graue Maus, falls ihr das nun denkt. Das war eine Frau, mit der ihr euch identifizieren könntet. Eine die mit euch auf der oben erwähnte Party tanzen würde und sicher nicht schlecht. Zumindest besser als ich.

Die beiden haben gut verdient. Was denkt ihr wer die Finanzen gemacht hat?

Bingo. Der Lehrer. Die Berufsgruppe Deutschlands, die von einigen Banken ebenfalls extra Veranstaltungen bekommt, damit sie sich mit Geldanlagen jenseits vom Tagesgeld und Lebensversicherung auseinander setzt. Es gibt natürlich auch viele Ausnahmen, ganz klar. Aber vor allem war es wieder einmal der Mann.

Sie sagte immer, „Schatzi du machst das schon„. Schatzi fand das ganz toll und fühlte sich gleich vier Klassen männlicher als seine Artgenossen. Später ging die Ehe in die Brüche. Schatzi war weg und die Mathematikerin alleine. Das gute war, sie war da immer noch jung, im besten Alter einer Frau. (zwischen 18-100)

Von da an hat sie Gas gegeben und eine Mathematikerin hat es in sich, dass könnt ihr euch sicher vorstellen. Die rechnet uns den Zinseszins auch auch drei Gläsern Wein auf dem Papier aus.

 

 

Banking für Frauen…

…ist totaler Quatsch. Weil der wichtigste Freund im Banking, den habt ihr in der Hand. Das ist der 100 EUR Schein der Freunde sucht. Bringt ihn zu der Party wo die anderen sind, wo immer mehr hinwollen weil man dort abtanzen kann und die Stimmung bombastisch ist. Der DJ auf der Party ist Mr. Zinseszins. Ihr habt es selbst in der Hand und braucht keine Bevormundung durch Frauen Banking, wie wenn ihr irgend eine Spezies zwischen E.T. und der Meerjungfrau Arielle seid, die nichts verstehen würde.

Hier habe ich mal eine Reihe von Artikel verlinkt, die euch weiterhelfen. Egal ob ihr eine Frau seid, ein Mann, E.T. oder welche intelligente Lebensform auch immer:

 

 

Update: Das 3 Konten Modell

Do it yourself Depot

10 Fallen der Finanzberatung

Update: Sweet16 in 2019

 

 

Fangt damit an. Das ist die Basis. Dann geht es weiter.

Wenn ihr über google auf diesen Artikel gestossen seid, was sicher die nächsten Monate immer wahrscheinlicher wird, dann folgt uns einfach. Wir werden immer mehr Finanzthemen einfach und unkompliziert aufgreifen und wir haben noch eine Menge vor uns. In Kürze startet unser 3 Konten Modell Update und nächsten Montag unser Blackwater Portfolio, Blackfolio genannt. Das wird sehr einfach umzusetzen sein. Oder ihr steigt im Januar in Sweet16 mit ein. Klar hätten wir hier auch ein Mann als Motivbild nehmen können. Aber Frauen sehen einfach besser aus. Und das sagen auch Frauen, ganz nebenbei erwähnt.

Wir finden es absolut motivierend, dass es immer mehr Frauen gibt, die ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen und Freude daran haben. Es ist nicht kompliziert und kann richtig Spass machen.

Auch bedanken wir uns für so viele Mails, ob es nun Fragen oder sogar Fanpost ist. Vielen lieben Dank dafür liebe Frauen! So manche wurde schon zum Sparfüchschen. 😉

 

Danke für so viele weibliche Leser und Sweet16 Kundinnen. Es ist wirklich schön sich mit euch auszutauschen und zu sehen, wie ihr eure Finanzen selbst in die Hand nehmt.

 

 

 

„Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis;

Das Unzulängliche, hier wird Ereignis;

Das Unbeschreibliche, hier ist’s getan; 

Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan.“

Johann-Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Blackwater

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