Hallo zusammen,
ich bin jetzt seit 14 Jahren (fast immer) ein zufriedener Kunde der DKB gewesen. In letzter Zeit häufen sich aber immer mehr die Probleme mit meiner "Brot & Butter"- Bank.
Die Änderungen mit dem Wechsel von der Kredit- zu einer Debitkarte habe ich alle wenn auch Zähneknirschend mitgemacht. Danach kam die Umstellung von einer kostenlosen Girokarte auf eine mit Gebühren. Konnte ich auch noch verkraften da ich diese immer seltener brauche weil fast überall jetzt mit Kreditkarte bezahlt werden kann.
Allerdings tue ich mich immer schwerer mit den Funktionen der neuen App die irgendwie gefühlt seit einer halben Ewigkeit zwischen der alten Weboberfläche und dem neuen Design hin und hergeht. Mal sucht man verzweifelt nach Funktionen in der neuen App und wird dann wieder auf das alte Design verwiesen. Das ist mittlerweile einfach nur noch traurig.
Als Banking Software nutze ich auf meinem Mac MoneyMoney, welche meine Umsätze bisher über FinTS/HBCI abgerufen hat. Das ging bisher über die Anmeldung per DKB App. Durch den Wechsel auf die neue Web- Oberfläche funktioniert das jetzt allerdings nicht mehr und ich muss auf Tan2Go ausweichen. Allerdings scheint es TAN2Go auch nicht mehr lange zu geben, sodass man sich dann nur noch über chipTAN anmelden kann was aber wiederum eine Girokarte benötigt. Also alles andere also zukunftsorientiert.
Als nächstes Problem habe ich vor kurzem mein iPhone gewechselt und wollte auf das Neue wieder ApplePay einrichten. Allerdings funktioniert das nicht. Zuerst habe ich den Apple Support eingeschaltet, welcher nach einer Diagnose mich auf die DKB verwiesen hat. Dort schafft man es leider nicht nach mehreren Versuchen mit dem Support das Problem zu lösen. Momentan bin ich kurz davor einfach eine neue Debitkarte zu bestellen um das Problem vermutlich darüber zu lösen.
Somit bin ich mittlerweile tatsächlich leicht frustriert über die DKB und denke ernsthaft nach 14 Jahren über einen Wechsel nach.
Aktuell habe ich ein Gemeinschaftskonto mit meiner Frau und wir nutzen ebenfalls auch das Aktiendepot.
Gibt es ernsthafte Konkurrenz zur DKB? Ich bin mittlerweile auch soweit, dass ich gerne Gebühren dafür bezahle wenn der Service dafür passt und man eine moderne App dafür erhält.
Würde mich über Anregungen wirklich freuen und Erfahrungsberichte wie ihr aktuell unterwegs seid.
Schöne Grüße,
euer Chris
Hey, ich bin noch nicht so lange dabei so dass ich die alten Empfehlungen zu Konten gar nicht kenne. Für ein normales Konto finde ich Revolut ganz okay. Wise hatte ich auch mal probiert. Mein erstes Konto war bei der Sparkasse🫣
Was spricht gegen Revolut? Ich hoffe das ist keine blöde Frage.
Ich weiss, dass ich mir damit jetzt hier nicht viele Freunde mache, aber ich schreibe es trotzdem mal.
Wir sind seit einigen Jahren mit unserem Gemeinschaftskonto bei der lokalen Sparkasse (gibt hier drei Sparkassen in der Stadt, das ist aber die mit den besten Konditionen), waren davor auch bei der DKB.
Vorteile aus meiner Sicht:
- Wir haben dort ein Schließfach zu m.M.n. ganz guten Konditionen (das war der Hauptgrund, dorthin zu wechseln)
- Apple Pay auch für die Girocard. Die neuesten Girocards haben als Co-Branding hier Mastercard, und die Karte in Apple Pay kann beides, so wie die physische auch. Find ich toll und ist so m.W. auch einzigartig
- Die App sieht recht modern aus und hat alle Funktionen, die auch die Webseite hat. Sie wird auch kontinuierlich von der Sparkasse-IT weiterentwickelt. Ausfälle hab ich noch keine erlebt, in Gegensatz zur DKB, wo das ja gefühlt mehrmals im Monat vorkommt. Die haben auch so eine Freigabe-App, man muss also kein ChipTAN o.ä. nutzen, kann es aber, wenn man möchte
- Hier gäbe es noch eine goldene Mastercard mit guten Konditionen und guten Versicherungen für 60 Euro im Jahr (Versicherungen ohne Karteneinsatz, und im Ausland keine Fremdwährungsgebühren und keine Abhebegebühren am Automaten)
- Echtzeitüberweisungen gibt es hier schon ewig, das kriegt die DKB immer noch nicht hin
- Sehr gute Implementierung von FinTS/HBCI, es lässt sich in MoneyMoney wirklich alles abrufen (auch Kreditkarten, nicht über Webscraper wie bei der DKB) und aufgeben
- Sparkasse kann nicht so einfach kündigen, wie es Privatbanken könnten
- Für den Fall der Fälle hat man jemanden, den man direkt anrufen und anschreiben kann, und der sich auch zeitnah kümmert (aber da haben wir vielleicht auch Glück).
Konto kostet übrigens 3 Euro im Monat, das ist noch voll im Rahmen.
Edit: Als Ergänzung, Depot natürlich woanders, glaub da ist jede Sparkasse einfach zu teuer...
Wow, vielen Dank für das schnelle Feedback.
Revolut habe ich auch aber würde ich mich tatsächlich nicht trauen es als Hauptkonto zu nutzen. Schon zu viel von Kontosperrungen und ähnlichem Schlamassel gehört.
Das mit der Sparkasse hört sich tatsächlich spannend an. Lustigerweise bin ich vor 14 Jahren direkt von der Sparkasse zur DKB gewechselt weil sie direkt mit meinem ersten Gehaltseingang Gebühren verlangt haben. Damals war ich mit der DKB dann total happy.
Wo habt ihr denn dann euer Depot? Alternativ könnte ich unser DKB Depot natürlich auch noch behalten.
Viele in meinem Freundes- und Bekanntenkreis nutzen die ING und ich höre keine Klagen. Ich habe ein zweites Girokonto bei der C24. Dort gibt es Zinsen, Pockets, viele andere moderne Funktionen und eine aufgeräumte und gut gestaltete App; ob ich da das Hauptkonto hin umziehen würde, weiß ich aber nicht.
Aus Interesse, was habt ihr für ein Schließfach und zu welchen Konditionen?
Lustigerweise bin ich vor 14 Jahren direkt von der Sparkasse zur DKB
Noch so jemand 🤣
Somit bin ich mittlerweile tatsächlich leicht frustriert über die DKB und denke ernsthaft nach 14 Jahren über einen Wechsel nach.
Überleg halt, was dir wichtig ist. Wenn du eine schöne App und HBCI-Integration willst, dann ist die DKB vermutlich die falsche Bank. Ich nutze die App selten bis nie. Dafür ist die DKB kostenlos als Aktivkunde und man hat sehr gute Gebühren im Ausland (sowohl mit Debit- als auch mit Kreditkarte).
Wenn ich mich richtig erinnere, gabs früher noch die 1822 Bank. Sowas wie die Direktbank der Sparkasse. Keine Ahnung, ob die noch existieren. Die waren aber damals günstiger.
Für ein normales Konto finde ich Revolut ganz okay. Wise hatte ich auch mal probiert.
Wise traue ich deutlich mehr als Revolut. Obwohl der Support bei Wise auch nicht so prall ist.
Revolut würde ich nicht als Hauptkonto empfehlen, einfach weil die keinen guten Support haben und im dümmsten Fall dein Account gesperrt ist. Auch wenn ich Revolut sehr gerne nutze, parke ich dort nie mehr Geld drauf als ich bereit bin zu verlieren.
@ikigaimondai
Zahlen 80 Euro für das Schließfach, ist meine ich die zweitgrößte Variante, die die im Angebot haben.
Der Vorteil bei der DKB überall kostenlos Geld abzuheben ist tatsächlich leider noch in Deutschland ein sehr wichtiges Argument auf das ich hoffentlich bis in 1-2 Jahren auch endlich verzichten kann. Bin es gewohnt ohne viel Bargeld unterwegs zu sein und wenn ich dann mal welches brauche habe ich wenig Lust erst nach einem Geldautomat der Sparkasse zu suchen.
Somit bleibt mir dann wahrscheinlich nicht viel anderes übrig als mir wieder eine Girokarte mit Chipgenerator zu besorgen. So traurig das ganze dann doch leider ist.
Ich weiss, dass ich mir damit jetzt hier nicht viele Freunde mache, aber ich schreibe es trotzdem mal.
Nein sag das nicht, über den Punkt sind wir schon lange hinaus. Das war mal 2017/2018.
Heute empfehlen und helfen wir uns mit Lösungen, die einfach funktionieren. Und wenn das für Dich und Deine Familie passt, dann ist das gut. Und die Gründe hast Du ja genannt. Absolut nachvollziehbar.
Was..
Revolut habe ich auch aber würde ich mich tatsächlich nicht trauen es als Hauptkonto zu nutzen. Schon zu viel von Kontosperrungen und ähnlichem Schlamassel gehört.
... angeht, so wird die Situation ja nun besser. Das betrifft aber dann eben auch Konten mit Gehaltseingängen. Hohe und unregelmässige Einzelüberweisungen würde ich bei Revolut und bei Wise stets lassen.
Die meisten negativen Erfahrungen bei Revolut und Wise was Sperrungen angeht, sind auf hohe Einzelüberweisungen zurück zu führen. Der Algo schlägt bei regelmässigen Gehaltseingängen kaum noch an, das haben die Jungs auch kapiert. Denn beide bieten ihre Konten ja nun als Gehaltskonten offensiv in der EU an.
Grundsätzlich sollte man aber immer mehr als ein Konto haben!
Einen Anbieter für Konto und Depot auszuwählen finde ich schwierig. Von den mir bekannten wäre das am ehesten die hier bereits genannte ING. Ich würde das aber eher trennen.
Ich habe tatsächlich ein Depot bei einer Volksbank. Dort liegen nur größere Positionen ausschüttender ETF, was praktisch keine laufenden Kosten verursacht. Jeder Trade tut aber von den Gebühren her richtig weh.
Mein bisheriges Lieblingsdepot war die Kombination DAB BNP Paribas mit dem alten SmartBroker, dort sind aber leider die Konditionen ausgelaufen. Den neuen SmartBroker nutze ich zwar für häufige Trades, kann das aber nicht wirklich empfehlen. Allgemein würde ich mich von nur-App-Lösungen und Kooperationen mit der Baader Bank fernhalten. Je nach Positionsgröße kann aber die DAB in Verbindung mit AVL oder einem anderen Vermittler vernünftige Konditionen bieten.
Wenn es keine steuereinfache Lösung sein muss, kann ich CapTrader oder allgemein Interactive Brokers empfehlen.
Aktuell habe ich ein Gemeinschaftskonto mit meiner Frau und wir nutzen ebenfalls auch das Aktiendepot.
Gibt es ernsthafte Konkurrenz zur DKB? Ich bin mittlerweile auch soweit, dass ich gerne Gebühren dafür bezahle wenn der Service dafür passt und man eine moderne App dafür erhält.
Grundsätzlich gibt es auch einige Alternativen mit normalen Filialbanken, die eure Anforderungen erfüllen würden.
Die bereits genannten SPAKA und Volksbank kann regional eine Alternative sein, z.B. für 3€/mtl ist sehr günstig.
Alternative dazu könnte die Commerzbank sein, Girokonto mit EC-Karte ist gebührenfrei bei 700€ mtl. Geldeingang (guck mal auf die Homepage) Vorteil: Filialbank, trotzdem Gratiskonto auch als Gemeinschaftskonto, keine Zusatzkosten für Buchungen, Auszüge, etc. Berater verfügbar und auch ausgebildet. Depot: uninteressant, da viel zu teuer.
Weitere Möglichkeit: Postbank, auch hier ab einem Betrag Geldeingang von 1.000€ gebührenfrei (kann sein das es nicht mehr gilt, auf HP prüfen) EC-Karte inkl. Gemeinschaftskonto möglich. Depot: Finger weg
Nachteil: bei der Postbank wird laufend alles umgebaut, Filialen geschlossen, hier kommt keine ruhe rein. Wer aber ein funktionierendes Konto für den Zahlungsverkehr benötigt - es funktioniert. Kundenberater, nur wenn man keine Ansprüche hat.
Grundsätzlich sollte man, so wie Martin es schon sagt: mindestens ein weiteres Konto als Back up-Lösung haben.
Damit kommen wir zu Onlinebanken: da funktionieren ING, Consors, Comdirect als alte bewährte Anbieter gut und kosten nichts, oder wenig Gebühren.
Kreditkarte sollte man sich extra holen, ob Barclay, Norwegian, Santander, Advancia, alle haben Vor-und Nachteile, aber alle funktionieren.
Dazu kommt für die Shoppingfreaks und Rabattsammler auch die Amazon-Kreditkarte wieder, als Visa von Santander, ohne Jahregebühr, allerdings mit Auslandseinsatzgebühr und Punkten/Cashback für Umsatz.
Bei Depot muss man unterscheiden, was man damit macht:
a) viel Bewegung mit häufigen Trades / Sparplänen
b) wenig Bewegung mit einigen Sparplänen und kaum Trades
Das DKB Depot ist nicht schlecht, es rechnet sich wenn man regelmäßig höhere Beträge per Sparplan spart, da hier nur 1,50€ Gebühr anfällt gegenüber Consors/Comdirect die 1,50% haben wollen.
Dazu ist das DKB-Depot zu empfehlen wenn man Französische, Spanische, Canadische Aktien hät die Dividende ausschütten. Hier funktioniert die teilweise Vorab-Steuerbefreiung. Nachteil: Die DKB hat die Gebühr dafür auf 30€ erhöht und damit lohnt es sich nur für Depots die hohe Dividendeneinkünfte aus den Ländern haben.
zu a) viel Bewegung + günstige Konditionen: Nach wie vor die Neobroker: Zero, Scalable, evtl. Traderepublic und nur noch eingeschränkt Smartbroker+
zu b) kaum Bewegung: bei DKB bleiben, oder einen von den og. Onlinebanken nehmen.
Alternative: eine Mischung von allem, Girokonto und Depot sollte nicht bei der gleichen Bank sein, oder zumindest sollte ein weiteres Depot bei einer anderen Bank / Broker sein.
Fazit:
+ Girokonto als Gemeinschaftskonto bei einer Filialbank mit guten Konditionen (oder Gratis)
+ dazu ein Depot bei einer Onlinebank / Onlinebroker
+ dazu ein Depot + Sparpläne bei einem Neobroker
Optionale Möglichkeiten wenn man alles schon hat: US-Depot - CH-Bank/Depot - UK Bank Depot
Revolut: niemals als Hauptkonto, egal was die in der Werbung erzählen, egal ob sie eine Vollbanklizenz haben, egal wie gut oder interessant die Optionen und Angebote sind, als Back up, als Reserve, für kleine Beträge, alles ok, aber Hauptkontoverbindung => Niemals!
Revolut: niemals als Hauptkonto, egal was die in der Werbung erzählen, egal ob sie eine Vollbanklizenz haben, egal wie gut oder interessant die Optionen und Angebote sind, als Back up, als Reserve, für kleine Beträge, alles ok, aber Hauptkontoverbindung => Niemals!
Zumindest nicht bis wir den Algo verstanden haben. 🤣
Letzten Monat: 30 K Eingang bei Wise. Keine Problem. NULL!
Email von Leserin: Kontosperre wegen 1000 Euro mit Anforderungen von Nachweisen wo das Geld herkommt.
Muss man nicht verstehen.
@wbuffett30 ich möchte noch etwas zu Schließfächern bei einer deutschen Bank anmerken. Je nachdem was man dort verwahren möchte, ist das eventuell nicht die beste Lösung. Bei zunehmender Kontrolle durch den Staat /EU ist z.B. Gold oder Münzen etc.. einfacher deinem Zugriff entzogen. Alternativen hierzu ausserhalb der EU, z.B. Schweiz oder z.B. Singapur. Daher besser früh an später denken.. immer steuerehrlich bleiben und darüber verfügen können, was Du Dir verdient hast. Der Transport zu einem hin, egal wo du bist, ist heute auch kein Problem mehr.
Eventuell weisst Du das ja schon alles, dann sorry für meine "5 cents" hierzu
Heute leider auch bekommen 😅


