Sehe ich auch so, aber welche Passage meines Beitrags eskaliert, verstehe ich nicht. Völlig neutral schildern lässt sich ja keine der „beiden“ Positionen?!
Das war allgemein bezogen, nicht auf euch alleine. Einfach ein Vorsatz für dieses Jahr. 😉
@ikigaimondai Klasse formuliert! Es wird zu einer Lebensstilreduktion im Durchschnitt kommen müssen. Fraglich wird sein, wer weniger abgeben muss als andere und wer mehr dazu bekommt als andere. Da steckt erhebliches Konfliktpotenzial drin, dessen erste Auswirkungen wir bereits erleben.
Gewissermaßen ist „Klimapolitik“ in meinen Augen der Versuch einer friedlichen und frühzeitigen Lösung, die von „denen, die es sich leisten können“ getragen sein muss (aber eben weit mehr Menschen beeinflusst), weil man Schlimmeres kommen sieht und vermeiden möchte. Hier den richtigen Mittelweg zu finden, ist schwierig in einer Umwelt wo der eine dem anderen nicht zuhört, generelles Misstrauen dem Staat gegenüber herrscht (man aber anderen pauschal vertraut), und viele in vergleichsweise kurzen Zeithorizonten denken. Dazu ist vernetzen einfacher denn je, mit allen Vorteilen und Tücken.
Im Augenblick ist es Corona, davor waren es Flüchtlinge, demnächst wird es das Klima sein, an dem sich die Geister scheiden. Der Graben dazwischen muss verfüllt werden! Und das nicht nur in Deutschland oder Europa…Wie? Keine Ahnung!
Solange es Menschen/Gruppen gibt, die von dem Graben profitieren (möchten), wird es schwer mit dem Verfüllen.
Nur aus meiner Erfahrung:
Die Tarifwechsler sind überwiegend nicht diese wirklich bedürftigen "Millionen Menschen" die dieses gesparte Geld zum Leben benötigen.
Die Aktionen und das Tarifhopping wird überwiegend von zwei Gruppen gemacht: junge internetaffine Leute die mit einem Wish schnell für 10-50€ Einsparung zwischen den Anbietern wechseln.
Die viel größere Gruppe der Angestellten/Beamten zw. 30-60 Jahren die die Zeit für Vergleiche haben (oft in der Arbeitszeit) diese exzessiv prüfen und bei jeder kleinen Tarifänderung sofort 2 Tage Zeit in die Suche von Alternativen investieren um Euros zu sparen. Hier geht es schon mehr um den "Sport" des Suchens im Inet. etc. Diese Gruppe hat es finanziell nicht nötig, nutzt aber die Instrumente überwiegend, was natürlich völlig legitim ist und diese Gruppe jammert am lautesten.
Die Menschen die diese Ersparnis wirklich gebrauchen könnten, sind mangels Zeit, Interesse und Wissen jahrelang in den normalen Tarifen der Versorger, genau so wie die Millionen Rentner, die mit den neuen Möglichkeiten einfach überfordert sind.
Diese Menschen habe keine Lobby und keine Stimme und sie sind es nicht die bei Änderungen laut aufschreien. Sie versuchen für sich still und leise mit der neuen schweren Situation zu engagieren, suchen einen zusätzlichen Job auf, oder, oder .... Denen fehlt das Geld wirklich und 10€ kann in der letzten Woche des Monats ein kleines Vermögen sein. (Ich rede hier nicht von denen die nur die Hand aufhalten und von Amt zu Amt rennen, sondern von denen die sich durchkämpfen, egal wie schwer es manchmal ist).
Persönlich kann ich sagen, dass ich ganz tief unten und ziemlich in der Mitte kenne. Ich war vor Jahren selbst in der Situation das du beim einkaufen überlegst, was du von den wenigen Lebensmitteln im Korb weglassen kannst um deinem Kind dafür zwei Gläschen kaufen zu können und du alles versuchst um wenigsten die Miete pünktlich bezahlen zu können. Mit dem Kind dann später einmal im Jahr zum Geburtstag ins Kino zu gehen ist da eine finanzielle Herausforderung, dafür hat man dann ein Wochenende noch wo anders gejobt um das stemmen zu können.
Gerade aus diesen persönlichen Erinnerungen heraus, ermutige ich heute die Leute denen ich helfen kann, für sich und vor allem für Ihre Kinder die Weichen zu stellen, zu investieren (erst in Bildung, später in Aktien) damit man die persönliche Zukunft immer mehr selbst bestimmen kann. Hier versuche mit meinem Wissen und Erfahrungen wirklich zu helfen, ich zeige wie es funktioniert und wie man in kleinen Schritten raus aus persönlichen Tiefpunkten kommt. Ich war nie Tellerwäscher und nie Millionär, doch mit Disziplin, Einsatz, Sparen, Wissen und etwas Zeit kann man eine Menge erreichen. Diesen Weg nach etwas oben, den ich kenne, versuche ich anderen zu zeigen. (das war jetzt sehr persönlich & privat und eine Ausnahme von mir hier im Forum)
Das Teilen deiner persönlichen Erfahrung hat mich sehr bewegt.
Ich freue mich für dich, dass es dir nun viel besser geht.
@gold-oder-aktien Das war einer der besten Kommentare, den es hier jemals gab (ich denke niemand ist mir böse). Danke für diesen Bericht und vor allem die persönlichen Einblicke!!
Inhaltlich stimme ich die 100%ig zu!
Der Kommentar enthält genug Inspiration für mehrere Artikel.
Es wird zu einer Lebensstilreduktion im Durchschnitt kommen müssen. Fraglich wird sein, wer weniger abgeben muss als andere und wer mehr dazu bekommt als andere. Da steckt erhebliches Konfliktpotenzial drin, dessen erste Auswirkungen wir bereits erleben.
Darüber dachte ich heute auch nochmals nach. Aber es stimmt, es wird dazu kommen müssen. Gleiches sehen wird doch auch global. Viele Menschen im Westen können nur so leben, weil es Millionen anderswo nicht tun.
Was die Konflikte angeht, was wir jetzt sehen ist erst der Anfang. In Deutschland, aber auch global.
An der Stelle muss ich nochmals die NZZ empfehlen. Dann muss man nicht von Zeit bis RT alles lesen um die Mitte zu finden. 😉
Es wird zu einer Lebensstilreduktion im Durchschnitt kommen müssen.
Ich widerspreche bewusst nicht, erlaube mir aber zu übersetzen: Armut für alle (oder zumindest für große Teile).
Ich weiss nicht, ob Martin deshalb den Artikel von Don Alphonso kopiert hat, aber genau das wird dort beschrieben/beklagt.
Fraglich wird sein, wer weniger abgeben muss als andere und wer mehr dazu bekommt als andere.
Nein, Fett schwimmt immer oben.
Und wenn wir zu dunkleren Bestandteilen kommen: Landwirte wissen auch, was in der Güllegrube oben schwimmt.
Heute Morgen war‘s dann soweit:
Ab dem 01.03.2022 erhöht sich für Ihren Ökostromtarif der Arbeitspreis von 33.61 ct/kWh auf 44.79 ct/kWh.
Ein Drittel mehr. Der eigentliche Joke dann weiter unten im Schreiben: als „treuem Kunden“ (gleich nach diesem Post gehe ich auf Check24, verlasst euch drauf 😆) bietet man mir an, einen neuen Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit zu besonders vorteilhaften Konditionen abzuschließen. Dort kostet dann die kWh 48,x Cent. 🤪
gleich nach diesem Post gehe ich auf Check24, verlasst euch drauf
)
Schau auch mal bei Deinem Grundversorger nach. Bei mir hat ein Gasanbieter die Grätsche gemacht. Das Vergleichsportal (ich habe das über remind.me automatisch machen lassen) hat mir dann einen Tarif als besten dargestellt, der 50% über einem Tarif meines Grundversorgers lag. Der Markt ist gerade etwas durcheinander.
Guten Morgen Leute,
um auch mal die allseits im German Int(ra)ernet beliebte Argumentation zu benutzen: Bei anderen ist es noch schlimmer und da haben wir es ja noch gut in Deutschland. 😉
Schaut mal zu den Briten: https://www.welt.de/wirtschaft/article236178278/Millionen-Briten-droht-Energiearmut-ein-Versorger-raet-zum-Knuddeln.html
Auszug:
Ein paar Hampelmannsprünge, ein herzhafter Haferbrei, nach dem Backen die Ofentür auflassen – so lassen sich leicht Heizkosten sparen, empfiehlt der britische Energieversorger SSE in einer E-Mail mit praktischen Tipps, die er gerade an die Kunden verschickt hat. Kuscheln mit einem Haustier oder Familienangehörigen, ein Hula-Hoop-Wettbewerb mit den Kindern oder der Verzehr von Ingwer stehen ebenfalls auf der Liste der „einfachen und wirtschaftlichen Methoden, in diesem Winter warm zu bleiben.“
Von scharfem Chili raten die Wärme-Experten dagegen ab. „Schweißtreibend“ seien die kleinen Schoten, auf den kurzen Wärmeeffekt reagiere der Körper direkt mit Abkühlung. Viel trinken ist wichtig. Kontraproduktiv ist auch der Genuss von Alkohol. „Das wärmende Gefühl von Wein oder Whisky ist nur kurzzeitig“, danach fühle man sich noch kälter. Deshalb: „Bleiben Sie bei nicht-alkoholischen Getränken.“
Noch gibt es meines Wissens nach keine solche Ratschläge von deutschen Energieanbietern. Lasst mich wissen, wenn es sich ändert.
Edit: Rechtschreibfehler
Meine Strom- und Gasverträge haben noch eine Laufzeit bis Ende Mai 2022 (mit Preisgarantie). Ich bin mal gespannt, wie es dann weiter geht. "Bisher" habe ich noch keine Preiserhöhung bekommen. Gleichzeitig hat sich mein Stromversorger aber auch noch nicht wegen der Senkung der EEG-Umlage an 01.01.2022 bei mir gemeldet- wird sicherlich ein Zufall sein ( 🤣 😆 - nein natürlich nicht, die Senkung wird einkassiert um die höheren Preise zu kompensieren, da bin ich mir sicher).
@Lichtenberg99: vielen Dank für den Tipp mit dem Grundversorger. Wenn mir Wechselpilot neue Angebote unterbreitet, dann werde ich diese mal mit dem Preis des Grundversorgers vergleichen....
Deshalb: „Bleiben Sie bei nicht-alkoholischen Getränken.“
Stimmt es also doch, die Engländer sind langweilig.
Fehlt nur noch der Hinweis unbekleidet mit dem/der Partner/in unter der dicken Bettdecke zu kuscheln! Dann steigt in 9 Monaten wieder die Geburtenrate und in 18 Jahren kann der Mangel an Arbeitskräften wieder ausgeglichen werden. 😉
der Verzehr von Ingwer stehen ebenfalls auf der Liste der „einfachen und wirtschaftlichen Methoden, in diesem Winter warm zu bleiben.
Ich sehe es schon vor meinem inneren Auge: Lieferschwierigkeiten bei Ingwer, Preise auf Rekordhoch!
Wenn mir Wechselpilot neue Angebote unterbreitet..
Wo auch immer man das gerade checkt, es gibt keine Schlupflöcher mehr.
Ich glaube beim Gas kann man noch relativ entspannt bleiben, die Preise werden wieder sinken sobald die Heizperiode vorbei ist und/oder die Problematik um Northstream 2 geklärt ist. Beim Strom können wir uns m.M.n. auf dauerhaft hohe Kosten einstellen.

