„Do not save what is left after spending, but spend what is left after saving.“

Warren Buffett

Die Effekte von kumulierenden Zahlen über die Zeit werden von den meisten Menschen unterschätzt. Darüber hatte ich schon oft geschrieben und gesprochen. Und ich werde es weiter tun, weil die finanzielle Allgemeinbildung in Deutschland auch im Jahr 2025 unterirdisch ist. Und das obwohl ein gigantisches Rentenproblem auf die Bevölkerung zukommt. Von der Politik sind keine Lösungen zu erwarten, vom Schulsystem mit seinen überwiegend links-grünen Lehrpersonal ebenfalls nicht, also muss sich diese Erkenntnis auf anderem Wege durchsetzen. Wenn ich Finanzartikel schreibe, dann schreibe ich meist über Wissen, was ich selbst gerne mit 20 gehabt und verinnerlicht hätte. Das ist sozusagen meine Mission, was die Finanzen angeht. Der heutige Artikel handelt von der magischen Zahl 7.

Mit etwa 7% verdoppelst Du alle 10 Jahre Dein Kapital. Daraus ist auch die 72er Regel abgeleitet. Die 72er-Regel (auch bekannt als „Rule of 72“) ist eine einfache mathematische Faustregel aus der Finanzwelt, die verwendet wird, um abzuschätzen, wie viele Jahre es dauert, bis sich eine Investition oder ein Betrag bei einer konstanten jährlichen Wachstumsrate (z. B. Zinsrate) verdoppelt. Sie ist besonders nützlich für schnelle Berechnungen ohne Taschenrechner und basiert auf einer Approximation der exponentiellen Wachstumsformel.

Die Formel lautet: Jahre zur Verdopplung ≈ 72 / Wachstumsrate (in Prozent)

  • Beispiel: Bei einer jährlichen Rendite von 6 % würde sich dein Kapital in etwa 72 / 6 = 12 Jahren verdoppeln.
  • Ein weiteres Beispiel: Bei 8 % Rendite wären es 72 / 8 = 9 Jahre.
Ein Glas voll mit Münzen, aus dem ein kleiner Pflanze mit zwei Blättern wächst, steht auf einem Holztisch vor einem unscharfen, vom Sonnenlicht erhellten Hintergrund.
Langfristige kumulierende Effekte sind für die meisten Menschen schwer vorstellbar. Dabei bestimmen sie unser Leben, egal ob es um Gewohnheiten, Ernährung oder Geld geht.

Du brauchst nur 7%

Die meisten Menschen meinen, dass man Glück haben muss, um Vermögen aufzubauen. In Social Media konnte ich vor einiger Zeit selbst erleben, wie hunderte Finanzanalphabeten vehement abstritten, dass man mit einer Sparrate von 200,00 Euro im Monat es zu einer Million Euro schaffen kann. Unter einem Posting eines „Finfluencers“ kübelte sich gefühlt halb links-Deutschland aus, dass das ja alles nicht sein kann, dass der Staat ja so toll ist und nur der Staat für die sichere Rente sorgen kann. Das ist Deutschland im Jahr 2025.

Weiten Teilen der Bevölkerung und linken Ideologen nicht vermittelbar.

Fakt ist, dass man eigentlich weniger als die Rendite des 🇺🇸 S&P500 braucht, um Vermögen über die Jahre aufzubauen. Selbst eine solide Aktienmarktrendite von 7% pro Jahr reichen aus. Wir schauen uns das gleich einmal an. Außerdem geht es auch darum zu zeigen was wäre, wenn man mit einem Projekt im Bereich Alternative Investments 7% pro Monat machen könnte. Denn genau so etwas gibt es in unserer Blackwater.live Community.

Der Zinseszinseffekt, oft als das „achte Weltwunder“ bezeichnet, ist einer der mächtigsten Mechanismen in der Finanzwelt. Er beschreibt, wie Zinsen nicht nur auf das ursprüngliche Kapital, sondern auch auf die bereits erwirtschafteten Zinsen angewendet werden, was zu einem exponentiellen Wachstum führt. Besonders hervorzuheben ist hier der Prozentsatz 7%, da durch die sogenannte Regel von 72 eindrucksvoll demonstrieren lässt, wie schnell sich Kapital verdoppeln kann. Bei einer jährlichen Rendite von 7% verdoppelt sich das Kapital in etwa 10 Jahren (72 / 7 ≈ 10,3).

Stelle Dir vor, Du investierst 10.000 € bei 7% jährlicher Rendite (mit jährlichem Zinseszins). Nach 10 Jahren hättest Du etwa 19.672 €, nach 20 Jahren rund 38.697 € und nach 30 Jahren über 76.123 €. Dieser Effekt wird umso stärker, je höher die Rendite und je länger die Laufzeit. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf reale Marktdaten und eine Anlage aus dem Bereich unseres Community Tradings, um dies zu veranschaulichen.

⚠️ Hinweis: Auch wenn der Terminus im Deutschen „Zinseszinseffekt“ heisst, so sind hiermit in unserem Fall keine Zinsen gemeint, sondern Kursgewinne und Dividenden. Leider und zu meinem Leidwesen, wird das immer wieder von Neulingen auf dieser Webseite falsch verstanden.

Historische Renditen des S&P 500 Index

Der S&P 500, einer der bekanntesten Aktienindizes, der die 500 größten US-Unternehmen abbildet, hat in den letzten Jahrzehnten durchschnittlich etwa 10-11% jährliche Rendite (inklusive Dividenden) erzielt. Dies zeigt den Zinseszinseffekt in der Praxis: Trotz Schwankungen wächst das Kapital langfristig exponentiell. Hier eine Tabelle mit den jährlichen Renditen von 1985 bis 2024 (inklusive Dividenden):

JahrRendite (%)
198531.24
198618.49
19875.81
198816.54
198931.48
1990-3.06
199130.23
19927.49
19939.97
19941.33
199537.20
199622.68
199733.10
199828.34
199920.89
2000-9.03
2001-11.85
2002-21.97
200328.36
200410.74
20054.83
200615.61
20075.48
2008-36.55
200925.94
201014.82
20112.10
201215.89
201332.15
201413.52
20151.38
201611.77
201721.61
2018-4.23
201931.21
202018.02
202128.47
2022-18.04
202326.06
202424.88

Diese Daten unterstreichen die Volatilität des Marktes – es gab Jahre mit hohen Gewinnen (z. B. 1995: 37,20%) und Verluste (z. B. 2008: -36,55%). Dennoch ergibt sich über 40 Jahre ein starker Zinseszinseffekt: Ein Investment von 10.000 $ im Jahr 1985 wäre bis Ende 2024 auf über 1,2 Millionen $ gewachsen. Man kann es kaum glauben, aber die breite Masse in Deutschland hat davon keine Ahnung und bis heute noch nicht einmal etwas davon gehört.

Es hat Jahre gedauert, bis damalige Finanzblogs (ab 2013) wie der Finanzwesir oder Zendepot wenigstens einen Teil der Anleger dazu brachten überteuerte Bankfonds, Bausparverträge und Lebensversicherungen endlich hinter sich zu lassen und in ETFs zu investieren. Diese Anleger sind nun beim MSCI World hängen geblieben. Es wird wohl weitere Jahre dauern, bis hier ein weiterer Entwicklungsschritt erfolgt. Aber – und das muss klar gesagt werden – das Investment in den MSCI World ist zweifellos besser als alles, was die deutsche Bankenlandschaft zu bieten hat und keineswegs falsch. Mit dem Kauf eines ETF auf den MSCI World 📈 kann man nichts falsch machen.

7% im Monat

Eine Geldanlage, die 7% pro Jahr langfristig erwirtschaftet ist alles was man normalerweise braucht. Sind es dann sogar 10% im langfristigen Jahresdurchschnitt wie beim 🇺🇸 S&P 500, dann kann man sich umso mehr freuen. So lässt sich richtig Vermögen aufbauen. Auch ein Einmalinvestment von einer Summe von sagen wir 20.000 Euro führt zu erstaunlichen Ergebnissen über einen längeren Zeitraum. Vielen dürfte anhand dieser mathematischen Fakten klar werden, wie fatal die Geldvernichtung in deutschen Sozialsystemen ist. Denn schon 20.000 Euro pro Person würden für eine ganz ordentliche Rente reichen, wenn diese 20.000 Euro richtig investiert werden würden.

Unsere Empfehlung ist ja stets, (1) die persönlichen Finanzen mit dem 3-Konten-Modell zu regeln, dann (2) mit dem Investieren in ETFs per Sparplan (oder Einmalanlage) zu beginnen und (3) nachdem man das getan hat, das Thema alternative Investments anzugehen. Das können Edelmetalle sein, das können bei ausreichender Expertise Kryptowährungen sein oder eben unser Community Trading. Innerhalb unseres Community Tradings gibt es gleich mehrere Strategien, aber auch einzelne Projekte wie ONE. Aber nehmen wir heute einmal die Strategie ONE-9 „Balanced“, die ein ausgewogenes Chance-Risiko Verhältnis hat und eine Zielrendite von 3-7% pro Monat. Der langfristige Trackrekord ist in unserer Community Trade für Trade bis 2022 einsehbar. Die aktuellen Daten gibt es bei FX Blue.

Nehmen wir an, jemand macht hier ein Investment von 10.000 Euro. Das ist eine solide Summe Geld für ein Investment in Risikokapital. Die Ergebnisse sprechen dann für sich.

Hier ist es möglich, dass man innerhalb von 3 Jahren die 100.000 Euro überschreitet. Danach ergeben sich wieder neue Möglichkeiten, denn dieses Kapital kann der Grundstock für ein Aktieninvestment sein oder aber man senkt das Risiko einfach weiter ab und hat zwar dann eine niedrigere Rendite, aber dank des größeren Kapitals in absoluten Euro Werten doch ein ganz nettes Auskommen. Aber nehmen wir doch einmal an, jemand nimmt dann diese 114.239 Euro und legt sie mit dem Risikofaktor 0.5 für weitere 4 Jahre an. Was würde dabei heraus kommen?

Und das zeigt eigentlich schon wieder, dass die ersten 100.000 Euro/USD am schwersten sind. Entweder, weil man wirklich sehr hart sparen muss oder eben, weil man eine außergewöhnliche Rendite braucht. Danach kann man das Risiko absenken und hat bei der Hälfte des Risikos nach weiteren 3 Jahren 394.144,60 Euro. Insgesamt waren 6 Jahre und 10.000 Euro erforderlich. Logischerweise gibt es keine Garantien. Aber wer her keine Chancen sieht, der bleibt halt doch einfach beim 🇺🇸 S&P 500. Und das ist okay. Denn jeder sollte letztlich auch so investieren, dass es der persönlichen Risikoneigung entspricht. Geld ist eine Recheneinheit und man kann damit über die Zeit tolle Ergebnisse erreichen. Das schafft Sicherheit. Gerade in den Zeiten, in denen Tausende ihre Jobs verlieren und Deutschland die volle Ernte seiner Ideologiepolitik einfährt (2026 geht es richtig los) ist es nicht verkehrt, „eine Hand breit Wasser unter dem Kiel“ zu haben. So mancher hätte sich vielleicht schon gerne früher vorbereitet. Aber noch bitterer wäre es, wenn man das in 5 Jahren denkt. Denn schon morgen ist heute gestern.

„The best time to plant a tree was 20 years ago. The second-best time is now.“ 

chinesisches Sprichwort