“At the dawn I seek Thee, Rock and refuge tried, In due service speak Thee Morn and eventide. ‘Neath Thy greatness shrinking, Stand I sore afraid, All my secret thinking Bare before Thee laid. Little to Thy glory Heart or tongue can do; Small remains the story, Add we spirit too. Yet since man’s praise ringing May seem good to Thee, I will praise Thee singing While Thy breath’s in me.”

Solomon ibn Gabriol, 1021-1070 Malaga, al-Andalus

Im Islam hört man des Öfteren den Satz der Tod ist uns Ermahnung genug. Diese Aussage basiert unter anderem auf der mekkanischen Quransure 45 mit dem Namen „al-Dschathiya„, wörtlich: die auf den Knien sitzen oder die auf den Knien Sitzenden. Diese Sure des Quran ist so eindringlich, dass wir sie uns einmal genauer anschauen wollen und unsere Gedanken offen um die Aussagen der Quran in dieser Sure kreisen lassen wollen. Unter dem Eindruck, dass es einen Schöpfer von Himmel und Erde gibt und dass es Menschen gibt, die wie der Eingangs zitierte Solomon ibn Gabriol diesen ihr Leben lang suchen, wollen wir die Aussagen des Quran auf uns wirken lassen. Dieses Buch, welches, wie es schon Johann Wolfgang von Goethe (HIER) erkannte, voller göttlicher Geheimnisse ist und zu faszinieren versteht, verändert bis auf den heutigen Tag das Leben von Millionen von Menschen, die davon überzeugt sind, dass dort Gottes Gedanken zu finden sind und dass diese Gedanken unverändert seit Beginn der Menschheitsgeschichte Menschen auf verschiedene Arten mitgeteilt wurde. Der Quran ist nur die letzte Ausgabe davon. Aber – und das wissen Menschen, die sich mit dem Quran beschäftigen – es ist die berührendste und am meisten nachdenklich stimmende Version davon. Gerade die mekkanischen Verse sind es, die die ganze Spiritualität dieser Botschaft offenbaren. Wie schon im alten Testament der Bibel, erfahren wir hier direkt wie Gott über Dinge denkt, sei es über Recht und Unrecht oder auch – und das dürfte noch interessanter sein – über uns.

Zunächst einmal macht der Quran, wie auch die vorherigen Botschaften wie das Alte Testament der Bibel oder das Evangelium durch Jesus Christus klar, dass nur demütige Menschen mit einem reinen und offenen Herzen diese Verse annehmen würden, darüber nachdenken und ihr Leben verändern würden. Auch der reine und klare Monotheismus findet sich hier wieder. Es ist ein gutes Zeichen wenn man sich vornimmt, dieses Buch nicht nur auf der Suche nach banalem Wissen zu lesen und darüber nachzudenken, sondern wenn man es als Botschaft an das eigene Herz versteht. Denn in aller erster Linie, ist es eine Botschaft von Gott an jeden einzelnen von uns. Jeder von uns hat die Verantwortung und die Einladung diese Verse des Quran zu lesen, solange noch Zeit dazu ist. Und hierbei geht es nicht um das meist fiktive Ende der Welt, hierbei geht es um das Ende unseres Lebens. Aus diesem Grund heisst dieser Artikel auch „für immer und einen Tag“. Denn ein Tag kann darüber entscheiden, ob es nur ein Tag sein wird oder die Ewigkeit. Daran besteht kein Zweifel. Und wir sollten jeden Tag so leben, als wenn es der letzte ist. Niemand von uns weiss, ob er morgen in seinem Bett aufwachen wird.

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Es sind nicht die Augen die blind sind, sondern die Herzen – Qur’an 22:46

Niemand von uns weiss, wann die eigene Zeit gekommen ist. Der Quran beschreibt diese Welt auf verschiedene Art und Weise. Ein Aspekt, den wir hier schon oft besprochen hatten ist, dass diese Welt eine Prüfung sein. Eine Prüfung der Herzen, wie es auch schon die hebräischen Schriften der Bibel zeigen (Jeremia 11:20 / es gibt noch eine mehr Texte dieser Art). Aber ein ganz anderer Punkt ist, dass diese Welt ein (Schau)Spiel wäre. Auch diesen Gedanken finden wir schon in vorherigen Schriften der abrahmitischen Religionen. Der Quran sagt „das diesseitige Leben ist nur Spiel und Zerstreuung. Wenn ihr glaubt und gottesfürchtig seid, wird Er euch euren Lohn geben (…)“ 47,36.

Bei einem Spiel mögen einem verschiedene Bilder in den Sinn kommen. Aber eines der bekannteren Spiele weltweit dürfte das Schachspiel sein, bei dem es darum geht, dass man nie genau weiss was als nächstes passieren wird, wenn eine Figur nach der anderen vom Brett genommen wird. So schrieb der persische Mathematiker und Astronom Omar Chajjam vor fast 1000 Jahren über das Leben:

“Das Leben ist ein Schachbrett von Nächten und Tagen, auf dem das Schicksal mit menschlichen Figuren spielt: Es schiebt sie hier nach dort über das Brett, vereint und vernichtet und nimmt die Figuren eine nach der anderen wieder aus dem Spiel.”

Nur ist das Schicksal keine Person, sondern Teil der Gesetzmässigkeiten der Welt in der wir leben. Angesichts dessen, dass aber auch rein gar nichts in der geschaffenen materiellen Welt ein Zufall ist könnte man annehmen, dass es aus einer übergeordneten Perspektive gar keine Zufälle gibt. Aber sicher, unser bescheidener Blickwinkel ist ein anderer. Wir haben Willensfreiheit, wir erleben „Zufälle“. Und dazu gehört auch der unheilvolle Tag des eigenen Todes. Und hier sagt der Quran nun, dass uns das als Mahnung genügen sollte. Aber warum?

Es ist eine Mahnung daran, dass wir keine Zeit haben, um unseren Herrn und Schöpfer aus unserem Leben zu verdrängen. Dabei erfordert es so wenig, wenige echte Minuten, Momente und Gedanken, die nicht der Ablenkung oder der Oberflächlichkeit des irdischen Seins gewidmet sind. Wir könnten in jeder Minute umkehren und uns der grössten Macht des Universum zuwenden, wir können aber auch in jeder Minute sterben und es besteht kein Zweifel daran, dass es dann zu spät wäre. Auf die Ewigkeit hoffen dürfen die, die ihren Schöpfer lieben und anbeten. Wie ich vielfach auf dieser Seite und anderswo erklärte, ist der Islam die Essenz davon, sein Leben auf Gott auszurichten. Es gibt keine andere Religion, die Gott den ersten Platz gibt. Das ist unbestreitbar Fakt und wohl das überzeugendste Argument für alle, denen Gott wirklich wichtig ist. Ausreden gibt es immer, aber, der Tod ist uns Ermahnung genug. Und im Inneren weiss das auch jeder, dieser Gedanke ist uns „eingepflanzt“ (siehe „Fitra„). Die Frage ist nur, was stärker ist. Die Macht der Verdrängung oder die Liebe zu Gott.

Nach der Ermahnung, die wir uns gleich genauer anschauen werden, kommt die Ewigkeit. Denn anders als es manche vermuten, ist unser Sein nicht mit dem Tod vorbei. Das wirkliche Leben beginnt. Und ob das für uns der Eintritt in eine Welt voller Schönheit und Freude sein wird oder letztlich die ewige Abgeschiedenheit (auch als Hölle beschrieben) sein wird, ein Ort, mit dem Gott sich nicht mehr beschäftigt, das liegt an uns. Das Konzept ist klar und einfach zu verstehen und zweifellos monotheistisch korrekt, wenn man Bibel und Quran liest.

Konsistente Theologie, von den Kindern Israels, über Jesus von Nazareth, bis zum Islam. Wer es will, erkennt es deutlich. “Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! Jesus in Matthäus 26:39, Schlachter Bibel – DAS IST DAS ISLAMISCHE NARRATIV.

Nur ein Narr sagt, es gibt keinen Gott. (Psalm 53:2)

Die Sure al-Dschathiya des Quran behandelt mehrere Aspekte, die zum Nachdenken führen und den Punkt der Ermahnung und des Gerichts ansprechen. Es gibt eine finale Gerechtigkeit, denn unser Schöpfer ist nicht ungerecht.

Die ersten sechs Verse (Aya, pl. Ayat) preisen die Allmacht unseres Schöpfers.

Ha Mim. [45:1]
Die Offenbarung des Buches stammt von Allah, dem Erhabenen, dem Allweisen. [45:2]
Wahrlich, in den Himmeln und auf der Erde sind Zeichen für die Gläubigen. [45:3]
Und in eurer Erschaffung und all den Geschöpfen, die Er (über die Erde) verbreitet hat, sind Zeichen für Leute, die einen festen Glauben haben. [45:4]
Und in dem Wechsel von Nacht und Tag und in dem, was Allah vom Himmel an Versorgung niedersendet, wodurch Er die Erde nach ihrem Tod neu belebt, und in dem Wechsel der Winde sind Zeichen für Leute, die Verstand besitzen. [45:5]
Dies sind die Verse Allahs, die Wir dir in Wahrheit verlesen. An welche Verkündigung wollen sie denn nach Allah und Seinen Versen (sonst) glauben? [45:6]

Hier sind für uns heute vor allem die Verse 3-6 relevant. Denn sie zeigen, dass die Zeichen („Aya“ heisst eigentlich ZEICHEN, nicht Vers) Gottes in der Schöpfung liegen. Etwas, was sich immer wieder im Quran wiederholt und eindrücklich belegt, dass Menschen unentschuldbar sind, die das leugnen. Denn wie schön, perfekt, majestätisch und gewaltig soll die Schöpfung denn noch sein, damit Menschen einen Schöpfer akzeptieren? Das ist völlig absurd und deshalb sagt der Quran auch in 22:46, dass es nicht daran liegen würde, dass die Menschen nicht sehen könnten, sondern dass ihre Herzen blind sind. Und so heisst es dann in der Sure al-Dschathiya im Vers 6: „An welche Verkündigung wollen sie denn nach Allah und seinen Versen (sonst) glauben?“

Nachdem sie also all das wissen, all die Schöpfung sehen, wem oder was sollen sich sich denn sonst zuwenden? Keine neue Frage, auch dieser Gedankengang Allahs war bereits immer wieder im AT der Bibel ersichtlich. Aber klar war auch, dass Menschen sich anderen Dingen zuwenden, immer ein Goldenes Kalb machen oder annehmen würden, anstatt einfach nur Gott anzubeten. Das zieht sich durch die ganze Menschheitsgeschichte. Aber es gab auch immer und zu allen Zeiten Menschen, die Gott liebten und ihn anbeteten. Diesen Gedanken sollten wir nie vergessen. Und von diesen spricht der Quran als Gewinner, von den anderen als Verlierer. Sind wir noch bei dem Gedanken des „Spiels“? Alle werden das Schachbrett verlassen. Aber für manche wird dann die Ewigkeit in „der Freude ihres Herrn“ beginnen, für die anderen für es das Aus sein. Es geht also nicht darum, in dieser Welt Gewinner zu sein. Sondern um das echte Leben.

In den Versen 7-13 geht es dann darum, dass es eine finale Strafe für schlechte Menschen geben wird und eine Ermahnung dankbar zu sein, dass wir diese Erde nutzen dürfen und dass Gott der Schöpfer von Himmel und Erde ist. Denkende Menschen würden das erkennen. Aber mit den Versen 13 und 14 kommt dann wieder eine besonders herausragende Aussage:

Sprich zu denen, die glauben, sie mögen denen vergeben, die nicht mit den Tagen Allahs rechnen, auf daß Er die Leute für das belohne, was sie verdienen. [45:14]
Wer Gutes tut, der tut es für seine eigene Seele, und wer Unrecht begeht, der begeht es gegen sich selbst. Als dann werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht werden. [45:15]

Die Ermahnung an uns, die (wenn) wir glauben denen zu vergeben, die es nicht tun. Unser Schöpfer wird Menschen mit dem belohnen was sie verdienen, nicht wir. Das wird dann bekräftigt indem es heisst, dass wer Gutes tut es letztlich auch für sich selbst tut, aber wer Böses tut gegen sich selbst schlecht handelt, DENN, wir werden nach dem Tod „zurückgebracht“ werden und uns vor Gott verantworten müssen. Und hier kann man sich eben auch fragen, wie gerecht wäre es denn, wenn mit dem Tod einfach nur alles vorbei wäre angesichts des Leids, was manche Menschen anderen auf diesem Planeten zugefügt haben. Ja, der Tod sollte uns Menschen Ermahnung genug sein.

In den Versen 16-18 geht es dann um die Kinder Israels und dass sie Anleitung durch Gott bekamen, Propheten und besonderen Segen als auserwähltes Volk, dies aber verworfen haben. Das ist die bittere Geschichte, die wir im AT der Bibel nachlesen können. Die Kinder Israels als Volk verspielten ihren Segen (aber auf einzelne Personen trifft das nicht unbedingt zu).

Das sollte uns eine Lehre sein, heisst es weiter im Quran. Und dann kommt die Ermahnung:

Meinen die, die Böses verüben, etwa, daß Wir sie wie die behandeln würden, die glauben und gute Werke tun, so daß ihr Leben und ihr Tod gleich sein würden? Schlimm ist es, wie sie urteilen! [45:21]

Und hieran sehen wir, wie unlogisch die Lehre ist, dass nach dem Tod einfach alles vorbei wäre und es keinen Unterschied zwischen einem Gerechten und einem Ungerechten gibt der stirbt. Denn letztlich würde die Aussage bedeuten, dass Gott ungerecht wäre. Daher wird nochmal bekräftigt, dass der Schöpfer von Himmel und Erde jeden entlohnen wird, und zwar mit dem, was er verdient hat. Aber, niemand wird Unrecht erleiden. Es wird ein gerechtes Urteil sein.

Und Allah hat die Himmel und die Erde in Wahrheit geschaffen, und daher wird jeder für das belohnt werden, was er verdient hat; und sie sollen kein Unrecht erleiden. [45:22]

Dann kommen Aussagen, die auf unsere Zeit heute mehr zutreffen als zu allen Zeiten vorher, obgleich es schon immer Menschen gab, die nur an sich selbst dachten.

Hast du den gesehen, der sich seine eigene Neigung zum Gott nimmt und den Allah auf Grund (Seines) Wissens zum Irrenden erklärt und dem Er Ohren und Herz versiegelt und auf dessen Augen Er einen Schleier gelegt hat? Wer sollte ihn außer Allah wohl richtig führen? Wollt ihr euch da nicht ermahnen lassen? [45:23]
Und sie sagen: „Es gibt nichts als dies unser irdisches Leben – wir sterben und wir leben – und nichts als die Zeit, die uns vernichtet.“ Jedoch sie besitzen darüber kein Wissen; sie vermuten es nur. [45:24

Menschen, die ihre eigenen Neigungen zum Gott machen. Wenn man bedenkt, dass Islam im Kern Unterwerfung bedeutet, wird das nochmal klarer. Man kann sich Gott unterwerfen, aber viele Menschen sind ihrem eigenen Selbst und ihren Neigungen und Begierden unterworfen, in einem seelischen Gefängnis festgehalten, in dem sie verharren wollen. Sie wollen ihre Wünsche und Neigungen als Gott haben und den Schöpfer von Himmel und Erde lehnen sie ab. Das ist der Grund, warum ihre Herzen verschlossen sind und wie „blind“ sind. Sie wählen diesen falschen Weg und in Folge dessen legt Gott einen Schleier über sie, so dass sie nicht mehr die Wahrheit erkennen können. Es kann nicht sein, was nicht sein darf, denn „ich will mein Leben leben“ und „es gibt keinen Gott“. Aber wie es schon der Psalmist im alten Testament der Bibel sagte: Nur ein Narr sagt, es gibt keinen Gott. (Psalm 53:2) Und der Tod, er ist uns Ermahnung genug.

Wenn man jetzt denkt, es gäbe keine Steigerung, dann irrt man. Denn es heisst weiter im Quran:

Und wenn ihnen Unsere deutlichen Verse verlesen werden, so wenden sie lediglich ein: „Bringt unsere Väter (zurück), wenn ihr wahrhaftig seid.“ [45:25]
Sprich: „Allah gibt euch das Leben und läßt euch dann sterben; dann wird Er euch am Tage der Auferstehung (vor Sich) versammeln; darüber besteht kein Zweifel, jedoch die meisten Menschen wissen es nicht.“ [45:26]
Und Allahs ist das Königreich der Himmel und der Erde; und an dem Tage, wenn die Stunde kommt – an jenem Tage werden die Lügner die Verlierer sein. [45:27]
Und du wirst jede Nation auf Knien sehen. Jede Nation wird zu ihrem Buch gerufen werden: „Heute sollt ihr für das, was ihr getan habt, belohnt werden. [45:28]

Nachdem Menschen also diese Verse hören würden, werden manche sagen „“Bringt unsere Väter (zurück), wenn ihr wahrhaftig seid.“ Es gibt verschiedene Interpretationen was diese Aussage bedeuten soll. Die Häufigste ist, dass es im übertragenen Sinne heisst, naja, unsere Vorväter sind auch verstorben und es ist nichts passiert. Man spottet, daran besteht kein Zweifel. Aber aus diesem Grund heisst es dann nochmal ganz deutlich, dass das Leben von Gott kommt, er es gab und er es nimmt und zweifellos alle vor ihn treten werden. Allah ist der König über Himmel und Erde und wenn die Stunde kommt, werden die Lügner und Leugner die Verlierer sein. Jede Nation wird auf Knien sein und das ist letztlich ja auch der Name der Sure: al-Dschathiya. „Die auf den Knien sitzen.“

Das ist keine Aussage für diese Welt, um diese Welt zu erobern, wie manche es meinen. Es ist ganz klar die Ermahnung daran, dass es mit diesem Leben nicht vorbei ist. Der Tod ist uns Ermahnung genug.

Die Verse 29-35 bekräftigen nochmal, dass jeder die Möglichkeit hatte dies alles zu wissen. Sie zeigen, dass nichts ohne Folgen bleibt. Aber auch, dass (Vers 30) unser Schöpfer uns, wenn wir umkehren und ihn anbeten uns in seine Barmherzigkeit führen wird. Eine sichere Aussage. Und haben wir die geringste Vorstellung davon was das heisst? Wenn der Schöpfer von Himmel und Erde uns belohnen wird, er uns seine Liebe erweist, was das für ein Leben in Ewigkeit sein wird? Der Quran beschreibt es, aber an dieser Stelle sei gesagt, dass das nichts im Vergleich zur Wirklichkeit sein wird, denn es ist nur so beschrieben, wie wir uns das vorstellen können. Aber Gott ist grösser als all unsere Vorstellungskraft und wir sind nichts vor ihm. Wenn er uns Barmherzigkeit erweisen wird, werden wir auf unsere Knie fallen, aber nicht vor Angst, sondern wegen Dankbarkeit in alle Ewigkeit, da wir nur Staub sind, er aber unser mächtiger und vergebender Herr ist.

Und so schliesst eben diese Sure, al-Dschathiya, die auf den Knien Sitzenden mit der Aussage und dem Lobpreis Gottes:

Alles Lob gebührt denn Allah, dem Herrn der Himmel und dem Herrn der Erde, dem Herrn der Welten! [45:36] Sein ist die Erhabenheit in den Himmeln und auf der Erde; und Er ist der Erhabene, der Allweise. . [45:37] 

„Er macht lebendig und läßt sterben, und Er hat Macht über alle Dinge.“ [57:2]

Närrisch, dass jeder in seinem Falle 
Seine besondere Meinung preist! 
Wenn Islam „Gott ergeben“ heißt, 
In Islam leben und sterben wir alle.

– Johann Wolfgang von Goethe (mehr)

Wer verstanden hat was Islam heisst, der hat verstanden, dass „Leben und Sterben im Islam“ das ist, was wir alle tun. Ob wir es wollen oder nicht. Ob wir lachen und spotten, es ignorieren, es verdrängen, uns für besondere weise und überlegen halten, meinen das wäre ja alles gar nicht so, einer Sekte folgen, irgendeiner Pseudoreligion oder sonst was. Aber zu 100% leben und sterben wir im Islam und es gibt nichts, was das ändern könnte. Weil Allah der Schöpfer von Himmel und Erde ist, er Leben gibt und Leben nimmt und zu allem die Macht hat, wie es schon einst in Jesaja hiess (viele Quelltexte HIER).

Für die einen wird es so sein, dass sie zu den Verlierern gehören werden, wie es der Quran sagt. Die anderen werden in die Barmherzigkeit ihres Herrn eingehen. Und wie schon geschrieben, kann sich noch niemand ansatzweise vorstellen was das bedeutet.

Während wir älter werden, jeden Tag ein wenig mehr, immer mehr zerfallen und auf unser persönliches Ende zusteuern, unaufhaltsam und sicher, haben wir die Möglichkeit zu unserem Schöpfer umzukehren. Der Islam ist die einfachste Religion der Welt, aber auch die tiefste und klarste. Das ist die gute Nachricht. Die Prüfung liegt darin, dass es auch die am meisten missverstandene und in ihrem wahren Kern am verborgenste Religion der Welt ist. Eine Religion, die ganz und gar auf Gott ausgerichtet ist, bei der man sich aber selbst überwinden muss, über seinen eigenen Schatten springen muss. Eine Religion, bei der sich zeigt, aus welchem Holz wir geschnitzt sind. Ob wir echt sind, ob uns Gott wirklich wichtig ist und wir ihn an erste Stelle in unserem Leben setzen wollen oder nicht. Der Islam ist die Religion der Eigenverantwortung, denn unser Schöpfer lehrt uns mit dem Quran, dass niemand Unschuldiges für unsere Sünden gestorben ist, niemand für uns eintritt oder es einen Ablass über Substitute gibt. Nein, wir sind allein gegenüber unserem Schöpfer verantwortlich. Wenn wir ihn anbeten und bitten, dann wird er uns vergeben. Tag für Tag, egal wie oft wir fallen. Der Quran lehrt, dass es keine Ursünde gibt, sondern Gott, der Allbarmherzige auch Adam und Eva vergab, er vergab sogar Kain, der seinen Bruder ermordete. Weil Gott denen vergibt, die bereuen. Weil er barmherzig ist und weil diese Welt nicht echt ist und alles eines Tages vorbei sein wird. Welches Gottesbild haben wir nun von unserem Schöpfer, dem König über Himmel und Erde?

Dieser Artikel war nur ein kleiner Auszug aus seinem letzten und finalen Wort, dem Quran.

Es gibt überhaupt keinen Grund zu zweifeln oder Angst zu haben, denn der Tod ist uns Ermahnung genug. Wir leben und wir sterben im Islam. Für immer und einen Tag. Was wir mit diesem Tag machen entscheidet darüber, ob es ein für immer gibt.

Wählen wir weise!

„Oh Sohn Adams! Du weintest, als deine Mutter dich gebar, während die Menschen um dich
herum vor Glück strahlten. Arbeite jetzt auf den Tag hin, an dem du sterben wirst, damit du
strahlst, während die Menschen um dich herum weinen werden.“

– Ibn Qayyim al-Dschauziyya

Blackwater

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