„Die Welt ist ein Gefängnis für den Gläubigen und ein Paradies für den Ungläubigen.“
Muhammed ﷺ , Sahih Muslim 2956.
Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der nicht an irgendetwas glaubt, denn das Leben besteht aus dem Nichtwissen von Dingen, die außerhalb unseres Einflusses liegen, aus Erwartungen und Wünschen, ob sie nun eintreten mögen oder aber auch nicht. Und aus Hoffnung. Ohne Hoffnung verzweifeln Menschen und zerbrechen innerlich. Aber ein kleiner Funke Hoffnung in einer noch so finsteren Welt, kann einen schier Unerträgliches aushalten lassen. Viele Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen von Menschen basieren auf unvollständigem oder sogar auf gar keinem Wissen. Und doch haben alle Menschen auf diesem wunderschönen Planeten Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen. Sie glauben an irgendetwas. Ohne Glauben treibt uns Menschen nichts mehr an. Es gibt kein „nicht glauben“, wie ich hier schon schrieb:
Es spielt dabei erst einmal keine Rolle, was das für ein Glaube ist. Ob es ein religiöser oder politischer Glaube ist. Oder nur der vielgerühmte Glaube an und in sich selbst. Und allzu oft heißt es gerade beim letztgenannten: Du musst „in dich gehen“, dort findest du die Kraft, alles zu erreichen. Du musst „manifestieren“. Auch eine stark in Mode gekommene Methode. Aber gibt es etwas „in uns“, was nicht irgendwann durch Sozialisierung, Erlernen oder Erfahrung dort platziert wurde? Gibt es denn irgendetwas in uns, was nicht von extern in uns eingepflanzt wurde? Wenn man sich diese Frage offen stellt und durchdenkt, dann wird klar, dass es mit dem „in uns selbst finden“ nicht so einfach ist, wie es manche heutige Lifestyle-Ideologien uns vermitteln wollen. Denn das meiste, was „in uns ist“, ist dort von extern hingekommen. Unsere „Software“ besteht zu einem großen Teil aus Sozialisierung. Aber, so wirst du dich nun fragen, was hat es dann mit Glauben auf sich? Dann ist der Glaube und selbst ein religiöser Glaube doch auch bloß Sozialisierung. Oder härter formuliert: Es ist Indoktrination, oder?
Letztlich könnte man natürlich jegliche Erziehung und Prägung als Indoktrination bezeichnen, so wie man beispielsweise die meisten Ehen auch als Prostitution bezeichnen kann. Und wenn man dann den Rahmen erweitert: Das Fernsehen, das Internet und die Konsumgüter… alles ist so gestaltet, dass eine Person nicht fünf Minuten allein mit ihren Gedanken verbringen muss. Die Inhalte sind auf die Zielgruppe abgestimmt (insbesondere durch Algorithmen) und forcieren gedankliche Gleichschaltung und Interaktion. Das ist auch Indoktrination. Listen, repeat. Klassisches NLP (Echoin), wenn man so will.
Wie Du schon jetzt siehst, ist das eine extrem wichtige Fragestellung, insbesondere im Hinblick auf Religion. Denn sie verändert alles, wie man Religion sehen kann. Und ja, auch im Kontext des Islam. Und genau aus diesem Grund schreibe ich diesen Artikel. Ich wurde von einer Freundin gefragt, was sie tun soll, wenn ihr Kind zweifelt. Jemand anders fragte mich, ob es überhaupt gut ist, den Glauben (Iman) zu hinterfragen. Was ist, wenn es den eigenen Glauben untergräbt oder sogar zerstört? Aber spielt das überhaupt eine Rolle, wenn alles nur Sozialisierung oder gar religiöse Indoktrination ist?
Eines kann ich schon jetzt sagen: Wir werden uns damit auseinandersetzen, was der Quran dazu sagt, und es wird dem ein oder anderen auffallen, dass diese Aussagen von dem abweichen, was Traditionen oder weit verbreitete Lehrmeinungen sind. Ich möchte meine persönlichen Gedanken dazu mit euch teilen, auch vor dem Hintergrund, dass ich mich leider mit Indoktrination sehr gut auskenne und ich mir diese Fragen schon vor langer Zeit gestellt habe und die Antworten dazu schmerzhaft erarbeiten und erleben musste. Wie Indoktrination funktioniert, kann man nicht auf Seminaren lernen, sondern muss über Jahre selbst Erfahrungen damit gesammelt haben. Wenn das, was wir für Glauben halten, nur Indoktrination ist, dann kann eines schon ganz klar gesagt werden: Das ist keine fünf Cent wert und pure Selbstsuggestion. Und wenn der Tag kommt, an dem wir wirklich allein im Leben sind – und er wird kommen –, dann fällt das alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Ein Haus auf Sand gebaut. Und das in dem Moment, wo es am wichtigsten gewesen wäre. Daher ist es wichtig zu wissen, was den eigenen Glauben ausmacht, auf was er basiert und vor allem, ob er echt ist. Und sicher ist auch eines: Glauben kannst du nur allein. Das kann dir niemand abnehmen. Die heutige moderne christliche Theologie, beispielsweise die von Freikirchen oder auch bestimmten muslimischen Gruppen, behaupten ja gerne etwas anderes, nämlich dass die Gemeinschaft für den Glauben oder die Religion unerlässlich wäre. Aber dieses Muster ist nur allzu bekannt für indoktrinierten Fassadenglauben, der der Härte und der Einsamkeit des Lebens nicht standhalten wird und letztlich wertlos ist. In meinem Artikel geht es natürlich um den muslimischen und rein monotheistischen Kontext von Glauben. Der quranische Islam ist meine gewählte und geliebte Religion. Und einer der Gründe dafür ist, dass der Islam in seiner reinsten Form befreiend von all der anderen Indoktrination um uns herum ist. Aber ist er vielleicht auch selbst Indoktrination?
Warum blogge ich noch? Bloggen ist in Zeiten von KI aus der Mode gekommen. Gelesen wird auch immer weniger. Und unsere Community ist inzwischen für Neumitglieder 🔐 geschlossen. Warum also noch weiter bloggen? Im Grunde mache ich das einfach, weil ich für mich selbst Freude daran habe und für eine Hand voll treuer Leserinnen und Leser dieser Seite. Das genügt mir. Wer bei den spirituellen Themen auf dieser Seite mitliest, der findet – so Gott will – möglicherweise etwas, was man mit Worten nicht beschreiben kann und was jeglichen Wert von materiellen Dingen auf dieser Erde übertrifft. Und ich teile von ❤️ Herzen gerne, was ich über diese Dinge weiss. Was Du dann damit machst, das liegt ganz alleine in Deiner Verantwortung.
„Wir sind zu euch mit der Wahrheit gekommen, aber den meisten von euch ist die Wahrheit zuwider.“
Quran, Surah Az-Zukhruf (43):78
Gibt es laut Quran etwas, was „in uns“ ist, was nicht durch Sozialisierung erlernt wurde? Laut dem Quran ist der Mensch keine leere „Tafel“ (tabula rasa). Es gibt eine von Allah geschaffene natürliche Veranlagung – die Fitrah – und ein eingegebenes Gespür für Gut und Böse, das vor der Sozialisierung liegt. Die Sozialisierung kann darauf aufbauen oder dagegen wirken. Die Wissenschaft stützt das klar: Entwicklungspsychologie und kognitive Wissenschaften zeigen ziemlich klar, dass schon Kleinkinder grundlegende moralische Intuitionen haben (Bevorzugung von Hilfsbereitschaft, Abneigung gegen unfaire Behandlung, rudimentäre Fairness-Erwartungen). Auch die Tendenz, Absichten hinter Ereignissen zu vermuten und „Wirkkräfte“ zu postulieren, scheint früh und quer durch Kulturen vorhanden zu sein. Das passt zur Aussage in Surah Ash-Shams, dass der Seele etwas von Fujur und Taqwa eingegeben wurde – ein grundlegendes Unterscheidungsvermögen, das nicht erst anerzogen werden muss. Auch die Beobachtung, dass religiöse und übernatürliche Vorstellungen historisch und kulturell nahezu universell sind, ist real. Menschen neigen dazu, die Welt als von Akteuren bevölkert zu verstehen und Sinn zu suchen.

Glauben im Islam ( إِيمَان )
„Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen – wahrlich, Ich bin nahe. Ich erhöre den Ruf des Bittenden, wenn er Mich anruft.“
Surah Al-Baqarah (2):186
Im Arabischen heisst Glauben Iman (īmān إِيمَان, nebenbei bemerkt ist es auch ein ein schöner und würdevoller Frauenname in muslimischen Kulturen). Die Wurzel ist أ-م-ن (a-m-n) und bedeutet Sicherheit, Vertrauen, Frieden, Schutz vor Furcht (daher auch amn = Sicherheit, amān = Schutz/Sicherheit). Das Verb dazu lautet آمَنَ (āmana) und heißt „glauben, für wahr halten, vertrauen, sich sicher fühlen“. Īmān bedeutet sprachlich zunächst „Bestätigung/Für-wahr-Halten“ (taṣdīq).
Wie Du schon an dieser semantischen Erklärung sehen kannst, hat das alles nichts mit Gruppendynamik und anerlerntem Verhalten zu tun sondern zielt auf Aspekte ab, die tief in unserer Seele liegen. Ein muʾmin (مؤمن) ist jemand, der diese innere Gewissheit hat und daraus Sicherheit und Vertrauen schöpftist jemand, der diese innere Gewissheit hat und daraus Sicherheit und Vertrauen schöpft. Wenn Du kein MUSLIM bist, wirst Du Dich an dieser Stelle wundern. Habe ich mich verschrieben, weil ich schrieb muʾmin (مؤمن) und nicht MUSLIM? Nein, hier offenbare ich Dir etwas, was Du vermutlich als nicht Muslim nicht weisst. Der Quran unterscheidet Muslime und „gläubige Muslime“. Es nützt nichts Muslim zu sein für sich genommen und das Label „Muslim“ führt laut Quran auch nicht ins Paradies. Es mag Dich erstaunen, aber laut Quran rettet die „Clubmitgliedschaft“ nicht. Wenn Du schon länger Dich mit dem Islam beschäftigst, dann wird aber gerade das Dir ein gutes Gefühl geben, denn das ist die Handschrift unseres Schöpfers, der sich nicht verspotten lässt. Auch nicht von Muslimen, die eine Schande für die Religion sind (und davon gibt es leider viele).
Was ist laut dem Quran der Unterschied zwischen einem Muʾmin (مؤمن) und einem Muslim (مسلم)? Ein Muslim ist einen Person, die sich dem Willen Gottes unterwirft. Das Wort kommt von aslama = sich unterwerfen, hingeben. Ein Muslim ist jemand, der äußerlich den Islam angenommen hat: die Schahada spricht, die fünf Säulen (Gebet, Fasten, Zakat usw.) ausübt und sich der islamischen Ordnung unterordnet, in der er oder sie lebt. Man kann Muslim sein, ohne dass der Glaube schon wirklich fest im Herzen verwurzelt ist, es geht primär also um sichtbare Dinge. Da laut dem Quran die Heuchelei (nifāq) eine der größten Sünden im Islam ist dürfte klar sein, dass darin eine Prüfung liegen kann und das eine „Show für Menschenaugen“ sinnlos ist.
Ein Muʾmin (مؤمن) hingegen hat den Glauben im Herzen angenommen und sein Glaube ist gefestigt und in sich ruhend. Muʾmin (مؤمن) kommt von āmana / īmān = glauben, für wahr halten, Vertrauen und Sicherheit empfinden. Daraus entsteht die Sicherheit und das Vertrauen, von dem ich gesprochen habe – weil die Wurzel des Wortes amn (Sicherheit, Frieden, Schutz vor Furcht) ist.
Jeder Muʾmin ist auch Muslim, aber nicht jeder Muslim ist ein Muʾmin. Die höchste Stufe danach ist Ihsan (Gott so dienen, als sähe man Ihn).
Diese Gedanken sollte man sich in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Denn sie zeigen die überlegene quranische Theologie vor Menschengedanken, insbesondere in bestimmten Gruppen. Die höchste Stufe des Glaubens ist Ihsan und das erinnert doch so sehr an das, was man im Neuen Testament der Bibel über Mose, Frieden und Segen auf ihm, schon lesen konnte: „… denn er hielt standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren.“ (Hebräerbrief, Kapitel 11, Vers 27)
Demnach spielt es keine Rolle, ob wir das Label „Muslim“ haben. Und es spielt auch keine Rolle, was Muslime irgendwo auf der Welt machen. Es ist völlig belanglos. 99,9% aller Muslime können verlogene Heuchler sein. Es ist deren Problem, nicht Deines und nicht meines. Und interessanterweise sagt der Quran über alle Menschen: „Und die meisten Menschen, auch wenn du es noch so sehr wünschst, sind keine Gläubigen.“ Sure 12:103 (Yūsuf)
Wenn man wie ich aus christlichem Hause kommt, dann mag das hart klingen. Ist man doch aufgewachsen mit einer hoffnungsvollen Botschaft für alle Menschen (und dass jeder gerettet werden kann) und immer stets positiv denkend unterwegs. Aber im quranischen Islam wird dieses Bild nicht vermittelt. Der Quran vermittelt aus meiner Sicht das Bild von der Welt, wie sie wirklich ist. Inklusive der Muslime selbst. Der Quran vermittelt aber auch das Bild einer sehr engen Bindung, die Du und ich zu Gott haben können und dass wir keine Sorgen haben müssen, wenn wir mit unserem Gott durch diese Welt gehen. Nicht einmal vor dem Tod brauchen wir Angst haben. Und das ist das „real thing“ wie man heute sagen würde. Das ist doch die Tiefe und die Kraft, die Du sicher auch suchst.
Bevor wir zu dem Aspekt Glauben vs. Indoktrination kommen müssen wir unbedingt aber auch klären, an was man laut dem Quran wirklich überhaupt glauben muss. Ich bin aufgewachsen in dem Glauben, dass Gott auch heute durch Menschen andere Menschen führt, dass Gott sowas wie eine Kirche oder Gemeinschaft hätte und dass deren Lehren durch „Gottes Geist“ inspiriert wären. Vielleicht erging es Dir ja ähnlich. Und selbst wenn nicht, die Geschichte der Menschen ist voll vom Missbrauch von Religion und der beginnt immer damit, dass Menschen sich das Recht herausnehmen, Gottes Worte umzudeuten oder Hinzufügungen machen. In vielen Artikel habe ich gezeigt, dass die direkten Aussagen Gottes im Alten Testament der Bibel, so wie Jesus sie wiedergab und im Quran aber unmissverständlich und klar sind und dass man da nicht wirklich viel reindeuten kann. Sola Scriptura gelesen, versteht das ein Kind. Nur muss man es eben auch lesen und das ohne „betreutes Denken“.
Und jetzt lautet die Frage: An was muss ich eigentlich laut dem Quran überhaupt glauben? Als Nichtmuslime wird es euch erstaunen. Denn daraus ergeben sich die klassischen Säulen des Iman (arkān al-īmān), also des Glaubens, die auch im berühmten Hadith von Gabriel (Sahih Muslim) zusammengefasst werden:
- Allah (الله) – Seine Existenz, Einheit (Tawḥīd), Namen und Eigenschaften; Er allein ist anbetungswürdig.
- Seine Engel (malāʾika) – erschaffene Wesen aus Licht, die Seinen Befehlen gehorchen.
- Seine Bücher (kutub) – die offenbarten Schriften (u. a. Tora, Evangelium, Psalmen und vor allem der Quran in seiner ursprünglichen Form).
- Seine Gesandten/Propheten (rusul) – alle Propheten von Adam bis Muhammad (als Siegel der Propheten), ohne Unterschied zwischen ihnen zu machen.
- Der Jüngste Tag (yawm al-ākhir) – Auferstehung, Abrechnung, Paradies und Hölle.
- Die göttliche Bestimmung (qadar) – das Gute und das Schlechte davon (Allahs Wissen, Wille und Vorherbestimmung).
Die ersten fünf stehen explizit und wiederholt im Quran; die sechste wird besonders durch die Sunna präzisiert. Das grundlegende Bekenntnis bleibt somit die Schahada: „Es gibt keinen Gott außer Allah, und Muhammad ist der Gesandte Allahs.“ Und selbst diese steht nirgendwo zusammenhängend im Quran und ihre ältesten Steinfunde enthalten nur den ersten Teil: La ilaha illallah.
Wenn Du nun darüber nachdenkst, wie fühlst Du Dich? Kommt ein wenig Gänsehaut Feeling auf? Nur Du und Dein Gott. Du wandelst mit ihm durch das Leben, die Engel begleiten Dich (Du grüsst sie bei jedem Gebet). Du bist nie alleine. Du musst keine Angst haben. Du glaubst an die Versprechen Gottes, die er übermittelt hat. Gott verspricht mehrfach im Quran – Dir und mir – das Paradies wenn wir an ihn glauben und nur ihn anbeten. Diese ganze Welt hier ist nur ein kurzer Durchlauf, unecht. Ein Trug sagte der Quran, wir würden heute sagen: Diese Welt ist fake. Aber warum wollen so viele Menschen dann in dieser Welt unbedingt ohne Hoffnung sterben und mit ihr untergehen? Der Quran (aber auch die Bibel) sagt, dass viele Menschen nur zu ihrer eigenen Vernichtung geschaffen wurden, andere „geistig tot“ sind (wie leere „Hüllen“), wieder andere gehen lieber nur ihren eigenen Süchten und eigenem Verlangen nach. Wir sollten gar nicht erst die Erwartung haben, dass das anders wird. Wer Gott „sucht“, der wird ihn finden, so heißt es in den Schriften. Folglich suchen nicht alle Menschen Gott und auch viele von denen, die das behaupten, tun es in Wirklichkeit nicht.
Wer als Christ sozialisiert wurde (so wie ich), muss sich beim Islam erst einmal gedanklich umstellen. Man kann christliche Narrative und Gedankengebäude nicht einfach wie eine Schablone an den Islam anlegen oder übertragen. Bei Islam tritt man nirgendwo ein, es gibt keine zentralen Strukturen, „Religion“ und andere Begriffe haben ganz andere Bedeutungen als im Christentum. Und was andere Muslime machen, spielt keine Rolle, da die Wahrheit nicht durch Menschen definiert wird.
Glauben vs. Indoktrination
Nachdem wir uns erarbeitet haben, an was man glauben muss und wie wenig das eigentlich ist, kommen wir nun zu dem Thema Glauben vs. Indoktrination. Schon jetzt dürfte klar sein, dass Indoktrination, welche letztlich in ihrer schwersten Form Missbrauch ist, schwierig auf Basis der rein quranischen Glaubensäulen ist. Ich habe immer gesagt, dass der grösste Schutz vor Missbrauch Wissen und Glauben ist. Wissen um die quranischen Fakten und ein gefestigter echter Glaube. Jemand, der sich fest an Gottes Versprechen im Quran hält kann nicht in die Irre gehen.
Für die Indoktrination braucht es Gruppendynamik, Gedankenstopmethoden und Informationskontrolle. Im Prinzip die Anwendung des BITE Modells. Was ist das BITE Modell? Hier kannst Du mehr dazu lesen:
Glauben (Iman)
Nochmal der Grundgedanke: Glauben ist im islamischen Verständnis vor allem eine innere Angelegenheit des Herzens: eine persönliche Überzeugung, die mit Worten und Taten einhergehen kann, aber nicht mit ihnen identisch ist. Der Quran unterscheidet das ausdrücklich (u. A. in Sure 49:14: Die Beduinen sagen „Wir glauben“, doch es wird ihnen gesagt, der Glaube sei noch nicht in ihre Herzen gedrungen).
Dazu gehören Elemente, die der Quran selbst stark betont:
- Reflexion und Nachdenken über die Schöpfung, die Zeichen (Ayat) und den Quran selbst (zahlreiche Verse fordern dazu auf: „Denken sie denn nicht nach?“, „Reflektiert über den Quran“ usw.). Viele Stellen machen klar, dass der Glaube durch Einsicht und nicht durch blinde Übernahme entstehen soll.
- Die Vorstellung, dass der rechte Weg klar erkennbar ist und deshalb kein Zwang nötig sei (Sure 2:256: „Kein Zwang in der Religion“). Klassische und moderne Exegeten deuten das unterschiedlich, aber der Vers wird oft als Aussage verstanden, dass echter Iman nicht erzwungen werden kann, weil er im Herzen liegt.
Glauben in diesem Sinn kann Zweifel aushalten, sich durch Studium und Erfahrung vertiefen und ist im Prinzip freiwillig. Viele Konvertiten (nach eigener Recherche) und Menschen, die sich später intensiver mit Theologie, Philosophie oder Sufismus beschäftigen, verkörpern eher diesen Typus.
Indoktrination
Indoktrination ist der Prozess, in dem Überzeugungen so vermittelt werden, dass kritisches Hinterfragen systematisch erschwert oder sanktioniert wird. Typische Merkmale:
- Frühe, oft auswendiglernende Weitergabe ohne Verständnis oder Kontext (z. B. reines Quran-Auswendiglernen bei Kindern ohne Erläuterung).
- Zweifel werden als Schwäche, Sünde oder Bedrohung der Gemeinschaft gedeutet.
- Soziale, familiäre oder rechtliche Mechanismen, die Abweichung teuer machen (Scham, Ausschluss, in manchen Gesellschaften auch strafrechtliche Verfolgung).
- Starke Abhängigkeit von externer Autorität (bestimmte Gelehrte, Scheichs, Gruppen), deren Interpretationen nicht hinterfragt werden dürfen.
Im islamischen Kontext zeigt sich das besonders deutlich an der Behandlung der Apostasie (Ridda). Der Quran selbst setzt für den Abfall vom Glauben keine diesseitige Todesstrafe fest; die klassischen Rechtsschulen und viele traditionelle Gelehrte haben sie jedoch aus Hadithen und der frühen Praxis abgeleitet und als schwere Verfehlung behandelt. In mehreren Ländern ist Apostasie bis heute strafbar (teilweise mit Todesstrafe). Das ist ein starkes Indiz dafür, dass es nicht nur um freiwilligen Glauben geht, sondern um die Sicherung der Gemeinschaft und der Ordnung. Auch in westlichen muslimischen Gemeinschaften berichten viele, die den Glauben verlassen, von familiärem Druck, emotionaler Manipulation oder Kontaktabbruch – auch wenn es keine staatlichen Strafen gibt.
Radikalisierungsprozesse sind oft klassische Indoktrination: Isolation von „den Anderen“, Aufbau einer neuen Identität über „Treue und Lossagung“ (al-wala wal-bara), starke Schuldgefühle und ein binäres Weltbild. Das funktioniert in der Regel nur über Gruppen. Natürlich ist es nicht grundsätzlich verkehrt in Gemeinschaft mit anderen zu sein, aber man sollte problematische Mechanismen kennen!
Hast Du Dich mal gefragt, warum es fast nie gelingt IS-Anhänger (oder ähnliche Gruppen) zu deradikalisieren? WEIL man den Missbrauch des Islams nur mit dem Islam selbst bekämpfen kann. „You need a Story to displace a story“. Und die muss in diesem Fall extrem stark sein. Westliche Angebote sind für jemanden, der die islamische Theologie kennt (auch wenn missbräuchlich) letztlich wertlos. Wer gelernt hat dieser Welt zu entsagen, kann nicht mehr durch diese Welt eingefangen werden. Das ist m.E. auch einer der Gründe, warum der Missbrauch des Islams extrem gefährlich ist. Denn hier liegt Wahrheit neben Dunkelheit nah beieinander. Wer hier falsch abbiegt, der ist für immer verloren.
Wo die Grenze verläuft
Die Grenze ist nicht immer scharf und hängt stark vom Kontext ab:
- In vielen muslimischen Gesellschaften und Familien ist der Übergang fließend: Kulturelle Weitergabe und soziale Erwartungen mischen sich mit persönlichem Glauben. Hohe Verbleibsraten (in vielen Ländern über 90 % derjenigen, die als Muslime aufgewachsen sind) haben oft mehr mit Familie, Identität und sozialem Umfeld zu tun als mit freier, reflektierter Entscheidung.
- In säkularen Gesellschaften wie Deutschland kann der Glaube freier gelebt und auch wieder verlassen werden – gleichzeitig gibt es dort auch Gruppen und Prediger, die bewusst indoktrinierend wirken.
- Persönliche Wege (Konversion nach Studium, Sufi-Orientierung, reformorientierte Ansätze) tendieren stärker zum Glauben; strikt konformistische Erziehung und Sanktionen tendieren zur Indoktrination.
Der entscheidende Punkt ist für mich die Autonomie: Bleibt Raum für ehrliche Fragen, für Zweifel und für die Möglichkeit, den Glauben zu prüfen oder zu verlassen, ohne existenzielle soziale oder rechtliche Folgen? Wo das fehlt, verschiebt sich der Akzent von Glauben hin zu Indoktrination – unabhängig davon, welche Religion oder Ideologie es ist. Der Quran enthält starke Impulse für das Erste; die klassische Jurisprudenz und viele soziale Praktiken haben das Zweite begünstigt.
In eigener Sache: Manchmal wurde ich gefragt, ob ich mich im Laufe der Jahre radikalisiert hätte. Diese Frage kommt vor allem von Menschen, die keine Muslime sind und mich noch von früher kennen. Inzwischen sage ich, dass ich radikal geworden bin, und schaue dann in weit aufgerissene Pupillen. Aber Spaß beiseite. Es gibt durchaus Dinge, bei denen es keine Kompromisse gibt und die sind in den sechs Glaubenspunkten oben zu finden, die ich in diesem Artikel auch genannt habe. Nichts davon hat mit Menschen zu tun, die heute leben.Und wer das Konzept „Gott“ einmal verstanden hat, der sieht die Welt mit anderen Augen. Mir sind andere Dinge im Leben wichtig als Menschen, für die Gott keine Rolle spielt. Eigentlich nachvollziehbar. Inzwischen ist es aber auch für jemanden wie mich schwer, mich aus bestimmten politischen Fragen herauszuhalten, da ein regelrechter Kulturkampf entstanden ist zwischen „dem Westen“ und den Muslimen. Und nach meiner Wahrnehmung ist dieser Kulturkampf den meisten Muslimen aufgezwungen worden. Ohne ihn leben die meisten einfach nur ihr Leben mit ihrem Schöpfer. Aber die Übergriffigkeit des Staates und bestimmter Protagonisten macht genau das schwer. Ich bin immer noch der gleiche Martin und ich habe schon immer in meinem Leben an Gott geglaubt. Aber heute ist er für mich realer als damals und diese Welt deutlich surrealer in meinen Augen.

Glauben kannst Du nur allein
„Wir haben ja den Menschen erschaffen und wissen, was (alles ihm) seine Seele einflüstert, und Wir sind ihm doch näher als seine Halsschlagader.“
Sure Qaf (50), Vers 16
Der Quran vermittelt ein sehr trübes Bild von dieser Welt – er beschreibt die Welt wie sie wirklich ist und das inklusive der Menschen, die behaupten Gott anzubeten, den Muslimen selbst, indem er hier eine Unterscheidung macht. Auf einer rein quranischen Basis gib es auch keine auserwählte Gruppe, solche Gedanken kamen erst durch späteren Überlieferungen. Vielleicht mag das für Dich traurig klingen. Es wäre doch schöner, wenn man sich einer Gruppe anschliessen könnte, oder? Aber so ist der Islam nicht. Wenn Du überlegst zu Islam zu konvertieren, dann trittst Du nirgendwo ein, unterschreibst nichts und wirst auch nirgendwo Mitglied. Zum Islam konvertierst Du ganz alleine. Nur Du und Allah. Du betest zu ihm, Du bekennst, dass es nur einen Gott gibt – IHN. Nichts ist ihm gleich, er hat zu allem die Macht. Er ist kein Teil der Schöpfung, er ist außerhalb von Raum und Zeit. 100% transzendent. Und doch immer bei Dir. Der Quran sagt, dass er Dir so nah wie Deine Halsschlagader ist (Sure Qaf (50), Vers 16).
Wenn Du zu ihm betest oder sprichst (Dua), dann wird er in Dein Leben eintreten und es wird Dein Leben verändern. Du wirst beginnen diese Welt mit anderen Augen zu sehen. Es ist wie als wenn Deine geschundene Seele aus einem Albtraum erwachen würde. Der von mir gerne zitierte Eugene Wigner brachte es auf den Punkt: „Bewusstsein erzeugt Realität“ (Remarks on the Mind-Body Question (1961) und Two Kinds of Reality (1964). Und das gilt für jede Realität. Du kannst Gott auch ausblenden und ein Leben ohne ihn führen. Aber meine bloß nicht, dass das die „einzige Realität“ wäre und die Gottesnähe nicht. Es ist alles in Deinem Kopf. So wie die Liebe zu Deiner Frau (oder Deinem Mann), die Liebe zu Deinem Kind, Deine tiefsten Gedanken. Der Unterschied ist nur, dass mit der Gottesnähe das Versprechen verbunden ist, dass Du aus dieser Matrix herauskommen wirst. Alle anderen Dinge wirst Du verlieren und am Ende auch Dein Leben. Ob Du das nun wahr haben willst oder nicht. Du kannst nicht weglaufen, Du wirst all das um Dich herum sehen. Das Leid, den Irrsinn dieser Welt und den Tod. Und am Ende bist Du dran. Jede Seele wird den Tod schmecken, sagt der Quran.
Ich weiß, was religiöser Missbrauch ist. Ich bin so aufgewachsen. Reingeboren in eine Sekte. Dort aufgewachsen. Meine Wahrheitssuche rettete mich da raus. Später in meinem Leben habe ich andere christliche Gemeinschaften kennen gelernt, in denen das Gleiche ablief. Nur ein paar Worte waren austauschbar, wieder das gleiche Muster. Und mir ist auch klar, dass es im islamischen Kontext ähnliche Gruppen gibt. So etwas läuft immer über gruppendynamische Prozesse ab, ohne diese ist der Missbrauch fast nicht möglich oder er wird zumindest stark erschwert.
Für mich ging es zunächst darum zu klären, was überhaupt die richtige Theologie ist, was ist denn wirklich Wahrheit? Und da habe ich die überzeugendste und tiefgehndste Antwort in der islamischen Theologie gefunden. Diesen Weg muss man zuerst beschreiten, jeder für sich selbst. Gott fordert im Quran immer wieder auf zu hinterfragen und nachzudenken. Das ist das komplette Gegenteil von Indoktrination. Du und ich, wir sollen zweifeln, nachforschen und nachdenken. Und zwar intensiv, immer und immer wieder. Wir müssen davor keine Angst haben oder uns schlecht fühlen. Unsere Intention Niyya (arabisch نية) ist entscheidend: Wir machen das nicht um Ausreden für unser eigenes Leben zu suchen, wir machen das, weil wir die Wahrheit wissen wollen. In der ganzen sichtbaren Schöpfung liegen Zeichen, so sagt es der Quran. Darüber sollen wir nachdenken. Wir sollen auch über das Leben und den Tod nachdenken, er wäre uns als Ermahnung genug, so steht es geschrieben. Und letztlich liebt uns Gott und er ALLEINE sollte unser Genüge sein. Da ist es wieder: Nur Du und Allah. Wenn Du beginnst das zu begreifen, dann genügt er Dir wirklich. Du wirst frei von allem anderen und die Worte „die Wahrheit wird euch frei machen“ bekommt die Bedeutung, die Jesus mit Sicherheit meinte, sollte er das selbst so je gesagt haben, wie es im Johannesevangelium steht. Denn Jesus war Monotheist.
Gott liebt uns! Unter den 99 schönen Namen Allahs gibt es Al-Wadud (الْوَدُودُ). Die übliche Übersetzung lautet „Der Liebende“, „Der All-Liebende“. Der Name kommt von der Wurzel w-d-d (Liebe, Zuneigung, Wärme). Im Gegensatz zu den bekannteren Namen der Barmherzigkeit (Ar-Rahman, Ar-Rahim) betont Al-Wadud eine aktive, zuneigungsvolle und oft als wechselseitig verstandene Liebe: Allah liebt Seine gläubigen Diener, und sie lieben Ihn (Sure Hud 11:90, Sure Al-Buruj 85:14). Al-Wadud (الْوَدُودُ) steht im Muster فَعُول (faʿūl). Das ist im Arabischen eine klassische Steigerungsform (mubālagha), die eine besonders starke, beständige und intensive Eigenschaft ausdrückt – nicht eine flüchtige oder gewöhnliche. Dazu kommt die Wurzel و-د-د (w-d-d):
Das allgemeine Wort für Liebe ist حُبّ (ḥubb) – eher das innere Gefühl. Aber وُدّ (wudd) bezeichnet eine reinere, wärmere und oft aktiv gezeigte Zuneigung. Viele Sprachgelehrte beschreiben es als die Liebe, die sich im Verhalten zeigt (nicht nur im Herzen bleibt), oder als die reinste Form der Zuneigung.
Unser Schöpfer hat uns gegenüber die reinste Form von Liebe. Das muss man erst einmal durchdenken. Das, in Kombination mit all seinen Aussagen im Quran, dass er will, dass wir bereuen, weil er uns vergeben will, dass er will, dass wir ihn anbeten, weil er uns segnen will, dass er will, dass wir uns nur auf ihn verlassen, weil er uns belohnen möchte – das habe ich nirgendwo jemals woanders so gelesen und erfahren. Der Quran selbst ist am Ende das deutlichste Zeugnis und wie ein Brief von Gott an uns. Es stimmt, dass in der Bibel auch schon vieles zu finden ist. Aber der Quran ergänzt viele wichtige Details und korrigiert auch manche Unklarheit.
Wie wir bereits gesehen haben, gehört der Glaube an „die Schriften“ und „die Propheten“ (alle und ohne Unterschied) mit zu dem wenigen, was man glauben muss. Also muss man sich damit beschäftigen und darüber nachdenken.
Letztlich ist es doch so: Wenn Du über diese Welt nachdenkst und Dein kurzes Leben darin, dann kann das viele Leid auf dieser Erde schon sehr mitnehmen. Aber das Trugspiel läuft immer weiter, mit oder ohne Dich. Es wirkt zuweilen surreal, wie eine Matrix. Und Du und ich mitten drin. Aufstehen, arbeiten gehen, nach Hause kommen, essen und trinken, etwas Freizeit, schlafen. Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat. Jahr um Jahr. So lief es immer, oder? Schule, Studium oder Ausbildung, arbeiten, Geld verdienen. Etwas Materialismus hier und da. Ein schöner Urlaub, etwas Zerstreuung. Das Rad dreht sich immer weiter. Und dann beginnt das Sterben. Erste Einschläge in Deiner Nähe – Freunde und Verwandte. Erst welche, die älter sind. Dann welche in Deinem Alter. Da könnte man ja mal ins Nachdenken kommen. Oder man lenkt sich eben weiter ab. Die Wahrheit ist aber nichts für Eitelkeit.
Das Problem ist Folgendes: Solange diese Show weiter läuft hast Du Zeit. An dem Tag, an dem Du dran bist, ist die Zeit abgelaufen. Wenn Du es bis dahin nicht verstanden hast, dann ist das Dein Ende. Für immer.
Aber wenn Du mit dem Einzigen, was Dir niemand wegnehmen kann – mit Gott –, Dein Leben führst, dann ist das für Dich ein guter Tag. Ja, alle anderen um Dich herum werden trauern, falls überhaupt noch jemand da ist. Aber für Dich ist das wie ein Wimpernschlag und vielleicht sogar mit einem Lächeln im Gesicht, während alle anderen weinen. Raus aus dieser Matrix und hinein ins echte Leben. Dein tiefer und echter Glaube rettet Dich, er hat Dich dein ganzes Leben getragen und getröstet. Du hast Dich vielleicht einsam gefühlt und warst es auch oft, über Monate und Jahre, und glaube mir, das gehört dazu. Ich habe mich jahrelang einsam gefühlt, obwohl ich immer unter Menschen war. Menschen, die wie leere Hüllen waren.
Aber heute weiß ich, dass ich nie alleine war. Rückblickend gab es auch in den dunkelsten Zeiten immer kleine Zeichen. So lange, bis ich selbst aus der Indoktrination aufgewacht bin und mich raus gekämpft habe. Und ab da war ich frei und mein Glaube erwachte. Der Unterschied zwischen Glauben und Indoktrination ist tatsächlich, dass man nur alleine glauben kann. Glaube ist das, was übrig bleibt, wenn alles andere weg ist – und ich füge hinzu: lange genug weg ist. Erst dann zeigt sich, ob der Glaube auf Fels gebaut ist oder auf Sand. Und ich schwöre heute bei Gott, es gibt nur einen Glauben, der diesen Namen verdient, ein Glauben, der alles Leid und alle Qual überdauert, der tief, fest und unerschütterlich ist, in allen Stürmen des Lebens, im Angesicht von jedem Leid und auch in völliger Einsamkeit: La ilaha illa Allah.
Gott über allem.
„Wer die Wahrheit nur nach den Menschen bestimmt, der bleibt verloren auf der Ebene der Verwirrung. Erkenne vielmehr die Wahrheit – und du wirst ihre Menschen erkennen.“
al-Ghazālī
