„Die meisten Menschen führen ein Leben stiller Verzweiflung“

Henry David Thoreau

Deutschland erlebt einen bislang beispiellosen Niedergang in seiner Nachkriegsgeschichte der, so muss man das ganz klar sagen, fast ausschließlich die Folge von jahrelangem Politikversagen von allen regierenden Parteien ist. Die aktuelle Regierung und die Vorgängerregierung wirken dabei nun zwar wie ein Brandbeschleuniger, aber das Politikversagen ist viel älter und mal mindestens auf die Ära Merkel zurück zu führen. Den letzten echten Reformer mit Skin in the Game hatte Deutschland mit Gerhard Schröder und seiner SPD. Die Reformen kosteten ihn das Amt und waren ein Sargnagel für die SPD, aber dieser Politiker hat das Wohl des Landes noch über die Partei gestellt. Ein derartiges Format gab es bei Politikern danach nicht mehr. Seitdem regieren die Arbeitsscheuen über die zunehmend Arbeitslosen. Wir erleben einen beispiellosen Niedergang durch die staatlich induzierte Deindustrialisierung und einen Braindrain von jungen, gut ausgebildeten Menschen.

Deutschland wird nicht zum Kongo werden, aber die Zeiten an der Weltspitze sind vorbei. Es wird auf viele Jahre bergab gehen. Selbst härteste Reformen würden, wenn sie jetzt angestossen werden, erst nach Jahren ihre Wirkung voll entfalten. Aber bislang gibt es noch nicht einmal ansatzweise Reformen, die am jetzigen Niedergang irgend etwas ändern könnten. Dazu ist das politische Personal weder in der Lage noch Willens und ein Großteil der Bevölkerung wohl auch nicht. Mich persönlich trifft das schon. Jetzt könnte ich einfach hämisch sagen, ich habe schon vor Jahren geschrieben, dass es so kommen würde. Da fanden das viele noch ganz lustig und übertrieben. Aber so einfach ist es nicht. Ich bin in Deutschland geboren, es ist auch meine Heimat. Und so geht es vielen Blackwater.live Leserinnen und Lesern. Die Frage ist, was tun?

Auswandern ist hier das Naheliegendste. Und sicher würden das viele sofort tun, wenn sie es könnten. Die, die es können, tun es. Aber es kann eben nicht jeder. Es gibt familiäre Verpflichtungen und man will schließlich auch nicht alleine gehen, wenn wichtige Familienangehörige nicht weg können oder wollen. Manche sind im Laufe der Zeit auch älter geworden und der Zug ist nun abgefahren. Darüber kann man sich ärgern – ging mir auch schon so – weil die Zeit verplempert wurde. Aber inzwischen bin ich auch ein Mensch geworden, der nicht nur mit fernen Zukunftsträumen arbeitet, sondern mit der Realität. Und die ist, wie sie eben ist. Und solange Deutschland nicht in einen Full Scale War mit Russland eintritt (was noch kommen kann und durchaus möglich ist) und solange Deutschland eben nicht zum Kongo wird, lässt es sich immer noch besser in dem Land leben, als in vielen Ländern der Erde. Wobei man ganz klar eines sagen muss: Die Länder der Erde, in denen man besser als in Deutschland leben kann werden die letzten Jahre immer mehr. Hier hat mancher noch nicht die Glocke schlagen hören.

In diesem Artikel soll es ein wenig darum gehen, welche Lösungen es für den Einzelnen gibt in Deutschland weiter halbwegs vernünftig zu leben. Es ist eine Skizzierung, Details dazu gibt es für unsere Community Mitglieder in unserer Community. Aus sicher verständlichen Gründen, können wir nicht alles dazu öffentlich schreiben.

Blick auf eine ruhige Straße mit Bäumen auf beiden Seiten, einem Spielplatz und einem Wohnhaus im Hintergrund unter einem klaren Himmel.
Was wir an Deutschland besonders lieben ist das Grün, die einzigartige Natur. Gerade in ländlichen Gegenden ist Deutschland sehr idyllisch und grün. Es macht Spass mit dem Fahrrad durch diese Landschaft zu fahren und irgendwo essen zu gehen. Vor allem natürlich im Sommer.

Leben in der Krise

Solange man noch nicht selbst von Arbeitslosigkeit betroffen ist, hat man noch die Möglichkeit sich abzusichern. Die letzten Jahre wurden viele Arbeitsplätze die in der Industrie abgebaut wurden, durch staatliche oder halbstaatliche Arbeitsplätze ersetzt. Das beste Beispiel dafür ist der öffentliche Dienst. Da Deutschland mehr und mehr zum fiskalischen Sozialismus geworden ist, ist davon auszugehen, dass das so weiter geht. Das heisst, man wird weiter durch Schulden und Umverteilung gegen den Niedergang kämpfen. Dass das am Ende zur totalen Katastrophe führt weiss jeder, der zumindest mal ein VWL oder Geschichtsbuch gelesen hat. Beide Disziplinen beschreiben auf unterschiedliche Art und Weise, was die Folge von Sozialismus ist und dass das niemals gut enden wird.

Einer der Hauptpunkte, ist die durch die Verschuldung steigende Inflation. Die meisten Menschen erkennen in Deutschland inzwischen, dass die Produkte des täglichen Bedarfs dauernd teurer werden. Aber auch Immobilien oder individuelle Mobilität wird von Monat zu Monat teurer. Allerdings ist diese Feststellung nicht ganz korrekt. Es sind nicht die Produkte und Dienstleistungen, die teurer werden, es ist die Währung, die immer schwächer wird. Gut erkennbar ist das am Verhältnis zu harten Währungen wie dem Schweizer Franken (CHF) oder wenn man es mit dem Goldpreis in Euro vergleicht.

Der CHF hat sich in den letzten 20 Jahren gegenüber dem EUR klar und nachhaltig aufgewertet. Der Kurs EUR/CHF (wie viele Schweizer Franken man für 1 Euro bekommt) ist von ca. 1,57–1,64 (2006/2007) auf ca. 0,92 (2026) gefallen. Das entspricht einer Aufwertung des CHF um rund 40–42 %.

Über die letzten 20 Jahre ist der Goldpreis in Euro ungefähr 6- bis 7-fach gestiegen.Das entspricht einer Abwertung des Euros gegenüber Gold von ca. 85 %. Der jährliche Anstieg (CAGR) lag langfristig bei etwa 7–8 % p.a. in Euro – deutlich höher als die offizielle Inflation. Während der Euro gegenüber dem Schweizer Franken in 20 Jahren um ca. 40–42 % abgewertet hat, hat er also gegenüber Gold (XAU) massiv an Kaufkraft verloren.

Das sind nur zwei Beispiele um zu verdeutlichen, dass eben nicht einfach „die Preise steigen“ sondern der korrekte Blickwinkel dieser ist: Die Währung verliert permanent an Wert. Und das wiederum ist die Folge vom wirtschaftlichen Niedergang bei gleichzeitiger Ausweitung der Geldmenge.

Die reale Bedrohung ist in Deutschland bislang also nicht die Arbeitslosigkeit, sondern die Verarmung durch Inflation und Niedergang. Am dramatischsten wird das letztlich dann im Alter, hier kommt eine wahre Katastrophe in Form von Altersarmut auf viele zu und auch darüber hatte ich bereits geschrieben. Aber in diesem Artikel soll es ja nicht um weitere Bestandsaufnahmen gehen, denn den meisten dürfte inzwischen klar sein, dass es ein Problem gibt (mit Ausnahme irgendwelcher staatlich bezahlten grünen Spinner – aber um eine Sektenausstiegsberatung geht es heute ja nicht).

Wir müssen uns kurz bewusst machen, was unsere grössten Assets im Leben sind und worum es geht. (1) Spiritualität. Gerne geleugnet bis der Tod an die Tür klopft, aber in diesem Artikel nicht unser Thema. (2) Gesundheit. Das grösste Asset nach Spiritualität . Die können, müssen und sollten wir durch gesunde Ernährung und Sport erhalten. Sport kostet wenig, wenn man ihn pragmatisch durchführt und nicht viel Geld für fancy Sportklamotten ausgibt. Schon eine Stunde schnelles Spazieren am Tag wirkt Wunder, dazu ein paar Gewichte für daheim. Ein Thema in unserer Community. (3) Geld – bei den meisten das Einkommen und ein paar Anlagen. Genau darum soll es nun gehen.

Das Geld was wir als Gehalt bekommen, muss nun unbedingt so sinnvoll wie möglich eingesetzt werden. Das bedeutet zuerst einmal keine Lifestylebullshit Verschwendung für Dinge, die wir nicht brauchen. Ja, dazu ist es notwendig eine eventuell vorhandene eigene Eitelkeit zu überwinden. Dann gibt es Sparpotential ohne Ende und ich denke, das ist jedem klar. Überteuerte Kleidung, Dienstleistungen, Autos oder elektronische Geräte – die Liste ist lang. Früher hätte ich mir auch das neuste iPhone gekauft, heute lasse ich den Akku tauschen. Kleidung kann und sollte man immer im Sale kaufen und man kann auch das gleiche T-Shirt 10x haben, warum auch nicht? (bei unseren Damen ist das etwas komplizierter) Hier hat sicher jeder seine eigenen Beispiele. Um die Sparquote zu erhöhen, müssen wir alle unnötigen Ausgaben reduzieren – eine Binsenweisheit.

Aber was dann? Wie investiert man sein Geld richtig? Hier müssen wir im Prinzip drei Töpfe sehen:

  1. Kurzfristiges Sparen für Notfälle. Der Klassiker ist die kaputte Waschmaschine. Wir müssen unbedingt vermeiden, dass wir für solche Dinge Kredite aufnehmen müssen. Das kurzfristige Sparen ist aber auch notwendig, um mindestens drei Nettomonatsgehälter zur Verfügung zu haben, falls wir doch arbeitslos werden. Besser wären allerdings zwölf Monatsgehälter.
  2. Mittel- langfristiges Investieren, um das Gehalt zu erweitern und passives Einkommen aufzubauen. Dazu gleich mehr.
  3. Langfristiges Investieren in den 🇺🇸 S&P500. Das Beste, was wir tun können. Dazu haben wir viele Informationen in unserer Community.

Beschäftigen wir uns nun aber mal mit dem Punkt Nr. 2. Durch den Fremdkapitalhandel haben wir die Möglichkeit sehr konservativ und sogar für Deutschland steueroptimiert unser Gehalt zu erweitern. Ich werde das hier nur allgemein halten, die Details gibt es dann in unserer Community.

Tabelle: 1% monatlicher Ertrag bei verschiedenen Kapitaleinsätzen (in USD)

Kapital (USD)Brutto-Ertrag / Monat (1%)Steuern (Abgeltungssteuer ca. 26,375%)Netto-Ertrag / Monat
100.0001.000263,75736,25
250.0002.500659,381.840,62
500.0005.0001.318,753.681,25
750.0007.5001.978,135.521,87
1.000.00010.0002.637,507.362,50
1.250.00012.5003.296,889.203,12
1.500.00015.0003.956,2511.043,75

In Deutschland gibt es den Vorteil, dass Kapitalerträge nicht mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuert werden, sondern mit Abgeltungssteuer: 25 % + 5,5 % Solidaritätszuschlag = effektiv 26,375 % auf die Gewinne (Stand 2026, ohne Kirchensteuer). Somit kann man sich mit unserem Broker und dem Fremdkapitalhandel ein echtes zweites Gehalt aufbauen. Am besten in 100.000 USD Schritten. Die 1% pro Monat werden zu Beginn aus Sicherheitsgründen auch noch nicht gleich erreicht, aber mit den Monaten. Auch das geht nicht über Nacht, aber der Punkt ist doch der: Mit jeden weiteren 100.000 USD lassen sich stabile 1.000 USD Bruttogehalt mehr im Monat erreichen. Und das ultrakonservativ und stabil. Limitiert ist das Ganze nicht, es gibt keine Konten und Volumenbegrenzung.

Das Ganze liesse sich auch mit eigenen 100.000 USD umsetzen und wer mag, kann das gerne tun – auch mit anderen Währungen wie beispielsweise dem Schweizer Franken (CHF). Aber durch unseren Fremdkapitalhandel erfordern die 100.000 USD zu bestimmten Einstiegszeitpunkten eben nur 7.000 USD eigenes Kapital. Und das ist letztlich der echte Gamechanger für unsere Community Mitglieder und so nirgendwo im deutschsprachigen Internet verfügbar.

Die Skalierbarkeit von Kapital und das am besten nicht in Euro ist letztlich die Lösung, um die steigende Inflation zu kompensieren. Natürlich kann man sich dann überlegen, warum man überhaupt noch in Deutschland bleiben sollte. Aber das mag Gründe haben, die nicht monetär sind.

Blick auf eine Stadt in einem Tal, umgeben von Hügeln und Bäumen, bei klarem Himmel und Sonne.
Heimat ist mehr als ein Gefühl – sie ist auch ein Erbe. Die meisten Menschen versuchen das Beste aus der Situation zu machen und das ist gut so. Deutschland ist mitten in einer langjährigen Talfahrt und ein Ende ist bislang nicht in Sicht. Die einen leben in einer Wohlstandsblase und meinen im besten Deutschland aller Zeiten zu leben (Heidelberg ist ein gutes Beispiel dafür), die anderen wissen kaum noch wie sie alles bezahlen sollen, haben Zukunftsängste und verlieren die Hoffnung.

Gehen ist schwer – bleiben auch

Nachdem wir eine rein praktische Möglichkeit angesprochen haben, wie man selbst für Gehaltserhöhungen und einen Inflationsausgleich sorgen kann, nun noch ein paar persönliche Gedanken.

Niemand verlässt seine Heimat ohne Not und einfach so. Das Gehen ist schwer, denn es bedeutet Abschied nehmen und in vielen Fällen für immer. Das Bleiben ist aber genauso schwer. Nur anders. Mir persönlich tut es weh, es macht mich zornig, wenn ich diesen ganzen Niedergang sehe, weil er selbst verschuldet ist. Inkompetente Politclowns aller Parteien tragen die Verantwortung dafür, aber wirklich Verantwortung übernehmen tun sie nicht. Aber auch auf den Ebenen darunter ist in vielen Führungspositionen der Gesellschaft die pure Dummheit eingezogen. Hand aufs Herz liebe Leserin, lieber Leser, denn vielleicht geht es Dir genauso: Ich halte mich wahrlich nicht für Einstein. Einige Community Mitgliedern und Menschen in meinem persönlichen Umfeld sind viel intelligenter und gebildet als ich. Manche sind dabei sogar noch so demütig, dass sie es sich nicht einmal anmerken lassen. Ich behaupte nicht hochgebildet zu sein oder gar ein Genie – weit gefehlt. Meine Bildung beschränkt sich auf Finanzen und Investments und auf Religion, überwiegend Christentum und Islam. Den Zustand des Landes und seine wirtschaftliche Talfahrt habe ich nicht deshalb voraus gesagt, weil ich so clever oder hochgebildet bin, sondern weil ich VWL Bücher genauso wie Geschichtsbücher liebe und diese ideologiefrei lesen kann. Das ist ein Faible von mir. Ich kann ein wenig rechnen und habe rudimentäre Statistikkenntnisse. Viele von euch, die das hier lesen haben Promotionen in Naturwissenschaften, Jura oder Medizin. Wenn ihr das was wir jetzt erleben nicht habt kommen sehen, dann lag das nicht daran, dass ihr ungebildet seid. Sondern daran, dass ihr auf Propaganda reingefallen seid. Die Politik und fast das komplette Handeln Deutschlands ist durch Ideologie getrieben. Das ist der Grund, warum viele die Probleme nicht erkannt haben oder auch nicht sehen wollten. Aber Ideologie führt immer in den Untergang. Ich bin gegen Ideologie, selbst in der Religion. Religion kann auch Ideologie sein, aber dann ist sie wertlos. Unbezahlbar ist sie, wenn Religion Tiefe und Spiritualität ist. Wenn in der Politik aber die Ideologie herrscht, dann geht es nur noch um Luftschlösser und das um jeden Preis. Bis hin zu solchen irren Ideen wie einer CO2 Steuer. Die Ideologie muss raus, denn sie war noch nie ein guter Ratgeber und wird es nie sein. Ideologie dient ausschliesslich der Steuerung von Menschen und nicht der Wahrheitsfindung. Und Wohlstand schafft sie auch nicht.

Deutschlands Aufstieg wurde einst durch Disziplin, Fleiss und Erfindergeist geprägt. Das Land ist auf kluge Köpfe angewiesen und auf Menschen, die sich etwas aufbauen wollen. Von all dem sind wir inzwischen so weit weg, dass es schmerzt. Und der Ausfluss aus dem maroden und auch wieder durch Ideologie getriebenen Bildungssystem ist so erschreckend, dass der Film „Idiocracy“ fast noch harmlos dagegen ist. Wer hier in Deutschland bleibt, der sollte sich finanziell gut aufstellen, so wie wir das in unserer Community besprechen. Aber der Schmerz all diesen Niedergang mit anzusehen, der bleibt. Und man kann sich auch nicht dauernd davon ablenken. Wir können als Einzelne nur unser Bestes dazu beitragen zu erhalten, was möglich ist und ein paar Gedanken an andere weiter geben. Ich würde mir tatsächlich ein funktionierendes Staatswesen wünschen, schlank und effizient und ohne Ideologie. Eine Gesellschaft, die sich gegenseitig ermutigt und wo Gemeinschaftseigentum geachtet wird. Ein Staat und eine Gesellschaft, wo man gerne Steuern und Sozialabgaben zahlt, weil diese vernünftig zum Wohle der Gemeinschaft eingesetzt werden. Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

Wenn es in Deutschland eine echte Wende gibt und das Land zumindest etwas von seinen Vorzügen bewahren kann, dann wäre schon viel gewonnen. Deutschland muss keine Weltspitze sein und wird es auch nicht mehr werden. Aber wenn zukünftige Politiker wieder für die Gemeinschaft und nicht nur für die Interessen von Dritten arbeiten, dann kann es ein lebenswertes, sicheres und schönes Land sein. Es gibt auch andere Länder, die in Bezug auf Steuern und Sozialabgaben sehr teuer sind, aber wo man dafür wirklich etwas geboten bekommt. So ein Beispiel wäre Dänemark. Aber Dänemark hat selbst mit einer sozialdemokratischen Regierung drastische Reformen durchgeführt und besteht unbedingt auf die Durchsetzung eigener Interessen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Deutschland braucht mehr Mut für sich selbst einzustehen.

Ein hölzerner Tisch im Wald mit einem Schild, das auf Müllsammlung hinweist.
Wie öffentliches Eigentum behandelt wird ist auch ein guter Gradmesser für den Zustand der Gesellschaft. Vandalismus ist überall zu sehen, Steuergelder werden veruntreut und in aller Welt verteilt. Für das eigene Land und seine Menschen bleibt immer weniger.

Dankbarkeit

„Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“

George Herbert Morrison (1866–1928)

Die Dankbarkeit ist und bleibt für die psychische Gesundheit stets ein Kernfaktor. Sie ergibt sich aus der monotheistischen Sichtweise aus der Bindung zum Schöpfer. Aber sie ist auch für sich genommen so stark, dass auch nicht religiöse Menschen von ihr profitieren können. Der oft und in vielerlei Versionen zitierte Satz, „nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind“ hilft hier die „Mechanik“ zu verstehen. Undankbare Menschen sind nicht nur für andere unangenehm weil selbstsüchtig und egozentrisch, sie sind auch für sich selbst toxisch und vergiften ihren eigenen Geist. Letztlich führt das zu massiver Unzufriedenheit.

In einem Land im Niedergang wie Deutschland, ist Dankbarkeit umso wichtiger, um persönlich glücklich zu sein. Wie ich bereits schrieb, wird Deutschland nicht zum Kongo werden. Es lebt sich in Deutschland immer noch besser als in vielen anderen Ländern dieser Welt und wahrscheinlich wird sich die Lebensqualität irgendwo im weltweiten Mittelfeld einpendeln. Gemessen daran, wie die Mehrheit der Weltbevölkerung lebt, ist Dankbarkeit wirklich angesagt. Undankbare Menschen werden nicht darüber nachdenken, dass wir Strom ohne Stromausfälle haben, stabiles Internet und dass man Wasser aus dem Wasserhahn trinken kann. Genug zu essen hat im Regelfall auch jeder. Und dazu noch in einer unvorstellbar großen Auswahl und relativ preiswert, wenn wir an Lidl, Aldi und Co. denken. Ich bin in letzter Zeit öfters im Lidl gewesen und habe einfach bewusst mal inne gehalten und darüber nachgedacht, wie viele leckere und gesunde Gerichte man mit all den Dingen kochen kann, die es dort zu kaufen gibt. Es gibt viele Kleinigkeiten im Alltag, worüber man sich freuen kann und sollte, weil nichts selbstverständlich ist. Schliesslich könnten wir auch hungrig in irgendeiner Pfütze in einem Malaria verseuchten Land sitzen und hoffen, dass wir den nächsten Tag erleben. Wahrlich, der Anspruch der Politik eines Landes sollte es nicht sein, sich mit Ländern zu vergleichen, in denen es noch schlechter läuft. Aber wir als Einzelne sollten durchaus darüber nachdenken, wie gut es uns immer noch geht. Die großen Träume, die manche in der Vergangenheit hatten, die wird man wahrscheinlich beerdigen müssen. Ein eigenes Haus, zwei große Autos, drei Urlaube im Jahr und ein Leben wie auf Instagram? Das ist definitiv nicht realistisch. Und für die meisten Menschen ist es auch nicht realistisch im Monat 10.000,00 Euro netto zu verdienen – zumindest nicht durch ein Gehalt. Wie es doch gehen kann, habt ihr gelesen. Aber selbst mit 10.000,00 Euro jeden Monat werden wir niemals glücklich sein, wenn wir nicht dankbar sind. Und ich kenne aus dem „Real Life“ Menschen, die auch mit 20.000,00 Euro monatlich nicht glücklich werden, weil sie (1) undankbar sind und (2) nicht zu leben wissen. Genauso wenig wie Freiheit nichts nützt, wenn man nicht weiß für was man frei ist, so nützt auch Geld nichts, wenn man damit nicht etwas positives für sich und auch andere erzielen kann. Das ist auch einer der Gründe warum die wenigen Menschen, die finanzielle und räumliche Freiheit erreicht haben – beispielsweise durch das Auswandern – oft danach in ein Loch stürzen und depressiv werden.

Unsere kleine Blackwater.live Community wird auch in wirtschaftlich schweren Zeiten ein besonderes Plätzchen sein, wie schon zur „Pandemie“, in dem wir uns über Lifehacks und mehr ausgetauscht und ermutigt haben. Bessere Zeiten wird es so schnell nicht geben, aber es liegt auch an unserem Blickwinkel, wie wir uns damit fühlen. Denn das Lebensglück hängt definitiv nicht vom Zustand des Landes ab, in dem wir leben. Auch nicht, wenn dieses Land Deutschland heisst.

Auswandern wäre für viele sicher das Beste, vor allem wenn man genug Geld und Möglichkeiten dazu hat. Ich hatte viel über die Thematik Auswandern die letzten Jahre geschrieben und kenne mich inzwischen auch ganz gut mit manchen Sachverhalten durch aufwendige Nachforschungen aus. Aber diese Entscheidung wirklich zu gehen hängt von so vielen Faktoren mehr ab. Das soziale Umfeld, die Familie und auch ganz persönliche Empfindungen. Es ist okay, nicht auszuwandern und in Deutschland zu bleiben. Wichtig ist nur, dass man sich klar wird, dass die Lebenszeit begrenzt ist und ab einem gewissen Punkt sollte man sich überlegen, in welchem Land man die letzten Jahre seines Lebens verbringen will und wo man sterben möchte. Dieser Gedanke ist nicht so fancy und so auch nicht auf den vielen Auswandererseiten und Blogs zu lesen, aber darum geht es letztlich. Darüber nachzudenken mag mehr helfen, als die Hundertste Steueroptimierung in irgend einem Offshore Inselparadies, weit weg von allem was wir kennen. Auswandern wird alleine schon durch unsere Community ein Thema von Blackwater.live sein. Aber das Leben in Deutschland wird es genauso sein.

Passt auf euch auf ihr Lieben, bleibt dankbar und gesund!

„It’s not how you play the Game, it’s how the Game plays you

– unbekannt