„When everything seems to be going against you, remember that the plane takes off against the wind, not with it.„
Henry Ford
Das Jahr 2024 ist das perfekte Jahr um sich über die Altersvorsorge Gedanken zu machen. Warum? Weil nur noch die ganz ideologisierten und verbohrten Bundesbürger denken, dass die aktuellen Entwicklungen ein gutes Ende nehmen werden. Egal wo man auf der Welt lebt, die Altersvorsorge ist wichtig. In den meisten Ländern der Welt, gibt es keine oder nur eine sehr geringe staatliche Altersvorsorge. Dann gibt es kleinere sehr reiche Länder wie Norwegen, die Schweiz, Bahrain oder auch die VAE, die ihren Bürgern eine ausgezeichnete Altersvorsorge zukommen lassen. Oder denken wir auch an das deutlich größere Saudi-Arabien. Niemand muss sich hier Sorgen machen. Und dann gibt es Deutschland. Das Land, in dem bisher eine Mehrheit dachte alles wird gut werden, die Rente ist sicher und nach dem Rentenbescheid sieht alles super aus. Da das Bildungssystem leider auch kein Finanzwissen vermittelt, können viele jüngere Menschen auch keinen Rentenbescheid verstehen. Und eine andere Gruppe, die Beamten, bekommen tatsächlich noch eine ausreichend gute Altersvorsorge. Aber wie gesagt, so langsam sickert endlich durch, nein, es wird nicht alles gut. Sondern es kommen gewaltige Probleme auf Millionen von Menschen zu. Und es geht bereits los.
Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung ist dramatisch. Die Energiewende, deren Kosten gerade explodiert, trägt zur Deindustrialisierung des Landes bei, viele Unternehmen verlassen das Land (nun sogar die Autoproduktion von Mercedes? HIER). Und natürlich hat das alles auch Auswirkungen auf die Privathaushalte. Und damit auf ganz normale Menschen, die ihre Zukunft gestalten wollen und dabei auch an die Altersvorsorge denken müssen. INSA hat für das monatliche Wirtschaftsbarometer 2008 repräsentativ ausgewählte Personen sowie 200 Unternehmen befragt. Das Ergebnis: Vor allem Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen sehen eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage und sind auch für die nächsten Monate überwiegend pessimistisch. Nur 6 % der Befragten aus der Unterschicht und 36 % aus der Mittelschicht nennen ihre wirtschaftliche Situation gut. Dagegen bezeichnen 72 % der Befragten mit geringen Einkommen ihre Lage als schlecht, aus der Mittelschicht sind es 20 %. Und der Trend geht nach unten: 33 % aus der Mittelschicht geben an, dass sich ihre Lage in den vergangenen drei Monaten verschlechtert hat, nur 11 % sehen eine Verbesserung. Bei Befragten aus der Unterschicht sagen sogar 63 %, dass es ihnen jetzt schlechter geht als vor drei Monaten. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Investitionsneigung der Haushalte wider. Nur 17 % aus der Mittelschicht und 9 % aus der Unterschicht planen in den nächsten drei Monaten größere Anschaffungen. Nur bei den Befragten aus der Oberschicht planen mit 45 % vergleichsweise viele Haushalte größere Anschaffungen. Wie sieht es dann in diesen Haushalten erst mit der Absicherung und Altersvorsorge aus?
Neben der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung ist vor allem auch die politische Entwicklung dramatisch. Deutschland wird jeden Tag undemokratischer und verkommt immer mehr zu einer Wiedergeburt der DDR. In welchem westlichen Land werden Demonstrationen durch Staat und Medien gegen die Opposition organisiert (sogar Scholz ruft dazu auf) und die tumbe Masse denkt dabei, sie wäre im „Widerstand“. Kann man sich nicht ausdenken. Mehr zu diesen „Demos“ (inzwischen machen sogar Kindergärten mit – wie in der DDR) mit allen Belegen findet ihr HIER. Neben all dem ist auch die Planwirtschaft oder genauer gesagt die „Kriegswirtschaft“ – alles wegen dem Klima natürlich – das offen ausgesprochene Ziel. Ein Beispiel für solche Aussagen findet man nicht nur beim Verteidigungsminister Pistorius (SPD), sondern auch bei der bekannten linksgrünen Autorin und TAZ-Schreiberin Ulrike Hermann: HIER. Nein, es ist keine Übertreibung! Ich gehe davon aus, dass Deutschland eine neue DDR wird, außer es kommt dieses oder nächstes Jahr zum politischen Wechsel. Es ist 5 vor 12.
Altersarmut ist ein harter Begriff. Einerseits ist in Deutschland damit nicht die Armut wie in einem Land wie Kenia oder dem Senegal gemeint. Andererseits ist das Leben mit Unterstützung durch die Tafeln und das Wohnen in einem Wohnblock ohne Aussicht auf mehr als einen Spaziergang rund um den Block nicht gerade erfreulich. Und so schreibt das Statistische Bundesamt:
In Deutschland geht es bei Armutsgefährdung in der Regel nicht um existenzielle Armut wie in den Entwicklungsländern, sondern um eine relative Armut, die sich im Verhältnis zum mittleren Einkommen der Gesamtbevölkerung eines Landes ausdrückt. Eine Person gilt nach der EU-Definition der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen EU-SILC als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt (Schwellenwert der Armutsgefährdung). Nach Erstergebnissen von EU-SILC 2022 lag dieser Schwellenwert für eine alleinlebende Person in Deutschland bei 15 000 Euro netto im Jahr (1 250 Euro im Monat). Danach waren hierzulande 14,7 % der Bevölkerung von Armut bedroht. Mit 18,3 % lag die Armutsgefährdungsquote für Personen ab 65 Jahren über diesem Durchschnittswert. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch für Personen ab 75 Jahren, deren Armutsgefährdungsquote bei 17,9 % lag. Um das Einkommen vollständig zu erfassen, wird das Jahreseinkommen erfragt. Dadurch beziehen sich die Fragen zum Einkommen auf das Vorjahr der Erhebung, in diesem Fall also auf das Jahr 2021.
Und wie sehen die aktuellen Meldungen im gerade noch neuen Jahr 2024 aus?
„Fast die Hälfe aller Rentner lebt von weniger als 1250 Euro netto im Monat. Jeder Vierte hat sogar unter 1000 Euro, Frauen sind besonders betroffen. Wie aus der Sonderauswertung der Bundesstatistik hervorgeht, verfügen hierzulande 7,5 Millionen Rentnerinnen und Rentner über weniger als 1250 Euro monatliches Einkommen. Das sind 42,3 Prozent aller Rentenempfänger in Deutschland. 5,3 Millionen davon sind Frauen, das entspricht 53,5 Prozent aller deutschen Rentnerinnen. Weniger als 1000 Euro persönliches Nettoeinkommen erhalten laut den Daten 26,4 Prozent der deutschen Rentnerinnen und Rentner, also etwa jeder vierte. Unter den Frauen kommen 36,2 Prozent nicht auf 1000 Euro im Monat, unter den Männern 13,9 Prozent.“ Quelle: Auszug aus Fokus Online
„Vier von zehn Rentnern in Deutschland müssen einem Zeitungsbericht zufolge mit weniger als 1250 Euro im Monat auskommen. Frauen haben besonders oft niedrige Altersbezüge.“ Quelle: Tagesspiegel
Interessant was auch die Webseite der Malteser (Quelle) weiter dazu ausführt:
Dabei bedeutet Armut sehr viel mehr als „nur“ Geldsorgen. Wem das Geld fehlt, dem mangelt es oft auch an Sicherheit und gesellschaftlicher Teilhabe. Im schlimmsten Fall existieren keine Rücklagen für unerwartete Ausgaben wie zum Beispiel Reparaturen im Haushalt. Auch eine ausgewogene Ernährung oder eine vollumfassende medizinische Versorgung gestaltet sich ohne die entsprechenden finanziellen Mittel schwierig. Darüber hinaus bleibt von Altersarmut Betroffenen oft kein Geld, um technische Geräte, Geschenke oder vielleicht auch einen Ausflug zu finanzieren. Die Folge: Betroffene ziehen sich oftmals zurück und vereinsamen. Diese Form von sozialer Armut kann durch den Verlust von Freunden oder anderen geliebten Menschen verstärkt werden. Durch Einsamkeit und soziale Isolation steigt darüber hinaus das Erkrankungsrisiko, während die Lebenserwartung sinkt. Eine Verkettung von negativen Folgen. Es ist deshalb entsprechend wichtig, möglichst frühzeitig gegenzusteuern.
Wie wir also sehen – und das ist nur ein kurzer Auszug – ist das Problem dramatisch mit dramatischen Folgen, die weit über das Thema Geld hinaus gehen. Viele Blackwater.live Leserinnen und Leser sind finanziell gut aufgestellt. Entweder schon vermögend oder auf dem Weg dahin. Daher richtet sich dieser Artikel vor allem an junge Menschen, die sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt haben und bisher wenig Ahnung von der Materie haben. Und daher zunächst einen Appell an euch. Er ist genau so gemeint wie geschrieben, denn es ist von äußerster Wichtigkeit das inhaltlich zu akzeptieren, sonst wird es zu keiner persönlichen Veränderung kommen:
Nehmt das Thema Altersvorsorge und Investieren in die eigene Hand. Eigenverantwortung ist hier das Stichwort. Das bedeutet: Lasst euch nicht einwickeln von Propaganda von Politikern und **Menschen, die in dem aktuellen System gut vernetzt sind und alle Vorteile geniessen und sogar von den jetzigen Zuständen profitieren. Das sind meistens die, die alles schön reden und sagen, es wäre „das beste Deutschland aller Zeiten“, während wir in Wirklichkeit jetzt schon dramatische Zustände in den Sozialsystemen haben. Niemand wird dieses System auf Dauer noch finanzieren können. Das ist eine mathematische Frage – der Laden fährt an die Wand. Oder es wird der Sozialismus eingeführt. Dann sind alle gleich arm. Für das „Klima“ oder was auch immer. Leider kein Witz.
**Selbst hier schon erlebt. Leute, die mich anschreiben und meinen, wie man so etwas schreiben könnte. Ihnen würde es so gut gehen wie nie zuvor und auch allen Bekannten. Sie sind Profiteure des Staates (Lehrer, etc.), politisch ganz auf Linie und Deutschland wäre ja das beste Land der Welt. Ich wäre ein Schwarzmaler. Aber alle meine Ausführungen lassen sich anhand von Zahlen belegen. Und beim Thema Altersvorsorge kann sich doch jeder selbst ausrechen, wie das „Spiel“ enden wird. Man sollte es nur eben auch tun. Deutschland ist nach Abgabenlast (lasst euch hier nicht an der Nase rumführen. Es geht nicht nur um Steuern, sondern auch um alle anderen Zwangsabgaben) eines der teuersten Länder der Welt, nur Belgien ist teurer. Und das schreibt sogar die ARD hier (also nix Schwurbel😉).
Im Prinzip ist es sehr einfach zu berechnen, wie viel Geld ihr im Alter benötigt. Man schaut welchen Rentenanspruch (Rentenbescheid) man bereits hat und was fehlt. Richtig? FALSCH. Denn hier werden gleich mehrere Faktoren nicht berücksichtigt. Angefangen mit der Inflation bis hin zur zukünftigen Besteuerung der Rente (und aller weiterer Einkünfte). Eine Inflation von nur 2% p.A. führt nach 30 Jahren schon zu einer Halbierung eurer Kaufkraft. Steht also auf eurem Rentenbescheid heute, dass wenn ihr weiter fleissig einzahlt und das Gehalt nicht weniger wird, ihr dann sagen wir 1800,00 Euro Rente bekommt, dann ist das ein riesiger Trugschluss. (1) wäre diese Rente an Kaufkraft in 30 Jahren nur noch höchstens(!!) 900,00 an Kaufkraft wert und (2) ist diese Rente in 30 Jahren voll steuerpflichtig. Also Pustekuchen. Und das wäre noch ein moderates Szenario. Denn die Inflation liegt seit zwei Jahren deutlich über 2%. Was letztlich immer zu der Frage führt, sollte man den eigenen Rentenbescheid überhaupt noch berücksichtigen? Meiner Meinung nach: NEIN. Die Rente, die heute die oben erwähnten Rentner erhalten ist tatsächlich noch eine sehr gute Rente, was die Kaufkraft angeht. Aus heutiger Sicht würde ich maximal die Grundsicherung als Rente heran ziehen. Im Notfall kann man einfach von Grundsicherung leben. Kein Witz, ich sage das in aller Deutlichkeit! Entweder, man kommt zu deutlich mehr Vermögen, oder man lebt auf Staatskosten und plant gleich ein in der Grundsicherung zu landen, was eh Millionen von Menschen passieren wird.
„Die Zahl älterer Menschen in Deutschland steigt, die mit ihrer Rente ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können und zusätzlich Grundsicherung beziehen.“ Quelle: mdr
Und es werden immer mehr. Dazu die hunderttausende Ukrainer und viele andere, die Hilfe brauchen. Da kann man sich auch einfach einreihen. Der mdr schreibt, dass man seine Rente prüfen lassen sollte, denn bereits heute haben noch viel mehr Rentner als gedacht Ansprüche auf die Grundsicherung. Lest einfach selbst HIER nach.
Ihr könnt euch für eure Zukunft nun selbst überlegen, ob ihr also staatliche Rentenansprüche mit einrechnen wollt, oder ob ihr einfach bei der Grundsicherung bleibt. Ich weiss, dass das keine leicht verdaulichen Gedanken sind, aber je früher ihr das begreift, umso besser. Das gibt kein Happy End. Außer ihr sorgt selbst dafür. Bevor wir dazu kommen, wollen wir doch ganz kurz ein Beispiel berechnen, damit jedem klar wird, wie viel Geld man im Alter braucht.
Lassen wir mal die ganzen Unwägbarkeiten wie die zukünftige Besteuerung heraus. Ich bin eh der Meinung, dass man diese unbedingt umgehen sollte, aber dazu gleich mehr. Wenn ihr sagt, dass ihr beispielsweise 3000,00 Euro im Monat an Rente in 30 Jahren haben wollt, dann solltet ihr aber mindestens 2% Inflation pro Jahr berücksichtigen. Wir sagten bereits, dass das eine Halbierung der Kaufkraft im genannten Zeitraum bedeutet. Das heisst, ihr braucht in 30 Jahren 6000,00 Euro um die heutige Kaufkraft von 3000,00 Euro in 30 Jahre zu haben. Jetzt müsstet ihr nur noch wissen, wie viel Jahre ihr in etwa ab Rentenbeginn leben wollt. Wenn wir von 30 Jahren ausgehen, wäre die Rechnung ohne Rendite der angesparten Summe bei 30*12*6000 = 2.160.000,00 Euro. Ich habe hier mal außen vor gelassen, dass diese Summe im Alter auch Erträge abwerfen wird. Meine Berechnung bedeutet also, 100% Kapitalverzehr auf 30 Jahre ohne Rendite. Wie hoch das Ertragsniveau für eher risikoarme Kapitalanlagen in 30 Jahren sein wird, weiss heute natürlich auch niemand. Sicher ist nur, dass ihr bei unserer Berechnung auf gute 2 Millionen Euro kommen müsst. Das ist eine nackte Berechnung ohne Sonderfaktoren. Aber das sollte klar machen, wie gross das Problem ist. Selbst wenn ihr diese Summe viertelt, sind das immer noch eine halbe Million Euro. Wie viele Rentner haben heute eine halbe Million Euro? Klar, die haben aber auch noch sehr oft gute Renten. Aber genau das steht hier ja für die Zukunft zur Disposition.
Man kann das hier sehr viel komplexer machen und meistens wird das auch getan, damit man dann von Seiten einer Versicherung, Bank oder „Finanzberaters“ eine tolle Fonds- oder Indexrente abschliessen kann. Die alten Tricks eben. Von dieser Komplexität um „Nebel“ zu erzeugen halte ich wenig. Ziel muss einfach sein, möglichst viel Geld zu erwirtschaften und später keine Steuern zu zahlen. Oder schon beim Vermögensaufbau keine Steuern zahlen. Da jetzt viele wieder gezwungen werden die Vorabpauschale auf ihre ETFs zu zahlen, ist das sicher ein interessanter Gedanke. Mehr zur Vorabpauschale und wie ihr jetzt wieder selbst beim eigenverantwortlichen Vermögensaufbau gemolken werdet, könnt ihr HIER bei uns nachlesen. Ganz toll.
Wenn ihr dann in Rente geht, dürft ihr nochmal mindestens 25% Steuern auf euer ganze erwirtschaftetes Vermögen zahlen. Und geht es nach den derzeitigen Politakteuren, wird das bald noch mehr. Der persönliche Einkommensteuersatz soll wieder herangezogen werden. Das wird sicher ein Spass. Aber selbst wenn wir bei den 25% Abgeltungsteuer bleiben, so sind das eben einige Hunderttausend Euro Steuern in der Rentenphase, wenn wir es geschafft haben aus eigener Kraft aus versteuertem Einkommen eine private Altersvorsorge aufzubauen. Vielleicht ist Auswandern in ein Land, welches überhaupt gar keine Steuern für Privatpersonen erhebt dann doch interessanter. In Dubai gehen viele mit 50 in Rente. Ist auch kein Problem, wenn man von einem übergriffigen Staat vorher nicht ausgepresst wurde. Ein paar Erfahrungen zu Dubai könnt ihr hier lesen:
Es gibt auch noch einen älteren Artikel bei uns auf Blackwater.live, bei dem wir uns mit Geo-Arbitrage und Wegzug beschäftigen. Hier habe ich ihn euch verlinkt:
„Steuern sind ein erlaubter Fall von Raub.“ – Thomas von Aquin (1224 – 1274)
Während man in Deutschland beim Thema Altersvorsorge und Vermögensaufbau mit Riester, Rürup und ähnlichen finanziellen Totgeburten rum rechnet, von staatlicher Förderung (bei nachgelagerter 100% Steuerpflicht versteht sich) spricht, sich mit wahnsinnig überteuerten Bankprodukten und Steuern beim Vermögensaufbau (Vorabpauschale bei thesaurierenden Fonds und ETFs lässt grüssen) sowie der Umstellung der Vermögensbesteuerung von der Abgeltungssteuer auf den persönlichen Steuersatz rumschlagen muss (für die Gerechtigkeit, das Klima oder setzt einen anderen Schwachsinnbegriff ein), kommt einem gar nicht in den Sinn, wie einfach Vermögensaufbau mit 0% Steuern wäre. Man könnte kumulierende Effekte über Jahrzehnte nutzen, ohne dass der Nannystaat eingreift und zur Kasse bittet. Der Unterschied im Endergebnis ist aufgrund des Zinseszinseffekts dramatisch. Und dann kommt ja noch das dicke Ende. Denn später 25%+X auf die Altersvorsorge an Steuern zahlen oder eben nicht macht einen grossen Unterschied aus. Mal abgesehen von der Frage, warum man diese Steuern alle zahlen soll – die Gegenleistung dafür wird langsam lächerlich und diese Steuergelder werden massiv verschwendet. Im Übrigen kann man ja auch einfach von Bürgergeld in Deutschland leben. Warum arbeiten und Vermögen aufbauen? Ja, genau das ist die DDR.
Die Berechnung der Rentenlücke kann man sich auch sparen, man muss keine teuren Produkte bei den Banken und Versicherungen kaufen und braucht auch keinen Steuerberater. Mit dem Bürgergeld fällt der ganze Wasserkopf weg. Aber, mit dem 0% Steuern Modell auch.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es überhaupt keine Steuern für Privatpersonen und damit fallen auch weitere Kosten weg, zum Beispiel die für den Steuerberater. Es gibt einfach eine 5%ige Umsatzsteuer und seit einer Reform eine Unternehmenssteuer von 9% (unter gewissen Umsatzgrenzen zahlt man nach wie vor KEINE Steuern und hat noch nicht mal eine Buchhaltungspflicht). Staatliche Leistungen beschränken sich auf Sicherheit, Militär, Strassenbau und Infrastruktur. Ansonsten sichert sich jeder eigenverantwortlich ab. Die VAE sind nicht das einzige Land der Welt das so agiert, aber es ist eines der Länder, dass für Europäer leicht erreichbar ist und die Prozesse sind digital und einfach. Außerdem wird man in den Vereinigten Arabischen Emiraten am wenigsten Anpassungsschwierigkeiten haben, was schon mit der Sprache anfängt. Mit Englisch lässt sich alles regeln und Englisch ist die Sprache, die überall benutzt wird (der Nachteil ist leider, dass niemand Arabisch lernt. Das ist eigentlich schade). Aber schauen wir uns einmal an, wie die Auswirkungen von 0% Steuern bei der Altersvorsorge aussehen. Erst einmal ein Beispiel, wo ein junger Mensch 300,00 Euro in eine All-World ETF über 40 Jahre spart. Berechnet mit dem aktuellen Satz der Vorabpauschale bei dem Basiszins von 2,55%. Dass unser junger und qualifizierter Arbeitnehmer in den VAE keine Lohnsteuer bezahlt und damit überhaupt in der Lage ist eigentlich viel mehr zu sparen, lassen wir mal hier aussen vor. Denn das würde den Zorn über die neue DDR zum Überkochen bringen. Lassen wir die Zahlen mal so auf uns wirken!
Über 142.000,00 Euro Steuern auf einen 300,00 Euro ETF Sparplan. Einen Sparplan, den unser junger Sparer aus seinem bereits versteuerten Gehalt bespart hat. Er verzichtete dafür auf Konsum, durfte sich von arbeitsscheuen Politikern und Funktionären als Kapitalist beleidigen lassen und andere kassierten Bürgergeld und lagen im warmen Bett, während er arbeiten ging und eine (nach OEZD Vergleich) Abgabenquote von über 40% hatte. Toll. Wie gesagt, ohne Einkommensteuer und Sozialabgaben wie für die Rente (was ein Witz), könnte er ja auch locker das Doppelte sparen. Und sein Endergebnis ganz ohne Steuern geniessen. Aber gut, lassen wir das. Wer mag, kann das selbst ausrechnen. Unser junger qualifizierter Arbeitnehmer wird in Deutschland so oder so niemals auf einen grünen Zweig kommen. Die Zeiten sind für die meisten schon lange vorbei – und das wird immer mehr jungen Menschen klar.
Kommen wir nun zu unserem Renter, der eine gute Million Euro in seinem ETF Depot hat. Wie sieht es denn bei ihm aus? Auch hier müssen wir zur Berechnung ein paar Prämissen treffen. Beobachten wir unseren Rentner also 10 Jahre lang. Die ETF Kosten liegen bei 0,2% p.A. (All-World, wie in dem anderen Beispiel) und die durchschnittliche Jahresrendite ist auch bei 8%. Das ist nicht immer so, aber eine Berechnungsgrundlage müssen wir schliesslich nehmen. Ohne Ertrag zahlt unser Rentner selbst in der neuen DDR keine Steuern auf das ETF Depot, aber er wurde beim Aufbau ja bereits massiv ausgepresst, wie ihr an dem Beispiel des jungen Anlegers gesehen habt (und denkt immer auch an die Lohnsteuer und Sozialabgaben!).
Über 200.000 Euro Steuern durfte unser Rentner in 10 Jahren nun auf sein Depot noch zusätzlich zahlen. Dafür durfte er sich in Deutschland als „alter weisser Mann“, „Klimaschwein“ und Ähnliches beleidigen lassen. Es hiess, er lebt auf zu grossem Raum und sein CO2 Abdruck wäre zu gross. Außerdem würde er zu wenig Steuern zahlen, es wäre notwenig Kapital mit dem persönlichen Einkommensteuersatz zu versteuern. Ja, das sind so die Meldungen, die man in der neuen DDR lesen kann. Von Politikern des Parteienblocks. Artikel wie dieser hier, sollen natürlich nur die „schöne freiheitliche Demokratie“ zerstören und sind von undankbaren Menschen geschrieben, die gar nicht wissen wie gut es ihnen geht. Klar.
Ich könnte noch viele weitere Beispiele machen und das Ganze vertiefen. In meinem Dubai Artikel (HIER) hatte ich geschrieben, dass alles Vor- und Nachteile hat. Die eigene Heimat zu verlassen ist ein grosser Schritt. Aber man sieht sich um und sieht den Verfall voranschreiten, wie sich (politische) Zustände in einer Weise ändern, wie man es nie für möglich gehalten hätte. Am Anfang ignoriert man es noch, aber auch das ist immer schwieriger möglich. Und dann wird einem nach und nach klar, dass alles was man an der Heimat liebte verschwinden wird und dass das Gute der Vergangenheit nur noch eine Erinnerung ist. Immer mehr qualifizierte und vermögende Menschen verlassen Deutschland und das hat eben Gründe. Diese Gründe erfährt man in den Auswanderercommunities im Netz und sie klingen seit 2-3 Jahren immer ähnlicher. Die enorme Abgabenlast ist nur das eine, der versagende Staat, die Gängelung und zunehmenden Einschränkungen der andere. Und ich bin sicher, dass ist erst der Anfang. Denn wer liest, was die links-grünen Vordenker vorhaben, der weiss es wird eine Ökodiktatur mit neuer Sprache und einem völlig pervertiertem Moralverständnis angestrebt. Im Dauerkrieg gegen Russland und andere. Immer neue Narrative, vor was man alles Angst haben muss oder Haltung zeigen sollte. Völlig irre. Aber der Artikel sollte ja nun von der Altersvorsorge handeln. 😉
Altersvorsorge in Deutschland ist ein Rumgerechne von Vorsorgelücken, Treffen mit dem Steuerberater und dem Spasskass-Fuzzi und Warten auf den Rentenbescheid. Aber genau genommen, ist das alles eine Nebelkerze, die die enorme Steuerlast verdeckt und das Alter auf eine Rechnung verkürzt. Das Alter als Steuer- und Abgabenrechnung. Aber wie wäre es, das Alter als Teil des Lebens zu sehen? Es könnte ja auch eine Zeit der Freiheit sein, bei 0% Steuern, in der Sonne und am Meer. Jeder Ertrag ist netto und kann für eine kleine Freude des Lebens eingesetzt werden. Zeit noch einmal das eigene Leben auch zu leben, nachzudenken und das in einem positiven Umfeld. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind nur eine Möglichkeit von mehreren. Aber eben eine, die realistisch für viele Menschen umsetzbar ist. Von jung bis alt. Die Planung der Altersvorsorge ist also mehr als der Rentenbescheid und ein Sparplan. Es bedeutet echte Lebensplanung und erfordert auch etwas Mut. Aber die Mutigen werden belohnt. Auch wenn es jetzt noch nicht für jeden in Frage kommen mag das Land zu verlassen, so sollte man das ernsthaft in die Planungen mit einbeziehen. Gerade wenn man sieht, wie gross der Hebel ist und welche Möglichkeiten es gibt.
„Schaff´ und erwirb, zahl´ Steuern und stirb!“ (Volksmund)