Also ganz emotional gesprochen: mein Balkonkraftwerk arbeitet wie verrückt, vermutlich mehr als ich 😉
Ich mag das Teil.
Ganz rational gesprochen: einmal investiert, Stecker in die Steckdose, Anmeldung online, läuft
Wann es sich rechnet? Ich denke schneller als man denkt. Ich bin wirklich gespannt auf die dunklen Monate, Nov, Dez, Jan. Da werde ich die Winkel auf fast gerade stellen und weiter testen. Nächstes Jahr im Mai ist es dann ein Jahr alt und dann werde ich ein Zwischenfazit ziehen. Bis dahin freue ich mich wenn die Sonne scheint 🙂
Ich freue mich auch ganz ohne Balkonkraftwerk, wenn die Sonne scheint. 🙂
In meinen Augen ist das Balkonkraftwerk sinnvoll, obwohl man keine überzogenen Erwartungen bzgl. Amortisation haben sollte. In unserem Sommer-Haus in Mecklenburg arbeitet ein Balkonkraftwerk seit einem guten Jahr (23.05.23). Die Daten werden von einem Kleincomputer permanent aufgezeichnet.
2023: Ertrag 133,56 € - im Juli 23 fiel die Messsoftware für ca. 10 Tage aus, der tatsächlichen Ertrag ist etwas höher.
2024: Ertrag 104,33 €
In Summe hat die Anlage bis heute 591 kWh produziert, was einem örtlichen Strompreis von 237,89 € entspricht. Der digitale Stromzähler weist ja die Einspeisung aus, die beträgt insgesamt 286,7 kWh in diesem Zeitraum. Somit wurden 48,5 % der Energie eingespeist und der Eigenverbrauch liegt bei 51,5 %. D.h. die Kostenersparnis liegt bei 122,51 €. Ich rechne daher mit einer Amortisation der Anlage in ca. 5 Jahren, was für mich im erwarteten Rahmen liegt.
Da das Haus im Winter wenig bewohnt wird, ist der Eigenverbrauch vergleichsweise niedrig aber m.E. nicht untypisch. Eine Steigerung des Eigenverbrauchs durch Energiespeicher ist derzeit nicht wirtschaftlich darstellbar, da die Speicher zu teuer sind. Optimierungen wären möglich, wenn die Panels in Ost-West-Richtung aufgestellt würden (derzeit beide Süd), da dann die Erzeugungskurve breiter wird und mehr von der Grundlast abdeckt. Eine Erhöhung der Maximalleistung (z.B. 600 --> 800 W) würde vergleichsweise wenig bringen. Neue Haushaltsgeräte sollten geringere Anschlusswerte haben, da damit der Eigenverbrauch steigt, Beispiel: Wasserkocher, statt mit 2.000 W das Wasser in wenigen Minuten zu erhitzen wäre ein Campingkocher mit 600 W sinnvoller obwohl der dafür drei mal so lange braucht. Gleiches wäre für Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler angebracht: Längere Laufzeiten bei geringerem Leistungsbedarf.
Ich würde das ja auch mal gerne ausprobieren, aber gefühlt macht das bei unserer Wohnung wenig Sinn. Terrasse bei uns im obersten Stock zeigt Richtung Osten. Richtung Süden steht das nächste Haus und nach Westen gibt es keinen Balkon. Etwas aufs Dach über uns zu legen, können wir nicht alleine entscheiden, falls es überhaupt ohne Bohrung ins Dach geht. Bohrung würde ich selbst nicht wirklich wollen wegen potenzieller Undichtigkeiten (ist das überhaupt ein Wort?).
Um die Terrasse herum gibt es hinter dem Geländer noch einen ca. 50-60 cm breiten Vorsprung auf dem man ggf. etwas legen/installieren könnte, nur habe ich noch keine maßgefertigten BKW gefunden. Maßgefertigt beißt sich dann vermutlich auch mit den hier genannten angedachten Amortisationszeiträumen 😉
um das Thema hier auch noch einmal auszugraben:
bei den aktuellen Preisen für die Anlagen (teils unter 250€ für Glas-Glas 2x430-450 Watt inkl. Wechselrichter) ist es je nach Stromtarif sehr interessant, wenn den tagsüber ein gewisser Grundverbrauch da ist.
Bei uns ist die Lage Top, jedochd as Balkongeländer in der Mietwohnung aus Holz und bereits recht morsch. Wir zahlen für unsere Lage keine hohe Miete darum habe ich es beim Vermieter noch nicht weiter angesprochen. Ohne Ertüchtigung traue ich mich nicht da zwei Module festzumachen, gerade da wir im 2. OG mit schön freiem Blick nach Süden ohne ein weiteres Haus sind 😛
Andere Modulgrößen für die Wand sind schwierig (Gaube mit Dachschrägen) und lohnen sich leider finanziell nicht, gerade da wir 26,9 Cent pro kWh zahlen 😛 Schade.
Unser Verbrauch wäre jedoch echt ok fürs Balkonkraftwerk, wir haben den ganzen Tag eine Grundlast von ca. 150 Watt -.-
Balkonkraftwerke - Vollständige Regulierung und maximale Bürokratie kommt. Viel Spass damit. 🤨
1. Balkonkraftwerke mit mehr als 2 kWh Speicher genehmigungspflichtig, trotz nur 800W.
2. Anschluß für Notstromaggregat genehmigungspflichtig.
3. Normale Steckdose für E -Auto Lader anmeldepflichtig.
Wirtschaftlich machen Balkonkraftwerke viel Sinn. Bei den Preisen amortisieren die sich nach 2-3 Jahren. Bei Speicher würde ich mit sehr spitzem Bleistift rechnen. Immer inkl. Abschreibungen, laufenden Kosten und Opportunitätskosten.
Bei unserem Neubau haben wir eine "richtige" PV gleich mitgemacht. Weil wirtschaftlich Sinn macht. Ob Speicher kommt zeigt sich die nächsten Jahre wie der tatsächliche Verbrauch ist. Vllt. kommt noch ein Tesla. Das wäre was.


