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Frage💬❓❓ Nebenkosten senken - wie?

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mrtn
 mrtn
(@mrtn)
Internationaler Meister Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 613
Themenstarter  

Wie senkt ihr eure Nebenkosten?

Nachdem wir ja schon einige Tipps erhalten haben (Waschlappen, zwei Pullis anziehen) dachte ich mir, wir veranstalten hier mal ein langfristiges Brainstorming. Schliesslich werden die Energiepreise ja nicht wieder sinken.

Ehemalige Nachbarn haben sich immer nur alle 2-3 Tage geduscht. Das fand ich jetzt nicht so empfehlenswert.

Grundsätzlich arbeiten wir daran mehr Dankbarkeit für Strom und Heizung zu entwickeln. Etwas, was wir bisher für selbstverständlich genommen haben, ist es nun auch in Deutschland nicht mehr. Wir kennen das aus anderen Ländern wie Libanon und Syrien, wo Freunde von uns auch mit Mangel leben müssen. Aber es geht.

Unsere Ideen bisher:

- Nur noch einen Raum heizen, mehr lüften wegen der Feuchtigkeit.

- Licht nicht brennen lassen

- kürzer duschen (Waschlappen oder nur alle paar Tage waschen finden wir ekelig)

 

Was habt ihr für Ideen?


   
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Gold-oder-Aktien
(@gold-oder-aktien)
Schach Profi Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 367
 

Strom – Solarpanele auf Balkon / Wand + auch standby Geräte mit Schalterleiste/ Fernbedienung ausschalten + Licht nur dort wo es gebraucht wird + weniger Deko-Beleuchtung, bzw. auf LEDs umstellen

Wasser -  Sparkopf für Wasserhahn in Küche und Bad = ca. 50% weniger Verbrauch, optimieren zwischen Geschirrspülereinsatz (Wochenende wenn mehr Abwasch ist und in der Woche, wo man 2 Teller + 2 Tassen auch per Hand abspülen kann).

Gas (Heizung) – weniger Räume beheizen, bzw. teilw. Leistung drosseln, Heizungslauf (Timer) optimieren, Heizungen entlüften, Fenster zu beim Heizen 😉

Versicherung – teilw. Selbstbeteiligungen vereinbaren, wenn Beitrag damit mind. 20% sinkt, alternative Anbieter prüfen, die Schutzpakete optimieren

Steuern – auch kleine Sparmöglichkeiten nutzen / prüfen (nicht sagen sind nur 10€ das bringt nichts, 10x10€ sind auch 100€) Rechnungen, Belege, aufheben + ansetzen, Handwerkerleistungen / haushaltsnahe Dienstleitungen nicht vergessen, Krankheitskosten bündeln in aussergewöhnl. Belastungen (z.B. Behandlungen mit hohen Eigenanteilen, wie auch Zahnersatz in ein Kalenderjahr umsetzen)

 

Hausbesitzer haben natürlich mehr Möglichkeiten zum sparen und optimieren (je nach Bundesland) aber sie haben auch grundsätzlich höhere Kosten als ein Mieter.


   
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hesekiel58
(@hesekiel58)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1179
 

Anekdötchen:

Fragte mich ein Kollege, als ich mal wieder länger im Büro war: "Was machst'n Du noch hier?"

"Heizkosten sparen"  🤣 

 


   
habanero1979, Airnesto, mrsblackwater and 2 people reacted
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Airnesto
(@airnesto)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 969
 

Gute Idee, ich fürchte nur, hier wissen die meisten schon bestens Bescheid.

Beim Duschen: zügig duschen und vor allem: Wasser aus beim Einseifen.  

Klickschalter für TV und Computer. 

Jetzt der ultimative Tipp: Wenn’s unter der Decke trotz Pulli kalt wird: kleine elektrische Heizdecke. Ich liebe sie. Verbraucht auf maximaler Leistung 75 Watt (dann wird’s auch viel zu heiß). Das ist deutlich billiger als den Raum zu beheizen UND superkuschelig.

In der Küche: Wasser im Wasserkocher aufkochen. 

Kühlschrank so einstellen, dass 6-7 Grad herrschen. Zusätzlich: Eisfach eisfrei halten/abtauen. Nichts warmes in den Kühlschrank oder das Eisfach stellen.

Demnächst: Balkon und Terrasse nutzen. Schön im Schatten, da herrschen auch an Tagen mit 12 Grad bereits niedrigere Temperaturen! Aber: Vor Tieren schützen, sonst ist der Topf leer, das ist teuer 😅


   
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mrsblackwater
(@mrsblackwater)
Schach Großmeister Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 693
 
Veröffentlicht von: @airnesto

Jetzt der ultimative Tipp: Wenn’s unter der Decke trotz Pulli kalt wird: kleine elektrische Heizdecke. Ich liebe sie. Verbraucht auf maximaler Leistung 75 Watt (dann wird’s auch viel zu heiß). Das ist deutlich billiger als den Raum zu beheizen UND superkuschelig.

Ich habe die Wärmflasche wieder für mich entdeckt. Zwar nicht ganz so kuschelig, aber warm 😉 

Hüttensocken helfen auch sich warm zu halten. 


   
habanero1979 reacted
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Gerhard
(@gerhard)
Vollkornbrot Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 26
 

Als ehemaliger Lehrer und Dozent im Fachbereich Sanitär/Heizung/Lüftung und Energieberater für die VZ Rheinland-Pfalz kann ich hier mit qualifizierten Beiträgen helfen. Ich fange einmal mit richtigem Heizen/Lüften an und werde meine Tipps immer physikalisch begründen:

Richtiges Heizen und Lüften ist kein Hexenwerk

Ich gehe einmal davon aus, dass in jedem Raum ein funktionsfähiges Thermostatventil verbaut ist, das auch die tatsächliche Raumtemperatur erfassen kann. Diese Voraussetzung ist in der Praxis leider nicht immer gegeben: So verdecken Vorhänge und/oder Möbel vielfach den Thermostatkopf, was dazu führt, dass sich ein Wärmestau bildet und das Ventil schließt, obwohl die gewünschte Raumtemperatur  nicht erreicht ist. Nun könnte man sagen: da spart man ja mal schon Energie! Die Folge wird aber eher sein, dass man grundsätzlich den Thermostat-Regler misstraut und die Ventile gar nicht nutzt.

Immer wieder gefragt: welche Einstellung am Thermostat ist die Richtige?
Auf den herkömmlichen Thermostatköpfen stehen Symbole und Zahlen, aber keine Gradzahlen.

Was bedeuten die nun? Die bedeutet, dass das Ventil zugedreht ist, also absolut kein Heizwasser durchströmt. Diese Funktion braucht z.B. der Heizungsmonteur, wenn er das Ventil wartet oder austauscht. Dann folgt das , das soll ein Eiskristall nachbilden. Diese Einstellung ist dafür gedacht, dass wenn die Wohnung im Winter nicht bewohnt ist, es nicht zum Einfrieren der Anlage kommen kann, weil bei Frost das Ventil öffnet und Heizwasser für den Frostschutz durchlässt. Die Einstellungen l bis lV wählen Sie nun für ihre gewünschte Raumtemperatur bei der Sie sich wohlfühlen. Ich will hier ganz bewusst keine Vorgaben machen, denn ich selbst werde auch weiterhin in meinem Wohnzimmer die lll auswählen und dann ca. 22 Grad Celsius erreichen. 
Allerdings ist es richtig, dass die Reduktion um 1 Grad bei der Raumtemperatur einer Heizenergie-Einsparung um 6% entspricht. Darüberhinaus bleibt es richtig, dass man nicht genutzte Räume (tagsüber das Schlafzimmer) herunterregeln sollte (auf l oder ll), aber keinesfalls tiefer! Denn: bevor Sie das Zimmer wieder nutzen wollen, dauert es eine Weile (eher Stunden als kürzere Zeiträume) bis die angestrebte Wohlfühltemperatur wieder erreicht wird. Eine dauerhaft zu niedrige Raumtemperatur kann die Wände so stark auskühlen lassen, dass Raumluftfeuchtigkeit auskondensiert und sich Schimmel ausbildet.

Natürlich will ich nicht verschweigen, dass es auch sogenannte „smarte“ Heizkörperventile gibt, mit denen Sie fernbedient über ihr Smartphone solche Programmierungen für die Energieeinsparung vornehmen können. Bei vorhandenem Interesse kann ich gerne einmal darauf eingehen.

Dass bei der ganzen Diskussion auch noch das Lüften der Räume eine zentrale Rolle spielt, hängt damit zusammen, dass in der Raumluft Wasserdampf gelöst ist (kommt vom Kochen, Duschen, Blumengießen, Ausdünstung des menschlichen Körpers, …), der an den kälteren Umschließungsflächen (Wände, Decken, Böden) kondensiert, wenn diese zu kalt werden. In vielen Fällen sieht man deshalb ständig gekippte Fenster an Wohnungen und das auch im Winter. Das ist nun aber gar nicht gut, denn wenn (was oft der Fall ist) vergessen wurde das Thermostatventil am gekippten Fenster zurückzustellen auf Frostschutz, heizen Sie im wahrsten Sinne zum Fenster hinaus. Zudem ist diese „Kipplüftung“ sehr ineffizient. Der Luftaustausch ist sehr viel geringer als bei der „Stoßlüftung“, bei der man (natürlich auch bei zurückgedrehtem Thermostat) das Fenster für kurze ganz öffnet und Durchzug herstellt. Sie erreichen weder ihr Lüftungsziel noch sparen Sie Energie Dabei gilt als Regel: je kälter die Außentemperatur, desto kürzer kann die Öffnungszeit des Fensters ausfallen um einen kompletten Luftaustausch sicherzustellen.Bei einem Schlafzimmer kommen Sie bei Frost morgens mit weniger als 5 Minuten Stosslüften aus. Gegebenenfalls können Sie das vor dem Zubettgehen noch mal wiederholen. Wichtig ist: die feuchte Raumluft muss raus, die Wärme, die in dem Baukörper steckt, bleibt in dem Gebäude.

Mein Tipp:

Für wenige Euro gibt es kombinierte Thermometer/Hygrometer, welche man in jedem Raum der Wohnung anbringen sollte. Damit kann man Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit leicht kontrollieren. Bei der Luftfeuchtigkeit sollten ihre Werte zwischen 40 und 60% liegen. Damit sind Sie dann im grünen Bereich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


   
Knew2, habanero1979, dunkelroterfaden and 1 people reacted
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Airnesto
(@airnesto)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 969
 

@gerhard Wow, ganz ganz vielen Dank dafür!

Nur damit ich es richtig verstanden habe: Es ist also günstiger, die Heizungen alle immer auf Stufe 1 oder zwei zu stellen, statt tagsüber auf Eiskristall und abends auf die 3?

Durchzug herstellen bedeutet zwei Fenster am besten an den Enden der Wohnung für wenige Minuten ganz öffnen?

Wir leben im Altbau. Ist derartiges Lüften dennoch nötig? Denn der ist ja nicht sonderlich luftdicht. Wir liegen immer, ohne was zu tun bei ca. 50% rel. Luftfeuchtigkeit. Das habe ich bereits öfters überprüft.


   
habanero1979 reacted
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Sebi
 Sebi
(@sebi)
Lachsfrühstück Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 90
 
Veröffentlicht von: @airnesto

Wow, ganz ganz vielen Dank dafür!

Ist das wirklich Neuland für Euch?

Ich bin immer erstaunt, wie viele Leute diesen ganzen Smarthome-Mist verbauen aber im Gegenzug ein einfaches Thermostat nicht verstehen. (Nicht persönlich nehmen!)

Gerade im Altbau sollte mMn. in jedem Zimmer eine gewisse Grundtemperatur herrschen, weil sonst die eine Heizung, die man anstellt (beispielsweise im Wohnzimmer) den Rest der Wohnung mitheizen muss.

"Nur damit ich es richtig verstanden habe: Es ist also günstiger, die Heizungen alle immer auf Stufe 1 oder zwei zu stellen, statt tagsüber auf Eiskristall und abends auf die 3?"

Eindeutig ja! Stufe 2 und gut.


   
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Airnesto
(@airnesto)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 969
 

@sebi Nein, nicht komplett! Wir haben eh schon ultraniedrige Heizkosten. Sehr selten nutzen wir die Heizung überhaupt. Meist heizen wir nur im Kamin.

Also die Einstellung auf 1 (12 Grad) oder 2 (16 Grad) ist für uns irgendwie sinnfrei. So niedrig ist die Raumtemperatur nie. Gut, falls im Winter die Heizung tagelang ausfallen würde, mag das schnell gehen, dann brauche ich mein Thermostat aber auch nicht hochzudrehen. 

Wir leben im 1. OG. Wenn wir alle aus dem Haus sind, mag die Temperatur tagsüber mal auf 17/18 Grad fallen im Winter. Da müsste ich ja Stufe drei anstellen, um es tagsüber weniger kalt werden zu lassen. Wir stellen im tiefen Winter abends von Eiskristall auf drei, um ein wenig zu heizen abends. Die Heizung wird dann spürbar warm und der Raum ebenso innerhalb keiner halben Stunde. Billiger gehts doch dann gar nicht?! Weniger heizen als auf Eiskristall kann man doch gar nicht. 

Ist auf Stufe 5 die Bude wirklich nicht schneller auf 22 Grad, als wenn ich auf 3 schalte? Die Heizung wird doch auf 5 deutlich (!!!) heißer. Gefühlt geht es schneller auf 5.  Bei erreichter gewünschter Temperatur könnte man doch zum Temperatur halten auf 3 schalten. Dass 5->3 teurer ist als 3->3 ist logisch. Aber ist Version 1 nicht schneller bei den 22 Grad?

Und: ist 21Stunden Eiskristall, 30 Minuten 5 und 2,5 Stunden 3 teurer als 24 Stunden 3? 


   
habanero1979 reacted
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Sebi
 Sebi
(@sebi)
Lachsfrühstück Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 90
 
Veröffentlicht von: @airnesto

Ist auf Stufe 5 die Bude wirklich nicht schneller auf 22 Grad, als wenn ich auf 3 schalte? Die Heizung wird doch auf 5 deutlich (!!!) heißer. Gefühlt geht es schneller auf 5.  Bei erreichter gewünschter Temperatur könnte man doch zum Temperatur halten auf 3 schalten. Dass 5->3 teurer ist als 3->3 ist logisch. Aber ist Version 1 nicht schneller bei den 22 Grad?

Wahrscheinlich geht es tatsächlich minimal schneller, allerdings ist die Temperatur dann auch ganz schnell viel höher als die Zieltemperatur. Bei modernen Heizungen merkt die Heizungspumpe wie viel Wärme gerade in den Wohnungen abgenommen wird. Drehen alle gleichzeitig auf 5 produziert die Heizung ganz schnell ganz viel Wärme. Wenn dann alle wieder die Heizung runter drehen, wird die Heizanlage die Wärme nicht mehr los und produziert diese unnötig. Das macht sich in Deinem persönlichen Verbrauch vielleicht nicht bemerkbar, schlägt aber bei den Grundkosten durch.

 

Es ist ein bisschen wie mit dem Auto im Stadtverkehr...

Es gibt die, die vorausschauend fahren und kaum bremsen müssen und die, die mit Vollgas von Ampel zu Ampel sprinten.

Wenn die Wohnungstemperatur nicht unter 17 Grad fällt, kannst Du das Thermostat trotzdem auf 2 stellen, dann bleibt die Heizung ja trotzdem kalt.


   
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Airnesto
(@airnesto)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 969
 

@sebi danke für die erneuten Erläuterungen!


   
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Gerhard
(@gerhard)
Vollkornbrot Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 26
 

Antworten/Klärung von Missverständnissen

@Airnesto

"Nur damit ich es richtig verstanden habe: Es ist also günstiger, die Heizungen alle immer auf Stufe 1 oder zwei zu stellen, statt tagsüber auf Eiskristall und abends auf die 3?"

Ja, so ist es! Sonst muss die Heizungsanlage bei einer viel zu niedrigen Raumtemperatur mit dem Aufheizen des Raumes beginnen und bis zur Tagesschau ist es dann immer noch ungemülich kalt. Ferner sollte man bewohnte Räume grundsätzlich nicht unter ca. 16 Grad Celsius bei der Raumtemperatur absinken lassen, da darunter schon Feuchteprobleme auftreten können (Modriger Geruch, Schimmel).

"Durchzug herstellen bedeutet zwei Fenster am besten an den Enden der Wohnung für wenige Minuten ganz öffnen?"

So wäre es ideal und die Lüftungszeit sehr kurz (da max. Luftwechsel).

"Wir leben im Altbau. Ist derartiges Lüften dennoch nötig? Denn der ist ja nicht sonderlich luftdicht. Wir liegen immer, ohne was zu tun bei ca. 50% rel. Luftfeuchtigkeit."

Die Undichtigkeit der Fugen (Fenster, Bauteile, ...) sorgt im Altbau für einen "natürlichen"  aber auch unkontrollierten Luftwechsel. Das hat zunächst einen Mehrverbrauch an Heizenergie zur Folge. Trotzdem sollte man gerade Im Altbau reglmäßig lüften, da hier die Oberflächentemperaturen von Wänden wegen schlechter Dämmung niedrig sind und deshalb anfällig für kondensieren Luftfeuchtigkeit mit den bekannten Folgen. Der Rat der Energieberater: "Fugen dichten, nachträglich dämmen!" (soweit baulich und finanziell im Rahmen des Machbaren!)

"Ist auf Stufe 5 die Bude wirklich nicht schneller auf 22 Grad, als wenn ich auf 3 schalte?"

Das Heizkörperventtil kann nur AUF und ZU, deshalb ist es ein weit verbreiteter Trugschluss, dass man bei Stufe V schneller die 22 Grad erreichen könnte als bei Stufe III! Stellen Sie als IMMER das Ventil auf die Stufe ihrer Wunschtemperatur ein. Das Ventil lässt immer den maximal möglichen Volumenstrom mit der von der Regelung/dem Kessel gelieferten Vorlauftemperatur durch. Eine BOOST-Funktion gibt es definitiv nicht! 

Die Heizung wird doch auf 5 deutlich (!!!) heißer. Gefühlt geht es schneller auf 5. Bei erreichter gewünschter Temperatur könnte man doch zum Temperatur halten auf 3 schalten. Dass 5->3 teurer ist als 3->3 ist logisch. Aber ist Version 1 nicht schneller bei den 22 Grad?
Und: ist 21Stunden Eiskristall, 30 Minuten 5 und 2,5 Stunden 3 teurer als 24 Stunden 3? 

Hier verweise ich auf die Physik/Technik einer Heizungsanlage, die diesen Überlegungen nicht folgt!

@SEBI

Ja, genau so ist es!

"Bei modernen Heizungen merkt die Heizungspumpe wie viel Wärme gerade in den Wohnungen abgenommen wird."

Solche speziellen Umwälzpumpen heißen Hocheffizienzpumpen. Wenn vom Energieverbrauch einer Heizung die Rede ist, dann ist meist die notwendige Heizenergie gemeint. Tatsächlich verbraucht aber auch die Umwälzpumpe Energie und zwar in Form teuren Stroms. Aus diesem Grund kann es sich lohnen, die vorhandene Umwälzpumpe gegen ein effizienteres Modell auszutauschen; die sogenannte Hocheffizienzpumpe.

Eine herkömmliche Umwälzpumpe kann durchaus einen Stromverbrauch von ca. 400 bis 600 kWh jährlich verursachen und damit vermutlich sogar den Elektroherd übertrumpfen. Dieser Verbrauch, der typischerweise 10 bis 15 Prozent des gesamten Stromverbrauchs eines Haushalts entspricht (denken Sie daran, wieviele Stunden eine Heizungspumpe läuft), lässt sich durch den Einbau einer modernen Heizkreispumpe erheblich senken.

Für alle hier, deren Heizungsumwälzpumpe ausgetauscht werden muss: Bei einem Wechsel sollte man immer gegen eine Hocheffizienzpumpe tauschen. Die Kosten für den jährlichen Pumpenstrom können um 80 bis 140 Euro reduziert werden. Zusätzlich gibt es dafür eine Förderung von 20% (BAFA, KfW).

 


   
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hesekiel58
(@hesekiel58)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1179
 

Echt massenhaft gute Tips! Schön, dass hier so viel (Fach-)Wissen geteilt wird 👍 

 

Ich hab's gerade - zwecks der Gaudi - mal auf die Spitze getrieben mit meinen Sparvorschlägen. Mein Vorschlag: An unserem Dusch-WC die Heizung für das Duschwasser abstellen ... oder die Popo-Dusche gleich ganz außer Betrieb nehmen. NICHT nachmachen! Selbst die holdeste Holde könnte ausgesprochen unhold reagieren  🤣 

 


   
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himself63
(@himself63)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 947
 
Veröffentlicht von: @hesekiel58

Selbst die holdeste Holde könnte ausgesprochen unhold reagieren  🤣 

 

Auch das sind ja wichtige Tipps, dank Deiner Selbstlosigkeit 😉 


   
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Gerhard
(@gerhard)
Vollkornbrot Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 26
 

Nebenkosten beim Wohnen vs. Kosten (TER, Ausgabenaufschläge, ..) bei Finanzanlagen 

Auf diesem Blog geht es ursprünglich um Finanzanlagen und der Reduktion der diversen Kosten in diesem Zusammenhang.

Ich finde es deshalb nur konsequent, wenn wir hier auch das Thema „Nebenkosten beim Wohnen“ genauso ernsthaft und fachlich korrekt behandeln. Ich vermute einmal, dass das Wort „Nebenkosten“ von dem verharmlosenden Teil „Neben“ getrennt werden muss um damit die z. T. dramatische Steigerungen sichtbar zu machen.

Bei der Klärung der fachlichen (physikalischen, technischen)  Begriffe will ich gerne helfen.

 


   
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