„Never let the fear of striking out keep you from playing the game.“

– Babe Ruth

Der Finanzwesir – eine Finanzbloglegende in Deutschland. Zumindest war er das. Die Geschichte vom Aufstieg und Untergang des Finanzwesirs ist hochinteressant und hat auch eine Menge versteckter Hintergründe, auf die wir hier allerdings nicht eingehen können und wollen. Was wir aber gerade in diesen Zeiten tun wollen, ist das Erbe des Finanzwesirs hochzuhalten und in gewisser Weise fortzuführen. Denn wir haben in unserer Community doch einige Stammleser des Finanzwesirs und wir sind wohl einer der wenigen (Finanz)Blogs, die nicht von dem Konzept des passiven Investieren abgelassen haben und das auch noch heute konsequent und bedingungslos empfehlen. Dadurch konnten unsere Community Mitglieder und sogar die passiven Leserinnen und Leser des Blackwaterlive Blogs eine ordentliche Rendite die letzten Jahre einfahren. Die meisten Finanzblogs sind – wie schon oft geschrieben – letztlich Affiliate Huren und müssen ihre Neutralität zugunsten der Werbeeinnahmen aufgeben. Das hat Stand 2025 die ganze Szene ruiniert. Heute startet man keinen Finanzblog mehr. Warum auch? Die Finanzbloggerei ist tot und auch die Finanzblogverzeichnisse belegen das recht eindeutig. Es ist ein totes Pferd.

Heute haben wir noch ein paar der alten Blogs von damals (dazu gehören wir mit dem Geburtsjahr 2017 auch) am Start und ansonsten startet die pubertierende Neuszene gleich auf Instagram und auf TikTok. Lange Texte sind doof, liest keiner und wenn sie gelesen werden ist die Frage, ob sie verstanden werden. „Reels“, also Kurzvideos mit Sätzen für geistig Behinderte sind angesagt, ganz wie es sich für Idiocracy 2.0 gehört.

Aber kommen wir zum Finanzwesir zurück und werfen wir einen kleinen Rückblick auf die damalige Zeit, als der Finanzwesir dem alten Deutschland das passive Investieren nahe brachte. Das ist massgeblich sein Verdienst und sein Erbe.

Der Finanzwesir

Finanzwesir: Für Leute, die ihr Geld selbst anlegen

Ein Finanzblog der anderen Art für Leute, die sich selbst um ihre Geldanlage kümmern. Egal ob Tagesgeld, Aktien, Anleihen, ETF oder Fonds.  (…)

So lautete die damalige Eigenbeschreibung des Finanzwesirs. Im Januar 2014 startete der Finanzwesir als solches, Albert Warnecke startete seinen Blog, der die Bloglandschaft Deutschlands nachhaltig verändern sollte. Dieser Blog war einer der erfolgreichsten und reichweitenstärksten Finanzblogs überhaupt. Zweillos auch deshalb, weil Albert Warnecke ein Profi ist. Er kam von Yahoo und seine Erfahrung im Webseitenmarketing ist sicher mit in den Blog eingeflossen. Der Finanzblog „Finanzwesir“ ist für die Verhältnisse ab 2014 absolut optimiert. Die H1-H4 Überschriften sind gut gewählt, das Abgreifen aller Themen der Szene wurde mit „Freitagsliste“ realisiert, ohne allzu viel eigenen Aufwand zu haben. Das war genial. Alle, die nach dem Finanzwesir kamen und das Gleiche versuchten, hatten nicht den gleichen Erfolg.

Exkurs:

Warum der Name Finanzwesir?

Wie kam der Finanzwesir überhaupt zu seinem Namen? Das fragten sich viele. Und weil die Geschichte so originell ist, wollen wir sie direkt zitieren:

„Es war einmal ein Wesir, der seinem Sultan einen großen Dienst erwies. Als Dank dafür wollte der Sultan seinem Wesir einen Wunsch erfüllen. Der Wunsch des Wesirs: Der Sultan möge ein Schachbrett nehmen und ihm als Lohn ein paar Weizenkörner darauf legen. Auf das erste Feld ein Korn, auf das zweite Feld zwei Körner, auf das dritte Feld vier Körner, auf das vierte Feld acht Körner und so fort, Verdopplung bis zum 64. Feld.
Der Sultan – amüsiert von der Bescheidenheit des Wesirs – gab dem Wunsch statt und beauftragte den Verwalter seiner Vorräte, dem Wesir die Weizenkörner zu geben.
Für den Sultan ging die Sache gründlich schief, denn die Exponentialfunktion fängt ganz gesittet an, wächst dann aber über alle Grenzen.
Am Feld 64 betrug die Schuld des Sultans 18 Trillionen Weizenkörner. Das Ende vom Lied: Um seine Ehre zu wahren, musste der Sultan zurücktreten und der Wesir wurde Sultan anstelle des Sultans.
Zu Ehren dieses schlauen Wesirs, der um die Kraft des Zinseszinses wusste, habe ich diesen Blog auf den Namen Finanzwesir getauft.
Denn darum geht es letztendlich für uns Privatanleger: Früh mit kleinen Summen anfangen und sich dann durch die exponentielle Kraft des Zinseszinses in Richtung finanzielle Unabhängigkeit katapultieren lassen.“

Quelle: Finanzwesir

Warum bloggt der Finanzwesir?

Auch die Erzählung, warum der Finanzwesir überhaupt bloggt, beinhaltet den typischen Nordlichthumor, den Albert Warnecke hat:

Weil es Spaß macht und meinem Leben einen Sinn gibt. Ich bin zu

  • Zwei Fünfteln Robinhood: Bringt den Menschen finanzielle Bildung
  • Zwei Fünfteln The Punisher: Tritt dem Finanzestablishment vors Schienenbein
  • Einem Fünftel Finanzforensiker: Wühlt sich durch gruseliges Juristenzeug und findet ganz hinten links im Anhang zum Anhang das Haar in der Suppe.

Quelle: Finanzwesir

All das war ein verheissungsvoller Start. Von nun an setzte der Finanzwesir Maßstäbe. Das, was auf der anderen Seite des Teichs, in den USA, schon viele Jahre bekannt war, verbreitete nun der Finanzwesir in Deutschland: Passives Investieren ist der heilige Gral. Kostengünstig, effizient und wissenschaftlich belegbar besser als alles, was Spasskass und Andre Abzocke als Finanzberater sonst zu bieten hat. Auf gut deutsch: Man braucht keine teuren Fonds, der Spasskass-Seppel in seinem H&M Anzug ist überflüssig, aber genauso auch der Deutschbanker, mit seinen in Bangladesch gefertigten Boss Hemden. Alles heisse Luft und Marketing, viel zu teuer und unnötig. Viele haben die Rechnung gemacht und gemerkt, dass sie bei ihrer Hausbank um ein Vermögen an Abschlussgebühren gebracht werden. Der Finanzwesir veränderte die „Landschaft“, die Anzahl der Anleger, die bei Direktbanken ab 2014 Kunden wurde, nahm auch durch seine wertvolle Arbeit zu. Und der Finanzwesir ist einfach eine ehrliche Hamburger Haut. Denn während seiner Wirkungs- und Schaffensphase tauchten auch immer mehr Finanzblogs auf, die an Dummheit und Verlogenheit kaum zu überbieten waren. Man nehme nur die ganzen Female Finanzblogs. ETFs für Frauen, Frauen „beraten“ Frauen, Money-Coaching für 5000 Euro. Was das für Blüten trieb, ist kaum zu übertreiben. Nicht so der Finanzwesir. Ein ETF kennt kein Geschlecht und somit auch keine 499 Geschlechter. Passives Investieren ist für alle da. Da tat es dem Finanzwesir auch keinen Abbruch, dass er sich ab und an mit einem minder begabten Anleger, irgendeinem Rocker (genauer Name entfallen) zusammen tat, der regelmässig sein Geld versenkte und ein links-grünes Mindset aufwies, wie man es in Deutschland regelmässig im Hochschulbetrieb vorfindet. Das war ein guter Counter zum Finanzwesir. Der Finanzwesir verwies oft auf sein Hochschulstudium als Ingenieur, was zu damaligen Zeiten auch wirklich noch etwas wert war. Der gute alte deutsche Dipl. Ingenieur war ein Qualitätsmerkmal in aller Welt. Und wer damit Werbung machte, wollte wohl auch das Bild eines Mannes erzeugen, der Dinge stets mehrfach überprüft, nachrechnet und frei von Beeinflussung von Marketing-Bullshit ist. Und das können wir dem Finanzwesir über viele Jahre lang bescheinigen.

Ein fröhlicher Mann mit einem roten Turban hält Geldscheine in der Hand, während eine Schlange hinter ihm sitzt. Der Hintergrund zeigt eine wunderschöne, kunstvoll gestaltete Architektur und grüne Bäume.
Wer genau die „Schlange“ war und was zum „Sündenfall“ des Finanzwesirs führte wissen wir nicht.

Finanzwesir: Der Sündenfall

„Da sprach die Schlange zur Frau: Mitnichten werdet ihr sterben.Sondern Gott weiss, dass euch die Augen aufgehen werden und dass ihr wie Gott sein und Gut und Böse erkennen werdet, sobald ihr davon esst.“

Genesis 3:4,5 (Zürcher Bibel)

Über den Zeitpunkt des Sündenfalls des Finanzwesirs wurde viel spekuliert. Er selbst gibt auf seiner Seite an, dass das bereits 2020 gewesen wäre: „Ich habe festgestellt, dass mein heiliger ETF-Gral nicht so unantastbar ist. Das hat mich nicht gefreut, denn ich gebe nicht gerne die Eckpfeiler meiner Strategie auf. Aber es hilft nichts. Neue Erkenntnisse aus ideologischen Gründen unter den Teppich zu kehren, macht das Haus nicht sauberer. Leben ist Evolution und deshalb heißt mein neues Abenteuer Alpha-Fonds.“ Quelle: Finanzwesir

Es gab Berichte darüber, dass rückwirkend Blogbeiträge umgeschrieben wurden und dass hinter all dem ein großer Plan steckte. Das vermag ich nicht zu beurteilen. Fakt ist, dass es einen riesigen Aufschrei in der Finanzblogszene gab, als der Finanzwesir recht plötzlich sich dem aktiven Investieren zuwandte und mit Dr. Norbert Mittwollen einen eigenen Fonds auflegte. Genannte wurde das Ganze „Democratic Alpha“, was sich fast so euphemisch und wirklichkeitsfremd anhört, wie wenn Grüne Sektenjünger von „unserer Demokratie“ sprechen. Auch die Formulierungen wie „Leben ist Evolution“ lassen eine gewisse Nähe zur Szene vermuten.

Wer hier die „Schlange“ war, die den Finanzwesir überzeugte diesen Sündenfall zu begehen, ist nicht ganz klar. War es Dr. Norbert Mitwollen? Dessen öffentliche Profile im Internet lassen sehr auf maximale Mainstream Orientierung schliessen – bis hin zum Ukraine Bekenntnis. Was das mit Evolution zu tun hat bleibt fraglich. Wobei man sagen muss, dass Evolution den Tod bedingt. Da würde es dann wieder zur Ukraine passen.

Ein Liniendiagramm des S&P 500 Index, das den Kursverlauf von Mai 2020 bis Mai 2026 zeigt, mit wöchentlicher Zeitbasis und Datenpunkten, die Preisschwankungen darstellen.
„Wette nicht aufgegangen“ – Der S&P 500 stieg wie alle großen Aktienindizes seit 2020 stets weiter an.

Insgesamt schlugen sich alle ETFs, die auf dem MSCI World, S&P 500 und anderen Aktienindizes basierten seit 2020 hervorragend. Es wurde so wie es immer war und das passive Investieren ist wie alle Jahrzehnte vorher die kostengünstigste, effizienteste und einfachste Möglichkeit geblieben um langfristig Vermögen aufzubauen. Ein aktiver Fonds wäre zu keinem Zeitpunkt besser gewesen und somit auch nicht notwendig. Hätte der Finanzwesir nicht auf die „Schlange“ gehört und den Apfel nicht angerührt, würde er heute nicht im Finanzblogparadies leben. Und alle seine Fans mit ihm. Die Welt könnte so schön sein – ist sie aber nicht.

Die Folgen des Sündenfalls spürt man bis heute. Einige unserer Leserinnen und Leser haben sich auf die Suche in den Weiten des Internets gemacht und gefunden, was von der Ursünde noch heute zu finden ist. Das könnt ihr euch hier einmal anschauen:

Wenn man eine Suchmaschine bemüht, so findet man die letzten Treffer des Debakels.

Die Ereignisse von damals haben viele sprachlos zurück gelassen. Heute findet man keine neueren Informationen mehr über den Finanzwesir im Internet. Auch bei „Democratic Alpha“ scheint er nicht mehr zu arbeiten, siehe HIER. Albert Warnecke ist nicht mehr bei Dr. Norbert Mitwollen zu finden.

Adam und Eva mussten laut der Bibel den Garten Eden nach dem Sündenfall verlassen.

Das Comeback des Finanzwesirs?

„Ja, siehe, ich erschaffe einen neuen Himmel / und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, / es kommt niemand mehr in den Sinn. Vielmehr jubelt und jauchzt ohne Ende / über das, was ich erschaffe!“

Jesaja 65, Einheitsübersetzung

Wird es ein Comeback des Finanzwesirs geben? Immerhin gibt dieser ja an, dass man 2030 von ihm etwas hören wird. Allerdings hat er diese Äußerung in Verbindung mit „Democratic Alpha“ getroffen: „Leben ist Evolution und deshalb heißt mein neues Abenteuer Alpha-Fonds. Erfolgsbilanz: Warten wir 2030 ab.“ So wie es derzeit aussieht, müssen wir 2030 nicht abwarten, denn das gemeinsame Projekt ist ja kein gemeinsames mehr.

Natürlich weiss niemand außer dem Finanzwesir selbst, ob es ein Comeback gibt. Aber wenn es so wäre, dann wäre ein „Gang nach Canossa“ das Mindeste, um die Glaubwürdigkeit wieder herzustellen. Wie schon in der Bibel beschrieben, wird aufrichtige Reue immer angenommen. Der Finanzwesir müsste sich von seinen Irrwegen lossagen. Jeder macht Fehler, daraus kann man lernen und es beim nächsten Mal besser machen. Das sollte der Anspruch sein. Die Finanzwesir Seite könnte durchaus ein Phoenix aus der Asche erleben. Das ist alles im Bereich des Möglichen. Allerdings und auch das muss klar gesagt werden, sollte das möglichst bald passieren. Denn die Generation der Menschen, die anspruchsvolle Finanzblogs liest, nimmt jeden Tag weiter ab. Die Zukunft, von manchen Spinnern als Evolution beschrieben, ist alles andere als ein Fortschritt. Aufmerksamkeitsspannen von weniger als 5 Minuten, Glotzen auf kleine Bildschirme und das Triggern von Schlüsselreizen ist das Marketingumfeld, dem man sich heute stellen muss. Das nennt das Establishment Fortschritt, ich nenne es Schwachsinn.

Finanzwesir – Finanzpornographie

Die Leserinnen und Leser des Finanzwesirs sind auf anderen Plattformen und Blogs gelandet. Viele davon bei uns. Nie vom wahren Glauben an das passive Investieren und seinen Vorzügen abgefallen, kann man ja durchaus die freie Zeit und das freie Kapital für andere Ideen einsetzen. Aber die wichtigste Hauptgeldanlage ist eben das passive Weltdepot. Und es gibt überhaupt keinen Grund, warum sich das ändern sollte. Es war der Finanzwesir, der einst vor „Finanzpornographie“ warnte und vor fehlender Impulskontrolle. Schwankungen aushalten, dabei bleiben und es einfach durchziehen. Das ist richtig und ein Erbe des Finanzwesirs. Gerade in Zeiten wie diesen, in der hysterisch eine Sau nach der nächsten durchs Dorf getrieben wird ist es wichtig, dass man besonnen bleibt.

Grafik mit dem Logo des MSCI World, das mit fallenden roten Pfeilen und einem Weltkartenhintergrund gestaltet ist, symbolisiert aktuelle Marktbewegungen und Trends.
Typische „Finanzpornographie“

„Solche Überschriften sind eine Form von Clickbaiting“, sagt Vermögensverwalter Gerd Kommer. Dabei geht es darum, Leser und Zuschauer mit schockartigen, verzerrten, übertriebenen Schlagzeilen anzulocken – und Panik zu verbreiten. Gerd Kommer nennt das Phänomen „Finanzpornografie“, ein alter Begriff aus der US-amerikanischen Finanzwelt. Heute scheinen die Leute mehr denn je auf alle Arten von „Pornographie“ herein zu fallen. Das gleiche Lemming-Game gibt es mit Viren (Gesundheit allgemein), Krieg („der Russe kommt“) und Klima („2030 verbrennen wir alle“). Mit Angst kann man wunderbar herrschen. Sie lenkt von eigenem politischen Versagen ab und von vielen anderen, wirklichen Problemen, die man durchaus auch lösen könnte. Aber imaginäre und viel größere Probleme sind halt eine wunderbare Drohkulisse und auch ideal, um neue Steuern einzuführen oder das Verhalten von Menschen zu ändern. Wenn wir alle Klimasteuer zahlen, aufhören zu pupsen und kein Fleisch mehr essen, dann ändern sich das Wetter. Ganz sicher. Wie ich schon sagte, sie nennen es Fortschritt, ich nenne es Schwachsinn.

Bei den Finanzen geht es darum, ebenfalls Impulsreaktionen zu erzeugen. Depot umschichten, Wertpapiere verkaufen, Aktionismus. Neue Produkte abschliessen, wie den „Democratic Alpha Fonds“? 😉

Da gibt es doch bessere Lösungen, wie Blackwater.live Leserinnen und Leser seit 2017 wissen.

Schwarz-weiße Aufnahme eines Strandes während des Sonnenuntergangs, mit sanften Wellen und silhouettierten Palmen im Hintergrund.
Blackwater.live – seit 2017 am Start. Unser altes Startseitenbild von damals.

Blackwater.live

Der beste Schutz vor „Finanzpornographie“ ist es, wenn man sich mit anderen austauschen kann und wenn man sich gegenseitig unterstützt und das in einer geschützten Umgebung, wo geistig Verwirrte, Spinner und ähnliche Querschläger keinen Zutritt haben. Und wenn man seine Finanzen geregelt hat, dann hat man Zeit und Muse sich ganz anderen Themen zu widmen, wie beispielsweise dem Nachkochen von leckeren Rezepten oder dem interkulturellen Austausch.

Es gibt keine Notwendigkeit Aktienseiten aktiv zu folgen oder entsprechende Magazine zu abonnieren. Passives Investieren ist und bleibt der heilige Gral. Wir werden die nächsten Jahre durch die Journaille den X’ten Abgesang auf den MSCI World erleben, die USA wird wieder untergehen, Donald Trump ist die Reinkarnation von Hitler, Corona II. tötet alle Menschen und wir werden lebendig gegart, wenn wir nicht die fossile Industrie zerstören und 80% Vermögenssteuern zahlen. In Wirklichkeit ist das alles Bullshit-Bingo. Ein Sack Reis in China. Selbst im 2. Weltkrieg lief der Aktienhandel weiter und das nicht einmal schlecht. Beispiel Dow Jones: International löste Hitlers Einmarsch in Frankreich im Mai 1940 einen Kurssturz aus. Der Dow Jones verlor innerhalb eines Monats über 30 Punkte. Doch insgesamt konnte der Dow Jones während des Zweiten Weltkriegs sogar Gewinne einfahren. 1945 lag sein Wert 50 Prozent höher als 1939 (Quelle).

50% Wertzuwachs im Zweiten Weltkrieg. Aber jetzt verkaufe bitte Deine ETFs, weil Donald Trump ein „Faschist“ ist und Putin kurz vor der Oder steht. Genau mein Humor (Vielleicht wäre es sogar gut, wenn Russland Berlin kurzzeitig besetzt und die ganzen Spinner abholt. Die dumme und sehr teure Politshow wäre zumindest beendet).

Einst schrieb der Finanzwesir: Finanzen geregelt – Freiräume geschaffen. Aber Freiräume für was? Es ist wichtig diese Frage zu beantworten. Denn wenn man es nicht tut, dann wird dieses Vakuum gefüllt. Das wird es immer. Und sei es mit Unwichtigem. Oder hysterischem Gegeifer.

Man sollte seine Finanzen deshalb regeln, damit man das Leben dann mit schönen Dingen füllen kann. Dinge die Freude machen, mit Liebe, mit Leben. Es gibt unzählige Dinge, die viel wichtiger sind als das was heutige Medien „ausstossen“. Davon zeugt auch dieser Blog, Blackwater.live. Dazu wurde dieser Blog geschaffen. Um denkenden Menschen einen kleinen Wink zu geben, dass das Leben kurz ist und dass es eigentlich noch viel mehr gibt, als nur Finanzen.

Danke an alle, die sich uns angeschlossen haben und uns treu geblieben sind.

„Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma – which is living with the results of other people’s thinking.“

Steve Jobs