Es wurde überliefert, dass der Gesandte Allahs (s.) sagte:
„Kein Araber hat irgendeinen Vorzug gegenüber einem Nichtaraber, noch hat umgekehrt ein Nichtaraber irgendeinen Vorzug vor einem Araber. Genauso hat kein Weißer irgendeinen Vorzug gegenüber einem Schwarzen, oder ein Schwarzer irgendeinen Vorzug vor einem Weißen, außer durch Frömmigkeit.“
(Sunnitische Quelle: Imta al-Asma, B. 13, S. 385)
Anmerkung:
In der Überlieferung wurde wortwörtlich Rot (Ahmar) verwendet. Das liegt daran, dass viele Hellhäutige früher durch die Sonneneinstrahlung eine rötliche Nuance hatten.
@mhmd Das ist eine sehr schöne Ermahnung und Quelle zum Nachdenken. 🤲🏾🤲🏾☝🏽
Auch für mich als Ägypterin, die ich gerne bin 😎
Der Monat Sh‘aban ist bereits eingetroffen und wir haben noch ein letztes mal die Möglichkeit unsere Seelen zu läutern, um gereinigt in den heiligen Monat Ramadan zu starten. Ich empfehle hierfür das Rezitieren der Munajat Sh‘abaniyya. Es ist ein Bittgebet, das Imam Ali (a.) zugeschrieben und insbesondere diesem Monat verlesen wird. Er selber soll es jeden Tag in diesem Monat gelesen haben. Ein kleiner Ausschnitt:
„Mein Gott, schenke mir die vollkommene Loslösung (vom Weltlichen) zu Dir
Und erleuchte die Sicht unserer Herzen mit dem Licht ihres Blicks auf Dich
Bis die Sicht der Herzen die Schleier des Lichts durchbrechen
Sodass sie die Quelle der Großartigkeit erreichen
Und sich unsere Seelen an der Erhabenheit Deiner Heiligkeit klammern.“
Es wurde überliefert, dass Imam Ali (a.) sagte:
„Die (Selbst-) Bewunderung verhindert die Entwicklung (des Menschen).“
(Nahj-ul-Balagha, 167. Weisheit)
Erläuterung:
Von jemandem, der Vollkommenheit anstrebt und glaubt, dass er immer noch ihrer bedarf, kann erwartet werden, dass er dem Ziel der Vollkommenheit nahe kommt, aber eine Person, die die Illusion hegt, dass sie bereits den Höhepunkt des Fortschritts und der Vollkommenheit erreicht hat, wird kein Bedürfnis mehr danach verspüren, sich dafür anzustrengen, sie zu erreichen, sondern gemäß ihrer eigenen Ansicht hat sie ja schon alle Stadien der Vollkommenheit durchlaufen, und es gibt kein Stadium mehr, wofür sie sich anstrengen müsste. Daher wird so ein eitler Mensch voller Illusionen dieser Vollkommenheit beraubt bleiben, und seine Eitelkeit wird jegliche Möglichkeiten seines Aufstiegs zu einem Ende bringen.
Es wurde von Imam Sadiq (a.) überliefert, dass der Gesandte Allahs (s.) sagte:
„Sha‘ban ist mein Monat […]. So wer einen Tag von meinem Monat fastet, dessen Fürsprecher werde ich am Tag der Auferstehung sein.“
(Fada‘il al-Ashhur al-Thalatha, as-Saduq, S. 44)
„Gärten der Ewigkeit; sie werden in sie eingehen, und (auch) wer rechtschaffen war von ihren Vätern, ihren Gattinnen und ihren Nachkommen. Und die Engel treten zu ihnen durch jedes Tor ein (mit den Worten): ‚Friede sei auf euch dafür, dass ihr geduldig wart!‘ Wie trefflich ist die endgültige Wohnstätte!“
— Sure Ar-Ra'd (13:23-24)
https://youtube.com/shorts/W2IjKBKpAq8?feature=share
„Niemand von euch ist ein Gläubiger, bevor er auch für seinen Bruder ersehnt, was er sich wünscht.“
Es wurde überliefert, dass Imam Ali (a.) sagte:
„Der größte Fehler besteht darin, dass du das (bei anderen) als Fehler siehst, das in dir selbst (auch) vorhanden ist.“
(Nahj-ul-Balagha, 353. Weisheit)
Erläuterung:
Welchen schlimmeren Defekt kann es geben, dass ein Mensch die Fehler anderer kritisiert, die er selber auch hat? Es gehört zu den Erfordernissen der Gerechtigkeit, dass man, bevor man sein Auge auf die Fehler anderer heftet, man erst auf seine eigenen Fehler schauen und verstehen sollte, dass ein Fehler ein Fehler bleibt, unabhängig davon ob andere ihn haben oder man selber.
Es wurde überliefert, dass Imam Ridha (a.) sagte:
„Wer Allah, den Gesegneten und Erhabenen, im Monat Sha’ban siebzigmal um Vergebung bittet, dem vergibt Allah seine Sünden, selbst wenn sie so zahlreich sind wie die Sterne.“
(Uyun Akhbar al-Ridha, B. 2, S. 262)
Erläuterung:
Hier geht es nicht darum, dass Allah erst ab einer bestimmten Anzahl vergibt, denn Allah ist nicht an Zahlen gebunden. Allah kann natürlich auch nach einem einzigen Istighfar vergeben. Die Zahl siebzig ist vielmehr ein Ausdruck von Vielheit bzw. Intensität. Das wiederholte Bitten um Vergebung trainiert das Herz und das Bewusstsein und hilft, diesen inneren Zustand zu vertiefen. Ein einmaliges Aussprechen reicht oft nicht aus, um eine tiefgehende spirituelle Wirkung zu entfalten.
„O ihr, die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denen vorgeschrieben worden ist, die vor euch lebten, auf dass ihr gottesfürchtig werden möget.“ (Quran 2:183)
Der Islam ruft seine Anhänger auf, einen Monat lang im Jahr zu fasten. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, in sich Taqwa (Gottesehrfurcht) entwickeln und zum Erblühen bringen zu können. Wenn der Mensch lernt, seine physischen Verlangen und Triebe zu besiegen, wird er auch seine Selbstsucht und Begierden bezwingen können.
Allerdings..., um ein solches Niveau zu erreichen, genügt es nicht lediglich auf Essen und Trinken zu verzichten. Daher ist den Muslimen geboten, auf alles, was zu Hässlichkeit, Sünde und Versuchung führt, zu verzichten bzw. es zu meiden.
Auszug aus der überlieferten Rede des Gesandten Allahs (s.) zum Monat Ramadan:
„O ihr Menschen! Wahrlich, der Monat Allahs, des Erhabenen, ist zu euch gekommen mit Segen, Gnade und Vergebung. Ein Monat, der bei Allah der beste Monat ist, dessen Tage die besten Tage, dessen Nächte die besten Nächte und dessen Stunden die besten Stunden sind. Dies ist ein Monat, in dem ihr zur Gastfreundschaft Allahs eingeladen seid, und ihr wurdet darin zu den von Allah Geehrten gemacht. Eure Atemzüge in diesem (Monat) sind Lobpreisung, euer Schlaf darin ist Gottesdienst, eure Handlungen darin sind angenommen und eure Bittgebete darin werden erfüllt.“
WAHRLICH, jene, die sich Gottes bewußt sind, (werden sich im Jenseits finden) inmitten von Gärten und Quellen, (nachdem sie empfangen worden sind mit dem Gruß:)
»tretet hier ein in Frieden, sicher!«
Und (bis dahin) werden Wir hinweggenommen haben, was immer an unwürdigen Gedanken oder Gefühlenلَاin Ihren Brüsten (noch vorhan-
den) gewesen sein mag, (und sie werden ruhen) als Brüder, einander gegenüber (in Liebe) auf Thronen der Glückseligkeit. Keine Ermüdung wird sie je berühren in diesem (Zustand der Seligkeit), und niemals werden sie darauf verzichten müssen.
Quran, Sure Al- Hidschr


