Aber Waschmaschine wird jetzt programmiert das sie zur Mittagszeit wäscht, wo Idealerweise auch Sonne scheinen sollte. Geschirrspüler läuft jetzt auch am Tag statt Nachts, wie früher.
Wir schaffen es am Tag über einige Stunden die volle Produktion vom BKW zu nehmen.
Beide Geräte verwenden den Strom zu einem sehr großen Anteil (>80%) zum Erhitzen von Wasser und Wäsche/Geschirr und ziehen während dieser Programmphasen ordentlich Strom (ca. 2000 W Leistung), aber hierbei kann Dein "Kraftwerk" selbst unter optimalen Bedingungen nicht einmal ein Drittel beitragen. Während der übrigen Programmphasen ist der Stromverbrauch relativ gering.
Die Ersparnis dürfte sich im Bereich von ca. 15 Cent/300Wh pro Waschgang bewegen.
Ob sich das rechnet, hängt m.E. eher davon ab wie hoch die Grundlast im Haushalt ist.
Du wirst lachen, das hat man ganz früher so gemacht. Das hat aber einen völlig anderen Hintergrund.
Ganz früher war Wäscherumpel angesagt (eine solche liegt noch auf dem Spitzboden bei meinen Eltern). Ich musste grinsen bei deinem Kleingedruckten. 🙂
(In Wirklichkeit wollen sie es nicht, weil es unkalkulierbar ist)
Mal ein ganz blöde Frage (da bin ich Meister drin): was passiert, wenn sich auf einmal die halbe Nachbarschaft BKWs zulegt und dann fleissig im Sommer bei maximaler Sonneneinstrahlung einspeist? Das hätte doch vermutlich ein paar Auswirkungen auf die Netzstabilität, oder? Oder um eine Koryphäe auf diesem Gebiet abgewandelt zu zitieren:
...die bösen Kohlekraftwerke verstopfen unsere Leitungen bei voller Sonnenstrahlung...
Meine Physikkenntnisse liegen doch schon einige Jahre zurück, aber ich meine zu erinnern dass Spannungsüberlastungen im Stromnetz eher uncool sind. Vielleicht mache ich mir aber auch schon wieder zu viele Gedanken und mein Freund Waldorf kommt wieder mit eine Watsche 🙃
So, wir haben das Teil gestern montiert und getestet. Es war ja ein nicht ganz optimaler Tag und wir sind spät in die Puschen gekommen. Trotzdem konnten wir die Wasch- und Spülmaschine in den guten Zeiten laufen lassen und haben dabei den Stromzähler (ist schon ein digitaler Zweirichtungszähler) beobachten. Selbst beim Schleudergang der Waschmaschine waren wir nahe der Nulllinie. Und ja, wir planen es genauso wie Gold-oder-Aktien und wollen Geräte wie Wasch- und Spülmaschine in den Sonnenphasen nutzen. Natürlich können 600 Watt die Spitzen beim Erhitzen oder Trocknen maximal mindern. Aber auch wir haben eine Rechnung aufgestellt bei der sich das Teil nach 3-4 Jahren amortisiert hat. Die Daten von gestern und heute (mit Bewölkung) deuten darauf hin, dass die Sache funktionieren könnte.
Was die Heizungspumpe angeht: da wir zur Miete wohnen und unser Vermieter keine Lust auf einen Austausch hat (er hat ja außer Kosten nix davon), ist das leider keine Option.
Ich melde mich aber in den nächsten Wochen und werde berichten wie der Verlauf insgesamt war.
Ganz früher war Wäscherumpel angesagtIch dachte an noch früher, an das Bleichen auf dem Dorfanger. Das selbstgewebte Tuch ist erstmal grau/beige und wurde durch immer wiederkehrendes Bleichen (naß der Sonne aussetzen) erst langsam weiß.
Mal ein ganz blöde Frage (da bin ich Meister drin): was passiert, wenn sich auf einmal die halbe Nachbarschaft BKWs zulegt und dann fleissig im Sommer bei maximaler Sonneneinstrahlung einspeist? Das hätte doch vermutlich ein paar Auswirkungen auf die Netzstabilität, oder?Ja natürlich. Macht es einer in der Straße ist es unkritisch, machen es immer mehr, dann wird es immer kritischer.
Ich habe jetzt weder Zeit noch Lust mir stundenlang den dicken Laudeley anzuschauen. Der ist sowas wie der Papst der Balkonkraftwerke und hat vor einigen Monaten genau dieses Thema angeschnitten (klick).
Ich dachte an noch früher, an das Bleichen auf dem Dorfanger
Klasse, was für Videos du da immer wieder ausgräbst! Auch interessant: das ist gerade mal 45 Jahre her.
Der ist sowas wie der Papst der Balkonkraftwerke und hat vor einigen Monaten genau dieses Thema angeschnitten (klick).
Perfekt! Vielen Dank 😊 PS: zum Glück nur 16min - auf 2x also in 8min verdaut
Auch interessant: das ist gerade mal 45 Jahre her.Das Video mag vor 45 Jahren aufgenommen worden sein, aber das war damals gestellt/gespielt. Das war schon lange überholt, siehe deine Wäscherumpel. Auch Selbstgewirktes spielte damals keine Rolle mehr.
Das war schon lange überholt, siehe deine Wäscherumpel. Auch Selbstgewirktes spielte damals keine Rolle mehr.
Da haben die Synapsen wieder zu schnell geschossen... Du hast natürlich Recht. Man muss da vermutlich noch 50+ Jahre draufrechnen, wenn nicht noch mehr.
Ich melde mich aber in den nächsten Wochen und werde berichten wie der Verlauf insgesamt war.
Darauf bin ich schon gespannt.
Zwischenzeitlich kann ich hier von meinen nicht so positiven Erkenntnissen berichten. Diesen Bericht könnte ich fast im Forum Deutschland, deutsche Politik und die EU posten.
Ich habe mir ein 300 W Balkonkraftwerk ausgesucht. Alles in allem sollte es sich genau wie bei LUTO nach 3-4 Jahren amortisieren. Ein Nachbar in unserem Viertel war schneller und ich konnte ihn glücklicherweise nach seinen Erfahrungen befragen.
Das waren seine Antworten:
Anmelden bei der Bundesnetzagentur war einfach und schnell erledigt.
Anmelden beim Netzbetreiber... hier ging die Misere los.
- Der Stromzähler musste vom analogen zum digitalen Zweirichtungszähler getauscht werden. Tauschen kostete nichts, aber die Grundgebühr steigt um ca. 40% im Jahr.
- Der Netzbetreiber verlangte eine Fachbetriebsbescheinigung... Finde den Fehler... äh, ich meine "Finde einen Handwerker, welcher für die Bagatelle kommt". Hier überschreitet der Netzbetreiber vermutlich seine Kompetenzen. Glücklicherweise hatte der Nachbar gute Beziehungen. Wenn auf der Leitung von der Sicherung im Zählerkasten bis zur Einspeise-Steckdose keine größeren Verbraucher hängen, gibt es die Bescheinigung problemlos, wenn nicht, muss an der Installation etwas geändert werden. Das ist bei Altbauten manchmal der Fall.
- Was mir vollkommen neu war ist, dass der Zweiwegezähler nicht saldiert! Oder anders ausgedrückt: Wenn auf der ersten Phase (Leitung 1) dein Balkonkraftwerk einspeist, deine Waschmaschine aber auf der zweiten Phase (Leitung 2) hängt, dann kassiert der Netzbetreiber den erzeugten Strom für Lau und den Strom fürs Waschen kaufst du beim Stromanbieter. Also hat der Elektriker die Leitungen bei Nachbarn so umgeklemmt, dass er den Strom weitgehend selbst verbraucht.
Das sind zusätzliche Kosten, welche die Amortisationsrechnung torpedieren. Ich warte mit meiner Anlage jetzt ab, ob die Regeln geändert werden. Hoffentlich ab 01.01.2024:
Meldepflichten sollen vereinfacht oder aufgehoben werden.
Normale Stecker in normale Steckdosen sollen zugelassen sein, im Moment sind sie "nicht verboten".
Rückwärtsdrehende analoge Zähler sind das Problem der Netzbetreiber, nicht das Problem der Balkonkraftwerksbetreiber.
Und noch eine Anmerkung am Ende. Bei der Recherche zu diesem Text habe ich 2 Dinge im Netz nicht mehr gefunden. Erstens, dass wegen der bürokratischen Hürden die überwiegende Zahl der Balkonkraftwerke momentan ohne Anmeldung betrieben werden. Zweitens, dass die digitalen Zähler bis 800 W rückwärtslaufen sollen, wie die alten analogen Zähler.
Das waren seine Antworten:
Anmelden bei der Bundesnetzagentur war einfach und schnell erledigt.
Anmelden beim Netzbetreiber... hier ging die Misere los.
- Der Stromzähler musste vom analogen zum digitalen Zweirichtungszähler getauscht werden. Tauschen kostete nichts, aber die Grundgebühr steigt um ca. 40% im Jahr.
Da bei uns der komplette Stromanschluss neu gelegt werden musste (wir hatten noch eine 2-adrige Verkabelung und keine FI-Schalter), wurde auch der Zähler getauscht.
- Der Netzbetreiber verlangte eine Fachbetriebsbescheinigung...
Darf er bei einem BKW nicht verlangen.
- Was mir vollkommen neu war ist, dass der Zweiwegezähler nicht saldiert!
Theoretisch stimmt das. In der Praxis dann aber wieder nicht, weil eben doch irgendwie saldiert hat. Das kann ich über unseren Zähler auch sehen: wenn das BKW mehr Strom liefert als wir verbrauchen, wird unser Verbrauch negativ.
Wir lassen Wasch- und Spülmaschine inzwischen häufig nur noch laufen, wenn die Sonne scheint. Und natürlich nicht parallel. Und es gibt (leider) viele Tage an denen wir den erzeugten Strom nicht wirklich verbrauchen können und dann dem Energieversorger schenken. Da die Speicherung in Akkus derzeit aber noch viel zu teuersten, leben wir mit diesem Manko.
Alles in Allem wird man durch das BKW auf jeden Fall sensibler wieviel Strom man verbraucht. Bei uns durch den digitalen Zähler sogar noch mehr, weil wir wirklich sehen können welche Auswirkungen die Nutzung elektrischer Geräte hat.
Alles in Allem wird man durch das BKW auf jeden Fall sensibler wieviel Strom man verbraucht... und ob gerade die Sonne scheint 😀
Da bei uns der komplette Stromanschluss neu gelegt werden musste (wir hatten noch eine 2-adrige Verkabelung und keine FI-Schalter), wurde auch der Zähler getauscht.
Hast Du von diesen Kosten bei den 3-4 Jahren Amortisation eingerechnet?
Der Netzbetreiber verlangte eine Fachbetriebsbescheinigung.
Darf er bei einem BKW nicht verlangen.
Hier überschreitet der Netzbetreiber vermutlich seine Kompetenzen.
Danke für die Info. Habe ich mir's doch gedacht. Leider habe ich nichts gefunden, wo das so steht, dass ich mich einfach darauf berufen kann. Ich habe die Wahl. Entweder viel Zeit investieren und mit dem Netzbetreiber über technische Normen und Kompetenzen streiten, wozu mir die Lust und Kenntnisse fehlen oder abwarten bis die Erkenntnis auch bei unserem Netzbetreiber angekommen ist. Das Zweite geht bestimmt schneller 😉
Theoretisch stimmt das. In der Praxis dann aber wieder nicht, weil eben doch irgendwie saldiert hat. Das kann ich über unseren Zähler auch sehen: wenn das BKW mehr Strom liefert als wir verbrauchen, wird unser Verbrauch negativ.
Es ist durchaus möglich, dass dies ein anderer Typ von Zähler ist oder unser Netzbetreiber diese anders programmiert hat. Dazu weiß ich von der Technik viel zu wenig. Der Elektriker, der meinem Nachbarn geholfen hat beim Einrichten des BKW ist der selbe, der für den Netzbetreiber den Zähler getauscht hat.
Alles in Allem wird man durch das BKW auf jeden Fall sensibler wieviel Strom man verbraucht. Bei uns durch den digitalen Zähler sogar noch mehr, weil wir wirklich sehen können welche Auswirkungen die Nutzung elektrischer Geräte hat.
ob gerade die Sonne scheint
Ja, so ein BKW ist wie 'ne Einstiegsdroge. Einmal angefangen, intessessiert man sich mehr und mehr ... sogar ob die Sonne scheint 😀
Solaranlagen findet man in vielen Ländern. Balkonkraftwerke scheinen etwas typisch deutsches zu sein? Vielleicht lohnen sie sich nur bei den hohen Strompreisen in Deutschland.
Hast Du von diesen Kosten bei den 3-4 Jahren Amortisation eingerechnet?
Die neue Strominstallation hat unser Vermieter bezahlt. Von daher musste ich da nix rechnen 😀
Ich würde ja sogar eine große Anlage montieren (lassen), allerdings ist das als Mieter komplett unattraktiv und auch die Solaranlagen-Anbieter sind wohl nicht bereit hier überhaupt zu planen, was ich seltsam finde. Aber gut, wir leben jetzt erst mal mit dem BKW und schauen wie sich der Verbrauch bei uns verändert...
die Solaranlagen-Anbieter sind wohl nicht bereit hier überhaupt zu planenDie werden gerade zu viele Aufträge und zu wenig Handwerker haben um sich um Kleinkram zu kümmern.
dass wegen der bürokratischen Hürden die überwiegende Zahl der Balkonkraftwerke momentan ohne Anmeldung betrieben werden
Dazu habe ich in dem Video in Minute 10:06 nun doch noch eine Aussage gefunden.
In dem Video wird zudem erklärt, welche Änderungen bei BKW vorgesehen sind.
Ja, so ein BKW ist wie 'ne Einstiegsdroge. Einmal angefangen, intessessiert man sich mehr und mehr ... sogar ob die Sonne scheint 😀
Oder noch schlimmer: Man beschreibt das Wetter in kwh. Heute war ein 50 kwh Tag = Viel Sonnenschein.

