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Steuern Türkei - Steueroffensive

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mrtn
 mrtn
(@mrtn)
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20 Jahre null Steuern für Ausländer - die Türkei klaut Berlin und Brüssel gerade die Zukunft weg. Vor einigen Tagen hat Ankara das wohl aggressivste Steuer-Paket der Welt vorgestellt (noch nicht beschlossen). Wer in den letzten drei Jahren nicht in der Türkei steuerlich gemeldet war, kann sich jetzt niederlassen und zwei Jahrzehnte lang null Steuern auf ausländische Einkommen und Kapitalgewinne zahlen. Nur was du IN der Türkei verdienst, wird besteuert. Alles andere - Dein Trading-Konto in Singapur, Deine US-Aktien, Dein Bitcoin-Stack, Dein Mieteinkommen aus Spanien - bleibt unangetastet. Erbschaft auf 1% gedrückt. Asset-Rückführung mit Ultra-Niedrig-Steuern. Exporteure zahlen runter auf 9% Unternehmenssteuer. Multinationale Konzerne kriegen rote Teppiche für regionale Sitze. Das Paket heißt "Türkiye Century Strong Center for Investment". Erdogan will die goldene Kundschaft, die gerade aus Dubai abwandert, weil der Nahe Osten zu instabil wird. Und er will europäische Talente, die langsam aber sicher die Schnauze voll haben von Detuschland-Bürokratie und Berliner Finanzämtern. Auf X läuft schon der Begriff "Sovereign Individual thesis". Eines der aggressivsten Investor-Relocation-Pakete der Welt. Kapital hat keinen Pass. Es geht dahin, wo es willkommen ist. Andere fassen es trockener zusammen: EU würgt Unternehmer ab, Millionäre fliehen aus dem Golf, Türkei sagt: Willkommen bei uns!

 

Das dürfte insbesondere auch für qualifizierte und/oder vermögende Deutschtürken in Deutschland interessant sein.

Präsident Erdogan hat ein umfassendes Fiskalpaket vorgestellt, das unter anderem eine 20-jährige Steuerbefreiung auf ausländische Einkünfte für neu Zuziehende vorsieht.

 

Wichtige Details des Vorschlags:

  • Wer profitiert? Personen, die in den letzten drei Jahren keine türkischen Steuerresidenten waren. Das zielt auf Ausländer ab, die neu in die Türkei ziehen.
  • Was ist steuerfrei? Für 20 Jahre keine türkische Steuer auf ausländische Einkünfte und Kapitalgewinne (foreign-source income and capital gains). Nur Einkünfte, die in der Türkei erzielt werden (z. B. aus lokaler Arbeit oder Vermietung), sind steuerpflichtig.
  • Zusätzlich: Erbschafts- und Schenkungssteuer soll für diese Personen auf einen pauschalen 1 %-Satz gesenkt werden (deutlich niedriger als üblich).
  • Ziel: Die Türkei will damit vermögende Ausländer, Investoren, Digitalnomaden und Firmenzentralen anziehen – auch als Konkurrenz zu Golfstaaten.

 

Das Paket umfasst weitere Maßnahmen wie stark reduzierte Körperschaftsteuern für Exporteure (z. B. 9 % für produzierende Exporteure) und Anreize für Unternehmen im Istanbul Financial Center.

Wichtige Hinweise:

  • Es handelt sich bisher um einen Vorschlag (angekündigt am 25. April 2026), der noch ins Parlament muss. Die Umsetzung ist aber sehr wahrscheinlich, da sie direkt von Erdogan kommt und breit kommuniziert wird.
  • Die Türkei besteuert normalerweise weltweites Einkommen von Steuerresidenten (bei Aufenthalt > 183 Tage/Jahr oder anderen Kriterien). Dieses neue „Non-Dom-ähnliche“ Regime würde das territorial ändern – ähnlich wie in manchen anderen Ländern.
  • Kombinierbar mit dem Citizenship-by-Investment-Programm (z. B. ab ca. 400.000 USD Immobilieninvestition für den Pass).

Dieses Thema wurde geändert Vor 3 Monaten 4 mal von mrtn

   
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