Heute, der 19. Oktober 2026, ist der Jahrestag des Black Monday 1987. Es war der 19. Oktober 1987 (ein Montag), also der 39. Jahrestag.
Es war der größte Ein-Tages-Prozent-Einbruch der US-Börsengeschichte und der erste moderne globale Finanzcrash. Die Panik begann in Asien (u. a. Hongkong), zog über Europa und traf dann die USA. Weltweit verloren Märkte massiv an Wert (Hongkong ca. 45 %, Australien ca. 42 %, Neuseeland bis zu 60 %, Großbritannien ca. 26 %).
In den USA:
- Dow Jones Industrial Average (DJIA): −508 Punkte bzw. −22,6 % (Schluss bei ca. 1.738,74). Das bleibt bis heute der größte prozentuale Tagesverlust des Dow.
- Das Handelsvolumen war extrem hoch (über 600 Mio. Aktien an der NYSE), Systeme wurden überfordert, viele Aktien öffneten verspätet oder gar nicht, und es gab massive Liquiditätsprobleme.
Vor allem der S&P 500
Der S&P 500 fiel am 19. Oktober 1987 um ca. 20,47 % – von 282,70 auf 224,84. Das war (und ist) sein größter Ein-Tages-Verlust.
Kontext zum S&P 500:
- Hoch vor dem Crash: 336,77 am 25. August 1987.
- Schon in den Tagen davor starke Verluste (u. a. −5,16 % am Freitag, 16. Oktober).
- Peak-to-Trough bis Anfang Dezember 1987 (Tief bei ca. 223,92 am 4. Dezember): rund −33,5 %.
- Der Index erholte sich relativ schnell; er schloss 1987 insgesamt noch leicht positiv, und die Vorkrisen-Hochs wurden bis 1989 wieder erreicht.
Ursachen (kurz)
Es gab keinen einzelnen Auslöser, sondern ein Zusammenspiel:
- Starke Bullenmarkt-Rallye 1987 (S&P bis August ca. +39–44 %), überhöhte Bewertungen.
- Steigende Zinsen und Sorgen um Handelsdefizit, schwächeren Dollar und geopolitische Spannungen (u. a. Iran).
- Vor allem Portfolio Insurance und Program Trading: Computerisierte Absicherungsstrategien verkauften automatisch Index-Futures bei fallenden Kursen. Das erzeugte eine Feedback-Schleife, die durch Index-Arbitrage in den Kassamarkt übertragen wurde und den Absturz massiv verstärkte.
Am 20. Oktober griff die Fed unter Alan Greenspan mit einer klaren Liquiditätszusage ein, was half, die Märkte zu stabilisieren. Es folgte keine Rezession. Als Folge wurden später Circuit Breaker (Handelsunterbrechungen) eingeführt.
Kurz gesagt: Der Black Monday war ein dramatischer, globaler Absturz mit Rekordverlusten beim Dow (−22,6 %) und S&P 500 (−20,5 %), getrieben vor allem durch automatisierte Verkaufsprogramme – aber die Erholung kam relativ zügig.
- Tagesperformance am/nahe dem 19.10.: 26 von 39 Tagen positiv (Durchschnitt +0,28 %). Stärkster Tag: 2008 (+4,77 %), schwächster: 2007 (−2,56 %).
- Oktober: 25 von 39 Monaten positiv (Durchschnitt +1,35 %). Schlechtester Oktober: 2008 (−16,94 %), bester: 2011 (+10,77 %).
- Kalenderjahr: 29 von 39 Jahren positiv (Durchschnitt +10,58 %). Für 2026 ist es der YTD-Stand (Stand 16.10.).
Datenbasis: S&P 500 (^GSPC) über Yahoo Finance. Bei Wochenenden/Feiertagen wurde der nächstgelegene Handelstag genommen.




