... und damit das Investment für "long only" schlechthin ist: Als unser "Hausindex" und im S&P500 Trading.
Inspiriert von @aliya wegen der Aussagen über das long-only SP500 Trading und weil die Frage immer wieder auftaucht, warum der S&P500 Index langfristig immer steigt, hier die fachliche Antwort von SuperGrok. Dazu noch eine Tabelle zum merken für schlechtere Zeiten. Wir (unsere Community) gewinnen IMMER. 😉
Investiert in den S&P500 per ETFs (auch halal möglich) stoisch und so viel wie möglich Monat für Monat. Und für etwas mehr Aktion macht gerne bei unserem S&P500 Trading mit, wenn ihr das möchtet.
Mit diesem Konzept schlagen wir alles was es da draußen gibt: Banken, Spasskass, Versicherungs-Fritzen...
________________________________________
Der S&P 500 hat eine starke strukturelle Long-Only-Bias. Das bedeutet: Über fast jeden längeren Zeitraum (5+ Jahre) steigt er mit hoher Wahrscheinlichkeit. Deshalb macht es für die allermeisten Investoren und Trader Sinn, ihn primär long zu halten oder zu traden (Buy & Hold oder trendfolgend long) und nur sehr selten oder gar nicht zu shorten.
1. Warum hat der S&P 500 diese Aufwärtsbias? (Die fundamentalen Treiber)
a) Langfristiges reales Wirtschaftswachstum + Produktivitätssteigerung Die US-Wirtschaft wächst seit Jahrzehnten real ca. 2–3 % pro Jahr. Die im S&P 500 enthaltenen Unternehmen repräsentieren ca. 80 % der US-Marktkapitalisierung. Wenn die Wirtschaft wächst, steigen Umsätze, Gewinne und Cashflows → höhere Bewertungen.
b) Gewinnwachstum der Unternehmen
- EPS (Earnings per Share) des S&P 500 sind langfristig mit ca. 6–8 % p.a. gewachsen (nominal).
- Dazu kommen Dividenden (aktuell ~1,3–1,5 % Yield) und massive Aktienrückkäufe (Buybacks). Buybacks haben in den letzten 15 Jahren oft mehr als die Dividenden zum Total Return beigetragen. → Reinvestierte Gewinne + Rückkäufe erzeugen einen starken compounding-Effekt.
c) Inflation Aktien sind ein guter Inflationsschutz. Bei Inflation steigen nominale Umsätze und Gewinne, die Bewertungen (in nominalen Dollar) steigen mit. Der S&P 500 hat in inflationsstarken Phasen meist gut performt.
d) Survivorship Bias + Index-Mechanik
- Schlechte Unternehmen gehen pleite, fusionieren oder werden aus dem Index entfernt.
- Erfolgreiche Unternehmen (Apple, Microsoft, Nvidia etc.) gewinnen an Gewicht (Market-Cap-Weighted).
- Der Index "entfernt automatisch Verlierer" und belohnt Gewinner überproportional → struktureller Aufwärtstrend.
e) Kapitalzuflüsse
- Pensionsfonds, 401(k), ETFs, Retail-Investoren, Ausländer etc. fließen netto in US-Aktien.
- Die USA sind das attraktivste Kapitalmarktland der Welt (Rechtsstaat, Innovation, tiefe Märkte, Dollar als Reservewährung).
f) Monetäre Politik (Fed) Die Federal Reserve hat seit 1987 (Greenspan-Put) bei größeren Einbrüchen fast immer geldpolitisch gelockert. Das "Fed-Put" sorgt dafür, dass schwere Abstürze meist wieder aufgefangen werden.
2. Historische Evidenz (sehr eindeutig)
- Seit 1926: Durchschnittliche jährliche Rendite (inkl. Dividenden) ca. 10–11 % nominal.
- Seit 1957 (moderner S&P 500): Ähnlich.
- In jedem 20-Jahres-Rolling-Window seit 1926 war der Total Return positiv (außer extrem kurzer Phasen).
- Drawdowns von -50 % kommen vor (2008, 2020, 2022), aber der Markt hat sich immer erholt und neue Hochs erreicht.
Die Verteilung der täglichen Renditen ist leicht rechtsschief: Es gibt mehr kleine positive Tage als große negative, und die großen Gewinne (besonders in Bull-Märkten) überkompensieren die Crashs.
3. Warum macht Shorten des S&P 500 (oder Futures/Options) meist keinen Sinn?
a) Mathematische Asymmetrie
- Long: Maximaler Verlust = 100 % (Aktie/ETF auf Null).
- Short: Theoretisch unbegrenzter Verlust. Der Markt kann +100 %, +200 %, +1000 % steigen (siehe 2009–2025).
b) Kosten & Mechanik
- Short Futures (z.B. /ES) haben Rollkosten (Contango in normalen Märkten).
- Borrowing Costs bei Einzelaktien oder inverse ETFs (ProShares Short S&P500 etc.) sind hoch.
- Inverse ETFs (SH, SDS, SPXU) leiden unter Volatility Decay (Beta-Slippage). Bei seitwärts volatilen Märkten verlieren sie kontinuierlich, auch wenn der S&P 500 am Ende flach ist.
c) Timing-Hölle Der größte Teil der langfristigen Rendite kommt aus wenigen sehr guten Tagen. Wenn du die 10–20 besten Tage pro Dekade verpasst (weil du short warst), halbiert oder vernichtet sich deine Rendite. Beispiel: Von 1990–2020 hätte man die besten 40 Handelstage verpasst → Rendite von ~10 % p.a. auf unter 3 % gefallen.
d) Psychologie & Statistik Die meisten Retail-Trader, die regelmäßig shorten, verlieren langfristig Geld. Institutionelle Short-Seller (Hedgefonds) shorten meist Einzelaktien, nicht den breiten Markt – und auch dort haben viele in den letzten 15 Jahren (Tech-Bull-Market) massiv verloren (z.B. viele Short-Seller bei Tesla, Nvidia).
4. Wann Shorten trotzdem Sinn machen kann (Ausnahmen)
- Taktisch kurzfristig (Tage bis wenige Wochen) bei klaren Übertreibungen + negativen Katalysatoren (z.B. 2022, März 2020).
- Mit definiertem Risk-Management (Stops, kleine Positionsgröße).
- Als Hedge in einem breit diversifizierten Portfolio (nicht als reine Short-Strategie).
Aber selbst dann ist es meist besser, einfach Cash zu halten oder Put-Options zu kaufen statt nackt zu shorten.
5. Praktische Empfehlung für die meisten Menschen
- Buy & Hold mit einem S&P 500 ETF (VOO, SPY, VUAA etc.) ist eine der besten langfristigen Strategien der Finanzgeschichte.
- Wer aktiver sein will: Trendfolge-Systeme (z.B. 200-Tage-Durchschnitt) → long bleiben, solange der Index darüber liegt. Bei Bruch → Cash oder leichte Short-Hedges.
- Leverage (z.B. 2x oder 3x ETFs wie SSO, UPRO) nur mit sehr starker Disziplin und Drawdown-Toleranz – funktioniert langfristig gut, aber psychologisch brutal.
Fazit: Der S&P 500 ist kein faires 50/50-Spiel. Er ist ein strukturell bullisches Instrument, das von wirtschaftlichem Fortschritt, Innovation, Kapitalallokation und monetärer Unterstützung getrieben wird. Deshalb ist "Long Only" nicht nur eine Meinung, sondern die statistisch und fundamental überlegene Herangehensweise für die allermeisten. Shorting den breiten US-Markt ist wie gegen den Hausvorteil im Casino zu spielen – möglich, aber langfristig meist teuer.
________________________________________
S&P 500 Total Returns (inkl. Dividenden) der letzten ca. 50 Jahre
Hier eine Übersicht der jährlichen Total Returns des S&P 500 von 1975 bis 2025 (Stand: aktuelle Daten). Die Werte stammen aus einer zuverlässigen historischen Quelle und berücksichtigen sowohl Kursgewinne als auch reinvestierte Dividenden.
| Jahr | Total Return | Jahr | Total Return | Jahr | Total Return |
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | +17.88% | 2005 | +4.91% | 1985 | +31.73% |
| 2024 | +25.02% | 2004 | +10.88% | 1984 | +6.27% |
| 2023 | +26.29% | 2003 | +28.68% | 1983 | +22.56% |
| 2022 | -18.11% | 2002 | -22.10% | 1982 | +21.55% |
| 2021 | +28.71% | 2001 | -11.89% | 1981 | -4.91% |
| 2020 | +18.40% | 2000 | -9.10% | 1980 | +32.42% |
| 2019 | +31.49% | 1999 | +21.04% | 1979 | +18.44% |
| 2018 | -4.38% | 1998 | +28.58% | 1978 | +6.56% |
| 2017 | +21.83% | 1997 | +33.36% | 1977 | -7.18% |
| 2016 | +11.96% | 1996 | +22.96% | 1976 | +23.84% |
| 2015 | +1.38% | 1995 | +37.58% | 1975 | +37.20% |
| 2014 | +13.69% | 1994 | +1.32% | ||
| 2013 | +32.39% | 1993 | +10.08% | ||
| 2012 | +16.00% | 1992 | +7.62% | ||
| 2011 | +2.11% | 1991 | +30.47% | ||
| 2010 | +15.06% | 1990 | -3.10% | ||
| 2009 | +26.46% | 1989 | +31.69% | ||
| 2008 | -37.00% | 1988 | +16.61% | ||
| 2007 | +5.49% | 1987 | +5.25% | ||
| 2006 | +15.79% | 1986 | +18.67% |
Wichtige Statistiken der letzten 50 Jahre (1976–2025)
- Durchschnittliche jährliche Rendite (arithmetisch): ca. 11,5–12 % (je nach exaktem Enddatum).
- Positiv-Jahre: ca. 80–82 % der Jahre (ca. 40 von 50 Jahren positiv).
- Stärkstes Jahr: 1995 (+37,58 %) bzw. 1975 (+37,20 %).
- Schwächstes Jahr: 2008 (-37,00 %).
- Größte Drawdowns in diesem Zeitraum: 2008 (-37 %), 2002 (-22 %), 2022 (-18 %).
- Median-Rendite: Etwas höher als der Durchschnitt, da extreme Verlustjahre seltener sind.
Hinweise:
- Die Renditen sind Total Returns (inkl. Dividenden). Reine Kursrenditen (Price Return) liegen ca. 1,3–1,5 % p.a. darunter.
- 2026 ist bisher (Stand Mai 2026) bei ca. +7–8 % YTD – noch nicht abgeschlossen.
- Langfristig zeigt sich die starke Long-Only-Bias: Selbst nach schweren Crashs (2008, Dotcom, 2022) hat der Index neue Hochs erreicht.
Grafik: (nur für angemeldete Mitglieder sichtbar)
Mir hilft das seeehr weil ich sicherer werde und Angst verliere auch im Minus, also wenn es gerade nicht läuft oder so. Dafür danke ich euch so sehr!! Ich hätte nie gedacht dass ich dieses Aktienthema so sehen würde und vieles was ich früher dachte war falsch. Und ich hätte mich damit auch nie ohne euch beschäftigt. Die Kombination Islam & Finance finde ich super. Gerne auch mehr davon InshaAllah.
@iman Genau so soll es ja auch sein. Ich danke Dir für Dein liebes Feedback Iman!
Mir hilft das seeehr weil ich sicherer werde und Angst verliere auch im Minus, also wenn es gerade nicht läuft oder so. Dafür danke ich euch so sehr!! Ich hätte nie gedacht dass ich dieses Aktienthema so sehen würde und vieles was ich früher dachte war falsch. Und ich hätte mich damit auch nie ohne euch beschäftigt. Die Kombination Islam & Finance finde ich super. Gerne auch mehr davon InshaAllah.
- Viele denken auch jetzt und heute noch, dass deren Meinung die einzig Richtige ist. Sich eine Meinung bilden vom Hören und Sagen;)
Über 80% der Deutschen begreifen das nicht. Zum einen können (je nach Umfrage) bis zu 50% kein Prozentrechnen, zum anderen fehlt grundlegende finanzielle Bildung. Dabei wäre es so einfach vermögend im Alter zu sein. Wer früh anfängt (noch besser die Eltern beginnen für die Kinder) kann bereits mit 100 USD pro Monat zum Millionär werden. Das erspart so viel Leid und die Abhängigkeit vom sozialistischen Nanny-Staat.
@mrtn Lieber Martin, ich nehme mich da nicht aus. Erst durch Blackwaterlive hat sich das bei mir geändert. Ich hab fast immer sehr gut verdient, aber hätte ich manches früher gewußt, hätte ich jetzt ein nochmal anderes Vermögen. Und ein wenig richtiges Timing war es doch auch, weit über 100.000 USD sind eigentlich auf dich zurück zu führen. Bist halt mein Banker und ich hoffe du magst das noch lange sein.
Deine
Susi😘
Bist halt mein Banker und ich hoffe du magst das noch lange sein.
Das bin ich gerne und da brauchst Du Dir gar keine Sorgen zu machen liebe Susi🌹
Ist privater Banker identisch mit Private Banking @mrtn ?
Nein, das ist etwas ganz anderes. "Private Banking" ist ein ungeschützter Begriff, den Banken meist für die Betreuung vermögender Privatkunden gebrauchen. Jede Bank zieht hier die Grenzen woanders, bei manchen fängt das bereits bei 100.000 Euro liquidem Vermögen an, bei anderen erst im Millionenbereich.
Einen privaten Banker inklusive entsprechender Qualifikation hat man selbst dort nicht, das kommt eher im Bereich Family Office vor, also nochmal deutlich oberhalb des Private Bankings, meist ab 5 Mio Euro liquidem Vermögen. Und Family Office gibt es nur bei sehr exklusiven Privatbanken und nicht bei Spasskass und Co.
Oder aber hier bei uns, wenn ich das für euch bin 😉
Mehr zum Private Banking findest Du auch hier:
https://blackwater.live/warum-private-banking-unnoetig-ist/
@mrtn. "Investiert in den S&P500 per ETFs (auch halal möglich) stoisch und so viel wie möglich Monat für Monat."
Wie und wo kann ich damit beginnen? Ich interessiere mich für "(auch halal möglich)"
Liebe Grüße
Nora
Das ist ein Thema, was in der muslimischen Community extrem bitter ist liebe Nora.
In Deutschland sind Halal S&P500 ETFs meist nicht verfügbar und man muss dann ausweichen. Bestes Beispiel ist der beste und bekannteste halal SP500 ETF den es gibt, der US-ETF SPUS.
Den klassischen US-ETF SPUS bekommst du bei den meisten deutschen Banken und Neobrokern (Consorsbank, comdirect, Trade Republic, Scalable Capital, DKB, ING usw.) als Privatkunde nicht. US-gelistete ETFs wie SPUS brauchen für den Vertrieb an EU-Privatanleger ein PRIIPs-KID (Key Information Document) in der Landessprache. Die meisten US-Emittenten stellen das nicht bereit. Deshalb blockieren deutsche Broker den Kauf für Retail-Kunden.
Was kannst Du machen?
1. Im Ausland kaufen: Interactive Brokers (IBKR) — oft die realistischste Option. Dort sind viele US-ETFs handelbar (je nach Kundenstatus und Einstufung). Oder bei Swissquote.
2. Alternativen zum SPUS:
| ETF | ISIN / WKN | Typ | Verfügbarkeit in DE | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| iShares MSCI USA Islamic UCITS ETF | IE00B296QM64 / A0NA48 | UCITS, ausschüttend | Sehr gut (fast alle Broker) | Am einfachsten zugänglich. Sharia-konforme US Large/Mid Caps (MSCI-Methodik). An deutschen Börsen (Stuttgart, gettex etc.) handelbar. |
| Wahed S&P 500 Shariah UCITS ETF (SPWI) | IE000QF8TEK7 | UCITS, thesaurierend | Noch eingeschränkt (neu seit Jan. 2026) | Nähere S&P-500-Shariah-Variante. LSE-notiert. Bei manchen Brokern (z. B. Trading 212) schon handelbar, bei klassischen DE-Brokern noch nicht flächendeckend. |
Sollte es bei Comdirekt geben.
3. Die normalen ETFs nutzen und mehr spenden. Das machen die meisten. Warum? Weil auch die Halal ETFs unreine Anteile haben, ohne geht es nicht. Und dort wird dann auch entsprechend mehr gespendet. Dann kann man es auch gleich so machen. Ich will jetzt hier nicht auf die Theologie eingehen, aber viele Muslime wählen diesen Weg.
Würden mehr Muslime in Deutschland halal investieren, gäbe es mehr Optionen. LEIDER zeigen die Erfahrungen, wie die Wirklichkeit ist. Und das meine ich mit BITTER!!!





