“The information you have is not the information you want. The information you want is not the information you need. The information you need is not the information you can obtain. The information you can obtain costs more than you want to pay.”

– Peter L. Bernstein, Against the Gods: The Remarkable Story of Risk

Grundlegende Mathematik zu beherrschen ist die Voraussetzung für den finanziellen Erfolg. Dass in 🇩🇪 Deutschland – je nach Umfrage – bis zu 50 % der Menschen nicht ausreichend die Prozentrechnung beherrschen, erklärt dabei so manches. Hinzu kommt die mangelnde finanzielle Allgemeinbildung und eine gewisse sozialistische Grundhaltung. Alles muss gerecht sein und daher ist die maximale Umverteilung ja so wichtig. Das wird, wie empirisch zu erwarten, wieder im Supergau enden. Aber wer nicht lernen mag, der muss eben spüren. Und das werden die Genossen – alle!

Nun soll es um eine ganz praktische Überlegung gehen. Unser Blackwater.live-Hausindex, mit dem unsere Community-Mitglieder seit Jahren ihr Geld in ETF-Depots anlegen, macht seit seiner Auflage 10 % p. a. (inklusive Dividenden) und seit 50 Jahren über 11 % p. a. (inklusive Dividenden). Wenn Du neu auf Blackwater.live bist, dann kannst Du unseren letzten Artikel zum Thema S&P 500 Index lesen und so kostenlos von dem Erfolg partizipieren. Damit bist Du erfolgreicher als alle Vermögensberater, Bankverkäufer, Marketing-Dummschwätzer und sonstige Business-Clowns. Den Seitenhieb kann ich mir nach allem, was ich in den letzten Jahren erlebt habe, nicht verkneifen: Der Bankverkäufer, der Sparkassen-Berater und die Business-Clowns haben bekanntlich lieber lange Fantasietitel auf den Visitenkarten anstatt einer wirklich soliden Finanzbildung.

Da wir bei Blackwater.live nichts verkaufen müssen und Marketinggeschwätz und Affiliate Huren nicht mögen, können wir ganz offen schreiben. Auch im Bereich der Investments. Die einen bekommen davon Schnappatmung im Sinne von „darf man das“, aber unsere Community Mitglieder freuen sich über Depotwachstum und Anlagestrategien, die es im deutschsprachigen Internet nirgendwo so gibt. Und das ist keine Übertreibung. Auch der heutige Artikel, wird das wieder zementieren. Die Details zur Umsetzung gibt es natürlich nur für unsere Community Mitglieder. Wir nehmen zwar keine neuen Mitglieder mehr an, aber wer diesen Artikel liest kann natürlich mit dem direkten ETF Investment in den S&P500 Index beginnen.

Eine Gruppe roter Fischformen und ein gelber Fisch auf einem dunklen Hintergrund.
Seit 2017 beschäftigt sich Blackwater.live mit alternative Ideen und Gedanken rund um die Themen des Lebens. Daraus wurden viele Erkenntnisse abgeleitet. Das Handeln der Masse ist allermeist ein sehr guter Konterindikator.

Du brauchst nur 1,5%

Wenn es heute um Investmentstrategien geht, dann redet man meist von jährlichen Erträgen. Meist werden 6–7 % p. a. als realistische und nachhaltige Zielgröße für den MSCI World Index angegeben, was soweit auch korrekt ist. Historisch gesehen ist das richtig, und wer in den MSCI World Index über ETFs investiert, der macht nichts verkehrt. Die Finanzbloggerei in Deutschland hat seit ca. 2013 über fünf Jahre gebraucht, das zu erkennen, und empfiehlt nun allgemein ein Investment in den MSCI World. Vorher ging es meist um Tagesgeldvergleiche und Bausparverträge. Mit unserer Empfehlung für den S&P 500 macht man über 11 % p. a. im Jahresdurchschnitt seit über 50 Jahren, und wir hatten bereits öfter darüber geschrieben. Unsere Referenz für alternative Anlagestrategien für Risikokapital ist also der S&P 500 und nicht der MSCI World. Es versteht sich von selbst, dass, wenn wir unsere Ziele erreichen (bislang tun wir das mit Leichtigkeit) und die Rendite des S&P 500 übertreffen, wir dann auch den MSCI World in der Tasche haben. Aber die Frage, die sich immer wieder stellt, ist, mit welchem Risiko das geschieht und wie nachhaltig das Ganze ist. Und darum soll es nun gehen.

Mit einer Rendite von nur 1,5 % pro Monat bekommst Du ein unglaubliches Wachstum in Bezug auf Dein Kapital. Die meisten Menschen verschmähen die 1,5 %, weil ihnen das zu wenig erscheint. Fakt ist aber, dass diese Ablehnung viel über ihr fehlendes finanzmathematisches Wissen aussagt. Denn in Wirklichkeit ist 1,5 % Rendite pro Monat eine gigantische Zahl. Wir werden uns aber auch die Risiken genau anschauen und das Ganze mit einer Formel bewerten.

Ein glänzendes, dreidimensionales Dollarzeichen vor einem Hintergrund mit Finanzdiagrammen und farbigen Linien.
Seit ca. 2020 beschäftigen wir uns auf Blackwater.live auch massiv mit dem Thema Fremdwährungen. Der US-Dollar ist als Inflationswährung deutlich interessanter als der Euro und wird auch länger überleben, stabile Währungen wie CHF und SGD dienen zur Absicherung. Man kann auch in Deutschland wohnen, aber durch Fremdwährungen gegen den Euro Verfall abgesichert sein. Und dank moderner Fintechs lässt sich auch kostenfrei in CHF und SGD bezahlen. Man muss nur wissen wie.

Calmar Ratio

Von der Calmar Ratio haben unsere Community Mitglieder schon gehört.

Die Calmar Ratio (auch Calmar-Quotient) ist eine Kennzahl zur Bewertung der Performance eines Investments, Fonds oder einer Trading-Strategie. Sie setzt die annualisierte Rendite ins Verhältnis zum maximalen Drawdown (dem größten Verlust vom Höchststand).

Formel

Calmar Ratio=Annualisierte RenditeMaximaler Drawdown

Calmar Ratio=Maximaler Drawdown / Annualisierte Rendite​

  • Annualisierte Rendite: Die durchschnittliche jährliche Rendite (meist über 3 Jahre gerechnet).
  • Maximaler Drawdown (MDD): Der größte prozentuale Rückgang vom vorherigen Höchststand bis zum tiefsten Punkt in der betrachteten Periode (positiv angegeben, z. B. 0,25 für 25 %).

Interpretation

  • Höher = besser: Eine höhere Calmar Ratio bedeutet, dass die Strategie relativ zum erlittenen maximalen Verlust eine bessere Rendite erzielt hat.
  • Richtwerte (grobe Orientierung, je nach Strategie und Markt):
    • Unter 1,0: eher schwach
    • 1,0–3,0: akzeptabel bis gut
    • Über 3,0: sehr stark (besonders bei Trendfolge- oder CTA-Strategien)

Besonderheiten

  • Die Calmar Ratio wird klassischerweise über einen 3-Jahres-Zeitraum berechnet (ursprünglich von der California Managed Accounts Reports).
  • Sie bestraft starke Drawdowns stark und ist daher besonders relevant für Strategien, bei denen Kapitalerhalt und der schlimmste Verlustfall wichtig sind (z. B. Managed Futures, Trendfolge, viele systematische Forex-/CTA-Ansätze).
  • Im Vergleich zur Sharpe Ratio berücksichtigt sie nur den maximalen Drawdown und nicht die Volatilität insgesamt.

Beispiel

  • Annualisierte Rendite: 18 %
  • Maximaler Drawdown: 12 %
  • Calmar Ratio = 18 / 12 = 1,5

Das ist ein solider Wert – die Strategie hat im Verhältnis zum schlimmsten Verlust eine ordentliche Rendite geliefert. Ihr seht selbst, wie entscheidend diese Kennzahl ist und daher nutzen wir diese neben vielen weiteren Kennzahlen aus dem Investment Banking für die Bewertung von Handelsmodellen und Strategien.

Monatsrendite 1%

Wir wechseln nun zur Monatsrendite. Die Bewertung von aktiven Handelsmodellen auf Monatsbasis ist an der Wallstreet üblich. Wenn wir eine Strategie mit einer guten Calmar Ratio haben, die 1% Ertrag im Monat erwirtschaftet, dann würde das bedeuten, dass wir einen zu erwartenden Drawdown von 10% haben. Das wäre ein sehr guter Wert. Es ist wichtig, dass man das versteht! Ihr werdet nie wieder auf Marketing-Heissluftgebläse reinfallen, wenn ihr das verstanden habt. ⚠️⚠️⚠️

Calmar Ratio = Annualisierte Rendite / Maximaler Drawdown

  • 1 % pro Monat ≈ 12 % p.a. (einfach annualisiert, ohne Zinseszins)
  • Bei einem maximalen Drawdown von 10 % ergibt das:

12%10%=1,2

Das ist ein solider bis guter Calmar-Wert für eine Handelsstrategie, egal ob sie auf manuellem Trading oder einem Algo basiert (besonders bei Grid-, Martingale- oder Averaging-Systemen).

Einordnung für den Handel

Monatliche RenditeMax. DrawdownCalmar RatioBewertung
1 %8–10 %1,2–1,5gut
1 %12–15 %0,8–1,0akzeptabel
1 %20 %0,6schwach
1,5–2 %10–12 %1,5–2,4stark
  • Die Calmar Ratio wird klassischerweise über 3 Jahre berechnet. Ein System, welches nur 6–12 Monate läuft, kann die Zahl noch stark verfälschen. Daher sind wir auch bei unseren eigenen Systemen sehr vorsichtig.
  • Viele Algo’s mit Grid/Averaging zeigen in Backtests schöne Calmar-Werte, die im Live-Betrieb (vor allem bei Regime-Wechseln) deutlich schlechter werden.
  • Ein Calmar von ca. 1,0–1,5 bei 1 % monatlich und 10 % DD ist für die meisten Systeme schon überdurchschnittlich – vorausgesetzt, der Drawdown ist real und nicht nur im Backtest so niedrig (auch hier wird viel getrickst!).

Nun kann sich jeder eines schon fast selbst ausrechnen: Wie würde das mit 1,5% Rendite pro Monat aussehen? Wir schauen es uns an und werden dann sehen, wie wir das Ganze umsetzen und was das mit dem S&P500 zu tun hat.

1,5 % pro Monat ≈ 18 % p.a. (einfach annualisiert)

Monatliche RenditeMax. DrawdownCalmar RatioBewertung
1,5 %8–10 %1,8–2,25stark
1,5 %12–15 %1,2–1,5gut
1,5 %18–20 %0,9–1,0akzeptabel
1,5 %25 %0,72schwach
  • Bei 1,5 % monatlich und einem maximalen Drawdown von ca. 12 % landen wir bei einem Calmar von etwa 1,5 – das ist für die meisten Systeme schon ein sehr guter Wert.
  • Kommen wir mit 1,5 % monatlich unter 10 % Drawdown, sind wir im oberen Bereich (Calmar > 1,8).
  • Viele Grid- und Averaging-Systeme schaffen die 1,5 % relativ leicht, scheitern aber am Drawdown, sobald der Markt stark trendet oder volatil wird.

Was können wir also jetzt schon daraus mitnehmen? Gute Handelssysteme, Fonds, Hedgefonds und Vermögensverwaltungen haben wenn (großes WENN) sie einen Calmar von 1,2 -1,5 landen niemals Renditen ohne die entsprechenden Drawdowns. Es ist nachhaltig nicht möglich 10% pro Monat zu machen, da selbst bei einer Calmar Ratio von 1,2 der Drawdown bei 100% liegt – Totalverlust. Wenn ein System bislang 10% pro Monat macht (das kommt vor), dann ist der Totalverlust mathematisch zu 100% garantiert. Die meisten System haben keine Calmar Ratio von 1,2 – 1,5 und das verschlimmert die Situation nochmals.

Wir können bei einer Rendite von 1,5% pro Monat und den besten Handelssystem der Welt von mindestens 10% Drawdown ausgehen. Realistischer wären 12-20%! Und jetzt wird es spannend. Schlagen wir mit einer Rendite von 1,5% pro Monat den langfristigen Jahresdurchschnitt des S&P500? Und was bedeutet das für unsere Arbeit bei Blackwater.live?

Ein Diagramm mit den Achsen Risiko und Belohnung, das eine Zielscheibe mit einem Pfeil zeigt.
Risk-Reward ist an sich kein kompliziertes Thema. Und doch scheinen es die meisten Menschen einfach nicht zu begreifen und fallen immer wieder auf Investments herein, die nicht funktionieren können. Renditen von 10% und mehr pro Monat bedeuten den garantierten Totalverlust. Das ist Mathematik.

1,5% und der S&P500

„Understanding both the power of compound interest and the difficulty of getting it is the heart and soul of understanding a lot of things.“

— Charlie Munger

Wir haben gesehen, was eine monatliche Rendite von 1,5% für Implikationen in Bezug auf das Risiko und den Drawdown haben. Es ist mit 20% Drawdown zu rechnen. Beim S&P500 müssen wir historisch gesehen mit 50% Drawdown rechnen und bis zu 3 Jahren am Stück, wo wir keinen Cent verdienen. Das ist möglich und wir sollten uns mental darauf vorbereiten. Aber schlägt man mit einer Rendite von 1,5% pro Monat den S&P500 in seiner langfristigen Durchschnittsrendite?

S&P 500 (letzte 10 Jahre) vs. monatliche Zielrenditen

Monatliche RenditeJährliche Rendite (Zinseszins)Gesamtrendite über 10 JahreVergleich zum S&P 500
S&P 500ca. 14,9 %ca. +300 %Referenz
1,0 %12,7 %+230 %Schlechter
1,5 %19,6 %+497 %Besser
2,0 %26,8 %+977 %Deutlich besser
2,5 %34,5 %+1.836 %Sehr viel besser
3,0 %42,6 %+3.371 %Extrem besser

Kurze Einordnung

  • 1 % pro Monat: unter dem S&P 500 der letzten 10 Jahre
  • Ab ca. 1,2–1,3 % pro Monat beginnt man den S&P 500 zu schlagen
  • Ab 1,5 % wird der Abstand schon deutlich
  • 2 % und mehr sind mathematisch extrem stark – aber in der Praxis sehr schwer nachhaltig und mit vertretbarem Risiko zu erreichen! ⚠️

Die wenigsten 0815-Michels auf der Strasse werden die langfristige 🇺🇸 S&P500 Rendite überhaupt kennen geschweige denn für sich zu nutzen wissen. Würden sie Prozentrechnen beherrschen, müsste man auf Nahrungsmittelverpackungen keine Ampel 🚦 aufdrucken, damit Hinz und Kunz nun weiss ob man von der Tiefkühlpizza nun fett wird oder nicht.

Die letzten 10 Jahre hat der 🇺🇸 S&P500 sogar ca. 14,9% p.A. gemacht und ja, mit 1,5% pro Monat würde man aufgrund des Zinseszinseffektes den S&P500 schlagen. Wir gehen aber eigentlich von einer niedrigeren Rendite aus. Bislang haben unsere Systeme nachweislich eine höhere Rendite als die 1,5% pro Monat und das auch seit mehreren Jahren (Trackrekord in der Community, FX Blue öffentlich seit ca. 1 Jahr).

Es ist absolut richtig und sinnvoll in den 🇺🇸 S&P500 per ETF zu investieren, es ist unser Hausindex und wir dokumentieren seine Entwicklung Monat für Monat. Das sollte das Hauptinvestment sein. Wir werden ihn als unseren Vergleichsindex nutzen und die Ziele unserer eigenen Handelssysteme auf diese 1,5% Nettoertrag pro Monat anpassen, also maximal im Bereich von 2-3% pro Monat liegen. Das senkt das Risiko deutlich und ermöglicht noch mehr den langfristigen Kapitalaufbau. Im Bereich unseres Fremdkapitalhandels wird es auch eine Neuerung geben (Community intern, Thread dazu folgt die Tage). Hier ist es natürlich besonders interessant, da man bis zu 1 Million USD Fremdkapital erhalten kann und die Rendite dann auf diese Summe erhält. Auch das gibt es nur bei Blackwater.live und sonst nirgendwo im deutschsprachigen Internet.

Eine Rendite von 1,5% pro Monat würde auf 100.000 USD wie folgt aussehen (eure Sicherheitsleistung wären 20.000 USD). Hier die Tabelle mit beiden Strategien nebeneinander, 100.000 USD Fremdkapitalhandel vs. 20.000 USD direkt in den 🇺🇸 S&P500 investiert:

Jahr100.000 USD @ 1,5 %/MonatGewinn 120.000 USD @ 11 %/JahrGewinn 2
0100.000,000,0020.000,000,00
1119.561,8219.561,8222.200,002.200,00
2142.950,2842.950,2824.642,004.642,00
3170.913,9570.913,9527.352,627.352,62
4204.347,83104.347,8330.361,4110.361,41
5244.321,98144.321,9833.701,1613.701,16
6292.115,80192.115,8037.408,2917.408,29
7349.258,95249.258,9541.523,2021.523,20
8417.580,35317.580,3546.090,7626.090,76
9499.266,66399.266,6651.160,7431.160,74
10596.932,29496.932,2956.788,4236.788,42

Ich glaube es wird deutlich, warum das der absolute Gamechanger ist!

Vergleich nach 10 Jahren

StrategieStartkapitalEndkapitalGesamtgewinnFaktor
100.000 USD @ 1,5 % monatlich100.000596.932496.9325,97×
20.000 USD @ 11 % jährlich20.00056.78836.7882,84×

Fazit: Die monatliche Verzinsung von 1,5 % (entspricht ca. 19,56 % p.a.) ist deutlich stärker als 11 % jährlich – trotz des 5× höheren Startkapitals wächst das Kapital fast 6-fach, während die 11 %-Variante „nur“ knapp verdreifacht.

Sowohl mit unseren 1:1 Strategien als auch mit unserem Fremdkapitalhandel outperformen wir also den 🇺🇸 S&P500. Wir werden die Risiken bei den 1:1 Strategien absenken, so dass das Ganze noch nachhaltiger wird. Denn nicht die Outperformance alleine ist maßgeblich, sondern auch mit welchen Risiko erzielt wird. Unser Ziel ist es Risiken zu senken und den absoluten Ertrag in der jeweiligen Währung durch mehr Volumen zu erreichen. Dazu gibt es unseren Fremdkapitalhandel, wo jeder über den Broker Zugang zur Hunderttausenden von US-Dollar bekommt und frei nach oben durch weitere Konten skalieren kann. Eine absolut einzigartige Möglichkeit.

Durch diesen Artikel sollte jedem aber auch klar geworden sein, dass selbst bei einer hervorragenden Calmar Ratio, Handelssysteme keine 5% im Monat machen können, ohne mindestens 50% Drawdown zu haben. Dieses Wissen könnt ihr auf alle möglichen Systeme über die jährliche Performance umlegen. 30% Rendite p.A. haben einen zu erwartenden Drawdown von mindestens 30%, viele professionelle CTA- und Trendfolge-Strategien liegen langfristig eher im Bereich Calmar 1,0–1,8. Sehr hohe Calmar-Werte (> 2,5) über mehrere Jahre sind selten und oft nur mit starkem Survivorship Bias oder kurzen Zeiträumen erreichbar. Erwartet also eher 50% Drawdown / Schwankung, womit wir wieder bei S&P500 Aktienindex sind. 30% Rendite p.A. kamen auch schon vor. 50% Drawdown auch.

Ohne Risiken einzugehen, kann man dieses „Spiel“ nicht gewinnen. Und mir ist klar, dass das mehr als nur ein „Spiel“ ist. Aber um Risiken einzugehen, muss man wissen was man tut. Und aus diesem Grund beschäftigen wir uns auch intensiv mit diesem Thema auf Blackwater.live. Wer nichts riskiert, wird niemals Vermögen aufbauen. Und wer riskiert ohne zu wissen was er riskiert, riskiert am Ende alles. Risiko unvermeidbar, aber es ist messbar. Und wenn man es messen kann, dann kann man es durch ein gesundes Risikomanagement auch steuern. Die Calmar Ratio und die Zahlen, die sich daraus ableiten, sollten das jedem der diesen Artikel liest klar gemacht haben.

„We have two classes of forecasters: Those who don‘t know – and those who don‘t know they don‘t know“

– John Kenneth Galbraith