“At the dawn I seek Thee, Rock and refuge tried, In due service speak Thee Morn and eventide. ‘Neath Thy greatness shrinking, Stand I sore afraid, All my secret thinking Bare before Thee laid. Little to Thy glory Heart or tongue can do; Small remains the story, Add we spirit too. Yet since man’s praise ringing May seem good to Thee, I will praise Thee singing While Thy breath’s in me.”
Solomon ibn Gabirol, 1021-1070 Malaga, al-Andalus
Minute um Minute unseres Lebens vergeht. Manchmal haben wir Menschen den Eindruck, dass die Zeit umso schneller vergeht, desto älter wird werden. Wie viel Zeit wir auf diesem Planeten haben, wissen wir nicht. Das wird uns oft bewusst, wenn wir von Freunden oder Bekannten hören, dass wieder jemand gestorben ist. Je älter wir selbst werden, umso öfters werden wir das hören, wenn unser Bekanntenkreis in einem überwiegend ähnlichen Alter ist. Manchmal sterben Menschen natürlich auch früher und meistens sind die noch Lebenden dann verblüfft. Was, so jung ist sie oder er gestorben? Das waren doch gerade erst mal 42 Jahre. In unserem Teil der Welt werden die meisten Menschen zwischen 70 und 90 Jahre alt. Wenn wir im Mittel von 80 Jahren ausgehen, dann sind das 960 Monate, 28.800 Tage, 691.200 Stunden und 41.472.000 Minuten. Eine auf den ersten Blick sehr lange Zeit. Wenn ihr diesen Artikel lest, habt ihr einige dieser Minuten investiert. Vielleicht mit dem Gefühl, dass diese Minuten nicht wertvoll sind. Mal schnell einen Blogartikel lesen, kein Problem. Noch schnell einen Kaffee vorher machen, kein Problem. Pro Minute schlägt euer Herz 60-80 Mal. Es kann jederzeit aufhören zu schlagen, was ein sogenannter plötzlicher Herztod genannt wird. Euer Leben hier wäre damit beendet. Und was bleibt? Darum soll es nun gehen. Es sind alte Gedanken aus der Bibel und dem Quran über eine Begegnung, die man am besten sehr oft macht, solange man noch unter den Lebenden ist und nicht erst, wenn man diese Welt verlässt.
„Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen!“ (Hi 28,28; Ps 39,5😉
Dieser Text wurde aus dem alten Testament der Bibel auch schon wie folgt übersetzt: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ (Lutherbibel, 2017).
Der Tod ist ein Tabu in vielen Gesellschaften, vor allem in der westlichen, modernen Gesellschaft. Er wird verdrängt. Altenheime und Friedhöfe liegen außerhalb oder am Rand der Orte. Schon der Prozess des langsamen Sterbens berührt einen kalt und das mag auch einer der Gründe sein, warum diese Altenheim- und Hospiz Besuche so unangenehm sind. Die noch Lebenden sind sprachlos angesichts des Offensichtlichen. Dass man bald auch dazu gehören wird, macht es nicht leichter. Doch niemand fragt sich, wohin all diese Seelen gehen. Fragen im Zusammenhang damit sind unangenehm, Verdrängung ist eher die Regel als die Ausnahme. Den Tod zu nutzen um „klug zu werden“, um zu „bedenken“, worum geht es dabei im theologischen Kontext des Alten Testaments der Bibel und des Quran?
„Denn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.“ (1Mo 3,19; Pred 3,20)
Das Alte Testament der Bibel zeigt an verschiedenen Stellen was auch der Quran zeigt. Stets aus einer menschlichen Perspektive beschrieben wird klar, dass zwar der Körper stirbt, aber das was uns ausmacht zu Gott zurück kehrt. Die Bibel insgesamt beschreibt das als „im Gedenken Gottes sein“ und dass wer in einem „Buch des Lebens steht“ lebt. Sie sagt auch, dass es Menschen gibt, die zwar hier leben, aber bei Gott tot sind. Darauf bezieht sich vermutlich auch die Aussage Jesu, „lasst die Toten ihre Toten begraben“ (Lukas 9:60). Das sagte er über lebende Personen, denen aber Gott und die Wahrheit über ihn nicht wichtig war. Lebende Tote. In Matthäus 10:28 sagte Jesus „fürchtet allein Gott, der Leib und Seele in der Hölle vernichten kann“. Es gibt unzählige Stellen in der ganzen Bibel, die in ihrem Kontext nichts anderes zeigen, als dass Leben und Tod bei Gott etwas anderes sind als bei uns Menschen und dass es beim Leben aus Gottes Sicht um die Seele geht oder „in seinem Gedenken sein“. Je nach Glaubensansicht und Dogmatik werden manche das nun abstreiten oder bekräftigen, oft weil daran weitere Lehre geknüpft sind, die man nicht wahr haben will oder eben doch. Es ist daher sehr schwierig mit Menschen darüber zu reden, weil diese tieferliegenden Gründe für die Akzeptanz einer biblischen oder quranischen Aussage (dazu kommen wir noch) selten welche sind, die mit Wahrheitssuche zu tun haben, sondern eben ganz persönlicher und oft eigenwilliger Natur sind. Aber es geht ja auch nicht um Diskussionen oder Spielchen zum Texte verdrehen, sondern um das Nachdenken „auf das wir weise werden“. Und das ist damit verbunden, dass wir sterben werden und dann vor unseren Schöpfer treten werden, etwas was kein gläubiger Christ oder Muslim abstreiten wird.
Das Alte Testament der Bibel hat den Fokus noch mehr auf das Sterben gelegt, als es das Neue Testament und das spätere Christentum tun werden. Später in der christlichen Geschichte ging es dann sogar darum, dass manche sogar nie sterben würden. Freunde des Alten Testaments der Bibel wissen, dass genau das die erste Lüge in Eden war, geäußert von Satan. Der Quran lässt gar keine Zweifel daran, dass alle sterben müssen. „Jede Seele wird den Tod kosten. Hierauf werdet ihr zu Uns zurückgebracht“ (29:57)
Beim Quran ist es noch wichtiger den Kontext zu lesen und zu kennen, als es bei der Bibel schon der Fall ist. Und der textliche Kontext hier sagt direkt vorher: „So dient Mir, ja, allein Mir.“ (56). Und nach der Aussage, dass wir alle sterben werden heisst es: „Denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, werden Wir im (Paradies)garten ganz gewiß Obergemächer zuweisen, durcheilt von Bächen; ewig darin zu bleiben. Wie trefflich ist der Lohn derjenigen, die (gut) handeln,… (58)
Die Sure 29: al-Ankabut (Die Spinne) des Quran (ganze Sure HIER) zeigt insgesamt die ganze Vergänglichkeit des Lebens hier auf der Erde und die Problematik vieler Menschen in Bezug auf ihren Schöpfer. Auf einige wenige Aspekte wollen wir eingehen um den Kern des Artikels herzuleiten. Die Sure (Kapitel des Quran) ist eine der Suren, die eigentlich fast alles beinhaltet was man wissen muss, um den Islam zu verstehen, denn dabei geht es ja nicht um ein „Label“, sondern das Verhältnis von uns Menschen zu Gott und den Sinn unseres Lebens. Und die Frage nach dem „danach“.
In den ersten Versen sagt Gott, dass das Leben eine Prüfung ist und auch die Menschen vor uns geprüft wurden. Auch dieser Punkt ist ein Faktum, den das alte Testament der Bibel oft aufgreift. Sprüche 17:3 und viele weitere Stellen zeigen das. Mehr dazu HIER in der Community. Aber hier geht es nicht um eine Prüfung ob wir zu einem Label gehören, sondern um die Prüfung ob wir Gott als einzig den anerkennen der er ist und ob wir rechtschaffen sind. In den Versen 4-7 geht es dann darum, dass böse Taten nicht folgenlos bleiben werden und es darüber eine Abrechnung geben wird, dass aber denen vergeben wird, die sich bemühten gut zu handeln. Denn Fehler machen wir alle, aber es gibt eben Menschen, die bewusst böse handeln und andere eben nicht. Vers 5 ist insofern interessant, als dass er aussagt, dass es Menschen gibt, die die Begegnung mit Gott erwarten und das erinnert uns doch wieder an den Text aus Sprüche. „Weise werden“, weil wir wissen, dass wir sterben werden.
Berühmt ist auch die Aya (Vers) 64: „Dieses irdische Leben ist nur Zerstreuung und Spiel. Die jenseitige Wohnstätte aber ist wahrlich das eigentliche Leben, wenn sie (es) nur wüßten!“ Das eigentliche Leben ist das Danach. Mit der Warnung, „wenn sie nur wüssten“. Der Punkt ist, dass Menschen wissen können und sollen, aber sie es eben nicht wollen. Diesen Punkt musste ich mit meiner christlichen Sozialisierung irgendwie erst lernen. Denn als Christ hat man den Missionsbefehl des neuen Testaments, der eigentlich dem Alten Testament der Bibel und dem Quran widerspricht. Denn (1) Gott zieht zu sich wen er will, (2) es gibt eine absolute Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen für sein Leben und vor Gott. Diese wird nur dadurch abgemildert, wenn es Umstände und Vorraussetzungen einschränken, was ein Trost für die ist, die nicht können aber kein Freibrief für Heuchler (siehe auch Aya 11 der gleichen Sure: „Und Allah wird ganz gewiß diejenigen kennen, die glauben, und Er wird ganz gewiß die Heuchler kennen.“) Menschen, die bei Verstand sind und ihren Willen frei benutzen können werden im Rahmen dessen verantwortlich sein. Daher ist das Maß an Freiheit was wir haben, auch das Maß an Verantwortung welches wir tragen.
Aber unsere Überschrift hier lautet ja nun „die Rückkehr“. Auch aus dem Grund, weil die Bibel (wie immer im AT) und der Quran klar sagen, dass wir von Gott ausgegangen sind und dann nach dem Tod zu ihm zurück kehren werden. Das ist die Begegnung mit unserem Schöpfer und Richter. Mit dem, der alles weiss und jeder Haar unseres Hauptes kennt. Der Quran warnt stets die Heuchler und ja, darüber sollte man nachdenken. Aber anders als es vielleicht manchmal vermittelt wird, gibt es keinen Grund zur Furcht vor diesem Tag für Menschen, die sich bemühten gut zu handeln und die Minuten ihres Lebens im Gedenken und Gebet an ihren Schöpfer genutzt haben. Das ist der Kontext, den uns der Quran vermittelt. Rechtschaffen handeln, Gott einzig allein zuschreiben was ihm gebührt und was auch das Alte Testament klar sagt: Er ist allein Schöpfer, König, Herr, Richter, Retter und Erlöser. Alles nachzulesen im Alten Testament der eigenen Bibel oder eben im Quran.
Als ich obiges Bild im Oman am Strand machte, kamen wir gerade nach einer zweistündigen Autofahrt von der Grenze der Emirate am Golf von Oman an. Das Bild entstand in der Stadt Suhar und der Teil wo wir waren, war ein Stadtteil von Fischern. Niemand war mehr am Strand und man hörte nur das Rauschen des Meeres. Wir liefen an den Fischerbooten vorbei, die an den Strand gezogen worden waren. So hatte ich den Mond in meinem Leben noch nie gesehen, stehend über dem Meer. In diesem Moment war ich einfach nur ergriffen und ich erinnerte mich einfach nur an die quranische Aussage, dass Allahﷻ auch ihn als Zeichen gemacht hat. Für die Menschen, die verstehen. Was trennt uns denn davon zu verstehen? Was trennt uns denn davon anzuerkennen, dass wir einen Schöpfer haben? Was trennt uns denn davon unseren Schöpfer anzubeten?
Wir selbst. Niemand ausser uns selbst trennt uns von unserem Schöpfer. Dabei könnte es doch so einfach sein, soviel leichter. Und im Hinblick darauf, dass wir sterben werden, mit soviel weniger Angst und Sorgen. Nach Hause zurück kehren. Und wer hat denn Angst vor seinem eigenen Zuhause?
Inna lillahi wa inna ilayhi raji’un…إِنَّا لِلّهِ وَإِنَّـا إِلَيْهِ رَاجِعونَ… Wir gehören Allah, und zu Ihm kehren wir zurück… Quran, 2:156
Der Quran spricht vom Gebet auch als einem Kontakt, den wir mit unserem Schöpfer haben. Daraus leitet sich in deutscher Sprache die Formulierung „Kontaktgebet“ ab. Wenn wir unsere Bitten äußern, was wir immer und formlos tun können (Dua), dann kennt diese unser Schöpfer sowieso schon, wie es auch schon Jesus in den Evangelien sagte (Matthäus 6,8). Das Kontaktgebet zu unserem Schöpfer ist auf den ersten Blick die Anbetung von ihm. Aber in Wirklichkeit ist es für uns gemacht. Diese Wechselwirkung ist beeindruckend, denn eigentlich sagt man ja oft, das tue ich für meinen Schöpfer. Im Deutschen würde man Gottesdienst sagen. Aber wer sich unter die Hand seines Schöpfers erniedrigt wird letztlich erhöht werden, um nochmal einen aus der Bibel vertrauteren Terminus zu benutzen. Gott kennt unsere Gedanken. Wir tanken dabei doch auf, fühlen uns erleichtert und gestärkt. In dem Bewusstsein was das Gebet eigentlich ist und was für eine Verbindung zwischen uns und dem Schöpfer aller Dinge entsteht kann es kein anderes Gefühl als Dankbarkeit geben. Auch das ist einer der Gründe, warum dieser Kanal den Dankbaren und nicht den Hochmütigen offen steht. Sure 31:18: — Siehe, Gott liebt keinen Eingebildeten, Stolzen.“
Auch in der Bibel:
1.Petrus 5:57: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade. Beugt euch also demütig unter die starke Hand Gottes, damit er euch zu seiner Zeit erhöhe. All eure Sorge werft auf ihn.“ – Jak 4,6 umso reicher aber ist die Gnade, die er gibt. Darum spricht er: »Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade«.
Die Bibel als auch der Quran zeigen, dass wir immer zu Gott beten können. Aber in beiden Fällen wird auch gezeigt, dass es zu jeder Zeit auch stets eine Variante eines rituellen Gebets gab. Details haben sich geändert und sind auch heute noch verschieden. Man kann lange darüber diskutieren, konfessionsübergreifend aber beispielsweise auch innerislamisch. Die Gefahr dabei ist, dass man etwas zerredet und am Ende gar nicht mehr macht und sich eines Geschenkes beraubt, was für uns bestimmt ist. Das wäre sehr schade, vor allem vor dem Hintergrund, von dem wir hier reden. Einen besonderen Moment zu schaffen, vielleicht (aber kein Muss) an einem besonderen Ort, in einen Zustand ritueller Reinheit sich zu begeben und mit allen Sinnen die eigene Seele vor den Schöpfer treten zu lassen. Die Urmacht des Universums, der Hörer des Gebets und aller Gedanken. Vor dem eigenen geistigen Auge sich das bewusst zu machen, mit wem wir hier kommunizieren, dass das Minuten außerhalb von Raum und Zeit sind, das mag uns helfen diesen Schritt bewusst zu tun. Das ist der Grund, warum Menschen Orte wie schöne Moscheen gebaut haben. Nicht nur zur Ehre des Schöpfers und um klar zu machen, um was es hier eigentlich geht, sondern auch damit man ohne Ablenkung diese Anbetung durchführen kann. Der Quran und die Bibel zeigen, dass es keine Gebäude und Orte dafür braucht und je nach Umständen kann ein Gebet auch auf sehr wenige Aspekte beschränkt sein. Aber nochmals, es ist ein Geschenk an uns. Daher folgte die islamische Überlieferung diesem Gedanken und hat Aspekte aus der Genesis und Exodus sowie anderen Teilen des alten Testaments (u.a. Jesaja) aufgegriffen. Es geht nicht darum, dass man etwas perfekt „richtig macht“, sondern darum zu begreifen, was man tut und es bewusst zu tun. Es geht dabei auch nicht um die sture Ableistung einer Handlung. Wer in dem Bewusstsein (und darauf kommt es ja an!) betet, dass das die Verbindung zum Schöpfer herstellt, der kann und wird so nicht denken. Im Übrigen ist das, was die Konsequenz aus einem solchem Gebet in der Zeit danach ist, auch eine ganz andere. Unser Bewusstsein macht den Unterschied ob es „echt“ ist und damit zur Wirklichkeit unserer Welt wird, oder ob es nur eine gymnastische Übung ist. In dem Ablauf eines muslimischen Gebetes steckt so viel mehr drin, als es auf den ersten Blick scheint. Und da der Islam heute die Religion ist, die das Zuhause des puren Monotheismus für alle Menschen ist, wüsste ich auch nicht warum man anders beten sollte.
Gibt es ein Problem mit dem Neuen Testament der Bibel? Manche fragen sich das, weil ich oft nur das Alte Testament der Bibel und den Quran zitiere. Es gibt durchaus einige Gründe, die Teile des Neuen Testaments der Bibel problematisch machen. Mehr dazu in unserer Community. Heute sollte man sich einfach mal nur eines fragen: In welchem Teil der Bibel lerne ich am meisten über unseren Schöpfer und seine Eigenschaften? Und in welchem Teil der Bibel wird das verwässert, was er selbst über sich sagt. Das hat mich im Laufe der Zeit sehr zum Nachdenken gebracht. Der spätere Quran ergänzt nicht nur viele Punkte über Gott, manche in der Bibel genannten Aspekte ergeben dann erst richtig Sinn.
Momente eines Gebetes zu Teilen ist etwas sehr persönliches. Und doch will ich es hier tun. Mit meiner ursprünglich christlichen Sozialisierung ist Beten so etwas gewesen, was man mal zum Essen gemacht hat. Oder wenn es mir oder anderen schlecht ging. Bitte hilf mir/uns lieber Gott! In der Bibel kann man von der Anbetung im Alten Testament lesen, als die jüdische Religion noch eine andere Art von Gebet lehrte, als sie es heute tut. Beeinflusst durch den babylonischen Talmud hat sich viel verändert. Im neuen Testament der Bibel lehrte Jesus das Vaterunser Gebet, das einem „Dua“ entspricht. Also einem Bittgebet. Er selbst betete im Tempel an und wie er es im Detail dort machte, erfahren wir nicht. An anderer Stelle lesen wir von innigen Gebeten und dass er sich auf sein Angesicht warf. Kann man daraus etwas ableiten, denn man diese Begebenheiten in der Bibel nachliest? Nun, es war (1) echt (Absicht), (2) voller Demut, (3) und an Gott gerichtet. Nach Jesu Tod fingen Menschen an zu Jesus zu beten. Seine jüdischen Nachfolger wie Petrus, beteten weiter im Tempel solange es ihn gab. Wir wissen nicht genau, wann nach der Zerstörung des zweiten Jerusalemer Tempels sich die heute Art wie Juden beten konstituierte. Wir wissen aber, dass die Urkirche mehr und mehr zu Jesus betete, bis sie ihn schliesslich anbetete. Als sich die Kirche später aufspaltete wurden auch hier Rituale und Liturgien geschaffen. Um Jesus und viele Heilige herum, selbst Maria, die Mutter Jesu wurde angebetet. Darüber haben wir einiges in unserer Community zum Nachlesen und ich hatte das schon in anderen Artikeln beschrieben. Damit betet man aber nicht mehr den an, den Jesus anbetete. Nicht mehr den, den Abraham oder Mose und all die Propheten des alten Testaments anbeteten. Der von sich selbst sagt, dass er alleine alles gemacht hat, Herr, König, Richter, Retter, Erlöser und vieles mehr ist – in alle Ewigkeit! Warum wiederhole ich das nochmal? Nunja, man sollte doch wissen zu wem man betet und was damit verbunden ist. Das sollte man bewusst tun. Das geht alles nicht, wenn hier Verwirrung herrscht. Der Quran ist eine Rechtleitung um diese Verwirrung und Verirrung der Geschichte vorher wieder richtig zu stellen. Und daher greift er auch so oft das Alte Testament auf und was Gott dort direkt selbst sagte (ein Auszug HIER).
Wenn man muslimisch betet weiss man um die Identität des Adressaten, man betet keine Substitute oder Beigestellte an, was Götzendienst wäre und in den größten Geboten des Alten Testaments schon unmissverständlich gesagt wurde. Und ein Gebet ist auch keine Verabredung mit einem „Kumpel“, es ist der Kontakt zum Schöpfer aller Dinge. Je mehr ich im Laufe der Zeit darüber nachgedacht habe, was es für Vorstellungen von Gott in all den Religionen und Sekten dieser Welt gibt, dann wurde mir immer mehr klar, dass nur im klassischen Islam Gott als der beschrieben wird, wie ich es schon aus dem Alten Testament der Bibel kannte. Der Gott Abrahams und der Gott von Mose. Und so war das für damals eine Rückkehr nach Hause. Denn ich wusste diese Dinge schon aus der Bibel, aber ich habe sie nie richtig umgesetzt. Wenn ich heute die Begebenheit von Mose am Dornenbusch lese, dann ist das eine der Schlüsselszenen zum Verständnis. Etwas, was ich für mich begreifen konnte. Ein Auszug aus Exodus 3 (AT):
1 Mose aber hütete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian. Und er trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb. 2 Da erschien ihm der Engel des HERRN in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch (auch hier bediente sich Gott wieder eines Engels. Das sollte noch bei vielen anderen Propheten später genauso geschehen).
Und als er hinsah, siehe, da brannte der Dornbusch im Feuer, und der Dornbusch wurde doch nicht verzehrt. 3 Da sprach Mose: Ich will doch hinzutreten und diese große Erscheinung ansehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt! 4 Als aber der HERR sah, dass er hinzutrat, um zu schauen, rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich! 5 Da sprach er: Tritt nicht näher heran! Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliges Land! 6 Und er sprach: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs! Da verbarg Mose sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.
Der Text geht weiter mit dem Auftrag an Mose das Volk Israel aus Ägypten zu führen. Darum soll es hier nicht gehen, sondern auf den Aspekt, wie Gott sich Mose hier vorstellte. Mit etwas, was Mose vertraut war, denn er kannte die Geschichte seiner Vorväter wie Abraham. Bis heute kennen vermutlich ca. 4 Milliarden Menschen (Juden, Christen und Muslime) die Geschichte Abrahams. Sie ist vertraut. Mir, jemanden der das Altes Testament der Bibel im Laufe des Lebens viele tausende Male gelesen hatte bevor ich den Islam fand, war sie auch vertraut. Wenn ich die Szene des Dornbusches und Mose auf mich übertragen würde, dann wäre die Aussage: „Martin, ich bin Dein Gott. Der Gott, den Du von jüngster Jugend an durch Deine Eltern kanntest, die Dir Geschichten aus den Büchern der Bibel vorlasen. Der Gott, den Du durch die Berichte der Bibel kennen lerntest. Ich bin der Gott, der die Natur geschaffen hat mit all den Tieren, die Du so liebst. Hinter allem was Du an schönen, grossen und wundervollen sehen kannst, ist meine Hand. Auch den Sternenhimmel, den Du als kleiner Junge bewundert hast habe ich gemacht. Ich bin der, von dem Du weist das er ist (analog zu „ich bin der, der ich bin“).
Für mich war all das vertraut, als ich den Islam kennen lernte. Ich wusste schon länger wohin ich gehen musste, weil es einfach die logische Konsequenz war. Und ich welcher Religion der Welt wird Gott so klar und deutlich beschrieben?
Es ist ein letzter Schritt, bis man aus dem Bewusstsein Realität werden lässt. Es wird keinen brennenden Dornenbusch im Garten geben und keine Stimme eines Engels aus den Wolken. Wir sind keine Propheten und wir haben auch keine grosse Aufgabe, wie sie es hatten. Für uns ist es viel einfacher und vielleicht auch persönlicher. Denn wir müssen nur eines tun. Beten.
Wie ich schon einmal einst schrieb, ist es für einen besonderen ersten Moment vielleicht einfacher ein muslimisches Land aufzusuchen und sich eine dieser schönen grossen Moscheen zu suchen, die rund um die Uhr offen sind. Nicht das man das tun müsste, aber so kann man es zu einem besonderen Moment und zu einem Anker im Herzen werden lassen. Etwas, was einem Kraft gibt für die restliche Zeit des Lebens in dieser Welt. Immer, wenn ich die Möglichkeit habe eine grosse Moschee zu besuchen um zu beten, dann nutze ich dieses Privileg. Ein muslimisches Gebet kann man wie alles andere in einigen Wochen inklusive einiger bedeutender arabischer Quranverse (Al-Fatiha) lernen und dann mit Bewusstsein und Hingabe ausfüllen und ausführen. Das Gebet ist das alles Entscheidende, unsere Verbindung zum Schöpfer, die wir niemals abreissen lassen sollten. Solange sie da ist, leben wir. Geht sie verloren, sterben wir innerlich während wir noch leben. Das Gebet ist Nahrung für unsere Seele.
Warum nennt man Gott im Islam Allahﷻ ? Die Verwendung von „Allah“ statt Gott ist für Menschen mit einer christlichen Sozialisierung vermutlich ungewohnt, obwohl arabische Christen Gott auch „Allah“ nennen. Aber es gibt einen wichtigen Hintergrund, den man kennen und verstehen sollte. Dazu habe ich euch mal einen älteren Artikel von mir HIER verlinkt.
Im Oman konnte ich auch in Moscheen beten, aber eine besondere Erfahrung war es in der grossen Sultan-Qabus Moschee zu beten. Zur Gebetszeit sind keine Touristen dort, sie müssen das Gelände vorher verlassen. Unter der Woche sind nur wenige Menschen zum Beten dort, zum Freitagsgebet ist es natürlich dann voll. Im Hauptraum der Moschee liegt der zweitgrösste handgeknüpfte Gebetsteppich der Welt. Ein insgesamt atemberaubendes Gebetshaus. Aber erst mit dem eigenen Gebet wird es zum einem persönlichen Ort, ein Paradies für die Seele.
Über den Marmor zu laufen, die rituelle Waschung in Ruhe durchzuführen und sich voll darauf zu konzentrieren, was man gleich tun wird ist, wie als wenn man mit auf eine Wolke genommen würde. Ich bin nach der Waschung die Seitengänge der Moschee zum Hauptraum gelaufen und meine nackten Füsse standen auf diesem wunderschönen Teppich. Kaum 50 Menschen waren da, in einem riesigen Raum der sonst voller Besucher ist, die diesen Teppich nicht betreten dürfen. Da so viel Raum um mich herum war und es erst eine halbe Stunde später ein gemeinschaftliches Gebet geben sollte (Dhuhr Gebet), hatte ich diesen Moment mit meinem Schöpfer ganz alleine. Der Moment die Augen zu schliessen, tief durchzuatmen und mit der Al-Fatiha das Gebet zu beginnen, in vollem Bewusstsein meinen Gott anzurufen, jeden einzelnen Herzschlag dabei zu spüren… es ist tatsächlich wie eine andere Realität. Man vergisst alles um sich herum, die Zeit scheint keine Rolle mehr zu spielen und man ist innerlich vollständig ergriffen von der Macht, die unser Universum erschaffen hat. Umschlossen von Liebe und Macht, von Weisheit und Grösse. Man löst sich selbst auf wie Salz im Wasser, ist wie ein Tropfen in einem Ozean. Alles was wir Menschen sind, ist unser Bewusstsein und in diesem Moment ist dieses Bewusstsein bei seinem Schöpfer. Keine Angst, trotz all dieser Macht. Keine Furcht, obwohl man machtlos ist. Nichts als Vertrauen, sich völlig seelisch fallen lassen. In diesem Moment wäre kein Abgrund zu tief und keine Höhe zu hoch, man hätte vor nichts Angst noch Sorge. Von Mose wurde einst gesagt, „als wandelte er mit dem Unsichtbaren“. Mose war nicht der einzigste Prophet der Angst hatte und sich schwach fühlte, aber dann von der Macht des Universums zu Großem geführt wurde. Im Gebet bekommt man eine Vorstellung davon, was es bedeutet den anzubeten, der Macht über alles hat. An anderer Stelle wurde unser Schöpfer als der beschrieben, der grösser als unser Herz und alles an Vorstellungsvermögen ist. Es ist ergreifend. Man spürt sein eigenes Herz bis zum Hals schlagen und wäre es der letzte Moment des eigenen Lebens, man wüsste an keinem anderen Ort, in keiner anderen Minute würde man ihn erleben wollen. Es ist die Schwelle zu einer Welt, die wir eines Tages überschreiten werden. Die Tür nach Hause. Das Gebet ist die Erinnerung daran. Und so heisst es auch in der berühmten Sure Al-Baqarah (2):152: „So erinnere dich an mich; und ich werde mich an dich erinnern„. Damit der, der dort auf uns wartet sich über unsere Rückkehr freut. Viele Gedanken über das Gebet sind nicht in Worte zu kleiden, da unsere Sprache keine Worte für das hat. Das zu beschreiben, ist wie einen Blinden die Sonne zu beschreiben. Sie ist da, sie wärmt und doch kann er sie nicht sehen. Aber spüren. Diese innere Gewissheit ist mit Worten nicht zu beschreiben.
Und kein Blatt fällt (zu Boden), ohne dass er darüber Bescheid weiß.“ [Quran 6:59]
Nach dem Gebet öffne ich meine Augen wieder und ich bin an diesem Ort. Die Zeit kehrt zurück und das Bewusstsein in diesem Raum zu sein und nicht außerhalb. Ein warmes Gefühl, die Seele ist erleichtert und geheilt von so vielem, was an Schmerz in einem Leben erlebt wurde. Auch in diesem Moment wurde mir wieder klar wo mein Zuhause ist und warum das Gebet letztlich der Hauptprüfstein dafür ist ob Menschen zu Gott finden oder nicht. Ob Menschen sich selbst und ihren eigenen Stolz überwinden können, all die Vorannahmen und die lauten Gedanken, mit denen der eigene sozialisierte Wille versucht die Seele davon abzuhalten, den Kontakt zum Schöpfer zu suchen. Letztlich ist das Kontaktgebet eine einzigartige Erfahrung. Es gibt keinen Gott als diesen einen und es hat einen Grund, warum wir manches aus der Vergangenheit heute nicht mehr wissen, aber bekannt ist, was heute der Weg zu ihm ist.
Es gibt keine weiteren grossen Vorraussetzungen diesen Weg zu gehen. Das sollte nichts mit Kultur, Familie und Traditionen zu tun haben. Nicht mit Politik oder einem Label. Nichts davon wird uns retten, es ist alles nur Teil eines Selbstbetrugs, wenn wir so denken. Denn das sind alles Dinge die Bestandteil dieser Welt sind und die ist laut dem Quran vergänglich und ein Trug. Manchmal steht Menschen auch die Religion und ihr Missbrauch im Weg. Aber auch das ist Teil des Spiels. Denn um unseren Schöpfer anzubeten, braucht es keine anderen Menschen. Wenn wir Probleme mit anderen Menschen und ihrem Verhalten haben, können wir auch ganz für uns alleine beten und ich weiss persönlich von einigen, die das so tun. Ein wahrer Monotheist ist auf seinen Schöpfer ausgerichtet und vergisst ihn an keinem Tag seines Lebens. Es ist keine Mathematikaufgabe, aber je mehr wir uns mit unseren 41.472.000 Minuten Lebenszeit ihn ehren, preisen und anbeten, desto besser wird es uns ergehen. Egal was noch kommen mag. Eines Tages werden wird dann sterben und dieser Erde verlassen. Und egal ob unser Leben hier eine Last oder die pure Freude war, es wird eine Erlösung und ein Heimkommen sein. Das was wir unser Leben lang nur einige wenige Minuten im Gebet erlebt haben, das war nur ein kleiner Vorgeschmack auf diese letzte Reise unserer Seele nach Hause. Unser Tod ist nur für die zurückbleibenden ein Grund zur Trauer. Ob es aber ein Abschied für immer oder nur eine kurze Unterbrechung von Jahren in einem Zeitfluss von Ewigkeit ist, das liegt nicht in unseren Händen sondern in deren.
Islam und Einsamkeit. Ich habe den Islam zunächst für mich alleine erforscht und durchdacht und wollte die ersten Jahre möglichst wenig von sozialen Effekten beeinflusst werden. Mir war es wichtig, mich selbst zu überwinden und die Kernfrage „was ist Wahrheit“ über alles zu stellen. Ich habe dadurch einige Freunde verloren und wäre auch bereit gewesen meine Familie zu verlieren. Dazu kommen natürlich auch kulturelle Faktoren – so ist der Islam in Europa eine „Ausländerreligion“. Und nicht mit jeder muslimischen Kultur kommt man als Deutscher klar. Das ist einfach so. Aber es wäre ein Fehler sich von Gott trennen zu lassen wegen Dingen, die letztlich untergeordnet sind. Denn schon in der Bibel sagte unser Schöpfer durch seine Propheten, dass wir alles hundertfach eines Tages ersetzt bekommen würden, was wir in dieser Welt verlieren. Daher sollte man keine Angst auf der Suche nach der Wahrheit haben, auch wenn es mitunter menschlich sehr einsam werden kann.
Im reinen Monotheismus ist die Eigenverantwortlichkeit ein zentrales Element. Heute wird die Anbetung oft mit Kultur verbunden und Religion bringt bei vielen Menschen nicht die positivsten Gedanken zum Vorschein. Dafür gibt es gute Gründe, aber sind sie auch gut genug als Entschuldigung vor unserem Schöpfer zu dienen? Wohl kaum. Der Quran macht das sehr klar, aber ich zitiere gerne das Alte Testament der Bibel, da das nichtmuslimischen Leserinnen und Lesern vertrauter und verständlicher ist.
Micha (hebräisch מִיכָה altgriechisch Μιχαιας, lateinisch Michaea) war einer der ersten Schriftpropheten im Tanach. Von ihm haben wir einen bemerkenswerten Vers überliefert bekommen, den ich euch mal mit den Querverweisen auf dem Bibelserver zu anderen AT Texten verlinke. Micha 6:8: „Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott?“ (5Mo 10,12; 1Sam 15,22; Spr 21,3; Jes 1,17; Jes 57,15; Jer 7,5; Hos 6,6; Mt 5,7😉
Gute Taten sind wichtig. Anderen Menschen helfen, in Frieden leben, füreinander da sein. In einer Welt voller Prüfungen und Probleme, kann man jeden Tag etwas Gutes tun. Keine Tat bleibt bei unserem Schöpfer unbemerkt. Und die Bibel und der Quran zeigen, dass selbst eine Tat wie einem kleinen Vogel im Sommer Wasser zu geben eine gute Tat ist. Aber wie „wandelt man demütig“ mit seinem Gott? Dazu muss man wissen wer Gott ist, mit ihm in Kontakt sein, über ihn nachdenken und ihm anbeten. Anbetung ist auch ein Akt der Demut und der grösste den wir gegenüber unser Schöpfer tun können. Das interessante ist nur, dass schon Jesus zeigte, dass wenn wir uns vor Gott demütigen er uns erhöhen wird. Und auch der Quran zeigt, dass bei Gott die Dinge genau anders herum sind, als es bei den Menschen ist. Ja, vielleicht haben wir negative Erfahrung mit Demut und Anbetung gemacht, weil Menschen unser Bild davon prägten. Aber denken wir einmal in Ruhe darüber nach. Wollen wir wirklich unsere Verbindung zu unserem Schöpfer durch Menschen und ihr Verhalten zerstören lassen? Letztlich geben wir dann Menschen Macht über uns, während wir den Kontakt zu unserem Gott verlieren. Bitter.
Die Minuten unseres Lebens können wir mit guten Taten füllen. Aber auch mit dem ein oder anderen Genuss. Das schliesst sich nicht aus. Leckeres Essen und Trinken, einen schönen Urlaub, ein Wochenende mit Freunden oder der Familie. Wir können uns an allen gemachten Dingen erfreuen wie dem Sternenhimmel, den Tieren und der Natur. All das ist nicht umsonst erschaffen worden. Es wurde – wie der Quran sagt – als Zeichen für die Gläubigen erschaffen. Das alles sind Dinge, die wir geniessen können und wofür wir Gott danken sollten. Es ist ein Vorgeschmack darauf, was für ein Leben all denen in Aussicht steht, die ihren Schöpfer in dieser Welt nicht vergessen. Das was Gott von uns verlangt ist das, was letztlich unsere Seele am meisten bedarf. Dass wir einige wenige dieser 41.472.000 Minuten für das Gebet zu unserem Schöpfer verwenden. Und selbst das ist etwas, was uns zu Gute kommt, wo wir Kraft und Energie tanken. Das Gebet wird uns verändern. Es wird uns Zuversicht und Hoffnung geben, unsere Gewissheit wird wachsen und aus Ängsten und Verirrung wird ein gerader Weg werden. Das kann niemand für uns tun, wir müssen diese Erfahrung selbst machen und selbst erleben, wie unser Schöpfer uns durch das Gebet sozusagen formt. Es ist Heilung für die Seele und genau das benötigen doch die meisten Menschen heute. Das schöne am Islam ist, dass diese Religion nur zwei Dinge benötigt. Uns und Allah. Sonst nichts. Und wir können sicher sein, über nichts wird die Freude im Himmel grösser sein, wie wenn wir auf diesen geraden Weg zurück kommen. Es war schon immer nur der eine. Und wenn wir ehrlich mit uns selbst sind und in einem stillen und ruhigen Moment darüber nachdenken, dann wissen wird dass das stimmt. Nutzen wir unsere verbleibenden Lebensminuten weise.
The Prophet (ﷺ) said, „Allah says: ‚ When a slave of Mine draws near to Me a span, I draw near to him a cubit; and if he draws near to Me a cubit, I draw near to him a fathom. And if he comes to Me walking, I go to him running.“‚.
Riyad as-Salihin 96