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Forex / FX📈 EZB Zinsentscheid 12.12.2024

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mrtn
 mrtn
(@mrtn)
Super Großmeister Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 4736
Themenstarter  

Die Europäische Zentralbank senkt zum vierten Mal in diesem Jahr die Zinsen im Euroraum. Um 0,25 Prozentpunkte setzen die Währungshüter den Zins herab, den Banken für geparktes Geld bei der EZB erhalten.

Angesichts trüber Konjunkturaussichten und abnehmender Inflationssorgen senkt die Europäische Zentralbank (EZB) zum vierten Mal in diesem Jahr die Zinsen. Die Währungshüter beschlossen heute auf ihrer Sitzung in Frankfurt, den am Finanzmarkt richtungsweisenden Einlagensatz um einen Viertelpunkt von 3,25 auf 3,00 Prozent nach unten zu setzen. Die Währungshüter sind optimistisch, dass sich die Inflation nachhaltig um ihr Ziel von zwei Prozent in der Eurozone einpendelt.

Die Euro-Wächter um Notenbank-Chefin Christine Lagarde hatten im Juni die Zinswende eingeleitet und dann im September und im Oktober weitere Lockerungsschritte folgen lassen. Die sogenannte Einlagefazilität gilt als Leitzins und entspricht dem Satz, mit dem die Einlagen von Banken bei der Notenbank verzinst werden. Aktuell verdienen Banken Geld damit, wenn sie ihre überschüssige Liquidität über Nacht bei der EZB parken. Dieser Zinssatz ist auch für Sparer maßgeblich, denn Banken geben sinkende Einlagenzinsen in Form niedrigerer Tages- und Festgeldzinsen an Kunden weiter.

Der Zins, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Geld bei der EZB besorgen können, der sogenannte "Hauptrefinanzierungssatz", sank ebenfalls. Er beträgt nun 3,15 Prozent.

Quelle: ARD

 

Erstaunlich, dass man von einer abnehmenden Inflation spricht. Muss wohl die Habecksche Wahrnehmung sein. 😉 

 

Die Wirtschaftswoche dazu:

Nur wenige Tage noch bis Weihnachten. Doch für die Finanzminister der Eurozone ist schon heute Bescherung. In der Rolle des Christkinds: Christine Lagarde, die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie hat die Leitzinsen in der Eurozone an diesem Donnerstag erneut gesenkt – und damit die Kreditaufnahme für die Regierungen verbilligt. 

An den Finanzmärkten dürfte der Zinsschritt niemanden überraschen. Die Euro-Notenbanker haben die Akteure an den Börsen in zahlreichen Reden und Interviews in den vergangenen Wochen darauf vorbereitet. Den Einlagenzins, den die nationalen Notenbanken den Geschäftsbanken für deren Einlagen bei den Notenbanken gutschreiben, hat Lagarde um 25 Basispunkte auf 3,0 Prozent gesenkt. Es ist der vierte Rückgang in Folge.  

Zwar war zunächst auch ein großer Zinsschritt von 50 Basispunkten im Gespräch. Doch hatten die Notenbanker diesen in der Zwischenzeit verworfen. Zu deutlich liegt die aktuelle Inflationsrate von 2,3 Prozent über dem Zielwert der EZB von 2,0 Prozent. Die Kernrate (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) befindet sich mit 2,7 Prozent noch weiter vom Zielwert entfernt.

Gleichwohl dürften die Tauben im EZB-Rat darauf drängen, die Leitzinsen schon bald noch weiter zu senken. Dabei werden sie auf die schwache Konjunktur in der Eurozone verweisen. Im dritten Quartal war die gesamtwirtschaftliche Produktion zwar noch um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Dazu hat die Sonderkonjunktur in Frankreich im Zuge der olympischen Sommerspiele maßgeblich beigetragen. Im Jahresschlussquartal dürfte die Wirtschaft jedoch kaum noch gewachsen sein. Das liegt vor allem an den wirtschaftlichen Schwergewichten Deutschland und Frankreich.

In Deutschland wird das BIP im vierten Quartal angesichts der Krise in der Industrie wohl schrumpfen. Kaum besser sieht es in Frankreich aus. Die Impulse durch die olympischen Spiele sind Vergangenheit und das Land ist nach dem Scheitern der Regierung von Michel Barnier politisch ebenso gelähmt wie Deutschland. Allgemeine Verunsicherung, Konsum- und Investitionsattentismus dominieren die Stimmungslage auf beiden Seiten des Rheins. Die aggregierten Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und den Dienstleistungssektor liegen in beiden Ländern deutlich unter der kritischen Marke von 50 Zählern, die den Expansions- vom Kontraktionsbereich trennt.



   
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(@dave094)
Lachsfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 84
 

Veröffentlicht von: @mrtn

Erstaunlich, dass man von einer abnehmenden Inflation spricht. Muss wohl die Habecksche Wahrnehmung sein. 😉 

Wohl auch eine Frage des Blickwinkels. In Italien ist die Inflation wohl wieder bei 1%, Frankreich bei 1,6%, Spanien bei 1,8%. Denke darauf liegt der Fokus der EZB.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/217052/umfrage/inflationsraten-in-den-laendern-der-eu-monatswerte/

Gleichzeitig ist Deutschland aber Schlusslicht bei den Wachstumszahlen in der EU… 

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4021/umfrage/veraenderung-des-bip-in-ausgewaehlten-eu-staaten/



   
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Aliya
(@aliya)
Internationaler Meister Rose
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 561
 

Veröffentlicht von: @dave094

Wohl auch eine Frage des Blickwinkels. In Italien ist die Inflation wohl wieder bei 1%, Frankreich bei 1,6%, Spanien bei 1,8%. Denke darauf liegt der Fokus der EZB.

 

Immer.

Aber nicht im Geldbeutel der Verbraucher. Die Preise fallen nicht, sie steigen nur (kurzfristig) weniger stark an. Den Warenkorb für die Statistik zu ändern oder anders zu gewichten nützt den Verbrauchern nichts.

Wie dem auch sei, der Nonsens löst sich ab 2025 auf, dann werden weitere Fundamentaldaten durchschlagen und die CO2 Besteuerung.

Meine Prognose: Inflation im Mittel bei 4% bei weiterem Wirtschaftseinbruch mit Wegfall von immer mehr Industriearbeitsplätzen. Seht ihr auch selbst in der deutschen Presse. Nächstes Jahr werden tausende Arbeitsplätze wegfallen + Trump Zölle, die das befeuern. Ich schreib gleich noch wie man die wahre Inflation berechnen kann.



   
mrtn, yasmeen90, Leinestern and 3 people reacted
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Sebastian
(@sebastian)
Lachsfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 87
 

Es hat nur bedingt mit dem Zinsentscheid selbst zu tun, aber ich frage mich des Öfteren, ob es nicht besser wäre den Euro rückabzuwickeln. Nach dem Motto, besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Es ist nett, mit einer Währung durch Europa zu reisen, aber die Nachteile überwiegen wohl deutlich.

Interessant in diesem Zusammenhang fand ich auch das Interview von Daniel Stelter in der BTO Folge von letztem Sonntag in der um die Schuldensituation in Frankreich ging.



   
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(@larsundsophia)
Blackberry© Gourmet Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 70
 

Veröffentlicht von: @sebastian

Es ist nett, mit einer Währung durch Europa zu reisen, aber die Nachteile überwiegen wohl deutlich.

Das sehen wir auch so. Danke für den Hinweis auf das Stelter Podcast. Wird direkt angehört/gesehen.



   
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