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Investments📊 Echtgeld-Depot startet jetzt in 2022 - Aktien und/oder ETF ?

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(@archie)
Milkshake New in Town
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 4
 

@gold-oder-aktien 

Danke dass Du hier wöchentlich Deine Gedanken zu Aktieninvestments teilst.

Mich motivieren die regelmäßig eintreffenden Dividenden auch seit Jahren in Dividendenwerte zu investieren und diese längerfristig zu halten.

Gerade weil mich das so motiviert setze ich hauptsächlich auf Quartalszahler. Diese findet man eigentlich nur in den USA und UK.

Die deutschen Werte zahlen leider nur einmal pro Jahr. Und da ich hier schon mein Einkommen beziehe und eine Immobilie besitze, wäre mir das auch zuviel Home-Bias. 

Zur Dividendenstrategie gab und gibt es ja etliche kontroverse Diskussionen. 

Die Fans von thesaurierenden Werten betrachten die Dividende als eine Art Selbstbetrug. Weil der Kurs am Ex-Dividende Tag ja entsprechend der gezahlten Dividende fällt und das Unternehmen das ausgeschüttete Geld nicht mehr in Wachstum investieren kann. 

Aber wenn diese Strategie mir psychologisch hilft langfristig durch dick und dünn in der rentabelsten Anlageklasse investiert zu sein, ohne an den Tiefpunkten vor Panik das Handtuch zu werden, warum dann nicht? Ich muss mich ja nur vor mir selbst rechtfertigen. Nicht vor Kunden oder anderen.

Wenn Du in Deine Betrachtungen den einen oder Quartals- oder sogar Monats-Zahler mit einbeziehst, würde ich mich freuen.



   
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(@geloeschter-nutzerf)
Mitglied Restricted
Beigetreten: Vor 12 Monaten
Beiträge: 3120
 

Veröffentlicht von: @archie

Zur Dividendenstrategie gab und gibt es ja etliche kontroverse Diskussionen. 

Ich glaube so kontrovers sind die Diskussionen gar nicht. Es geht eher um Psychologie, wie du schon richtig schreibst.

Veröffentlicht von: @archie

Die Fans von thesaurierenden Werten betrachten die Dividende als eine Art Selbstbetrug. Weil der Kurs am Ex-Dividende Tag ja entsprechend der gezahlten Dividende fällt und das Unternehmen das ausgeschüttete Geld nicht mehr in Wachstum investieren kann. 

Nicht ganz. Dividendenwerte werden in Rezessionen meist deutlich mehr geprügelt als Growth- bzw. Nicht-Dividendenzahler (einfach mal zurückschauen in den März 2020) und steigen danach nicht wieder so schnell. Speziell wenn die Firmen dann zu den Dividenden-Aristokraten gehören, dann tun sich diese Firmen schwer damit, die Dividende zu kürzen während einer Rezession. D.h. um nicht aus den Dividenden-Aristokraten Indizes rauszufliegen schüttet man mehr aus, als man eigentlich hätte.

Auf lange Sicht gesehen stehen die Dividendenwerte schlechter da als Nicht-Dividendenwerte (Absolutwerte). Psychologisch kann es natürlich helfen, wenn immer mal etwas Geld reinkommt.

Wenn du auf Dividendenwerte stehst, sind die beiden folgenden ETFs eventuell etwas für dich:

justetf.com - SPDR S&P US Dividend Aristocrats UCITS ETF - Ausschüttungsrendite 2,29%

justetf.com - SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF - Ausschüttungsrendite 4,87%

 

Ein aus meiner Sicht sehr passender Spruch zum Thema Dividende: "you can't your cake and eat it"

Wie du vermutlich merkst, bin ich kein grosser Dividenden-Fan 😉



   
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(@archie)
Milkshake New in Town
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 4
 

@weip321 

Ich habe ca. 2/3 meines Aktienportfolios in ausschüttenden ETFs und ca. 1/3 in Dividenden Einzelwerten.

In dem ETF Teil habe ich z.B. den Global Select Dividend 100 von iShares mit drin. Der deckt in etwa das ab was der SPDR S&P Global Dividend Aristocrats auch abdeckt.

Bei den speziellen Dividenden ETFs stört mich etwas die höhere Kostenquote. 

Daher habe ich dazu günstigere ausschüttende ETFS gepackt wie z.B.

iShares FTSE 100 mit einer TER von 0,07% und einer aktuellen Ausschüttungsrendite von 3,6 % und den

Vanguard  FTSE Developed Asia Pacific ex Japan mit einer TER von 0,15% und einer aktuellen  Ausschüttungsrendite von 4,3 %.



   
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(@presskoppweck)
Fide Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2503
 

Veröffentlicht von: @Anonym
Veröffentlicht von: @archie
Zur Dividendenstrategie gab und gibt es ja etliche kontroverse Diskussionen.

Ich glaube so kontrovers sind die Diskussionen gar nicht. Es geht eher um Psychologie, wie du schon richtig schreibst.

...

Auf lange Sicht gesehen stehen die Dividendenwerte schlechter da als Nicht-Dividendenwerte (Absolutwerte).

Das blenden Dividendenjäger geflissentlich aus, das wollen sie nicht hören. 
Am einfachsten sieht man dieses Nachhinken, wenn man einen breit streuenden ETF mit seinen Bruder-ETF "High-Dividend" vergleicht.
https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B3RBWM25,IE00B8GKDB10
Fondsweb unterstellt bei seinen Berechnungen, dass Ausschüttungen wieder angelegt werden. Die Differenz beruht also nicht darauf, dass die Ausschüttung noch obendrauf kommt oder dass einer mehr Geld rausgezogen hat als der andere.

Veröffentlicht von: @Anonym
Psychologisch kann es natürlich helfen, wenn immer mal etwas Geld reinkommt.
Es ist nicht nur psychologisch von Vorteil, man hat es auch einfacher, wenn man keine Anteile verkaufen muß um einen Ertrag (Entnahme) aus der Anlage zu erzielen.
Ich verdamme nicht die Ausschüttung, sondern dass man man mit Dividendenstrategie / High-Dividend so Firmen wie Berkshire Hathaway oder fast die komplette Tech-Welt links liegen läßt.

 



   
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(@archie)
Milkshake New in Town
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 4
 

@presskoppweck 

Da hast Du Recht. Die Gesamtmarkt-Performance erreicht man damit nicht.

Mit der Dividenden Strategie hat man eher weniger die Tech-Werte im Depot. Die nächste Alphabet, Microsoft oder Apple verpasst man damit. Bzw. hat die aktuellen auch gar nicht mit dabei.

Dessen bin ich mir bewusst. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, um damit ein Einkommen zu generieren. Ein jährlich steigendes Einkommen. Dessen Erträge ich verbrauchen kann (momentan noch nicht muss). Die Substanz aber nicht. 

Ähnlich wie jemand der zig kleine Wohnungen oder Stellplätze besitzt und daraus Mieten kassiert. 

Ich bin selbstständig, setze nur minimalst auf die staatliche Rente. Daher ist mir dieses Einkommen wichtig. 

Das Einkommen aus dem Portfolio trägt mittlerweile meine Lebenshaltungskosten und gibt mir absolute Gelassenheit im Job und senkt meinen Stresslevel ungemein. Das ist für mich einfach unbezahlbar und das könnte mir ein Portfolio, wo ich rein die Buchwerte betrachte, nicht bieten.  



   
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(@gesperrter-nutzer)
Mitglied Restricted
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 2368
 

Aus dem gleichen Grund habe ich beschlossen, doch weiter den A1JX52 zu besparen und nicht auf den A2KPXG umzusteigen. Ja, die Dividenenrendite des ersteren ist niedriger als diejenige von darauf ausgelegten ETFs, aber immerhin gibt es eine.



   
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(@geloeschter-nutzerf)
Mitglied Restricted
Beigetreten: Vor 12 Monaten
Beiträge: 3120
 

@archie danke für die weiteren Infos von dir! Ich werde mir die von dir genannten ETFs mal anschauen (rein interessehalber)

Veröffentlicht von: @archie

Ich bin selbstständig, setze nur minimalst auf die staatliche Rente. Daher ist mir dieses Einkommen wichtig. 

Guter Punkt.

Veröffentlicht von: @archie

Das Einkommen aus dem Portfolio trägt mittlerweile meine Lebenshaltungskosten und gibt mir absolute Gelassenheit im Job und senkt meinen Stresslevel ungemein. Das ist für mich einfach unbezahlbar und das könnte mir ein Portfolio, wo ich rein die Buchwerte betrachte, nicht bieten.  

Glückwunsch dazu! Ich kann das sehr gut nachvollziehen (ebenfalls selbständig) - die Gelassenheit wird sehr viel grösser wenn man so etwas hat. Es ist zwar erneut nur Psychologie, aber wenn es deinen Stresslevel senkt, ist es das Richtige für dich.



   
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(@geloeschter-nutzerf)
Mitglied Restricted
Beigetreten: Vor 12 Monaten
Beiträge: 3120
 

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Es ist nicht nur psychologisch von Vorteil, man hat es auch einfacher, wenn man keine Anteile verkaufen muß um einen Ertrag (Entnahme) aus der Anlage zu erzielen.

Kommt aufs Land und dessen Steuergesetze an. Für DE stimmt es.

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Ich verdamme nicht die Ausschüttung, sondern dass man man mit Dividendenstrategie / High-Dividend so Firmen wie Berkshire Hathaway oder fast die komplette Tech-Welt links liegen läßt.

Rate mal, was der Onkel auch im Depot hat? Bevor falsche Gerüchte enstehen: leider keine BRK.A! Dafür reicht die Kasse dann leider doch nicht 😉 



   
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Gold-oder-Aktien
(@gold-oder-aktien)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 765
Themenstarter  

@all

Ich freue mich wenn hier ab und zu so eine coole Diskussion angefacht wird und ein reger Meinungsaustausch läuft, so bin ich dann nicht so ganz alleine. Danke dafür!

 

 

Ausschüttende Dividendenwerte und Wachstum müssen sich nicht ausschließen. Man kann sein Depot natürlich auf nur eine Strategie ausrichten. Aus meiner Sicht ist das zu einseitig, bleibt aber immer Geschmackssache.

Hier in diesem Depot geht es um eine Ausrichtung und um den langfristigen Aufbau von einem kleinen Vermögen. Das Depot soll aber auch einen ruhigen Schlaf ermöglichen. 

 

Daher habe ich Wert auf einige langweilige Basis-Company`s gelegt die meist weder stark steigen, noch stark fallen und sich ruhig immer weiter entwickeln. Hier liegt mein Fokus natürlich auch auf die regelmäßige Dividendenzahlung. Dazu einige Wachstums-Company`s die schneller wachsen, einige mit und einige ohne Dividendenzahlungen.

 

Oft laufen die beiden Bereiche gegensätzlich. Wie es z.B. letztes Jahr sehr deutlich zu sehen war, IT & Wachtum (Apple, Meta, Amazon, Alphabet, Netflix) brach um 20-50% ein und die Langweiler (Coca Cola, Pepsi, Telekom, P&G, Unilever) wurden als defensive Werte gekauft und stiegen.

Damit schwankt dann das Depot nicht so sehr und die defensiven Werte helfen mit ihren Ausschüttungen zusätzlich mit „fresh money“.

Gerade bei Anlegern die regelmäßig sparen sind die monatlichen Einkünfte verplant. Jetzt gibt es aber Chancen am Markt wo man gern einkaufen würde, nun hat aber dafür kein Geld und müsste jetzt dafür eine andere Position auflösen, was man aber auch nicht möchte.

Genau hier kommen die Dividenden in`s Spiel, sie bringen immer wieder Cash und damit freies Geld das für solche Situationen bereit steht.



   
himself63 reacted
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Gold-oder-Aktien
(@gold-oder-aktien)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 765
Themenstarter  

@archie

Wenn man die Dividende nicht rauszieht und für Konsum ausgibt, ist es ja auch eine thesaurierende Anlage, nur das ich entscheide wo das Geld hin fließt.

Es gibt genug Company`s wo trotzt Dividendenzahlungen auch in Wachstum investiert wird. Mir persönlich ist es lieber, wenn ich beides bekommen kann. Die Dividende die ich erhalte kontrolliere ich selbst. Bei der Company kann ich nicht kontrollieren was sie mit „meinem Geld“ machen und ob die Investitionen einen Mehrwert schaffen, oder mein Geld nur verbrannt wird. (Bsp: Daimler Fusion zu Daimler Chrysler, Bayer Kauf von Monsato)

Daher immer sehr gerne die Dividende zum mir. Beispiel: Apple, Microsoft, Novo Nordisk  = Wachstum + Mini Dividende.

 

Ich sehe es auch so:

Wachstumswerte brauchen oft einen Anlauf von vielen Jahren bis das Geschäft läuft. In dieser Zeit erhalte ich als Aktionär wenigstens etwas Dividende wenn der Kurs schon nicht aus dem Knick kommt 😉  Wenn der Durchbruch dann kommt und der Kurs hoch knallt bin ich dabei, habe aber in der Vergangenheit schon etwas „fresh money“ erhalten. Beides ist schön 😉

 

Die Kursdelle nach dem Ex-Tag wird sehr schnell wieder aufgeholt. In D dauert es oft etwas länger 1-3 Monate. In den USA ist es oft nicht zu bemerken, bzw. ist nach wenigen Tagen Geschichte. Aber was wichtig ist: das Geld ist dann bei mir 😉

und genau das finde ich viel besser als wenn es irgendwo rumliegt 😉

 

Die jährliche Dividendenzahlung der deutschen Company`s hat aus meiner Sicht einen entscheidenden Vorteil: man bekommt einen größeren Betrag mit einem Mal überwiesen und dieser steht sofort  für neue Investitionen zur Verfügung. Dazu ermöglicht die jährl. Zahlweise für aktive Dividendenjäger eine Möglichkeit mehr Ertrag zu generieren, als mit einer sturen einkaufen + halten Strategie erreichen kann. Dass hier eine Planung und strenge Disziplin notwendig ist, versteht sich von selbst. Hier habe ich neulich kurz gezeigt wie ich es mache Bsp: Mercedes + VW Vz, demnächst kommt da noch mehr)

Persönlich versuche ich meinem Freistellungsauftrag möglichst nur mit Company`s aus Deutschland, Australien und UK  auszuschöpfen. Das hat aber nur etwas mit der Quellensteuer in den anderen Ländern zu tun. Aus diesem Grund trenne ich auch meine Investments nach verschiedenen Strategien und verteile diese auf unterschiedliche Depots.

 

Ein weiterer Vorteil von unterschiedlichen Depots, ist am Beispiel meines US-Depots:

  1. kein Freistellungsauftragsauftrag, d.h. was ankommt ist bereits mit Quellensteuer belastet, also netto
  2. alle US-Dividenden laufen in $ rein (keine Umrechnung in €)
  3. es ist nur auf eine Strategie ausgerichtet: kaufen, liegenlassen, Dividende kassieren
  4. ich muss hier nicht oft reingucken, läuft alles automatisch, d.h. einmal alle 6 Monate genügt, dieses Depot ist nur für US-Company`s (mit einigen AUS Ausnahmen) 
  5. sehr pflegeleicht da keine Aktion, kein aktives handeln

Mein Ziel ist es hier, mittelfristig eine monatliche Dividende von 300$ und langfristig von 1.000$ zu erhalten. Wann ich das schaffe? Keine Ahnung da es auch nicht das Prio-Depot ist, doch es entwickelt sich ohne Stress.

 

In der Vergangenheit habe ich hier schon öfter über interessante US-Company`s mit ihren ex- und pay-Terminen und den Dividenden geschrieben. Blättere doch einige Seiten zurück.

Danke für deinen Hinweis zu den Quartalszahlern. Ich nehme es mal auf meine to do Liste auf.

Die monatlichen Zahler sind fast alles REIT oder BCD Company`s, das ist ein extra Bereich für den ich zwar eine gut gepflegte Watchlist habe aber kaum investiert bin.

Diese Company`s stehen bei mir nur bei einem möglichen Immobiliencrash in den USA auf dem Schirm, dann würde ich selektiv einkaufen. Aber das Niveau aktuell, ist mir trotzt der kleinen Ausrutscher von 20-30% vom Jahresanfang zu hoch zum einkaufen. Die Zinsen steigen immer noch, die Mietausfälle sind noch ganz am Anfang und können noch problemlos aufgefangen werden. Aus meiner Sicht sieht dieser Bereich viel besser aus, als es ihm eigentlich geht, doch hier brauche ich noch Geduld wenn ich kaufen möchte. Aktuell möchte ich es nicht, da müssen sich die Kurse noch halbieren bevor es interessant wird. 

 

Rechtfertigen solltest du bei Investments nie. Das klingt nach einer Verteidigungsstrategie und die sollte nie zum tragen kommen. Verteidigung ist ein Blick zurück. Zum reflektieren ok, aber dann nur stur nach vorn.

Du fällst Entscheidungen, idealer weise nach einer Recherche und hast eine Investmentidee und eine Erwartung, ein Ziel.

Jetzt gibt es nur die Scenarien:

1. du liegt richtig, es läuft = Sonnenschein, Schulterklopf, Super
2. du liegst vielleicht richtig, aber es passiert nichts, oder Kurs geht nach unten = prüfen ob sich an deiner ursprünglichen Einschätzung etwas verändert hat, die Company schlechte News gebracht hat, oder ähnliches, da gibt es nur drei Möglichkeiten:

a) alles läuft gut, nur die Börse sieht es nicht so = Geduld, abwarten, es wird schon
b) es gibt schlechte News, prüfen ob diese nur kurzfristig sein könnten, oder existenzbedrohend = verkaufen, auch mit Verlust und später wiederkommen, zwischenzeitlich dein Geld anderweitig investieren
c) schlechte News = diese aushalten, weiter abwarten und hoffen (ist meist die falsche Entscheidung, der erste Verlust ist der Kleinste!)

 

3. du liegst falsch, etwas übersehen, eine neue Entwicklung, Eingriff durch die Politik = verkaufen, raus da, weg damit

Doch egal was du tust, du musst dich nicht rechtfertigen! Es war deine Entscheidung und es ist dein Ergebnis. Fehler machen wir alle. Wichtig ist es diese nicht zu wiederholen! …. und dann geht es weiter 😉



   
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Gold-oder-Aktien
(@gold-oder-aktien)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
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Themenstarter  

SPEZIAL – Zahlenspiele zwischen Realität und Fiktion

Das Lesen zwischen den Zeilen wird ausdrücklich empfohlen.

 

Warnhinweis:

Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie ihren gesunden Menschenverstand, oder diverse Berater ihrer Wahl. Die folgenden Ausführungen sind keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen, sondern hypothetische Zahlenspielereien. Man könnte auch sagen eine Simulation von Wahrscheinlichkeiten

 

Neulich habe ich Porsche erwähnt. Hier bleibe ich länger dabei, da ich hier einen weiteren Kursanstieg erwarte. Zuerst muss ich aber erklären von welcher Porsche Aktie rede ich hier?

Von beiden!

  1. Porsche AG Vz – der Autohersteller

Diesen sehe ich als längerfristiges Investment mit der „Hoffnung“ das ich hier einen ähnlichen Kursanstieg wie bei Ferrari sehe. Warten wir es ab 😉

  1. Porsche SE Vz – die Holding die Anteile an der Porsche AG hält, die auch VW Anteile hält und von beidem nicht wenig.

 

Während die Porsche AG die spannende Aktie mit tollen Sportwagen ist und vor allem Autoliebhaber begeistert, ist die Holding die „langweilige“ Beteiligungsgesellschaft, die aber entscheidende Anteile hält. Die Holding bekommt von VW aktuell jedes Jahr über 7€ Dividende, schüttet für Ihre Anteilseigner aber nur etwas über 2,50€ aus. Dieses Jahr gab es auch noch die VW-Sonderdividende über 19€  und dieses Jahr wird es erstmalig auch eine Dividende über 1€ von Porsche, dem Autohersteller geben. Die anderen Mini-Beteiligungen der Holding vernachlässige ich hier mal.

Aus Dividendensicht ist aktuell natürlich die Holding interessanter als der Autohersteller. Für den halben Einsatz, bekomme ich die doppelte Dividende. Spannende Kiste um mit kleinem Einsatz im Juli etwas „fresh money“ zu bekommen. Oder?

 

Aber warum kaufe ich dann die Porsche AG?

Weil ich ganz subjektiv die Autos mag! Weil ich ganz objektiv dem Vorstand etwas zutraue und weil ich persönlich einen Kurs von über 200€ von der Porsche AG erwarte. Wow, über 200€, verrückt nicht wahr?

Ja klar, ist ja nur meine Meinung, die ich festmache an diesen Fakten und Erwartungen:

  1. Ein guter aktiver Vorstand der etwas bewegt (auch bei VW)
  2. Tolle Autos die teilweise noch sehr günstig sind und damit immer wieder Preisanhebungen durchsetzen werden und damit mehr Ertrag
  3. Wenig verfügbare Aktien. Nicht vergessen, es ist nur ein Bruchteil der Stücke an die Börse gekommen, Großaktionäre haben mit einem Horizont >5Jahre, eher sogar >10 Jahre ihre Pakete gekauft. VW hält seinen Anteil fest und denkt nicht daran etwas davon zu verkaufen, Porsche ist ja die Ertragsperle im Unternehmen. Wer Porsche gekauft, oder gezeichnet hat, der behält sie meist langfristig. Die Fonds/ETFs die den DAX abbilden mussten Porsche nach dem Börsengang kaufen und halten auch langfristig.
  4. Immer wieder neue Käufer kommen nach und treffen auf kein sehr großes Angebot
  5. dazu gibt es Dividende

 

Ganz ehrlich, wenn ich ein echter Porsche Fan bin, der auch das Auto fährt, dann muss ich doch auch Porsche Aktien in mein Depot holen und wenn es nur dafür ist, um mir damit den nächsten Porsche zu finanzieren 😉

 

Beispielrechung gefällig:

Porsche 911 Carerra kostet im Durchschnitt rund 150.000€, der ist nicht ganz nackt, aber auch nicht vollgepackt mit Extras mit einer Top-Ausstattung geht er locker über 200.000€

Porsche 911 Turbo ist für rund 230.000€ zu haben, natürlich geht auch mehr 260.000€ sind keine Hürde

Porsche Cayenne, hier sollte man rund 100.000€ in die Hand nehmen

Porsche Macan bekommt man schon mit guten Extras für rund 80.000€

 

Ist euch schwindelig von großen Zahlen?

Nicht schlimm, von dem was ein guter Porsche kostet kann man sich schon ein EFH oder eine Wohnung kaufen, nur nicht in München 😉

Aber der Porschefahrer hat das Haus oder die Wohnung meist schon und einen Porsche und oft noch einen SUV für jeden Tag. Was macht der in drei Jahren? Richtig einen neuen Porsche kaufen! Das ist das was ich gut finde, denn als Aktionär profitiere ich davon.

 

Und jetzt schwenke ich von der Theorie in die Praxis, in das echte Leben:

was meint ihr wie viele der Porsche-Fahrer, die echten Porsche Fans und auch die „Möchte-Gern-Porsche-Fahrer“ auch Aktien von Porsche zum Börsengang gekauft haben, oder auch danach?

Wie viele besitzen wirklich Porsche Aktien?

Ich wies es leider nicht, aber ich vermute es sind weniger als 5% .

 

Denn diese Porsche-Fahrer und Hausbesitzer sind oft noch gar nicht auf die Idee gekommen, dann man in Porsche investieren kann, das man mit seinem Hobby auch noch Geld verdienen kann und dazu auch Spaß haben. Verrückt nicht wahr?

 

Wenn ich bei Porsche im Marketing arbeiten würde, dann würde jeder Kunde der einen neuen Porsche kauft, eine Gratis-Aktie von mir geschenkt bekommen. Viel besser als eine Flasche Schampus, oder ein Taschenset. Hey Leute, damit würde ich denen doch erst die Augen öffnen und wenn man dann eine Aktie erst hat … 😉

Dazu kommt das die Porsche-Eigner meist nicht ganz arm sind und damit es für diese auch kein großer Akt ist für 10.000€ einige Porsche Stücke zu kaufen – ist doch eh Spielgeld, soviel haben die neuen Felgen als Extrawunsch gekostet.

Für 10.000€ bekam man heute 87 Stück Porsche AG Vz Aktien, dafür bekommt man in zwei Wochen 87,87€ Dividende überwiesen.

Mist das reicht nicht mal für eine neue Aktie und auch nicht für eine Tankfüllung.

Was mache ich jetzt? Na jetzt habe ich Blut geleckt und kaufe noch mal für 10.000 weitere Porsche Aktien. Hey das fühlt sich doch gut an,oder ?!

 

Warte mal kurz, mein neuer Porsche hat 150.000€ gekostet, ok, ok, ich habe es zwar nicht nötig zu sparen, schließlich fahre ich Porsche.... Doch wenn ich etwas zusätzlich investieren würde, sagen wir mal ich nehme die 100.000€ die ich gespart habe, weil ich nur den 911er gekauft habe und nicht den 911 Turbo Cabrio 😉

Also nehme ich die 100.000€ kaufe davon in mehreren Paketen Porsche Aktien und lasse die mal liegen. Vielleicht machen die ja 10% p.a., schon wieder wow!

Ich habe echt 10% p.a. gesagt, verrückt oder?

Hey Leute, von heute beim Kurs von 115€ wären 10% +11,50€ = 126,50€ Kurs an der Börse. Hey ganz ehrlich, klingt das so unrealistisch?  Für mich nicht!

 

Jetzt schaue ich auf den Porsche Fahrer mit seinem 911er Carrera und den gesparten und angelegten 100.000€ = 870 Stücke von Porsche.

Anfang Juli kommen da 878,10€ Dividende und im Jahresverlauf knackt die Aktie den Kurs von 126,50€ (reine Spekulation) dann kommen noch mal rund 10.000€ dazu.

 

Klar kommt da noch die Steuer runter, das Finanzamt möchte seinen Anteil, doch wenn ich das Spiel weiterspiele, der Porschefahrer vielleicht selbstständig ist, der Porsche ein Firmenwagen, der Steuerberater ein Fuchs (zugegeben gibt es eher selten), 3 Jahre Afa, die Porscheaktien als Investitionsrücklage im Betriebsvermögen, Auflösung für den nächsten Porsche, natürlich wird die volle Umsatzsteuer gezogen und der „Alte“ bleibt noch in der Firma und wird gegen 1€ zu Ende abgeschrieben. Dann kostet der Porsche effektiv vielleicht 50.000€ wenn überhaupt. Dazu hat man alle drei Jahre einen neuen Porsche, dazu einen guten Gebrauchten der zu schade zum verkaufen ist und den die Frau, Tochter, Sohn fährt. Also ich sehe hier ein echt großes Problem!! Die Garagen werden zu klein 🙂 

 

Hey Leute, ich weiß, ich bin heute weit weg von Aktien & Investments, aber ich bin gerade so im „Porsche-Fieber“. Nehmt nicht alles für bare Münze was ich schreibe und fangt nicht am Wochenende an zu rechnen ob sich für euch ein Porsche lohnt und ob er in die Garage passt.

Stop! Fahrt nicht am Montag zum Porsche Händler, oder wenn, fahrt erst zum Steuerberater, dann zur Bank, für die Firma lohnt es sich natürlich den Porsche zu finanzieren (nicht leasen), noch eine Betriebsausgabe 😉 und das Aktienpaket vielleicht doch eher privat kaufen?!

Hey Leute, wenn nächste Woche die Verkaufszahlen von Porsche in die Höhe knallen und die Handelsumsätze von Porsche an der Börse auch, dann bin ich schuld, aber ist nicht schlimm 😉

 

Lieber Herr VV Oliver Blume, eventuell haben Sie einen Job im Marketing & Verkauf für mich frei? Ich schule auch in jedem Autohaus in der DACH-Region die Verkäufer auf die Porsche Aktie persönlich und nicht nur die Kunden werden es mir danken.

 

Hey Leute, ich sage euch Bescheid wenn ich den Job habe, aber dann streicht mein vorhin genanntes Kursziel, das neue Kursziel wird dann 300€/Aktie sein und das nur als Zwischenziel.

Gebt mir dann noch zwei Jahre und wir haben die 500€/Aktie – hey, ihr habt aber schon verstanden das die Vorrausetzung dafür ein 3-Jahres-Vertrag bei Porsche ist damit ich dort etwas bewegen kann 😉

 

Spaß bei Seite, ich fühle mit euch, denn ihr müsst das Ganze lesen, was ich heute Nacht in die Tasten hämmere. Aber hey, Aktien & Investments ist ein trockenes Thema, etwas Benzin, Diesel, oder Strom kann da nur helfen und wenn es euch zu  viel wird, klickt mich einfach weg.

Wer nicht wegklickt ist selbst schuld, ein Tipp zwischendurch: vielleicht noch schnell ne Pizza und eine Flasche Wein bestellen? Die Nacht kann noch länger werden 😉

 

Noch zwei Fakten:

Im Jahr 2022 wurden rund 29.300 neue Porsche in Deutschland zugelassen und insgesamt fuhren zum Jahreswechsel 2022/2023 rund 371.200 Porsche mit Kennzeichen in Deutschland.

 

Jetzt nehme ich mal die 29.300 neuen Porsche von 2022 und nur jeder zweite Porschekäufer kauft das besagte kleine Aktienpäckchen von Porsche über 10.000€.

Das sind 146.500.000€ oder in Worten rund 146 Mio € Investitionsumme. Davon kann man zum Kurs von 115€ genau 1.273.913 Stück (1,27 Mio) Porsche Aktien kaufen, natürlich nur theoretisch, da diese Nachfrage den Kurs schon ordentlich hoch schleudern würde und man nicht alle Stücke für 115€ bekommen würde. Echt schlimm, könnt ihr das fühlen?! Diesen Schmerz wenn man kaufen möchte und nicht genug bekommen kann und immer teurer nachkaufen muss?!

 

Noch eine kleine fiktive Rechnung? Na klar, gerne doch 😉

Nehmen wir die 371.200 Porschebesitzer in Deutschland, inzwischen ist die Zahl schon wieder höher. Ich runde mal ab auf 350.000 Besitzer und vernachlässige die 21.200 weil die kein Geld haben und nur ihren Porsche.

Aber die anderen 350.000 Porschefahrer kaufen jeder für nur 1000€ = rund 8 oder 9 Aktien je nach Kurs. Wobei seht ihr das auch? Nur 8 Stück oder 9 Stück, das sieht doch irgendwie blöd aus, komm wir machen eine runde Zahl also wenigsten 10 Stück = 1.115€. 🙂

Also diese 350.000 Porsche-Besitzer kaufen jeder 10 Aktien von Porsche, das sind dann insgesamt 3,5 Mio Stück. Was glaubt ihr wo dann der Kurs steht?

 

Wobei glaubt ihr echt, diese echten Porsche Fans sind mit 10 Aktien zufrieden? Ein oder zwei Porsche in der Garage und nur 10 Aktien? Ist doch ein Witz oder? Hey Leute, seht ihr das Potential?  Lasst es mal auf euch wirken.

Hey habt ihr aufgepasst? Genau, wir haben nur nach Germany geguckt, mehr sage ich nicht 😉

 

Ich hoffe es geht euch gut und ihr habt Getränke, Essen und könnt mir entspannt folgen 🙂

Als Marketing- und Verkaufsguru drehe ich natürlich noch ein größeres Rad, lehnt euch zurück.

 

Als Porschefahrer möchte ich doch mein Hobby und auch meine Überzeugung nach draußen tragen. Da muss ich doch förmlich auch bei der Porsche Bank mein Geld anlegen (aktuell zwischen 1,8% und 3,2% p.a.). Leasing, Finanzierung, Versicherung und Kreditkarte, also alles was das Herz begehrt.  Sehr ihr was hier an Potential schlummert, das nur zu kleinen Bruchteilen gehoben ist? Doch keine Angst ich fange hier keine neuen Zahlenspiele an, das ist nur ein kleiner Schubser für die Gedanken.

 

Jetzt kommt aber doch noch ein klitzekleiner Nebensatz:

Wem gehört Porsche? Ja richtig Volkswagen und VW hatte zum Jahreswechsel 2022/2023 rund 10,2 Mio PKW insgesamt in Deutschland zugelassen. Allein im Jahr 2022 wurden 481.000 PKW in Deutschland  neu zugelassen. Hey und wisst ihr was? Ja auch von VW kann man Aktien kaufen 😉

Wobei, wer hielt nochmal Aktien an VW und an Porsche? Das waren doch Stammaktien. Ja, richtig die Holding ...

Hey Leute, wie so vieles im Leben, es gibt eigentlich selbstverständliche Dinge die man nicht sieht weil man sie jeden Tag sieht.

Warum kaufe ich als VW Käufer nicht auch einige VW-Aktien?

Das ist doch mein Auto und ich mag es, daher die Entscheidung dafür. Doch was mache ich mit meinem Cash? Sparkonto für 0,01% p.a.? Genau gibt es noch ganz viele Banken, die stecken sich die Zinserhöhungen der EZB lieber in ihre Tasche, statt dem Kunden etwas abzugeben.

Doch sorry ich bin abgeschweift. VW und 481.000 Neuzulassungen (2022) in Deutschland. Gut hier muss ich differenzieren. VW ist nicht Porsche, wie vielen VW-Käufern gebe ich jetzt eine VW-Aktie? Jedem eine? Jedem zehntem fünf, oder auch nur eine?

Rechnet selbst. Doch um es vorwegzunehmen, ich möchte keinen Job im Marketing& Verkauf bei VW, Porsche würde mir vollkommen genügen  😉

 

Übrigens habt ihr es gesehen? VW hat in 2022 mehr VW-Autos verkauft als Porsche insgesamt und überhaupt auf deutschen Straßen unterwegs sind!

Hey Leute, ja ich verstehe euch, ist echt schlimm heute mit mir und zum Ende komme ich auch nicht. Doch dann gibt es im Hause VW noch Seat, Skoda, Cupra, Audi, Bentley und Lamborghini. Dazu noch ein Motorrad: Ducati (Mercedes wollte die vor Jahren übrigens auch kaufen, nur VW war schneller).

Ihr habt Glück, auch wenn ich gern Lamborghini an der Börse sehen würde, ich lasse die Konzernmarken in Ruhe und rechne nicht mehr weiter.

 

Doch abseits der Autohersteller und dem Benzin im Blut, komme ich wieder auf eine Grundregel beim investieren:

Kauft Anteile (Aktien) von den Company`s die ihr kennt, deren Produkte ihr nutzt und denen ihr durch euren täglichen Konsum, jedes Jahr üppige Gewinne beschert. Beteiligt euch und ihr bekommt jedes Jahr etwas Cash back zurück. Stark oder?

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, ich werde hier immer wieder auf diese Company`s hinweisen und nein, es müssen keine Autohersteller sein. Der tägliche Konsum ist sehr breit gestreut. 

 

Egal ob ihr einen Müsliriegel, einen Anzug, eine Tasche, Alkohol, Auto, oder Luxusartikel kauft, egal ob ihr eine Kreuzfahrt macht, oder lieber irgendwohin fliegt. Haltet die Augen offen, wer verdient an euch? Was kaufen die Kids? Was ist in, was ist heiß, was ist angesagt?

Der neue E-Mustang von Ford, die neue Apple Vision Pro, Gucci Shopper Ophidia, oder doch lieber ein Tesla, ein Macbook, eine Hermes Stepple? Was soll`s eine Pampers, eine Milka, ein Ardbeg und ein Latte von Starbucks sind auch ok. Die Gewinne dieser Company`s kommen von euch, immer wenn ihr die Kredtikarte zückt klingelt die Kasse. Bei euch auch? 

Stellt euch nur die Frage: Verdient ihr an diesen Company`s ?

Ja = super!

Nein = warum nicht?

 

Eigentlich wollte ich heute über meine aktuellen Käufe + Verkäufe + Investmentideen erzählen. Was diese Woche gelaufen ist und über welche nächsten Anlageideen ich nachdenke. Doch dann habe ich mit Porsche angefangen und bin hängengeblieben, sorry.

Wenn ihr heute bei deutschen Nebenwerten einige Ausschläge gesehen habt, so ist daran nicht nur die Hexe (vom 3.ten Freitag im Monat) schuld, sondern ein klein wenig auch ich 😉 doch auch dazu demnächst mal mehr.

Erholt euch gut, von mir und meinen Texten und damit wünsche ich euch ein tolles Wochenende, bis demnächst!



   
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(@dunkelroterfaden)
Schach Profi Blackwater Stammleser
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@gold-oder-aktien 

Heute wollte ich direkt Aktien shoppen gehen, aber ist ja Samstag. Hoffentlich bekommst du den Job bei Porsche


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(@gesperrter-nutzer)
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Veröffentlicht von: @gold-oder-aktien

Tolle Autos die teilweise noch sehr günstig sind

Veröffentlicht von: @gold-oder-aktien

von dem was ein guter Porsche kostet kann man sich schon ein EFH oder eine Wohnung kaufen

😵‍💫

Dieser Moment, wo ich mich als Geringverdiener fühle…

Porsche hatte vor einigen Jahren mal eine Werbung an ihrer Werkshalle hängen zum neuen 911. Slogan:

“Noch so ein Auto, das keiner braucht und jeder haben will.“

Genau mein Humor. Aber als jemand, der nicht mal ein Auto hat, ist die Vorstellung, mehr als 100.000€ für ein Spielzeug auszugeben, vollkommen absurd. Ich würde nichtmal mehr als 30.000€ für ein Auto ausgeben (meine Definition Auto: Mobilitätslösung mit Nutzen im Alltag; Spielzeug: Fahrzeug das für jeden erdenklichen Usecase eines Autos entweder unter- oder überdimensioniert ist. 🤪)

Wieder ein toller Text und gute Unterhaltung am Samstagmorgen! Irgendwo in meinem Heuhaufen liegen die von Dir erwähnten Papiere, aber da müsste ich ja suchen… da lasse ich mir lieber mein Croissant und den Kaffee schmecken und schaue dem Beta bei der Arbeit zu. ☕🥐😊

Schönes Wochenende alle zusammen!



   
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mrtn
 mrtn
(@mrtn)
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@gold-oder-aktien Das war wieder ein sensationeller Text. Man könnte es auch so betiteln: "die Lust an Aktien". Du hast einen tollen Spirit vermittelt! Vielen Dank!

Und der nächste Porsche auf der Strasse wird mir nun noch mehr auffallen 🤣 



   
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Gold-oder-Aktien
(@gold-oder-aktien)
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Sommerpause?! Oder doch nicht?

Investieren ist immer eine gute Idee

Eine Woche der Entspannung liegt hinter uns. Nicht nur die Aktionäre, sondern auch die Börsen und die Kurse konnten entspannen. Die Highflyer der letzten Tage und Wochen kommen etwas zurück. Die Urlaubszeit beginnt und damit die schwächere Zeit mit weniger Umsätzen, mit Gewinnmitnahmen und mit Absicherung bestehender Positionen.

In der kommenden Zeit ist etwas mehr Ruhe angesagt, doch auch in dieser Ruhephase lauern Chancen. Unabhängig von den Notenbanken und den Unternehmensmeldungen wird es im Sommer einfach ruhiger. Das ist aber auch die Zeit wo man seine „Lieblingscompany`s“ von denen man immer zu wenig im Depot hat und auch die Kandidaten der persönlichen Watchlist mit tiefen Einkaufslimits versehen kann und dann nur noch abwartet, oder auch in den Urlaub fährt.

Kommt man aus dem Urlaub wieder und hat Glück gehabt, hat man automatisch etwas gekauft was man schon immer haben wollte. Das heißt aber auch das es zwischenzeitlich einen Absturz gab, ist das jetzt auch positiv?

Kommt man aus dem Urlaub zurück und man hat keine Nachkäufe im Depot, heißt das jetzt dass man Pech hatte, weil es keinen Absturz gab?

Ihr seht schon, Glück und Pech liegen auch immer im Auge des Betrachters und können unterschiedlich interpretiert werden. 😉

 

Demnächst werde ich auch im Urlaub sein, aber da sage ich noch kurzfristig Bescheid.

Vor meinem Urlaub werde ich dieses Jahr einige Gewinne sichern, hier und dort einige Sparpläne über den Sommer aussetzen um dann im September-Oktober mit dem zwischenzeitlich gesparten Cash auf Einkaufstour zu gehen.

Warum ich das mache?

Dieses Jahr grummelt mein Bauch und der hat oft recht, also bekommt er seine Chance und wenn er daneben liegt gibt es im Herbst zur Strafe eine Diät 😉

Ihr seht schon, Börse muss nicht immer sooo ernst sein, auch wenn es immer um`s Geld geht. Etwas Abstand von den Tagesmeldungen kann auch helfen.

 

Meine langfristigen Depotpositionen kennt ihr, daran wird nichts geändert, das ist die Basis dieses Depots. Bei Schwäche und Chancen kaufe ich hier natürlich immer wieder nach.

Bei den kurz- und mittelfristigen Positionen, der Dividendenjagd, meinen geliebten Sondersituationen handele ich schon etwas aktiver, aber nicht so viel, dass es in Trading ausartet.

Schon vor dem Kauf solcher Aktien, mache ich mir konkrete Gedanken:

  • warum sollten diese Aktien steigen,
  • in welchem Zeitrahmen und
  • wie schnell,
  • wie hoch?

 

Dazu auch die Exit-Strategie:

- wann steige ich aus,

- gestaffelt, oder auf einmal,

- was ist wenn die Position gegen mich läuft, also sich nicht so entwickelt wie erwartet?

- Gebe ich ihr mehr Zeit weil die Story und meine Erwartung stimmt?

- Verkaufe ich auch mit Verlust weil es ein Fehlgriff war, oder ich eine bessere Idee habe?

 

Nachfolgend zeige ich euch einige konkrete Beispiele meiner aktiven Dividendenjagd mit kleinem Einsatz.

Mein Kapitaleinsatz: max. 2.000€

Ziel: 20-30% Ertrag nach Steuern p.a.. Dividenden erhalten, ohne sich und sein Geld langfristig an die Company zu binden

Der Weg: rechtzeitig einkaufen, oft gestaffelte Käufe, HV abwarten, Dividende erhalten, Position verkaufen nach dem Kursabschlag wieder aufgeholt ist, oder auch sofort am Ex-Tag verkaufen, wenn die Position trotzdem im Plus ist (Ausnahme, wenn die HV schlecht lief, oder dort schlechte News kamen)

Geplanter Zeitrahmen: 1-3 Monate

 

Mercedes Benz Group Kauf 10 Stk 17.04.23  - 70,10€ = 701,00€

Mercedes Benz Group Kauf 10 Stk 20.04.23  - 68,42€ = 684,20€

Mercedes Benz Group Verkauf 20 Stk 19.05.23 - 71,33€= 1.426,60€

Gewinn 41,40€

Mercedes Benz Group 08.05.23 Div 104,00€

Ertrag gesamt: 145,40€ (Haltedauer ca. 1 Monat)

 

Volkswagen Vz  Kauf 5 Stk 14.04.23 - 127,34€ = 636,70€

Volkswagen Vz Verkauf 5 Stk 12.06.23 - 128,40€ = 642,00€

Gewinn 5,30€

Volkswagen 15.05.23 Div 43,80€

Ertrag gesamt: 49,10€ (Haltedauer ca. 2 Monate)

 

DWS Group Kauf 19 Stk 24.03.23 - 27,34€ = 519,46€

DWS Group Kauf 19 Stk  24.05.23 - 28,98€ = 550,62€

DWS Group Verkauf 38 Stk  16.06.23 - 29,50€ = 1.121,00€

Gewinn 50,92€

DWS Group 20.06.23 Div 57,35€

Ertrag gesamt: 108,27€ (Haltedauer ca. 3 Monate)

 

Einsatz gesamt mit zeitlichen Überschneidungen:  3.091,98€ Ertrag gesamt: 302,77€

Auch wenn das jetzt nett aussieht, steckt hier viel Arbeit drin, denn aktive Dividendenjagd ist kein Selbstläufer (Recherche, Auswahl der Positionen, Timing, Zeitrahmen, Newsalarm, Exit).

 

Die deutsche Dividendensaison neigt sich dem Ende zu, noch eine Handelswoche im Juni, dann noch der Juli und dann wird es ruhiger. Damit kommt die Zeit für einige Dividenden aus dem Ausland (UK, AUS, USA, CDN).

Beim langfristigen und regelmäßigen Sparen ist diese Dividendenjagd natürlich totaler Quatsch. Es macht Arbeit und Aufwand. Oder doch nicht?

Diese Frage muss sich jeder selbst beantworten!

Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten und euch zeigen wie es funktionieren kann.

 

Ein kurzer persönlicher Rückblick:

Meine ersten Schritte an der Börse, als ich angefangen habe, fingen genau so an. Ich ging damals mit meinen zusammengesparten 2.000 DM zur Sparkasse, ja echt die Sparkasse war mein erster Anlaufpunkt. Die hatten einen monatlichen Newsletter auf Papier, so echt gedruckt und in Farbe und so. Dort hatte ich einen Termin bei einem Wertpapierberater und sagte ihm, ich habe nur die 2.000 DM und welche Aktie er mir dafür empfehlen kann. Er hat mich nicht gleich ausgelacht, sondern sich etwas Zeit genommen und mir sogar eine Aktie empfohlen!

Ja, eine echte Empfehlung habe ich bekommen und auch den Hinweis das viel Bewegung im Depot auch viel Gebühren kostet.

Da ich konkret gefragt habe und konkrete Ziele hatte, habe ich auch eine gute Beratung bekommen – von dem Mitarbeiter Sparkasse – mein Respekt!

Wobei von Haftungsfragen, Belehrungen und diversen Fragebögen damals noch nicht die Rede war. Vielleicht hat er auch nur Mitleid gehabt, mit dem Verrückten der mit seinen 2.000 DM bei ihm im  Büro stand. Verrückt bin ich heute noch, mehr sage ich dazu nicht 😉

Ich habe seine Empfehlung nicht gekauft, aber die Entwicklung der Aktie verfolgt und es war eine gute Empfehlung.

Stattdessen habe ich angefangen mit der Dividendenjagd und diese einige Jahre sehr erfolgreich betrieben und meine Strategie optimiert. Für mich gab es damals nur diese eine Möglichkeit mit kalkuliertem Risiko und nur 2.000 DM in kurzer Zeit Einnahmen zu erhalten. Mit der Zeit wurde der Hebel größer und mit 10.000 DM hat das dann schon richtig Spaß gemacht. Zwei Jahre später habe ich mich bei Franklin Templeton bei der deutschen Niederlassung in Frankfurt beworben, aber das ist eine andere Geschichte 😉

 

Letzte Woche habe ich Porsche erwähnt. Wenn ich heute auf die Kurse blicke da lacht doch mein Jägerherz, die Porsche AG von 115€ auf 108,80€ runtergekommen und Porsche SE pendelt um die 54€. Aus meiner Sicht ist das positiv, bekomme ich doch mehr Stücke für weniger Geld 😉 

Das sieht natürlich nur der langfristige Investor und der Sparplansparer so. Für den Trader ist es eher ein verpasster Gewinn, aber auch eine Chance für den nächsten Trade. Wieder das mit dem Betrachtungswinkel!

Hey, es immer eine Frage der Betrachtung, immer! Denn an der Börse muss es immer jemand geben der verkaufen möchte und immer jemand der kaufen möchte.

Der DAX  war im Juni auf über 16.300 und ist aktuell bei 15.825 Punkten. Schön, auch der DAX entspannt etwas und ich finde das gar nicht schlimm. Vielmehr warte ich dass einige Schwergewichte günstiger werden und meine Kauforders greifen. Aber ich habe da keine Eile, sondern den ganzen Sommer Zeit.

Da ich heute keine Warnung über einen kurzen Beitrag abgegeben habe, bleibt es heute auch kurz. Ich wünsche euch wie immer, ein schönes Wochenende & habt eine schöne Zeit!



   
himself63, mrtn, dunkelroterfaden and 2 people reacted
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