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Frage Geld anlegen - wie starten?


Aleyna
(@aleyna)
Milkshake New in Town Rose
Beigetreten: Vor 3 Wochen
Beiträge: 3
Themenstarter  

Hallo, ich bin's die Aleyna! Ich verdiene mein erstes Gehalt und bin Bürokauffrau. Ich bekomme 1650 Euros netto raus und weiss es ist ein gutes Gehalt für den Einstieg. Durch sparen aus der Ausbildung und durch Geschenke habe ich 10 000 Euros angespart. Ich möchte einen Teil von meinem Gehalt monatlich sparen, also so 300 Euros und die 10 000 dazu tun. Gelesen habe ich über ETF auf reddit, aber ich gebe zu, es ist mir etwas zu doof dort. Ich stelle eine Frage und bekomme hundert Meinungen. Wie lege ich das Geld jetzt an? Es soll schon lange sein, ich möchte es für später haben als Vorsorge.

Riester soll ich nicht machen? Habe ich so verstanden.


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marcelleh75
(@marcelleh75)
Half Bread Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 32
 

Hallo @aleyna,

schön das du den Weg hierher gefunden hast.
Der Artikel Blackfolio gibt dir einen ersten Einstieg in die Thematik, weiß nicht, ob du den schon gelesen hast.

Wie auch dort im Artikel beschrieben, solltest du dir über deine Ziele mit dem Investment und deine Risikotoleranz Gedanken machen. D.h. welchen Verlust kannst du temporär emotional verkraften, die Börse ist eben keine Einbahnstraße. Den letzten größeren Minicrash gab es im letzten Jahr. Ich selbst habe 70-80% im Investbereich, den Rest als Cash. Deine Ziele scheinen ja zu stehen, Vorsorge. D.h. dein Anlagehorizont ist vermutlich > 20 Jahre.
Dann ein Depot eröffnen, einen weltweit investierenden ETF wählen bspw. Vanguard, den Teil der Einmalanlage der in den Investanteil soll ordern, den Sparplan einrichten, den sicheren Teil auf einem Bankkonto einzahlen und ebenfalls monatlich sparen und das war es dann auch schon. So einfach kann es sein 😉

Aber schau mal in den Artikel. Vielleicht klärt sich dann schon vieles. Wenn nicht, einfach fragen 😉

Auch zu Riester findest du in dem Artikel einen Link.

Und noch eines: hätte ich in deinem Alter diese Seite gehabt (gab es damals vermutlich noch nicht, bin jetzt 46) und die Erkenntnis in ETF zu sparen, sähe mein finanzielles Polster vermutlich ganz anders aus. Daher 👍, dass du jetzt schon etwas zur Vorsorge sparen willst.


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Frau B aus N
(@fraubausn)
Bauernfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 105
 

Hallo Aleyna,

schreib Dir auf jeden Fall erstmal auf, wofür Du Dein Geld ausgibst und ausgeben möchtest.

Dann überlegst Du Dir, was Du Dir dieses Jahr, in den kommenden 3-5 Jahren und in bis 10 Jahren so alles leisten willst. Urlaub, Auto, Wohnungseinrichtung, ...

Willst Du zur Miete wohnen oder mal Wohneigentum kaufen?

Alles mal in Euro bepreisen und ausrechnen ( https://www.zinsen-berechnen.de/finanzrechner/), wieviel Du dafür monatlich zurücklegen musst. Dieses Geld *nicht* in Aktienfonds investieren.

Für alles, was Du für die Altersvorsorge zurücklegst, kannst Du mit ETF loslegen.


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zachariabarely
(@zachariabarely)
Müsli Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 10
 

Hallo und Willkommen Aleyna!

Das ist die entscheidende Frage, um die sich hier vieles dreht, die Antwort ist eigentlich ganz einfach und kann doch unendlich kompliziert sein… 

Nicht investiert werden sollte eine Reserve, von der man unerwartete Ausgaben bestreitet, gängig ist die Empfehlung mindestens drei mal den Betrag der monatlichen Verbindlichkeiten dauerhaft Zugriffsbereit zu halten, also auf dem Tagesgeldkonto. Und Geld, daß man in den nächsten 10 Jahren benötigt.

Dann wird es schon spannend, weil du bist diejenige, die alles definiert…

Die Frage ist, wieviel zwischenzeitlichen Verlust könntest du ertragen? Aktienmärkte schwanken und Kurse können einbrechen (gängige Berechnungen gehen von -50% aus und daß es sich in 10 Jahren wieder erholt). Ich nehme als Beispiel gern die Weltwirtschaftskrise 1929 (-90% Verlust, 25 Jahre bis zur Erholung).

Gehen wir von dem gängigen, optimistischen Werten aus und nehmen wir an, du bist bereit -20% Wertverlust zu verkraften, dann sollte deine Aktienquote nicht höher als 40% sein. Also legst du 60% deines Geldes sicher aufs Tages-, oder Festgeldkonto an und kaufst von den restlichen 40% über einen günstigen Online Broker einen kostengünstigen Börsengehandelten Investment Fonds (auch Index Fonds, oder ETF genannt) auf Aktien der gesamten Welt und verfährst mit deiner monatlichen Sparrate ebenso. 
So einfach ist das! Eigentlich! Trotzdem machen wir allerhand verrückte Sachen, weil wir mehr Gewinn wollen, oder aus Angst vor dauerhaften, schweren Verlusten. Blackwaters Blog ist eine Fundgrube für gute Empfehlungen, so kann ich dir nur die Artikel über sein Blackfolio ans Herz legen. 
Ich wünsche dir viel Freude auf deinem Weg und viel Erfolg mit deinen Investments…

Beste Grüße 

Zack 


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Gold-oder-Aktien
(@gold-oder-aktien)
Vollkorn-Member Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Wochen
Beiträge: 52
 
Veröffentlicht von: @aleyna

... Ich möchte einen Teil von meinem Gehalt monatlich sparen, also so 300 Euros und die 10 000 dazu tun.

Wie lege ich das Geld jetzt an? Es soll schon lange sein, ich möchte es für später haben als Vorsorge.

Riester soll ich nicht machen? Habe ich so verstanden.

Das erste Geld nach der Ausbildung verdienen, Glückwunsch!

Dazu machst du die richtigen Gedanken. Ausgehend von deinem Alter (ca. 20 Jahre) ist deine Überlegung: " für später als Vorsorge" schon toll. 

300€ monatlich ist Super! - ich würde es aufteilen, 200€ in einen Welt ETF (Vanguard) da gibt es hier einen Thread dazu und 100€ in einen anderen Sparplan / ETF (vielleicht eine Region die du kennst und beurteilen kannst)

10.000€ einmalig - damit tue ich mich schwer, ich würde den Betrag nicht auf einmal investieren. Warum? Das ist dein lange gespartes Geld, dein einziges Kapital, du hast zwar alle Zeit der Welt damit es gut für dich arbeiten kann, aber du hast aktuell auch eine Phase erwischt wo die Märkte (Börse, Aktien, ETFs) sehr hoch gestiegen sind. 

Trotzt aller Gründe warum es weiter steigen kann & soll, steigt auch die Rückschlagsgefahr.

Daher würde ich jeden Monat 1.000€ in den Welt ETF investieren. Jetzt anfangen um dabei zu sein, aber monatlich aufteilen um künftige Schwankungen besser nutzen zu können.

Die Gefahr bei einer Einzahlung von 10.000€ ist einfach: in 2-4 Monaten könnte der Depotwert auf einmal bei 8.000 € stehen (Marktschwankung), die Frage ist: kannst du das aushalten? Du siehst wie aus deinen lang gesparten Geld weniger statt mehr geworden ist, zweifelst du dann an der deiner Entscheidung?

Genau aus diesem Grund, umgehst du diesen "schock" in dem du monatlich sparst, damit nutzt du Marktschwankungen aus und wenn es die nächsten Monate weiter nur nach oben geht, bist du trotzdem dabei, verpasst also nichts. Im Fall eines Einbruchs, hast du noch Geld um viel günstiger und mehr Anteile kaufen zu können.  

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Da ich zwei Töchter habe, kenne ich dieses Problem, beide sparen monatlich in ETFs allerdings sparen auch beide direkt in Aktiensparpläne. Wir haben das zu Beginn der Ausbildung besprochen, eine Strategie entworfen und setzten diese um. Meine Töchter machen das allein, fragen mich aber vor neuen Entscheidungen. Dann überlegen wir gemeinsam ob die Idee sinnvoll ist oder geändert werden sollte. Auch unsere Strategie wird 1x im Jahr hinterfragt. Mein Ziel ist es: das beide später eigenständig überwiegend die richtigen Entscheidungen mit ihrem Geld treffen. Das geht nur in dem sie auch eigene Erfahrungen machen (auch kleine Fehler gehören dazu, vor den großen versuche ich sie abzubringen) 

Wichtig ist auch ein monatliches Geld Umbuchen per Dauerauftrag auf dein Depot / anderes Konto, damit dein Spargeld weg vom Girokonto ist und du gar nicht erst in die Versuchung kommst es auszugeben! 

Für die Zukunft, bei Lohnerhöhungen, nicht geplanten Einnahmen: nimm davon dir selbst die Hälfte weg (du hast es vorher nicht gehabt) und buche es auch auf dein Sparkonto um. Das wird später der Turbo für deine Sparleistung werden.


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R3s0n4t0r
(@r3s0n4t0r)
Half Bread Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Wochen
Beiträge: 20
 
Veröffentlicht von: @aleyna

Hallo, ich bin's die Aleyna! Ich verdiene mein erstes Gehalt und bin Bürokauffrau. Ich bekomme 1650 Euros netto raus und weiss es ist ein gutes Gehalt für den Einstieg. Durch sparen aus der Ausbildung und durch Geschenke habe ich 10 000 Euros angespart. Ich möchte einen Teil von meinem Gehalt monatlich sparen, also so 300 Euros und die 10 000 dazu tun. Gelesen habe ich über ETF auf reddit, aber ich gebe zu, es ist mir etwas zu doof dort. Ich stelle eine Frage und bekomme hundert Meinungen. Wie lege ich das Geld jetzt an? Es soll schon lange sein, ich möchte es für später haben als Vorsorge.

Riester soll ich nicht machen? Habe ich so verstanden.

Hallo Aleyna,

ert einmal Glückwunsch zu dieser Entscheidung. Wäre ich in Deinem Alter schon so reif gewesen, müsste ich jetzt wahrscheinlich nicht mehr arbeiten gehen. 😉

Aber zu Deinen Fragen:

Wenn die 10.000€ Dein einziges angespartes Geld neben dem Girokonto sind, würde ich die als Notreserve auf ein Tagesgeldkonto legen. Man weiß nie was mal Unvorhergesehenes passiert und wofür man kurzfristig Bargeld braucht. Ich habe mir angewöhnt meine gesamten Jahres-Netto-Ausgaben (Miete, Lebensmittel, KFZ, etc.) als Notreserve auf einem Tagesgeldkonto zu parken. Alles was darüber hinausgeht wird stur in einen All-World ETF (z.B. von Vanguard) investiert.

Viele finden vllt. eine ganze Jahres-Netto-Reserve zu viel, ich fühle mich damit wohl. Selbst wenn die Börsen mal schwanken muß ich nicht ans Depo ran, wenn z.B. das Auto streikt oder die Waschmaschine ihren Geist aufgibt etc.. Auch Urlaubsgeld nehme ich aus der Reserve. Nach jeder größeren Ausgabe wird erst wieder die Reserve aufgefüllt bevor weiter investiert wird.

Sollten die 10.000€ noch nicht Deine Jahresausgaben decken, würde ich die 300€ 50:50 aufteilen: eine Hälfte aufs Tagesgeld bis Dein Wohlfühlpuffer erreicht ist und die andere Hälfte ins Depo. Sobald der Puffer voll ist, fließen die kompletten 300€ ins Depot. Das hat den Vorteil, dass Du jetzt schon mit investieren anfängst und ein Gefühl für die Schwankungen der Börse bekommst. Gerade am Anfang kann das je nach Marktlage recht nervenaufreibend sein. Keine Sorge, da gewöhnt man sich dran. 😉

Solange Du unter 50.000-100.000€ Depotwet hast, würde ich auch nicht auf mehrere ETF aufteilen. Gerade mit dem Vanguard All-World bist Du für den Anfang breit genug aufgestellt.

Wenn sich dann auf Deinem Lebensweg neue Dinge ergeben (Jobwechsel, Familie, Immobilie etc.) sollte man sicherlich noch einmal nachjustieren. Aber einen soliden Grundstuck hast Du dann bereits gelegt.

Alles Gute für die Zukunft.

 


mrsblackwater, Aleyna und ste64bo gefällt das
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Aleyna
(@aleyna)
Milkshake New in Town Rose
Beigetreten: Vor 3 Wochen
Beiträge: 3
Themenstarter  

Woaaaa ihr habt mir mal viel geschrieben, danke euch!!!!!! Das hätte ich gar nicht erwartet. Ein richtiges Tutorial. Danke euch allen dafür! Ich schreibe mir das für mich alles mal zusammen mit den ganzen Ideen von euch und frage nochmal, wenn mir was nicht klar ist. Bisher geht es. 😊 


zachariabarely und Philmelkonem gefällt das
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