Ende 2020 war das Geld der Deutschen wie in der Grafik gezeigt angelegt. Insgesamt 7,1 Billionen Euro.
11,6% des Vermögens ist in allen Arten von Investmentfonds investiert, 7,4% in Aktien. ETFs tauchen nicht direkt auf, möglicherweise wurden diese den Aktien oder eben den Fonds zugeordnet oder sie stecken bei sonstigen Anlagen mit drinnen.
Bargeld und Versicherungen machen mit 70% immer noch den Hauptanteil der Geldanlage aus.
Bargeld und Versicherungen machen mit 70% immer noch den Hauptanteil der Geldanlage aus.
Gruselig
Bargeld und Versicherungen machen mit 70% immer noch den Hauptanteil der Geldanlage aus.
Was die Leute, die ihr Bargeld im Geldspeicher liegen haben aber anscheinend nicht wissen: Bargeld, das rumliegt, ist genauso produktiv wie der Mensch, der auf der Couch liegt. D.h., diese Bargeldsammler schaden nicht nur der Wirtschaft und dem eigenen Land, sondern dadurch letztendlich auch sich selbst.
Hauptsache sie müssen keine Steuern auf Gewinne zahlen. Ist doch auch schon ein Erfolg 🤣
Hauptsache sie müssen keine Steuern auf Gewinne zahlen. Ist doch auch schon ein Erfolg
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Okay, das habe ich noch gar nicht bedacht. Also liebe Bargeldsammler, von euch kann man lernen. 😛
Steuern sparen und Zulagen erhalten war und ist für viele Menschen ein Grund für einen Riestervertrag. Auch wenn man X-mal vorrechnet, dass sie zwar Steuern sparen und Zulagen erhalten, aber diese jetzigen Vorteile von Gebühren und der nachgelagerten 100% Besteuerung aufgefressen werden.
Im Prinzip könnte man Bargeld als Geldanlage bewerben: Sparen Sie Steuern und Papierkram. Investieren Sie in Bargeld!
Ich investiere in Schuhe, die muss ich auch nicht in der Steuer angeben! 🤣 🤣
Rendite: Die Blicke der anderen.
Bargeld
Ich als bekennender Barzahler freue mich, dass Du das Bargeld als Überbegriff für "Bargeld und Einlagen" verwendest. Ich fürchte allerdings, dass die Einlagen das Bargeld bei weitem übersteigen 🙁
@all:
RK1 muß keine Rendite bringen, dafür gibt es RK3. Und das Verhältnis zwischen beiden ist sehr individuell.
Wenn man einen hohen Anteil in Sachanlagen (egal ob eigenes Haus oder eigene Firma) investiert hat, sollte das mit der gehaltenen Menge Bar-/Giralgeld korrelieren. Bsp.: Einem Mieter reichen 3 Monatseinkünfte als Notgroschen, bei einem Hausbesitzer sollte das deutlich mehr sein.
Das sind Sachen, die in Martins Betrachtung nicht berücksicht werden.
@ayselbektas
Prima, Schuhe sind Sachanlagen ohne Gegenparteirisiko: sicherer als Geld, guter Gebrauchswert, leider kaum Aussicht auf Wertzuwachs.
RK1 muß keine Rendite bringen, dafür gibt es RK3
Gibt es eigentlich ein RK2, und wenn nein, warum nicht?
Gibt es eigentlich ein RK2, und wenn nein, warum nicht?
Ja, gibt es. Die Risikoklassen kommen aus dem WPHG.
Hier wird was dazu erklärt: https://www.finanzfluss.de/geldanlage/wphg/
In welche Risikoklasse ein Fonds eingruppiert wird, entnimmt man dem KID.
@ikigaimondai Die RK 2 wurde im Laufe der letzten 10 Jahre immer unbedeutender und immer weniger Produkte wurden in der RK2 zugelassen und in Banken vertrieben. Was man wissen muss ist, dass die Risikobewertung nach WPHG im Wesentlichen durch die negative Volatilität der Vergangenheit und ab RK3 durch die Totalverlustwahrscheinlichkeit festgelegt wurde. Das heisst auch, je länger beispielsweise der Aktienmarkt gut lief und die Volatilität eher sank, desto milder wurden diese Bewertungen vorgenommen.
Ein zweiter wichtiger Aspekt: Verlasst euch niemals auf diese Bewertungen. Ich kannte Leute, die bei solchen Entscheidungen dabei waren. Was soll ich sagen: Es ist ähnlich wie die Bewertung von Immobilienportfolios in den USA 2002-2006.
Noch "genialer" waren die Gremien, die bankintern Risikobewertungen vornahmen. Ihr würdet vor Lachen vom Hocker fallen, wenn ihr erlebt hättet, was für Leute das waren. 🙂
Bargeld und Versicherungen machen mit 70% immer noch den Hauptanteil der Geldanlage aus.
Deutschland hat sich anders entwickelt als z.B. die USA. In Deutschland ist die Sicherheit zu Hause. Sicherheit in Form von Versicherungen und Bargeld (Kontoguthaben).
Auch wenn wir alle 10 Jahre einen kleinen Schub zu Investment (Aktien, Fonds) erleben, stehen wir hier auch dank unserer "ahnungslosen" Politiker immer noch am Anfang.
Die 70% Versicherungen + Bargeld sind aber auch der Vergangenheit geschuldet:
Das Versicherungssparen (Lebensversicherungen) ist bis die Steuerfreiheit kassiert und der Garantiezins abgesenkt wurde, die Nr.1 Anlageform in D gewesen und hat einen erheblichen Anteil an diesen 70%. Das Ganze wird sich erst in 10-20 Jahren umkehren wenn die meisten der Altverträge ausgezahlt sind. Die jüngere Generation die jetzt im Kapital-Anlage-Neuland aufwächst, also die 15-30 jährigen die ETFs und Börse entdecken und ihre Erfahrungen sammeln, werden diese Prozente umkehren. In 20 Jahren sollte man dort einen Anteil 30-35% sehen, denke ich.
Zum Bargeld, das ist aktuell noch eine andere Baustelle, für die die schon etwas gespart haben, oder eben diese Versicherungen ausgezahlt bekommen, stellt sich die simple Frage: Negativzins zahlen, oder Kopfkissen?
Das ist natürlich die liebste Zielgruppe von Bankberatern, da diese sofort sehen wenn größere Summen auf dem Giro eingehen.
Auch wenn wir alle 10 Jahre einen kleinen Schub zu Investment (Aktien, Fonds) erleben, stehen wir hier auch dank unserer "ahnungslosen" Politiker immer noch am Anfang.
Gefühlte 90% der Bevölkerung halten unsere Politiker für "ahnungslos". Warum sind es dann nur so wenige, die es besser machen?
Mir persönlich ist die Ahnungslosigkeit der Politiker Wurscht. Ich bin so erzogen, dass ich selber denke und mich um meine Angelegenheiten selber kümmere.
Gefühlte 90% der Bevölkerung halten unsere Politiker für "ahnungslos". Warum sind es dann nur so wenige, die es besser machen?
Menschlich. 70% halten sich für überdurchschnittliche Autofahrer. Idioten, das sind immer die anderen. Moralisch integer? Ich und eine handverlesene Auswahl von meinen Verwandten und Freunden, der Rest ist korrupt oder sonstwie verdorben.
Die Fähigkeit zur Selbstkritik und Selbstreflexion ist uns zwar mitgegeben, verschiedene kognitive Verzerrungen machen es jedoch anstrengend, sie zu nutzen. Sie lässt sich allerdings trainieren, wie ein Muskel.
Konstruktive Kritik ist noch so was, was leider viel schwieriger ist, als präventiv mal „alles blöd!“ zu finden.
@ikigaimondai
Allgemein gesehen haste recht mit dem Einwand.
Wenn wir das aber auf den Ausgangspunkt Geldanlage beziehen, würde ich ebenfalls vermuten, dass 90% aller Politiker eine ganz andere Meinung vertreten als hier im Forum propagiert wird. Und ja, ahnungslos finde ich eine passende Beschreibung dafür.

