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Frage 💬 Erst Kredit bezahlen und dann investieren?

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(@dauerstudent1999)
Lachsfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 67
Themenstarter  

Servus, ich hätte direkt mal eine Frage: Ich näher mich dem Ende meines Studiums. Soll ich zuerst meinen Studentenkredit abbezahlen und dann erst investieren oder gleich einen ETF Sparplan starten? Was würdet ihr empfehlen?

Gruss

Max



   
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(@airnesto)
Mitglied Restricted
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 1070
 

In der Mehrzahl der Fälle ist es empfehlenswert zuerst den Kredit loszuwerden. Deine sichere Rendite in dem Fall ist der Kreditzinssatz, weil du ihn ja sicher nicht mehr zahlst für die getilgte Summe.

Ich selbst empfinde zusätzliche sichere "mentale" Rendite dadurch, die Schulden los zu sein, um dann ohne diese im Hinterkopf zu haben freier entscheiden zu können!



   
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(@logi96)
Milkshake Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 4
 

Hallo Dauerstudent,

Bildungszinsen kannst du steuerlich ansetzen. Des Weiteren kannst du deinen Kredit vielleicht kostengünstig umschulden. Diese beiden Faktoren können dein tatsächlichen Zinssatz erheblich senken lassen!

Wenn du davon überzeugt bist, dass der Markt weiterhin steigt und deine ETF´s über diesen realen Zins sich entwickeln, kann man das machen.

Schau dir einmal hierfür den Leverage-Effekt an und mache eine Vergleichsrechnung, dann wirst du dir über die Vor - und Nachteile bewusst. Eine pauschale Antwort, ob es für dich richtig ist, kann man hier nicht geben. Es hängt von zu vielen Variabeln ab: Wie ist deine Risikoneigung, was willst du erreichen, wie viel Börsenerfahrung hast du...

Anbei ein Link zum Einlesen und überlegen: https://depotstudent.de/einleitung-artikelserie-etfs-auf-kredit/

Ich habe für mich selber das Risiko akzeptiert und habe mich aufgrund meines junges Alters für den Weg entschieden.

Du bist also nicht allein mit diesen wilden Gedanken 😉 Aber den Weg habe ich erst nach langer Risikoabwägung beschritten!

 



   
Knew2 reacted
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(@presskoppweck)
Fide Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2503
 

Du wirst den Kredit nicht in einer Summe zurückzahlen, also geht es eher darum einen monatlichen Abtrag zu leisten.
Grundsätzlich bin ich kein Freund von Schulden, da stimme ich Airnesto grundsätzlich zu. Aber wenn Du nach dem Studium ein ordentliches Gehalt hast und deinen Lebensstil nicht übermäßig veränderst, dann ist auch ein ordentlicher Abtrag möglich. Wenn z.B. 1000€ pro Monat "übrig" sind, dann würde ich nur 6-800€ für die Bedienung des Kredites vorsehen und den Rest so lange auf dem Tagesgeldkonto zwischenparken bis 3 Monatsgehälter erreicht sind. Was dann darüber hinaus geht, kann man durchaus auch schon in den langfristigen Vermögensaufbau stecken. Dass man dann schon ein paar Hundert Euro mehr in seinem Depot hat ist nur ein Grund. Fast noch wichtiger finde ich, dass man sich so früh wie möglich mit dem Börsenzirkus (und sei es nur ein harmloser All_World-ETF) bekannt macht. 

Was wir bisher außer Acht gelassen haben ist ob es bestimmte Rahmenregularien für den Kredit gibt, z.B. Min-Max-Abtrag, Sondertilgungen oder Vergünstigungen für ???



   
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(@airnesto)
Mitglied Restricted
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 1070
 

…und der Sollzinssatz wäre interessant. Oft sind Studienkredite ja super günstig, was dafür spräche, kaum schneller als nötig abzuzahlen.



   
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(@gesperrter-nutzer)
Mitglied Restricted
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 2368
 

Die rein wirtschaftlich und mathematisch beste Entscheidung lässt sich mit Excel schnell ermitteln. Aber natürlich gibt es auch die andere Seite, wie schon von anderen erwähnt - wer Schulden hat, der ist weniger frei. Oder, wie es der Finanzwesir sinngemäß mal so schön sagte: Jedes Jahr, in dem du mit Schulden unterwegs bist, gibst du dem Leben eine neue Chance, dich in den Arsch zu treten. Ich persönlich bin kurz davor, die Hypothek meiner selbstgenutzten Wohnung abzubezahlen (Effektivzins 2,3%) und tilge auch bei meiner vermieteten Wohnung kräftig (Effektivzins 2%). Klar, im Jahr 2030 habe ich dann vielleicht ein paar Tausend Euro weniger als ich mit der zurückblickend „perfekten“ Anlagestrategie haben hätte können - aber ich fühle mich gut damit, und das ist es, was am Ende für mich zählt.



   
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