Die EZB lässt den Leitzins unverändert wie erwartet. Haupt Refi bei 4.25%, Einlagenzins bei 3.75%.
Nach der Taylor-Regel sollte der faire Zinssatz bei 5,75% liegen, 150 Basispunkte höher als der aktuelle Satz von 4,25%. Während die Arbeitslosenquote nahe an der nicht beschleunigenden Inflationsrate der Arbeitslosigkeit (NAIRU) liegt, ist die Kerninflation mit 3,3 % immer noch hoch und liegt weit über dem EZB-Ziel von 2%.
Interessant!
Wie sehen denn im Vergleich die Zahlen in den USA aus? Sollten dort die Zinsen auch höher sein?
@chris als Wirtschaftsingenieurin würde ich ja sagen weil: Konkret impliziert die Taylor-Regel, dass sich bei einem Anstieg der Inflationsrate um einen Prozentpunkt die Federal Funds Rate um 1,5 Prozentpunkte erhöht. Fällt das BIP um einen Prozentpunkt unter das potenzielle BIP, ist die Federal Funds Rate um 0,5 % Prozentpunkte zu senken.
https://de.wikipedia.org/wiki/Taylor-Regel
Jetzt müsste man es ausrechnen, wie es sich die letzten Jahre mit diesem Inflationsanstieg verhalten hat. Aber der Zins ist doch eigentlich immer niedriger als die Inflation gewesen. Also zumindest diese letzten Jahre.


