Tage und Wochen wie diese sind der Augenblick um sich zurückzulehnen, in Ruhe zu schauen, nicht beim ersten Einbruch gleich zu kaufen, sondern abzuwarten bis der Markt seine Richtung gefunden hat. Dann selektiv auf Schnäppchenjagd zu gehen, idealerweise mit einem Sparplan.
Hast Du für Dich eine Regelung, wann Du Aktien/Sparpläne nachkaufen würdest oder kaufst Du nach Gefühl?
Während des Corona Crashs habe ich leider etwas zu spät reagiert. Die Kurse waren dann schon wieder kräftig gestiegen...
Übrigens: super Beitrag/Projekt hier! Ich lese äußerst gern mit.
Bei diesem aktuellen Projekt kaufe ich diszipliniert jeden Monat nach, egal wo der Kurs gerade ist, da es um regelmäßiges Sparen geht. Langfristig wird sich das auszahlen. Da ich aber die Gewichtung manuell anpasse, mache ich es bis Mai noch manuell, später dann automatisiert.
Ansonsten, schau ich mir die Werte die ich schon habe und die auf der Watchlist an, wenn sich an der Company und warum ich sie kaufen möchte nichts geändert hat, dann wird sie je nach freiem Geld auch eingekauft.
Im aktuellen Markt warte ich mit größeren Käufen noch ab, wegen der Notenbanksitzung Morgen, wobei ich morgen mit einer Gegenbewegung nach oben rechne.
Gefühl und feste Regeln (ab 20% vom Hoch gestaffelte Kauflimits), mache ich beides:
Beispiel: ich hätte 5.000€ übrig und die sollen in Apple rein, da ist mein persönliches "Crashlimit" knapp über 100€, d.h. ich kaufe gestaffelt bei Kurs 130€ für 1000€, bei 115€ für 2000€ und sollte mein Limit erreicht werden dann bei 100 für 3000€. Da man nie den Tiefstpunkt erwischt, gehe ich nur selektiv und gestaffelt in den Markt. Aber das gilt nur für solide Substanzwerte die ich jahrelang halten möchte und die Dividende zahlen, nicht für Zockerpositionen.
Wird eine Order nicht ausgeführt, dann ist es so, ich renne nicht hinterher, sondern nutze dann das Geld für andere interessante Werte.
Gerade aktuell bekommt man gute Werte mit einem schönen Abschlag und teilweise Dividendenrenditen von über 6%, das ist schon eine Basis.
Die Herausforderung: Eigener Mini-ETF gegen Welt-ETF als Benchmark
Die zehnte Aktienposition fehlt noch in meinem Depot. Da ich mich hier in diesem „Spar & Anlage-Projekt“ selbst auf nur 10 Werte beschränkt habe und das Universum an interessanten Company`s doch sehr viel mehr bietet ist es nicht ganz einfach, wirklich nicht!
Für die zehnte Positon standen in meiner engeren Wahl:
Novo Nordisk A/S (DK) ein Wachstumsunternehmen wie es im Buche steht, eigentlich ein „must have“ aus dem Gesundheitssektor (Insulinhersteller). Mit stetig wachsenden Marktanteil, Gewinnen und Dividenden.
Novo Nordisk ist eine sehr bekannte Company und auch wieder total unbekannt. Was meine ich damit? Es ist keine Company mit deren Produkten man täglich in Berührung kommt (außer man ist Diabetiker). Anteile dieser Company befinden sich in vielen ETFs und Fonds. Die, die sich damit beschäftigen „stolpern“ auf Grund der guten Zahlen, des Wachstums und der Gewinne zwangsläufig über diese Company, alle anderen kennen Novo Nordisk nicht.
Aber hey, spätestens jetzt kennt ihr sie und könnt euch nähere Infos über eine Suchmaschine auf den Screen holen.
Aktuell etwas abgestraft durch einen schwächeren Marktausblick in den USA – nicht weil die Company es nicht bringt, sondern weil die Lieferkettenproblematik die Produktion und damit den Absatz hemmt. Also nur ein zeitlich befristetes Problem.
Dazu kommt die aktuelle Übernahme von Dicerna in den USA, die etwas Geld kostet (knapp 3,3 Mrd. $). Übernahmen drücken kurzfristig fast immer der Kurs des Übernehmers (weil Geld ausgegeben wird). Im Grunde bekommt man hier ein starkes, gesundes Qualitätsunternehmen mit einem schönen Abschlag.
Die Tage im Kurs schwankend im 80er €urobereich und aus meiner Sicht ist sie es wirklich Wert dass ich einige Anteile vom Boden aufhebe. Dazu zahlt Novo Nordisk zweimal im Jahr eine gute Dividende (hier sind aber einige Besonderheiten bezüglich der Quellensteuerproblematik zu beachten, daher vernachlässige ich es an dieser Stelle).
Walt Disney Company (USA) eine starke Company die mit dem Abflachen der Pandemiesituation auch wieder auf ihren Wachstumspfad einschwenken sollte. Wachstumspfad? Na ja, vielleicht nicht ganz, aber Trendumkehr vielleicht?! Dazu kommt, dass ich bisher keinen Wert aus der der Freizeit- und Unterhaltungsbranche im Depot habe.
Die Menschen rund um den Globus sind ausgehungert nach Urlaub und Freizeitaktivitäten. Damit sollte Walt Disney, neben den Reise- und Kreuzfahrtanbietern sowie den Fluggesellschaften zu denen gehören die sich überproportional erholen dürften. Das liegt zwar noch in der Zukunft, doch ich hoffe diese Zukunft kommt bald für uns alle.
Warum Disney und nicht andere dieser „Nach-Covid-Profiteure“ ?
Ganz einfach: Fluggesellschaften mag ich nicht, sie sind kein ruhiges Langfristinvestment, sondern vielen Schwankungen und Regulierungen unterworfen. Kreuzfahrtanbieter wie Carnival werden sich vermutlich schneller erholen als Disney, aber hier ist mir das Geschäftsmodell zu einseitig und ein Reiseanbieter wie TUI ist aus meiner Sicht aktuell einfach nur ein Zockerwert.
Daher ist mein Favorit eine große breit aufgestellte Company wie Disney. Das Management hat in den letzten 12 Monaten leider eigene Aktien verkauft – kein gutes Zeichen. Dividende zahlt Disney seit 2019 auch nicht mehr, auch ein schlechtes Zeichen.
In der 5-Jahresbetrachtung hat Disney beim Kurs der Aktie im Mittel um die 100$ Marke geschwankt. Es gab zwei größere Ausbrüche auf rund 140$ und dann letztes Jahr in der Spitze auf knapp 200$. Aktuell sucht Disney einen Boden, der Kurs schwankt um die 135$. Leider ist der Boden noch nicht zu erkennen. Wie gerne würde ich hier anfangen einzukaufen... , doch jetzt kommt das „ABER“ es deutet noch nichts auf eine schnelle Erholung hin. Disney könnte auch noch auf das Jahresmittel von 100$ aufsetzen.
Doch wer kennt schon die Zukunft? Ich nicht!
Dazu kommt für mich: Disney zahlt aktuell keine Dividende (die letzte halbjährliche Dividende von 0,88$ wurde für 2019 am 16.01.2020 gezahlt. Das war`s, seit dem ausgesetzt, gar nicht toll! Wie ihr schon zwischen den Zeilen lesen könnt: Walt Disney gefällt mir, letztlich habe ich wie die meisten von euch diverse Comics und Filme in meiner Kindheit „verschlungen“, als Investment schafft es Disney heute bei mir aber nur auf die Watchlist. >Künftige Termine: am 09. Februar 22 gibt es die Zahlen zum 1.Quartal 2022.
SAP SE (D) eine IT-Company aus Deutschland, eine richtig gute Wachstumscompany, die leider in den letzten zwei Jahren ihren „drive“ verloren hat und aktuell dabei ist diesen wieder auf Spur zu bringen.
Wer kennt SAP und wer nicht? Jeder der in einem größeren Unternehmen am PC arbeitet (als Anwender) und die IT-Leute aller Branchen kennen SAP und das Hauptprodukt HANA. Der „normale“ Mensch auf der Straße eher nicht. Einfach weil es keine Berührungspunkte im Privaten mit SAP gibt. Keine Berührungspunkte? Na ja, vielleicht doch: SAP hat zum Beispiel die CoronaWarnApp entwickelt, also ein Produkt was vermutlich viele von euch auf ihrem Smartphone haben.
Doch SAP ist noch mehr, KI, Cloud, Robotik, da gibt es viele Zukunftsbereiche die bei SAP erforscht, programmiert und entwickelt werden. Die direkten Konkurrenten sind Oracle (Datenbankanbieter) und Salesforce (Unternehmenssoftware aus der Cloud). Wobei Oracle etwas „altbacken“ wirkt und immer wieder Marktanteile verliert. Salesforce ist der junge dynamische Konkurrent, im Cloud Bereich aktuell stärker, weil darauf fokussiert.
Doch egal zurück zu SAP: Aus meiner Sicht auf dem aktuellen Kursniveau ein attraktiver Kauf. Warum? Günstiger Kurs und nette Dividende.
Mehr nicht? Doch als Company wieder auf Kurs in Richtung Wachstum, mehr Cloud, mehr Innovation und hoffentlich ist auch das Personalkarussell im Management der letzten Jahre beendet. Der Ausblick noch etwas schwach (gerade nach den aktuellen Zahlen). Doch die Zeichen stehen auf einen sauberen Re-Start in 2022.
Die Schwankungsbreite der Aktie war zuletzt zwischen 100-130€, leider eher für das Handeln (trading), als für den langfristigen Wertzuwachs geeignet. Die aktuell bekannt gegebene Übernahme kommentiere ich heute nicht. Mir fällt in nur auf: in letzter Zeit häufen sich die Übernahmen im Mrd$ Bereich, keine Schnäppchen sondern teilweise auf ihren Höchstständen, hm das hatten wir alles schon einmal, so kleine Bubble-Verwerfungen, Einkäufe die man einige Monate später viel, viel günstiger bekommen konnte. Dieses Mal wieder? Abwarten!
Habt ihr es bis hierher geschafft – mein Respekt! Trockenes Börsen- und Aktiengequatsche, aber hey, ich mag dieses Zeug 😉
Heute habe ich drei interessante Company`s kurz aus meiner Sicht vorgestellt. Eingekauft habe ich auch, nur welche ist es jetzt geworden, wer ist die Nr. 10 in meinem Depot?
Das erfahrt ihr natürlich im nächsten Beitrag. 😉
Die aktuell bekannt gegebene Übernahme kommentiere ich heute nicht.
Welche Übernahme meinst du genau? Signavio oder Taulia?
Mir fällt in nur auf: in letzter Zeit häufen sich die Übernahmen im Mrd$ Bereich, keine Schnäppchen sondern teilweise auf ihren Höchstständen, hm das hatten wir alles schon einmal, so kleine Bubble-Verwerfungen, Einkäufe die man einige Monate später viel, viel günstiger bekommen konnte.
Sagt sich im Nachhinein immer leicht. Aus meiner Sicht ist die Erklärung einfach: die richtig grossen Fische (Apple, Microsoft, Alphabet - SAP zählt da zum Teil mit rein) schwimmen aktuell einfach in Cash. Dieses Geld können sie entweder für Aktienrückkaufe nutzen (macht bei fast ATHs aber wenig Sinn - ja, auch wieder ein längeres Thema), oder sie nutzen dieses Mittel um Zukäufe in interessanten Märkten zu tätigen.
Warum schwimmen diese Firmen im Geld? Weil wir eine nie dagewesene Asset Inflation haben aufgrund der Geldmenge die durch die Zentralbanken in den Markt gepumpt wird. Ist das Ganze gesund? Aus meiner Sicht nicht, aber wer bin ich schon.
Die Übernahmen im Milliardenbereich sind eine Folge dieser Tatsachen. Hinzu kommt, dass so ein CEO natürlich nicht untätig dasitzen kann, wenn ein Konkurrent oder anderer grosser Player gerade etwas gekauft hat. FOMO wäre hier das Stichwort.
Man kann das Rad auch noch weiterdrehen und zurückschauen zum alten Marx. Der hat das vor 150 Jahren schon gut in seinem, in grossen Teilen immer noch aktuellen, Lebenswerk "Das Kapital" beschrieben. Die grossen Fische fressen die kleinen, bis keine kleinen Fische mehr da sind. Die Frage ist nur, ob am Ende nur ein Fisch übrig bleibt, oder wir aufgrund von Kartellvorschriften (höhö - der war gut) mehrere grosse Fische haben. Stichwort Oligopole.
Vor ein paar Jahren war SAP übrigens in der Diskussion als Übernahmekandidat für ein paar grössere US-Unternehmen. Es geht hier also darum, möglichst schneller zu sein als die Konkurrenz und nicht selber gefressen zu werden.
Zum Schluss noch bzgl der günstigeren Übernahme ein paar Monate später: stellt dir vor du bist CEO. Dein Unternehmen schwimmt in Cash. Cash wirft dir aber nichts ab an Rendite. Jetzt ist dort dieses (gehypte) Fintech-Unternehmen, von denen viel gesprochen wird. Willst du dasitzen und einfach abwarten, weil es in sechs Monaten eventuell günstiger zu bekommen ist? Also gehst du das Risiko ein, dass der CEO deines ärgsten Konkurrenten (im Falle von SAP wäre das Oracle) dir dieses Fintech in der Zwischenzeit wegkauft und somit eine Cash-Cow hat? Das würden dir die Shareholder sehr übel nehmen.
.... die richtig grossen Fische (Apple, Microsoft, Alphabet - SAP zählt da zum Teil mit rein) schwimmen aktuell einfach in Cash. ...
Warum schwimmen diese Firmen im Geld? Weil wir eine nie dagewesene Asset Inflation haben aufgrund der Geldmenge die durch die Zentralbanken in den Markt gepumpt wird.
Ich bin mit dieser Antwort (Asset Inflation) nicht einverstanden. Nicht dass ich die AI abstreite, aber sie ist nicht die Ursache für den riesigen Cashflow der FAANG. Die AI ist allenfalls ein Grund für den hohen Aktienkurs.
Als Grund sehe ich die leichte(re) Skalierbarkeit in der digitalen Welt.
Wer dort die Nase nur etwas vorne hat, der ist schnell seinen Konkurrenten enteilt und kommt fast automatisch zu einer monopolartigen Stellung. Das ist in der alten, analogen Welt nicht so. Nur weil Mercedes heuer einen besseren Motor baut als BMW laufen die BMW-Fahrer nicht scharenweise zum Daimler. Oder ersetzen Heinz-Ketchup durch den von Thomy.
Der Wechsel in der digitalen Welt ist viel brutaler/direkter/schneller, hier hat man auf einmal nur noch Produkte von einer Firma im Supermarktregal.
Das brutaler/direkter/schneller gilt auch für digitale Fische:
Die grossen Fische fressen die kleinen, bis keine kleinen Fische mehr da sind. Die Frage ist nur, ob am Ende nur ein Fisch übrig bleibt, oder wir aufgrund von Kartellvorschriften (höhö - der war gut) mehrere grosse Fische haben. Stichwort Oligopole.
Hier argumentierst Du ja auch ohne Asset Inflation 😉
Welche Übernahme meinst du genau? Signavio oder Taulia?
Signavio passt vom Prozess und von der Ausrichtung aus meiner Sicht gut zu SAP. Klar muss hier noch einiges investiert werden, aber die Integration der Signavio Produkte mach schon Sinn und ergänzt damit die "Cloud-Marschrichtung" von SAP : "Rise with SAP".
Mit meiner "Kritik" meinte ich Taulia. Ein Zahlungsabwickler (der Lieferantenkredite absichert) und dafür eine Provision erhält. Das ist nun wirklich nichts Neues oder Innovatives. Dazu gibt es eine Überschneidung von bereits 80% der SAP-Kunden, d.h. da ist vielleicht Luft für ca. 10% Neukunden für SAP - nur vielleicht! Hier kauft man sich aus meiner Sicht mehr Risiken als Chancen ein. Absatzfinanzierung ist nun mal ein Risikogeschäft. Da wurden vermutlich alte Beziehungen genutzt um diese Company lukrativ zu verkaufen (siehe CEO). Das sehe ich als Hauptgrund für den aktuellen Kurseinbruch (neben der Aussicht auf weniger Cash).
Doch wo es Schatten gibt, gibt auch Licht! Mein optimistischer Blick in die Zukunft für diesen Einkauf ist eine hohe Wahrscheinlichkeit dass dieses Start-up zu einer weit höheren Bewertung in einigen Jahren an die Börse gebracht wird und dann für SAP einen schönen Ertrag generiert (siehe Qualtrics Börsengang in 2021). Das Geld wird beim IPO generiert (Begriff: IPO=Erstnotiz der Aktie/Börsengang einer neuen Company) und nicht immer hinterher auf dem Aktienmarkt. 😉
Ich bin mit dieser Antwort (Asset Inflation) nicht einverstanden. Nicht dass ich die AI abstreite, aber sie ist nicht die Ursache für den riesigen Cashflow der FAANG. Die AI ist allenfalls ein Grund für den hohen Aktienkurs.
Danke dir für deinen Input. Du hast Recht. Da habe ich in der Tat einen Denkfehler gehabt. Die Cashbestände der Unternehmen ergeben sich im Normalfall durch die Erträge aus dem Geschäft. Nur im Falle einer Neuemission von Aktien würden diese Unternehmen zusätzliches Kapital vom Finanzmarkt bekommen.
Der Wechsel in der digitalen Welt ist viel brutaler/direkter/schneller, hier hat man auf einmal nur noch Produkte von einer Firma im Supermarktregal.
Das brutaler/direkter/schneller gilt auch für digitale Fische:
Das stimmt. Einmal erstellt, kann man die Produkte beliebig kopieren bzw. erweitern. Das geht in der analogen (bisher) noch nicht.
Um nochmal zum Thema Cashflow von FAANG zurückzukommen: wie diese Unternehmen so viel Cashflow generieren können, erschliesst sich mir oftmals nicht. Wenn ich mir z.B. den Mist anschaue, den Microsoft verzapft, dann ist es mir echt ein Rätsel, wie dieses Unternehmen in Geld schwimmen kann. Aber gut - eine Milliarde Fliegen können nicht irren.
Das ist übrigens bei Facebook und Apple nicht besser, nur damit wir uns nicht falsch verstehen. Vielleicht bin ich zu sehr Informatiker, aber ich stolpere ständig über mies implementierte Software oder auch Hardware von diesen Unternehmen. Vermutlich bin ich aber auch nicht die Zielgruppe, und der Grossteil der Menschen auf diesem Planeten ist super zufrieden mit den Produkten der FAANG.
Zum Thema Cashflow kann man sich aber auch nochmal die ganze Steuerthematik zu Gemüte führen. Stichwort Steuervermeidung und "double Irish with a Dutch sandwich". Würde aber vermutlich hier zu weit führen. Gut wäre es vermutlich, sich die Jahresberichte der Unternehmen mal anzuschauen um zu sehen, wo der Cash generiert wird.
Allerdings ist es andererseits gut für uns als Besitzer eines World-ETF, da diese Unternehmen für einen Grossteil des Wachstums unseres ETFs sorgen.
Die Herausforderung: Eigener Mini-ETF gegen Welt-ETF als Benchmark
Eine zugegeben schwierige Entscheidung zwischen zwei Top-Companys, jede für sich auf ihrem Gebiet richtig gut und beide aktuell mit einem netten Abschlag beim Kurs, also fast so etwas wie ein Schnäppchen. Die Qualität und die Zukunftsvision stimmt bei beiden. Doch dann habe ich mich entschieden, für:
Der zehnte Aktienkauf:
SAP SE (D)
Am Freitag, habe ich einige Stücke von SAP gekauft. Zusätzlich zu meiner "normalen" Fakten und Bauch basierenden Motivation, gab hier auch einen Sondereffekt: einen schönen Abschlag nach der Präsentation des schwachen Ausblickes für die kommenden Monate. Da die Aussage: "im Einkauf liegt der Gewinn" immer noch ihren Bestand hat, konnte ich nicht anders als die Stücke dieser Company zu kaufen.
Schöne kurzfristige Abschläge (im Handel auch Rabatt genannt), bei soliden, starken Qualitätsunternehmen laden mich ein, diesen Rabatt auch mitzunehmen (wenn es eine Überreaktion ist, wie ich sie auch hier bei SAP sehe, wird diese schnell wieder aufgeholt).
Vorsicht, obwohl ich schon SAP kurz vorgestellt habe, kommt hier wieder ein langer Text 😉
SAP ist mit Ihrem Softwarepaket (früher SAP R/2) aktuell mit HANA für Unternehmen groß geworden. Richtig groß, so groß dass SAP inzwischen in einem Atemzug mit den Giganten aus America, wie Microsoft, Apple und Amazon genannt wird. Im Vergleich mit den genannten US-Riesen ist SAP immer noch viel kleiner, doch inzwischen weltweit vertreten und im Unternehmensbereich auch so bekannt. Nicht umsonst knöpft SAP seit Jahren dem einstigen Platzhirsch und Marktführer Oracle bei betriebswirtschaftlicher Software immer wieder Kunden und damit Marktanteile ab.
SAP ging im Laufe der Jahre Partnerschaften mit den Branchengrößen Apple, Google und Microsoft ein. Fast jedes Jahr gibt es eine größere oder kleinere Übernahme. In 2021 gab es auch die andere Richtung, SAP hat die in 2014 eingekaufte Tochter (Qualtrics) an die Börse in NY gebracht und gut damit verdient.
Vielleicht eine Randnotiz: die Deutsche Bank orientiert sich seit Mitte 2021 zur Software von Oracle und was macht SAP?
Sie kaufen einen Zahlungsabwickler in den USA, Taulia. In einem Geschäftsfeld in dem sie schon mit Ariba seit 2012 tätig sind. Auch wenn ich persönlich diesen letzten Kauf als nicht so toll einstufe, will ich abseits von einem künftigen Börsengang, einen anderen Gedanken weiterspinnen: SAP hat mit Ariba schon eine gut aufgestellte Tochter die Beschaffungsprozesse (Einkauf) optimiert und auch die gesamte Lieferkette (Research, Beschaffung, Bezahlung) abbilden kann, natürlich auch in der Cloud 😉
Jetzt kommt dieses neue Startup dazu die sich auf die Zahlungsabwicklung/- finanzierung spezialisiert haben und noch jung & dynamisch sind und damit Hunger haben. Hunger auf wen? Mischt man die Synergien dieser beiden Company`s und ihrer Produkte, entsteht ein starker Finanzierungsarm bei SAP der nicht nur der „abtrünnigen“ Deutschen Bank, sondern auch anderen trägen deutschen Banken das Leben in diesem Geschäftsfeld schwer machen kann. Hm, nach dem alten Motto: „bist du für oder gegen mich“ oder „für Freunde tue ich alles, für die Anderen….“ (Das war jetzt Spaß).
Die Deutsche Bank war früher eine feste Größe, eine Institution in Deutschland und heute? Systemrelevant ist anders, Handelsgeschäft-ausgedünnt, kaum noch existent, IPO-Begleitung - da war mal was? Spannende und lukrative Übernahmen - hm, nicht wirklich. Was bleibt? Devisenhandel, Bonds, etwas Mittelstand und die lieben Privatkunden. War da noch mehr? Ach ja die teuer eingekaufte Postbank. Aber sorry, ich bin abgeschweift. Wie gesagt nur meine persönliche Vision, zusätzlich zu meiner vor drei Tagen beschriebenen IPO-Option, doch wer weiß 😉
Die jüngste Kurs-Vergangenheit bei SAP: In der Spitze knapp um die 150€, im Tief knapp unter 90€ und das alles in den letzten 24 Monaten. Eine echte Hürde sind die 130€, die müssen nachhaltig genommen werden, dann ist der Weg frei zu den alten Höhen. Natürlich sollte der Kursaufschwung von guten News der Company getragen werden 😉
Aber was ist mit schlechten News? Tja, die sind irgendwie schon drin im Kurs, die letzten zwei Jahre waren von viel Bewegung geprägt nicht nur beim Kurs, auch intern in der Company und wenn jetzt das Fahrwasser ruhiger und zielorientierter wird, ja dann bin ich optimistisch für die Zukunft.
Hier noch die Fakten:
SAP eingekauft zu 108,16€ (akzeptable Verlustschwankung 90€, kein Stopp)
auch hier wieder eine glatte Stückzahl 5 Stück für 540,80€
nächste Zahlen: 03.03.2022 Bericht zu 2021 / 22.04.2022 Zahlen I. Quartal 2022
Hauptversammlung: 18. Mai 2022
mögliche Dividendenzahlung: 1,80€
Mein Fazit: Wieder eine Tech-Aktie, doch dieses Mal aus Old Germany. Eine starke Marke, die nur den frischen Schwung gut umsetzen muss. Die Cloud bringt das Wachstum und die Marge. Kapitalstark, weltweit aufgestellt und Dividende gibt es auch. Also mit etwas Zeit & Geduld fly to the Moon 😉 oder zumindest wieder zu den alten Kurshöhen von 150€ und mehr. Wann ist es soweit? Abwarten und nicht ungeduldig werden, zwischenzeitlich sammle ich einige Stücke ein.
Die Herausforderung: Eigener Mini-ETF gegen Welt-ETF als Benchmark
Willkommen im neuen Monat, wir schreiben das Jahr 2022, den 1.Februar und hier ist mein Logbuch in diesem noch jungen Jahr: den Januar haben wir geschafft, erledigt, liegt hinter uns!
Ein Januar der von der Wertentwicklung an den Börsen in den USA und auch in Deutschland bestimmt in die Geschichte eingehen wird – als ein echt mieser Monat. Wenn es nicht gestern am 31. diese Gegenreaktion gegeben hätte, wäre es der schlechteste Januar an den Börsen seit langem. Die Nasdaq hatte am Freitag seit dem Bestehen, noch nie so einen schlechten Januar, doch der gestrige Montag hat diese Statistik gerade noch gerettet.
Wobei ein schlechter Monat? Wirklich?
Es kommt immer auf die Betrachtungsweise an, die die günstige Einkaufskurse bekommen haben, sehen das Ganze anders 😉
Was bringt uns der Februar an der Börse? Tja hier sind wieder die Propheten und in die Glaskugelgucker gefragt, wissen die mehr? Nein!
Daher ist das Rezept für meinen hier laufenden Kapitalaufbau: regelmäßig & kontinuierlich & diszipliniert investieren – jeden Monat. Das Geheimnis dabei? Einfach machen, mehr nicht!
Ich freue mich auf diesen neuen kurzen Monat, auf neue Einkäufe und auf den Austausch mit euch. Natürlich freue ich mich auch über alle stillen Mitleser.
Macht mir nicht alles nach, außer vielleicht: kauft einen Welt-ETF und bespart ihn regelmäßig. That`s all.
Mein persönlicher Wettkampf (battle 😉 ), meine kleine Aktienauswahl von Qualitätsunternehmen gegen einen renommierten Welt-ETF von Vanguard, das ist mein Weg & mein Projekt um selbst mehr über die ETFs zu lernen und langfristig zu gewinnen.
Gewinnen? Wieso gewinnen? Wer gewinnt hier gegen wen? Was ist wenn der Vanguard ETF besser ist? Was wenn diese kleine Aktienauswahl besser ist? In welchem Zeitraum? Bei welchem Aufwand?
Soooo viele Fragen, aber im Grunde gibt es darauf nur eine Antwort: Ich gewinne dabei! 😉
Das war jetzt frech, anmaßend, arrogant und provokativ! Doch stimmt das vielleicht sogar?
Hey, schaut die nächsten Monate und hoffentlich auch noch einige Jahre über meine Schulter und was werdet ihr sehen? Wer gewinnt, wer verliert?
Ich gewinne an Erfahrung, baue hier real dokumentiert ein kleines Depot auf und in einigen Monaten und Jahren, zeigt dieses kleine Depot einen Gegenwert „X“ und dieses „X“ ist bis dahin hoffentlich vernünftig gewachsen.
Auch wenn das hier ein kleiner Kampf der Auswahl ist, letztlich werden sich beide Seiten entwickeln und da in diesem meinen Depot, sowohl der Welt-ETF von Vanguard, als auch einige Aktien liegen, werde ich immer gewinnen. Denn beide Seiten tragen zum Wachstum meines Depots bei und damit zu meiner Altersversorgung – es gibt hier gar kein: „entweder - oder“ sondern nur ein: gemeinsam 😉
Ich investiere hier einen monatlichen Betrag und etwas Zeit. Zeit um euch auf diese Reise mitzunehmen, Denkanstöße zu geben und auch Spaß dabei haben.
Yeeh, investieren kann echt Spaß machen! Wirtschaftsnachrichten auch 😉
>> Doch es geht um das Loslegen und um Disziplin, dazu die Zeit und ich kann mich langfristig gar nicht gegen den Wertzuwachs wehren 😉
Klar wird das Zeug schwanken, auf und ab! Es kann auch sein das etwas ausfällt, doch in der Summe der Zeit wird das Ding groß werden, also noch viel mehr Zeug 😉
Hey Leute dort draußen, freut euch mit mir auf den Februar, freut euch auf meine neuen Ansichten und Plaudereien und ich hoffe es wird uns hier nicht langweilig.
Hier die Fakten, die gibt es auch heute:
In meinem Depot befinden sich zwei ETFs, zehn Aktien und noch ein Geheimnis, das ergibt die magische Zahl 13. Eine Glückszahl? Für mich bestimmt!
Kommt jemand darauf? Meist ist das Offensichtliche, das Unsichtbare – es bleibt spannend 😉
... und sorry für die inflationäre Anzahl von Smileys in diesem Post 😉 🙂 Im nächsten Beitrag wird es wieder um Zahlen & Fakten und seriöse Ansichten gehen.
Hey Leute dort draußen, freut euch mit mir auf den Februar, freut euch auf meine neuen Ansichten und Plaudereien und ich hoffe es wird uns hier nicht langweilig.
Das ist fast ausgeschlossen bei der abgefahrenen Themenzusammenstellung. 🤣
Danke auch, dass Du das Thema Aktien in der Community so nach vorne bringst!
Natürlich Gold! Wahrscheinlich XETRA-Gold oder etwas vergleichbares.
Super Thread, ich werde das verfolgen und vielleicht dann mal im Zweitdepot umsetzen. Mal sehen wie man besser fährt, ob mit Etf oder einzelnen Aktien.
Das ist fast ausgeschlossen bei der abgefahrenen Themenzusammenstellung. 🤣
So ist es mein Lieber!

