Die US-Inflationserwartungen steigen rasant an:
Die 10-jährige Breakeven-Rate in den USA liegt bei 2,47%, dem höchsten Wert seit Februar 2025. Abgesehen vom ersten Quartal 2025 ist dies das höchste Niveau seit Oktober 2023.
Im Gegenzug steigen die 1-jährigen Inflationserwartungen auf 3,26%, den höchsten Wert seit September 2022.
Darüber hinaus steigen die 2-jährigen Inflationserwartungen auf 2,81%, den höchsten Wert seit November 2022.
Und das alles, während die 12-monatigen Inflationserwartungen der US-Verbraucher im April zum zweiten Mal in Folge über 6% lagen.
Die Inflation ist in den USA zurück.
Gleichzeitig passiert aber dies:
Das Verhältnis der US-Frühindikatoren zu den konjunkturellen Indikatoren ist nun auf 0,84 gesunken und entspricht dem Tiefstand der Finanzkrise von 2008.
Dies geschieht, während der Frühindikator für die Wirtschaft (LEI) im März um -0,6% im Monatsvergleich gefallen ist und damit den 7. monatlichen Rückgang in den letzten 8 Monaten verzeichnet. Der Frühindikator für die Wirtschaft (LEI) des Conference Board verfolgt zukunftsgerichtete Daten, einschließlich der Verbrauchererwartungen, Produktionsaufträge, Wochenarbeitsstunden und erster Arbeitslosenanträge.
Zugleich misst der konjunkturelle Indikator (CEI) die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen in Echtzeit, wie z. B. die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft oder das persönliche Einkommen, ohne Berücksichtigung von staatlichen Sozialversicherungs- oder Arbeitslosenzahlungen.
Dieses Verhältnis ist nun auf dem Weg zu seinem 5. jährlichen Rückgang in Folge, dem längsten Rückgang seit Aufzeichnungsbeginn.
In der Vergangenheit sind solche niedrigen Werte nie außerhalb einer Rezession aufgetreten.
Die US-Wirtschaft und der Aktienmarkt bewegen sich in entgegengesetzte Richtungen.


