Hallo zusammen,
bei Swissquote ist jetzt möglich sich Sparpläne in Verbindung mit einem Bruchstückhandel anzulegen.
Im Unterschied zu Yuh werden ganze Aktien dann auch in solche umgewandelt. Es bleibt also nicht nur bei der treuhänderischen Verwaltung, sondern ganze Aktien gehören einem dann auch.
Viele Grüße.
bei Swissquote ist jetzt möglich sich Sparpläne in Verbindung mit einem Bruchstückhandel anzulegen.
Besten Dank, das wollte ich auch noch posten! Grossartige Neuigkeiten!!
Das sind gute Neuigkeiten. Stand da auch was zu den Kosten? Frage mich, wo der "Sparplan" sich kostenmäßig einsortiert. Die "ETF-Leader" scheinen sowas wie Aktions ETFs zu sein, hat da schon jemand Erfahrung? Zu den aufgeführten Kosten kommt auch immer noch noch die Schweizer Stempelsteuer on top (in der App ist die in den Gesamtkosten enthalten).
Könnten wir an dieser Stelle vielleicht nochmal die Sinnhaftigkeit / den Unsinn von einigen Konstellationen diskutieren?
- Kauf eines ETFs in Handelswährung CHF, USD, EUR bei Fondswährung USD - (Umtauschgebühren, Währungsrisiko)
- Fondsdomizil IE vs. US (Quellensteuer), EU vs. non-EU
- Thesaurierend (für deutsche Steuerinländer: Vorabpauschale) vs. ausschüttend
- ...
Angenommen, der EUR geht den Bach runter. Habe ich dann ein Problem, wenn ich z.B. einen in Irland aufgelegten Vanguard All-World ETF (Fondswährung USD) in EUR halte, z.B. den A2PKXG?
Die steuerlich korrekte Erfassung für eine deutsche Steuererklärung bekommt man hin, so lehne ich mich nach ein paar Tagen Q&A mit ChatGPT mal aus dem Fesnter. Wenn man die Grundrechenarten und Excel beherrscht und alles sauber dokumentiert, sollte man das auch ohne KPMG & co. hinbekommen.
Ich stehe gerade an dem Punkt, 100k von der SQ aus zu investieren und dann in den folgenden Jahren mit einem "Sparplan" regelmäßig nachzulegen. Da es so viele Konstellationen gibt, will ich natürlich keine gravierenden Fehler machen.
Könnten wir an dieser Stelle vielleicht nochmal die Sinnhaftigkeit / den Unsinn von einigen Konstellationen diskutieren?
- Kauf eines ETFs in Handelswährung CHF, USD, EUR bei Fondswährung USD - (Umtauschgebühren, Währungsrisiko)
- Fondsdomizil IE vs. US (Quellensteuer), EU vs. non-EU
- Thesaurierend (für deutsche Steuerinländer: Vorabpauschale) vs. ausschüttend
- ...
Angenommen, der EUR geht den Bach runter. Habe ich dann ein Problem, wenn ich z.B. einen in Irland aufgelegten Vanguard All-World ETF (Fondswährung USD) in EUR halte, z.B. den A2PKXG?
1. Kauf eines ETFs in Fondswährung US$ und Handelswährung US$. Warum EUR oder CHF nehmen wenn den ETF bei einem US-Anbieter in US$ gibt? Währungsrisiko ist eher Währungsschwankung und ich kann bei US$ immer entscheiden wann ich evtl. etwas aus dem US$ Konto zu Euro oder CHF umtausche.
Voraussetzung: ein US$ Konto für die Käufe, d.h. 1x musst du die Währung von Euro oder CHF tauschen, dafür laufen auch alle Dividenden auch in US$ bei dir auf und stehen für die Wiederanlage zur Verfügung.
2. Fondsdomizil, wenn US-ETF dann US, wenn EUR-ETF dann Irland/Luxemburg,
bei der Steuer musst du prüfen: 15% US Quellensteuer geht immer ab (bei US-ETF) die Frage die ich als "Nicht-ETF-Experte" mit einem CH-Depot und ETFs stellen würde:
a) Wohnsitz D, Depot CH, wie läuft das mit dem DBA? In D habe ich 15% US-Quellensteuer, das ist einfach. Mit Depot in der CH, akzeptiert meine CH-Depotbank + US-FA meinen Wohnsitz und damit das DBA D-US, oder das DBA CH-US weil das Depot in CH ist, oder beides nicht und dann zieht die USA mir 30% Quellensteuer ab und ich muss mir diese dann später wiederholen?
b) was ist mit der 35% Quellensteuer der CH für Ausländer? Normalerweise (bei Aktien) bezahle ich diese direkt, wird von der CH-Depotbank einbehalten und ich hole sie mir jährlich bei der CH-Finanzverwaltung zurück.
c) das würde für mich im schlechtesten Fall bedeuten, die USA zieht 30% Quellensteuer ab, die CH nochmal 35% und ich muss mir alles mühsam wiederholen, oder greifen doch die 15% US + 35% CH = 50% Steuer, oder rechnet die CH mir meine US-Steuer auf die CH-Steuer an?
3. Vermutlich ist auf Grund der Problematik Punkt 2. Thesaurierend die beste Lösung, da die Schweiz nur realisierte Erträge besteuert, d.h. solange nichts verkauft wird und keine Dividenden eingehen passiert hier nichts, außer natürlich meine jährliche Steuererklärung in D 😉
Ihr seht schon, zum Thema ETF im Schweiz-Depot kann ich nicht viel beisteuern (da ich so etwas nicht kaufe), doch vielleicht kann ich die richtigen Fragen stellen, die ihr z.B. dann eurer CH-Depotbank stellen könnt.
4. wenn "der Euro den Bach runtergeht" ist es egal ob Irland oder USA, der Euro ist nur deine Umrechnungswährung, d.h. die Anteile der Company`s im ETF gehören anteilsmäßig dir und du kannst jeden Tag an der Börse sehen welchen Gegenwert diese gerade haben. In welche Währung du dann später dein Geld auszahlen lässt ist total egal. Company = Sachwert (kein Geldwert) d.h. die Substanz steht immer egal in was du deine Anteile tauschen möchtest (Goldstücke, Pesos, Yen, Bitcoin, etc.) oder du behälst einfach die Fondswährung als US$ und brauchst nicht tauschen 😉
Kurze Antwort: nein, kein Problem
Könnten wir an dieser Stelle vielleicht nochmal die Sinnhaftigkeit / den Unsinn von einigen Konstellationen diskutieren?
- Kauf eines ETFs in Handelswährung CHF, USD, EUR bei Fondswährung USD - (Umtauschgebühren, Währungsrisiko)
- Fondsdomizil IE vs. US (Quell
- ensteuer), EU vs. non-EU
- Thesaurierend (für deutsche Steuerinländer: Vorabpauschale) vs. ausschüttend
- ...
Angenommen, der EUR geht den Bach runter. Habe ich dann ein Problem, wenn ich z.B. einen in Irland aufgelegten Vanguard All-World ETF (Fondswährung USD) in EUR halte, z.B. den A2PKXG?
1. Kauf eines ETFs in Fondswährung US$ und Handelswährung US$. Warum EUR oder CHF nehmen wenn den ETF bei einem US-Anbieter in US$ gibt? Währungsrisiko ist eher Währungsschwankung und ich kann bei US$ immer entscheiden wann ich evtl. etwas aus dem US$ Konto zu Euro oder CHF umtausche.
Voraussetzung: ein US$ Konto für die Käufe, d.h. 1x musst du die Währung von Euro oder CHF tauschen, dafür laufen auch alle Dividenden auch in US$ bei dir auf und stehen für die Wiederanlage zur Verfügung.
2. Fondsdomizil, wenn US-ETF dann US, wenn EUR-ETF dann Irland/Luxemburg,
bei der Steuer musst du prüfen: 15% US Quellensteuer geht immer ab (bei US-ETF) die Frage die ich als "Nicht-ETF-Experte" mit einem CH-Depot und ETFs stellen würde:
a) Wohnsitz D, Depot CH, wie läuft das mit dem DBA? In D habe ich 15% US-Quellensteuer, das ist einfach. Mit Depot in der CH, akzeptiert meine CH-Depotbank + US-FA meinen Wohnsitz und damit das DBA D-US, oder das DBA CH-US weil das Depot in CH ist, oder beides nicht und dann zieht die USA mir 30% Quellensteuer ab und ich muss mir diese dann später wiederholen?
b) was ist mit der 35% Quellensteuer der CH für Ausländer? Normalerweise (bei Aktien) bezahle ich diese direkt, wird von der CH-Depotbank einbehalten und ich hole sie mir jährlich bei der CH-Finanzverwaltung zurück.
c) das würde für mich im schlechtesten Fall bedeuten, die USA zieht 30% Quellensteuer ab, die CH nochmal 35% und ich muss mir alles mühsam wiederholen, oder greifen doch die 15% US + 35% CH = 50% Steuer, oder rechnet die CH mir meine US-Steuer auf die CH-Steuer an.
Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, bei CH-Depot mit ausschüttendem ETF auf USD Basis fällt keine US Quellensteuer an.
Das sind gute Neuigkeiten. Stand da auch was zu den Kosten? Frage mich, wo der "Sparplan" sich kostenmäßig einsortiert.
Das habe ich auch noch nicht gefunden. Aber es kann sein, dass diese Angabe auch noch nicht aktualisiert ist. Ich bin seit der Neueinführung von deren Kartenmodellen dabei und habe bisher keinen Cent bezahlt, obwohl das Modell "Brighte" 6,90 CHF im Monat kosten sollte. Vielleicht ein Early Bird Rabatt/oder Bug?
Die steuerlich korrekte Erfassung für eine deutsche Steuererklärung bekommt man hin,
Das würde ich aus zahlreichen Rückmeldungen aber auch behaupten. Und die meisten nutzen einfach ein Excel Sheet. Ich habe bisher KEINE EINZIGE Rückmeldung von euch, wo es Probleme gab. Das können wir also ins Reich der Mythen verbannen, auch wenn in manchen Finanzforen sonst was behauptet wird. Oder wir sind hier einfach gut. 😉
Thesaurierend die beste Lösung, da die Schweiz nur realisierte Erträge besteuert
So ist es und...
4. wenn "der Euro den Bach runtergeht" ist es egal ob Irland oder USA, der Euro ist nur deine Umrechnungswährung,
Das ist ja das schöne. Sorgenfrei trotz realistischer Bedenken.
Kosten für Fractional Trading bei Swissquote:
je Sparplanausführung: ab 3CHF / 5€ / 3US$ + Schweizer Stempelsteuer
d.h. nicht mit deutschen Konditionen vergleichbar und auch teurer als bei Yuh.
Vorteil: bei ganzen Stücken Eintrag ins CH-Aktienregister möglich und auch keine Treuhandverwaltung (im Gegensatz zu Yuh)
Kann man machen bei größeren Sparbeträgen, bei kleinen Sparsummen, wie 50CHF oder 100CHF für uns verwöhnte Menschen trotzdem noch teuer 😉
Idealerweise spart man dann nicht 50CHF je Monat, sondern zieht es zusammen und spart z.B. 300 CHF halbjährlich und zahlt dann nur einmalig die 3CHF+StempelSt.
Der nächste Sprung wo die Gebühr teurer wird ist ab 500CHF, d.h. bis dahin hat man die genannten 3CHF an Kosten + die Steuer/Gebühr die nochmal rund 2,50-10,00 CHF kostet
SQ ist nicht ganz billig beim Depot, aber ich merke den professionelleren Anspruch sehr deutlich im Vergleich zu yuh. Zum Start ist yuh super aber wenn man mehr als ein paar Eier für den Korb hat, dann ab zu SQ.
Nutze auch das Konto/Karte von denen.
obwohl das Modell "Brighte" 6,90 CHF im Monat kosten sollte
Bisher nicht.
@gold-oder-aktien @dunkelroterfaden @mrtn vielen Dank Euch für die ausführlichen Erklärungen. Das muss ich mir in den nächsten Tagen mal in Ruhe anschauen.
Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, bei CH-Depot mit ausschüttendem ETF auf USD Basis fällt keine US Quellensteuer an.
Ich habe einen VANGUARD TOTAL WORLD STOCK ETF, ISIN US9220427424 bei der yuh. Da wurden in 2023 4x Erträge ausgeschüttet. Die Verrechnungssteuer beträgt exakt 30%. Ich wäre jetzt davon ausgegangen, dass das die US Quellensteuer ist. Wenn das so ist, würde es aber dem widersprechen, was @gold-oder-aktien oben beschrieben und @mrtn bestätigt hat.
@djlack siehe hier https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/quellensteuer/
15% der Quellensteuer kannst du dir über das W8BEN Formular aus den USA wiederholen
Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, bei CH-Depot mit ausschüttendem ETF auf USD Basis fällt keine US Quellensteuer an.
Ich habe einen VANGUARD TOTAL WORLD STOCK ETF, ISIN US9220427424 bei der yuh. Da wurden in 2023 4x Erträge ausgeschüttet. Die Verrechnungssteuer beträgt exakt 30%. Ich wäre jetzt davon ausgegangen, dass das die US Quellensteuer ist. Wenn das so ist, würde es aber dem widersprechen, was @gold-oder-aktien oben beschrieben und @mrtn bestätigt hat.
Mein Fazit zum ETF in CH war so:
Ihr seht schon, zum Thema ETF im Schweiz-Depot kann ich nicht viel beisteuern (da ich so etwas nicht kaufe), doch vielleicht kann ich die richtigen Fragen stellen, die ihr z.B. dann eurer CH-Depotbank stellen könnt.
Meine Vermutung:
Da du einen Abzug von 30% bei Yuh hattest würde ich davon ausgehen, das es die US-Quellensteuer auf deine Ausschüttung ist. Da dafür der Prozentsatz passt. In dem Fall scheint CH die keine zusätzliche Schweizer Steuer abzuziehen
Die Schweiz erhebt 35% Quellensteuer auf Dividenden bei Aktien, die man sich mit einer Bescheinigung des FA teilweise erstatten lassen kann. Ich persönlich habe keine ETFs im CH-Depot, daher fehlt mir hier die Erfahrung.
Frag doch bei Yuh per Mail konkret nach, die reagieren doch sehr schnell und du hast Klarheit.
Ich habe nun auch erfolgreich ein Konto bei der SQ eröffnet. Das Thema ausschüttende ETF's und Quellensteuer oder nur thesaurierende ETF's bei der SQ halten und sich dann mit der Vorabpauschale beim deutschen FA zu quälen: Das ist mir im Moment doch noch alles zuviel und überfordert mich. Abgesehen von einem möglichen Depotübertrag und der korrekten Übertragung der Einstandswerte ... 😪
Eine Steuerbescheinigung kostet bei der SQ ein paar Franken, richtig?
Sollte man jedoch Aktien bei der SQ ohne Dividendenaussschüttung kaufen, fällt erstmal nichts an Aufwand an. Liege ich da richtig?
Vorerst werde ich wohl erstmal meine Sparpläne in DE stoppen und das Geld in Franken eintauschen und zur SQ übertragen. Für den Anfang.
Wie machen das andere hier? Erfahrungen mit dem Depotübertrag von ETF's mit Domizil Irland?
@pizzachino Als Immobilienbesitzer komme ich aus Deutschland nicht so einfach weg. Aber mein Kapital schon. Ich bin bekanntlich auch bei SQ und wandle Gelder in CHF um. Danke @mrtn , ohne dich wäre ich niemals so weit gekommen.
Was Aktien angeht: berkshire_hathaway_b-aktie
Dann hat man mit dem FA auch keine Probleme.
Eine Steuerbescheinigung kostet bei der SQ ein paar Franken, richtig?
Brauchst du doch nicht. Depotauszug reicht, Erträge kannst du belegen. Es gibt keine Pflicht für eine Steuerbescheinigung bei ausländischen Kreditinstituten für das deutsche FA. Zumal die meisten weltweit das auch gar nicht haben.
Beim Thema ETFs: Vorabpauschale gibt es nur in DE. @gold-oder-aktien hatte das schon erklärt. Wüsste nicht dass man die selbst abführen muss. Bei einem Depot im Ausland erfolgt keine Berechnung der Vorabpauschale bzw. kein direkter Steuerabzug. Anleger müssen die anfallende Steuer im Rahmen der Einkommensteuererklärung dem Finanzamt anzeigen.
Das war's auch schon.


