Hi Bloom!
Das ist für mich auch noch immer ein Thema, weswegen ich bisher keine ETF's in die Schweiz transferiere oder bei Schweizer Banken Aktien bzw. ETF's kaufen werde.
Der mögliche Aufwand bei der Steuererklärung erscheint mir zu hoch. Auch die Angst etwas falsch anzugeben und sich damit u.U. der Steuerhinterziehung strafbar zu machen.
Bisher halte ich meinen "Notgroschen" in EUR bei yuh!. Das verschafft ein kleines Gefühl von "Sicherheit", sollte es mal dazu kommen, dass aus Gründen deutsche Konten gesperrt würden.
Thema Vermögenssteuer: Vor Steuern würde dich auch dein ETF Depot in der Schweiz nicht schützen. Dein hiesiges Finanzamt wird über das Sondervermögen in der Schweiz bestens informiert sein.
Dennoch würde es dich vor den zuvor genannten Kontensperren bewahren.
Hallo Pizzachino,
dann sind wir damit schon zu zweit 😀.
Ich habe bisher außerhalb der EU auch nur den Notgroschen bei yuh sowie ein wenig Geld im CopyTrading. Alles andere, insb. die ETFs sowie Anleihen, liegen derzeit bei deutschen Banken.
Mein Gedanke war ab 2025 einen Teil der monatlichen Sparquote zu SwissQuote zu verschieben und dann dort in ETFs zu investieren.
Ich möchte die Erträge natürlich korrekt bei der Steuer angeben, daher meine Frage zur Berechnung der relevanten Steuern. Inbesondere zu der Vorabpauschale frage ich mich, ob SwisQuote standardmäßig alle für eine Eigenberechnung in der Einkommenssteuererklärung notwendigen Informationen bereitstellt. Ich meine damit nicht die fertige Berechnung und Abführung, die die deutschen Banken machen, sondern die notwendigen Informationen, um es selbst berechnen und angeben zu können.
Vielleicht meldet sich hier noch jemand, der damit Erfahrung hat und bestätigen kann, dass es klappt.
Dann würde ich diesen Schritt etwas entspannter angehen.
Grüße
Bloom
Thema Vermögenssteuer: Vor Steuern würde dich auch dein ETF Depot in der Schweiz nicht schützen. Dein hiesiges Finanzamt wird über das Sondervermögen in der Schweiz bestens informiert sein.
Ein Mal im Jahr gibt es eine Saldenmitteilung. Die Schweizer Bank meldet an die Schweizer Behörden und diese dann nach DE.
Der Unterscheid ist, dass deutsche Behörden absolut KEINEN ZUGRIFF auf Schweizer Konten haben und auch keinen Echtzeiteinblick.
Wenn man das Land dann verlässt ist man mit der Bankverbindung in der Schweiz einfach unabhängig und hat nichts zu befürchten.
Und je nachdem wo man eben auf der Welt hingeht, braucht man auch kein anderes Konto mehr als das besagte Schweizer Konto. Das sehe ich vor allem als riesigen Vorteil, gerade wenn man in finanzschwächeren Ländern unterwegs ist (z.B. Griechenland in unserem Fall).
Habt ihr hier praktische Erfahrungen damit? Investiert ihr in ETFs in der Schweiz mit manueller Angabe in der deutschen Steuererklärung?
Ich kann dazu die Erfahrungen von einigen von euch weiter geben: Excel Sheet, Depotauszug und fertig. Keine Rückfragen vom FA, nichts dergleichen. Die Frage wäre also, ob es überhaupt ein Problem damit gibt??!
Wir reden hier von Depots im Bereich von 500.000 USD.
Wenn jemand andere Erfahrungen hat, gerne posten.
Nein, wir du sagst, kein Problem. Ich gebe einfach die Erträge an, die ich auch ggfs nachweisen kann (war bisher aber nicht nötig), wenn nachfragen kommen sollten.
Was würdet ihr denn mit einem bestehendem deutschen Depot und deren ETF's tun?
Thesaurierend als auch ausschüttend - Depotübertrag? Weiterlaufen lassen und "neu" anfangen?
Kann man bei der Swissquoute das Verrechnungskonto in EUR führen? Oder muss man bei den Erträgen dann auch jeweils den Umrechnungskurs CHF/Eur berücksichtigen?
Ich kann dazu die Erfahrungen von einigen von euch weiter geben: Excel Sheet, Depotauszug und fertig. Keine Rückfragen vom FA, nichts dergleichen. Die Frage wäre also, ob es überhaupt ein Problem damit gibt??!
Wir reden hier von Depots im Bereich von 500.000 USD.
Wenn jemand andere Erfahrungen hat, gerne posten.
Darf ich einmal freundlich fragen, ob du bitte "dein" Excelsheet einmal exemplarisch darstellen könntest?
Welche Daten bereitest du genau wie auf?
Zuerst einmal wünsche ich Euch ein gutes neues Jahr!
Danke für Deine Antwort Martin und Deine Frage Pizzachhino.
Mir lag genau die gleiche Frage von Pizzachino auf der Zunge.
Vielleicht bin derzeit zu wenig wagemutig, aber ich bin nicht sicher, ob ich die Steuerberechnung für das Finanzamt korrekt hinbekomme. Davor habe ich Respekt. Vor allem weil Steuervergehen in D scheinbar härter sanktioniert werden, als gefühlt andere Vergehen.
Daher mein Gedanke, es korrekt abzugeben, um keine Flanke zu haben.
@pizzachino
Mein Gedanke ist derzeit der, die Bestände bei deutschen Banken bei diesen zu belassen.
Grüße
Bloom
Ich würde mich gerne noch mit der folgenden Frage dranhängen, weil ich aus Recherchen im Internet noch keine vollständige Klarheit gewonnen habe: werden in der Schweiz Steuern auf Kapitalerträge (Dividenden, Zinsen,...) einbehalten bzw. fällig, wenn man in DE ansässig ist?
Darf ich einmal freundlich fragen, ob du bitte "dein" Excelsheet einmal exemplarisch darstellen könntest?
Mir lag genau die gleiche Frage von Pizzachino auf der Zunge.
Das war nicht mein Exelsheet, sondern ich weiss das von anderen Community Mitgliedern. Wer das liest und antworten will, bitte antworten 🙂
Ich stehe vor dem gleichen Thema.
Diese Alternativen sehe ich:
1. Bestand bleibt beim deutschen Broker (in meinem Fall comdirect)
Ist sicher das einfachste, mit dem Restrisiko, dass ein Zugriff/Sperre auf das Depot erfolgt.
2. Übertragung auf einen ausländischen Broker
Notwendig wird hier die rückwirkende Dokumentation aller Einstandkurse inkl. der Kaufbelege. Da ich im Sparplan monatlich über mehrere Jahre angespart habe, sind das viele einzelne Transaktionen. Kostet sicher einige Stunden Zeit, wäre aber machbar.
Für die Angabe auf der Steuererklärung muss neben der Dividendenzahlung die Vorabpauschale berechnet werden. Da es wieder Zinsen gibt, ist der festgelegte Basiszins zu berücksichtigen. D.h. alle Fonds, die eine positive Entwicklung hatten und deren Ausschüttung unter dem Basiszins lag, sind betroffen. Ist aber auch kein Hexenwerk, es gibt auch diverse Rechner im Web, die dabei unterstützen. Benötigt werden, Wert zum Jahresbeginn/-ende und Höhe der Ausschüttungen. Zukäufe werden nur anteilig eingerechnet, beginnend mit dem Monat des Kaufs. Hier ist es ganz gut erklärt (klick)
3. Verkauf und Neukauf bei einem ausländischen Broker
Hier wären dann 25% Steuerabzug von den Gewinnen fällig. Wenn ich den Aufwand für Alternative 2 gegenrechne, wäre das ein guter Stundenlohn. Die jährliche Berechnung der Vorabpauschale muss dann manuell gemacht werden. Zinsen werden uns noch eine Weile erhalten bleiben.
Ich bin noch unentschlossen, wie ich es machen werde. Aber wie sagte @mrtn so schön: "2025 ist das Jahr der Entscheidungen."
@sebastian
Wenn Du in Deutschland ansässig bist und ein Konto in der Schweiz (oder sonstwo auf der Welt) führst, werden darauf in Deutschland ggfs. Steuern fällig, sofern das Konto Erträge erzeugt. Gleiches gilt auch für die Vorabpauschale, bei der fiktive Veräußerungserträge besteuert werden, die erst zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich anfallen werden (Verkauf der Anteile).
Die deutschen Banken führen diese Erträge an das Finanzamt automatisch ab. Die schweizer Banken (zumindest die, die hier diskutiert werden) machen das nicht. Ich vermute, dass Du kaum eine Bank im Ausland finden wirst, die entsprechend der deutschen Steuergesetzgebung eine automatische Abführung der Steuern für Dich vornehmen wird. Daher musst Du im Falle von Erträgen auf einem Konto außerhalb Deutschlands diese Erträge beim Finanzamt im Rahmen Deiner jährlichen Steuererklärung angeben.
@bloom danke für deine Rückmeldung. Dass alle Kapitalerträge in DE zu versteuern sind, wenn man in DE ansässig ist, ist klar. Was ich fragen wollte, ist, ob irgendwelche zusätzlich in der Schweiz selbst anfallen?
Ich würde mich gerne noch mit der folgenden Frage dranhängen, weil ich aus Recherchen im Internet noch keine vollständige Klarheit gewonnen habe: werden in der Schweiz Steuern auf Kapitalerträge (Dividenden, Zinsen,...) einbehalten bzw. fällig, wenn man in DE ansässig ist?
Da ich nicht in ETFs in der Schweiz investiere, kann ich euch nur aus Aktionärssicht helfen.
Aktienkursgewinne = in CH steuerfrei
Dividenden / Zinsen = 35% Quellensteuer, davon 20% rückforderbar und restliche 15% werden auf D-KESt angerechnet
Beispiel meiner Datenerfassung für Schweizer Investitionen für das FA:
P.S.: Vorabpauschale ist eine deutsche "Erfindung" und gilt nur für thesaurierende ETFs in D, in (fast) allen Länder versteuert man Gewinne nach dem Zuflussprinzip und nicht nach fiktiven Gewinnen ...


