Interessante News von Revolut. Leute, mich macht das schon ein wenig stolz Revolut schon seit 2017 sozusagen promotet zu haben. Das Konzept war von Anfang an genial und inzwischen lässt sich Revolut ja sogar als Vollbank nutzen (aber Achtung, Diversifikation trotzdem niemals vergessen)!
Aus dem Handelsblatt
NeobankRevolut hängt selbst Großbanken wie Barclays und Lloyds abDas Londoner Fintech will zum global erfolgreichsten digitalen Bankmodell werden – zum JP Morgan der digitalen Welt. Womit die deutschen Wettbewerber N26 und Trade Republic rechnen müssen.
London, Frankfurt. Das Wachstum von Revolut scheint unaufhaltsam: 65 Millionen Kunden in 39 Ländern, ein Neukundenwachstum von mehr als 82 Prozent seit Anfang 2024. Für das vergangene Jahr steht ein Gewinn vor Steuern von 1,4 Milliarden Dollar (etwa 1,2 Milliarden Euro) zu Buche, ein Anstieg von 149 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Betrachtet man die Bewertung von zuletzt 75 Milliarden Dollar des nicht an der Börse notierten Fintechs, ist Revolut wertvoller als die britischen Großbanken Barclays, Natwest und Lloyds. Auch die Deutsche Bank kann da mit einer Marktkapitalisierung von etwa 70 Milliarden Dollar nicht mehr mithalten.
„Alle Banken haben Angst vor Revolut“, sagt Fintech-Expertin Miriam Wohlfarth. Die britische Neobank wachse ungewöhnlich schnell. Wohlfarth ist seit mehr als 20 Jahren in der Branche aktiv und hat die Unternehmen Ratepay und Banxware gegründet.
Ein Fintech-Branchenkenner, der namentlich nicht genannt werden möchte, sagt: „Revolut wurde früher nicht viel beachtet. Doch mittlerweile beschäftigen sich viele Banken sehr intensiv damit, wie man mit der Neobank mithalten kann.“
Und auch für die deutschen Fintechs ist Revolut zur Konkurrenz geworden. Grund dafür ist seine sehr früh gestartete globale Multiplattform für Währungs-, Krypto- und Wertpapiergeschäfte.
Doch trotz der enormen Wachstumszahlen: Alles läuft auch beim Londoner Primus nicht rund. Revolut wartet in Großbritannien seit 2021 auf seine Banklizenz. So läuft derzeit eine sogenannte Mobilisierungsphase, die auch als „Zulassung mit Einschränkungen“ bezeichnet wird.
Noch ohne Banklizenz in Großbritannien
Laut Finanzkreisen wartet das Unternehmen auch deshalb auf die finale Zulassung, weil die britischen Aufsichtsbehörden noch nicht davon überzeugt sind, dass die Risikokontrollen für das starke Wachstum ausreichen. In Großbritannien zählt Revolut mehr als zwölf Millionen Kunden.
Die größte Gefahr ist offenbar, dass das Fintech vom eigenen Wachstum überfordert wird. Der ehemalige Goldman-Sachs-Banker und Revolut-Aufsichtsrat Michael Sherwood räumte in einem Interview „Wachstumsschmerzen“ ein.
Ohne eine Banklizenz in Großbritannien kann Revolut jedoch in seinem Heimatmarkt kein Allround-Anbieter für Bankdienstleistungen werden, weil das Einlagengeschäft und die Kreditvergabe stark eingeschränkt sind.
Revolut-Gründer Nik Storonsky: 2,5 Millionen Kunden in Deutschland. Foto: Revolut
Auch für die Expansion in den USA und den geplanten Kauf einer amerikanischen Bank gilt die britische Banklizenz intern nach Angaben von Sherwood als wichtige Voraussetzung.
Dass selbst kleinste Fehler zu unangenehmen Schlagzeilen führen, zeigt, wie stark Revolut in Großbritannien unter Beobachtung steht. So vergaß das Unternehmen, die Aufsichtsbehörden rechtzeitig darüber zu informieren, dass Vorstandschef Nik Storonsky seinen Wohnsitz vor ein paar Wochen in das Steuerparadies der Vereinigten Arabischen Emirate verlegt hatte.
Dennoch scheint das Interesse von Kunden und Investoren ungebrochen. In der jüngsten Finanzierungsrunde, an der sich neben dem US-Vermögensverwalter Fidelity auch der amerikanische Chiphersteller Nvidia beteiligte, wurde Revolut mit 75 Milliarden Dollar bewertet. Zuletzt hatte das Unternehmen im August des vergangenen Jahres eine Bewertung von 45 Milliarden Dollar erzielt.
Ziel von 100 Millionen Kunden in 100 Ländern
„Das Interesse der Investoren und unsere neue Bewertung spiegeln die Stärke unseres Geschäftsmodells wider“, sagte Victor Stinga, Chief Financial Officer (CFO) von Revolut. Vorstandschef Storonsky, der Revolut einmal „Uber des Bankwesens“ nannte, zielt vor allem auf junge Kunden, die ihre Bankgeschäfte digital am Smartphone erledigen wollen und von den oftmals behäbigen Geldhäusern enttäuscht sind.
Barclays-Chef Venkatakrishnan: „Banken in Bezug auf die Qualität ihrer Dienstleistungen wirklich den Fehdehandschuh hingeworfen.“ Foto: Bloomberg/Getty Images
Misst man den Erfolg nicht nur in Zahlen, sondern auch an der Vehemenz, mit der das Fintech von etablierten Konkurrenten attackiert wird, könnte es ebenfalls kaum besser laufen. Revolut habe „den Banken in Bezug auf die Qualität ihrer Dienstleistungen wirklich den Fehdehandschuh hingeworfen“, sagte Barclays-Chef C.S. Venkatakrishnan vergangene Woche in London. Venkatakrishnans Äußerungen zeigen, wie ernst die bisherigen Platzhirsche in der Londoner City den erst zehn Jahre alten Newcomer nehmen.
„Die Idee war, dass wir das Produkt kostenlos anbieten und dann andere Dienstleistungen im Cross-Selling verkaufen“, umschrieb Storonsky seine Pläne. „Dazu brauchten wir lediglich eine große Kundenzahl.“
Das entspricht dem Erfolgsrezept von Technologieplattformen in anderen Branchen, die ebenfalls auf einen Querverkauf von kostenlosen und gebührenpflichtigen Dienstleistungen sowie eine schnelle Skalierung setzen. „Unsere Vision ist der Aufbau der ersten wirklich globalen Bank“, so der Russe mit britischem Pass.
Geld verdient Revolut vor allem im Karten- und Interchange-Geschäft. Die Erträge stiegen im vergangenen Jahr um 72 Prozent auf vier Milliarden Dollar.
Was Revolut von anderen Fintechs unterscheidet, ist seine globale Multiplattform für Währungs-, Krypto- und Wertpapiergeschäfte. Der britische Konkurrent Monzo konzentriert sich hingegen stärker auf klassische Bankdienstleistungen, und das ebenfalls in London ansässige Fintech Wise hat sich auf den internationalen Zahlungsverkehr spezialisiert.
Die Neobank hat sich zum Ziel gesetzt, 100 Millionen täglich aktive Kunden in 100 Ländern zu haben. Derzeit sind es nach eigenen Angaben 65 Millionen. In Deutschland zählt das Unternehmen Stand August dieses Jahres 2,5 Millionen Kunden, ein Wachstum von etwa 115 Prozent seit Anfang des vergangenen Jahres.
Damit ist Revolut auch auf dem deutschen Markt zu einem großen Konkurrenten aufgestiegen – vor allem von Fintechs wie N26 oder Trade Republic. Zum Vergleich: Der Berliner Neobroker Trade Republic gab Mitte September dieses Jahres bekannt, erstmals mehr als zehn Millionen Kunden zu zählen. Und die Berliner Smartphonebank N26 kam Ende des vergangenen Jahres auf etwa fünf Millionen Kunden.
Laut Wohlfarth hat Revolut ein „enormes Tempo bei der Expansion und Internationalisierung, das wir in Deutschland so nicht kennen. Da sind die hiesigen Akteure ins Hintertreffen geraten.“ Bereits 2019 zählte Revolut zehn Millionen Kunden, 2022 waren es in 36 Märkten 20 Millionen Kunden.
Während Revolut in den vergangenen Jahren also uneingeschränkt wachsen konnte, war N26 mit Wachstumsbeschränkungen der Finanzaufsicht Bafin belegt – und durfte von November 2021 bis Juni 2024 nur eingeschränkt Neukunden aufnehmen.
Große Konkurrenz für N26 und Trade Republic
Wobei auch N26 auf schnelleres internationales Wachstum setzte, sich aber etwa aus den USA und Brasilien wieder zurückzog.
Trade Republic, ebenfalls 2015 gegründet, startete indes offiziell erst 2019 mit dem provisionsfreien Handel von Aktien und börsennotierten Fonds (ETFs). Mittlerweile hat das Unternehmen allerdings auch eine höhere Wachstumsrate bei Neukunden: Allein seit Anfang 2024 konnte es mehr als sechs Millionen Neukunden gewinnen.
Doch niemand hat hochfliegendere Pläne als Revolut, was die Westeuropa-Chefin des Fintechs kürzlich unterstrich: Man wolle „das erfolgreichste digitale Bankmodell der Welt werden, das JP Morgan der digitalen Bankenwelt“, sagte Béatrice Cossa-Dumurgier in einem Interview.
Neben dem Girokonto bietet die britische Neobank bereits seit Ende 2017 den Handel mit Kryptowährungen an, seit 2019 den Handel mit Aktien. Zum Vergleich: N26 startete erst Anfang 2023 in Deutschland den Handel mit Kryptowährungen, im April 2024 folgte der Handel mit Aktien und ETFs.
App von Trade Republic: Seit zwei Jahren mit Vollbanklizenz. Foto: Trade Republic
Trade Republic ist indes als Neobroker gestartet, erhielt Ende 2023 die Vollbanklizenz. Seitdem kann das Fintech seinen Kunden alle wesentlichen Bankdienstleistungen anbieten, etwa eine Bezahlkarte und ein Girokonto.
Als Vorbild nennt Mitgründer Christian Hecker den US-Finanzkonzern Charles Schwab. Mit einer Plattform, auf der Menschen einen Großteil ihres Vermögens aufbauen, „kann man schon eine sehr signifikante Finanzinstitution in Europa werden“, sagte Hecker Ende 2023.
Er selbst sieht sich auch nicht als direkten Wettbewerber zu Onlinebanken. „Bei uns steht das Sparen im Fokus“, sagte er im September dieses Jahres. Kunden kämen zu Trade Republic, um zunächst einen Sparplan mit ETFs abzuschließen. Dies sei der Start für einen Vermögensaufbau.
Damit unterscheiden sich Trade Republic und Revolut in ihrem Profil, auch wenn sich das Produktangebot immer mehr angleicht.
Ich liebe Revolut und würde am liebsten alles dort haben aber mein personal-Banker 😘 rät mir davon ab sonst wäre es so. Und es gibt jetzt wieder die 24k Goldkarte und ich werde sie bestellen weil ich Gold einfach liebe.
Ich liebe Revolut und würde am liebsten alles dort haben aber mein personal-Banker
rät mir davon ab
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Die wollen 80 Euro dafür. Diese Metalcard in Gold bekommst Du für die Hälfte. 😉


