Ich habe diese beiden Broker in den letzten Tagen aufgeschnappt. Bin aber bei keinem der beiden bisher Kunde.
Es ist ein amerikanischer Broker, der auch Konten für ausländische Kunden eröffnet. Überweisung ist jedoch nur über Wire-Transfer in USD möglich.
Dies ist ein weiterer Broker in der Schweiz mit moderaten Kosten.
Nun meine Frage:
Ist einer der Broker hier jemandem schon über den Weg gelaufen und gibt es vielleicht erste Erfahrungen bei euch? Nach Flowbank bin ich da etwas vorsichtiger geworden.
Die Saxo Bank ist an sich als solide Bank natürlich bekannt, aber den Broker habe ich noch nicht benutzt. "Tastytrade" sagt mir allerdings nichts.
Hallo zusammen,
ich habe mir die Saxo-Bank in der Schweiz einmal etwas näher angeschaut, da deren Preismodell sich vor kurzem erheblich verändert hat, sprich: deutlich preiswerter geworden ist.
Meine Ausgangslage ist, dass ich wenig anspruchsvoll an die Produkte bin. D. h. ich bin interessiert am Kauf von Allerwelts-ETFs wie den All World oder ACWI, gern ergänzt um die Möglichkeit auch Bitcoin mitzukaufen. Exotischere Coins spielen für mich keine Rolle.
Mir geht es um einen ggfs. etwas preiswerteren Einstieg bei einer Schweizer Bank als bei SwissQuote, die alles in allem einen guten und professionellen Eindruck macht, aber für den Einstieg mit 80 CHF Depotgebühr pro Jahr nicht ganz preiswert ist.
Hier mein Vergleich von SwissQuote, Yuh und der Saxo Bank:
Ein Manko ist natürlich die nicht vorhandene Kreditkarte bei der SaxoBank CH, um auf Gelder und Erträge zugreifen zu können. Das lässt sich aber gut mit Yuh kombinieren. Cryptos werden im Vergleich zu SwissQuote nicht angeboten, das ist für mich aber verschmerzbar aufgrund diverser anderer Lösungsmöglichkeiten.
Ein weiterer Punkt der mir durch den Kopf geht ist die Konzernstruktur: die SaxoBank CH gehört zur SaxoBank Dänemark, also einem in der EU beheimateten Institut. Eigentlich sollte durch die Beaufsichtigung der SaxoBank CH durch die FINMA keine Risiko bestehen, dass Informationen über Kunden und deren Geschäfte zur SaxoBank in Dänemark fließen und mittelbar an EU-Behörden gelangen?
Mit ist klar, dass natürlich über den Automatischen Informationsaustausch ohnehin die bekannten Informationen an die deutschen Behörden weitergegeben werden.
Hat hier jemand praktische Erfahrungen mit der Saxo Bank? Ich überlege gerade ein Konto zu eröffnen, was als Deutscher auch zu funktionieren scheint.
@mrtn: vielleicht ist die SaxoBank mit den überschaubaren Gebühren eine preiswerte Alternative für den Einstieg ins Offshorebanking in Ergänzung zu SwissQuote.
Ergänzend noch zwei Links als weiterführende Informationen, die ich zur Bewertung der SaxoBank gefunden habe:
https://www.schwiizerfranke.com/saxo-bank-schweiz
https://www.becomewealthy.ch/post/saxo-bank-erfahrungen
Grüße
Bloom
@mrtn: vielleicht ist die SaxoBank mit den überschaubaren Gebühren eine preiswerte Alternative für den Einstieg ins Offshorebanking in Ergänzung zu SwissQuote.
Naja, warum nicht.
Ich finde die Swissquote spannender, weil man wirklich alles inhouse hat und das ist was die meisten ja suchen. Yuh ist der noch einfachere Einstieg, aber eben "nur" eine Art N26 der Schweiz.
Wie Du geschrieben hast, fehlt bei der SaxoBank leider der Zahlungsverkehr.
Weil das immer wieder kommt...
Mit ist klar, dass natürlich über den Automatischen Informationsaustausch ohnehin die bekannten Informationen an die deutschen Behörden weitergegeben werden.
Das stimmt. Aber wie gesagt, es ist eine Mitteilung über eure Stammdaten und den Saldo per Stichtag sowie Erträge, wenn ihr dort welche habt. Die deutschen Behörden können weder auf euer Konto zugreifen/einblicken noch das Konto sperren.
Das ist ein riesiger Unterschied und ihr merkt, da will man in Deutschland kein Konto mehr haben.
@mrtn tastytrade ist ursprünglich ein US-Broker, spezialisiert auf Optionen. Eine wirklich tolle (Options-) Plattform, hervorragender Kundenservice, extrem professionell und seriös. Wurde von Tom Sosnoff gegründet, in den USA eine echte Legende, da früher einer der Gründer von thinkorswim (einer der größten Broker in den USA). Wer sich für Optionen interessiert, dem kann ich Interviews mit Tom Sosnoff sehr ans Herz legen (einfach mal googeln). In den USA haben die sogar einen TV-/Internetchannel "tastylive", mit wahnsinnig viel Research - aber alles mit Schwerpunkt Optionen, also sehr speziell. Meines Wissens nach wurde der Broker tastytrade zwischenzeitlich zumindest teilweise an die IG Group verkauft...die sitzen in London.
@mrtn tastytrade ist ursprünglich ein US-Broker, spezialisiert auf Optionen.
Danke Dir für den Hinweis und den Tipp mit Tom Sosnoff.
In den USA haben die sogar einen TV-/Internetchannel "tastylive", mit wahnsinnig viel Research - aber alles mit Schwerpunkt Optionen, also sehr speziell.
Ist gespeichert 😉
@bloom Hallo Bloom, ich hatte vor 3 Monaten versucht, bei der Saxo ein Konto zu eröffnen. Von mir wollten sie sann Nachweis, dass ich wirklich in der CH wohne->😒. Hast du in der Zwischenzeit Alternative gefunden.
@jele51 Ich habe in Sachen Saxo-Bank CH nichts weiter unternommen. Ich habe bereits ein Konto bei der SwissQuote, auf dem aber bisher nur ein überschaubarer Geldbetrag geparkt ist. Ich plane bei SwissQuote ETFs zu kaufen, wenn ein größerer Betrag frei wird, den ich dann auf einen Schlag dorthin überweisen werde.
Ich sehe den Vorteil der schweizer Konten als jemand, der in Deutschland wohnt und aus familiären Gründen in den nächsten Jahren voraussichtlich auch wohnen bleiben wird, vor allem in den Aspekten Daten- und Zugriffsschutz.
Datenschutz im Sinne, dass im Rahmen des CRS nur einmal jährlich Kontobestände und Erträge übermittelt werden und den deutschen Behörden eben nicht jederzeit der Zugriff auf das Konto möglich ist.
Sollte eine wie auch immer geartete Vermögensabgabe für Deutsche kommen, dann schützt das schweizer Konto den deutschen Residenten davor nicht.
Grüße
Bloom
Nach einer kleinen Pause habe ich mich noch einmal aufgerafft und letztes Wochenende ein Konto bei der Saxobank in der Schweiz beantragt.
Bis auf einen kleinen Schluckauf bei der Online-Beantragung hat alles gut und schnell geklappt und das Konto war nach kurzer Zeit eröffnet.
Das erste Geld ist bereits auf dem Konto angekommen (EUR zu CHF bei Revolut getauscht und dann überwiesen), dann kann es demnächst losgehen.
Wegen meines Wohnortes in Deutschland gab es keine Rückfragen oder Bedenken, hat alles gut geklappt.
Die Preise sehen fair aus, selbst Geld wechseln, z. B. von EUR zu CHF kostet bei der Saxo Bank nur 0,25%, Depotgebühren gibt es keine.
Wenn ich ein paar weitere Erfahrungen gesammelt habe, kann ich hier gern noch einmal schreiben.
Tastytrade ist hervorragend, was die Margin Requirements angeht. Die Tradingplattform ist für mich als InterActiveBroker-User eher gewöhnungsbedürftig geblieben. Tastytrade ist allerdings wählerisch, für welche Wohnsitzländer Konten angeboten werden. Paraguay gehört nicht dazu.
Charles Schwab ist viel flexibler, bietet aber nicht alle Instrumente an, zum Beispiel Optionen auf /ES-Future. Dafür aber Optionen auf den SPX, was es bei IB nicht gibt, aber auch eher etwas für jemanden ist, der "Spaß" am (automatisierten) 0DTE-Trading mit einem Risiko von 10kUSD pro Position hat, die durchaus auch realisiert werden können, wenn der Marketmaker mal eben das Orderbuch leert und die Stops abfischt.


