Heute Abend ist es also soweit, der US-Zinsentscheid steht an. In solchen Situationen steht an am besten ohne offenen Positionen am Spielfeldrand, da es zu extremen Ausschlägen inkl. Slippage kommen kann. Insbesondere, wenn die Entscheidung anders ausfällt, als die Märkte es erwarten.
Prognostiziert ist, dass der Zinssatz bei 0,25% bleiben wird. Schauen wir mal.
Eine Erhöhung der Zinsen wird langfristig Auswirkungen haben und die Folgen würden wir das ganze Jahr über spüren. Für das FX Trading gut, denn je grösser die Unterschiede zwischen den Währungsräumen sind, desto besser. Und im Prinzip ist das die "normale" Welt, wie wir sie auch vor 2008 hatten. Persönlich muss ich sagen, hat das damals viel mehr Spass gemacht, weil ganz andere Bewegungen möglich waren.
Für den EUR-Raum wird die Entscheidung heute Abend natürlich auch sehr interessant werden. Der Druck auf die EZB steigt, denn bei einer Zinserhöhung wird weiter Kapital aus dem Euro-Raum abfliessen. Aber gut, warten wir es nun mal ab. Popkorn raus, Vorhang auf...
Schau ich mir direkt live heute Abend mal an. Danke für den Hinweis.
Prognostiziert ist, dass der Zinssatz bei 0,25% bleiben wird. Schauen wir mal.
Blöde Fage dazu, aber ich kenn mich nicht so gut aus wie du oder einige andere hier:
Wenn es so prognostiziert wird, wieso sind die Kurse dann in den letzten Tagen so massiv gesunken? Ich hätte eher gedacht, dass die Kurse sinken, weil davon ausgegangen wird, dass der Zinssatz steigt? Oder hat das noch ganz andere Ursachen (Russlandkonflikt o.ä.)?
@wbuffett30 Das Problem bei diesen Prognosen ist ja, dass man ganz klar die Zeitebene definieren muss und alle Background Fakten kennen muss. Und das kann niemand.
Was die Medien machen, ist ja im Nachhinein einer Kursbewegung eine Nachricht zuzuordnen (gut bei Michael Voigt beschrieben).
Wir kennen auch im Nachhinein erst die aktuell laufenden Zahlungsströme.
Deswegen zum Thema "nicht auskennen", in dem Fall ist das nicht schlimm. Es führt nur zu mehr Spekulationen über Ursachen.
Was die Aktienkurse angeht: In der klassischen Lehre sinken die bei steigenden Zinsen. Aber das muss in der Welt von 2022 nicht unbedingt so sein.
Spannend, Mittelabfluss aus dem EUR in den USD, dadurch EU-Aktien billiger für ausländische Käufer. So könnte man den Tag bisher beschreiben.
Wir bleiben bei 0,25% US-Leitzins bis Ende März, dann läuft das WP Aufkaufprogramm der FED aus und dann stehen bis zu 4 Zinserhöhungen dieses Jahr an. Prognose: 1,25% bis Jahresende.
Soweit nichts neues, aber es sollte zumindest erst mal für langfristig fallende EUR/USD Kurse sorgen (was eine Prognose ist und nicht bedeutet, dass es 1. nicht anders kommen kann und 2. nicht die üblichen Gegenbewegungen gibt. Korrekturen gibt es auch in fallenden Märkten. 😉 ).

