Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier in diesem Thread alleine aufhalten werde 😉, wollte ich hiermit gerne ein eigenes Topic eröffnen, in dem sozusagen die Besonderheiten des Investierens hier in bzw. aus Ăsterreich gesammelt und erfasst werden ... wĂŒrde es sehr nett finden, wenn sich hier mit der Zeit ein eigenes kleines Sammelsurium an Informationen bildet, dass Einsteigern hilft sich zurecht zu finden, da doch die meisten Blog's, Podcasts, BĂŒcher etc. auf den deutschen Markt zugeschnitten sind.
Mein Broker = FLATEX.AT)
Ich habe derzeit ein Wertpapier-Account beim Online-Broker "Flatex.at" und bin eigentlich ganz zufrieden damit ... ich wollte unbedingt einen "steuereinfachen Broker", der also sĂ€mtliche Steuern gleich korrekt fĂŒr mich an das Finanzamt abfĂŒhrt ... leider gibt es davon nicht viele in Ăsterreich ... und da ich momentan nur diese eine Depot habe, muss ich mich sozusagen derzeit bzgl. Steuern um Nichts kĂŒmmern ...
NĂŒtzliche LINKs - Steuern, Broker etc.)
https://www.broker-test.at/steuern/
https://www.finanzenverstehen.at/steuern
Hier hab ich 2 nĂŒtzliche Link's fĂŒr euch was das österreichische Steuerrecht bzw. auch die Auswahl von Brokern in Ăsterreich betrifft ... leider ist mir im Zuge dessen bewusst geworden, dass wir von Ăsterreich aus doch deutlich weniger Auswahl bei den Brokern haben und auch solche Möglichkeiten wie "Aktiensparplan" nur sehr eingeschrĂ€nkt oder deutlich aufwĂ€ndiger möglich sind ...
Durch deinen Beitrag, gerade bezĂŒglich Aktien-SparplĂ€nen habe ich mal geschaut welche Broker (auch in D) fĂŒr Ăsterreicher möglich, oder interessant wĂ€ren.
Es gibt einige, ABER der Nachteil wird immer sein, dass man am Jahresende die Steuerbescheinigungen braucht um diese dann in Ăsterreich einzureichen und evtl. einige Steuern nachzahlen muss - wobei wenn man das einmal gemacht hat, ist es im nĂ€chsten Jahr schon Routine đÂ
Mit "erschrecken" habe ich festgestellt das Flatex A und auch Flatex D aktuell keine SparplĂ€ne auf Aktien anbietet (nur ETF/Fonds) - hatte echt erwartet das es heute selbstverstĂ€ndlich ist.Â
1. Ohne Probleme kann ein(e) Ăsterreicher(in) ein Depot bei Smartbroker D (Die Bank dahinter ist die BNP Paribas, also genau so wie bei DAB und Consors) eröffnen. Lediglich eine Steuer- und Meldebescheinigung ist einzureichen.Â
2. Auch die Comdirect hat nichts gegen Ăsterreichische StaatsbĂŒrger. Hier muss man einen kompetenten Mitarbeiter "erwischen" sollte aber kein Problem sein. Langfristig muss man schauen was hier wird wenn die Commerzbank die kleine Tochter integriert.
3. Die ING, von denen es auch einen Ableger in Ăsterreich gibt wĂ€re die dritte Möglichkeit
Alle drei bieten AktiensparplÀne an = postiv
Die Auswahl bei alles ist sehr Deutschland lastig, d.h. es gibt nicht alle Werte als sparplan die man gerne hÀtte = neutral
Einzig die Comdirect bietet SparplĂ€ne auch auf zwei US-REIT Aktien an und hat aus meiner Sicht insgesamt das gröĂte Angebot, ist dafĂŒr etwas teurer als z.B. Smartbroker.
@gold-oder-aktien
Die ING will sich aus AT zurĂŒckziehen, bzw. ist dabei das zu tun https://www.derstandard.at/story/2000124616555/ing-verlaesst-oesterreich-das-muessen-bankkunden-jetzt-wissen
@gold-oder-aktien:
Danke fĂŒr deine auĂerordentlich umfangreiche Recherche fĂŒr uns Ăsi's 😜 👍Â
Tja, bei uns hier dauert wohl Alles immer a bisserl lÀnger ... aber ich werde mich in die Sache "AktiensparplÀne" bzw. "SparplÀne auf REITs" auf alle FÀlle noch einlesen und mich hier noch mal melden, sollte ich es wirklich bei einem Broker in Deutschland umsetzen ... vor allem wie aufwÀndig die konkrete Umsetzung ist und was die österreichische Finanz schlussendlich an Papieren/Meldungen benötigt
SparplÀne auf Reits:
Wenn du nicht gerade Realty Income besparst, ist die LiquiditÀt bei Reits so gering, dass der Spread oft zwischen 3-5% liegt. Trade Republic ist hier aber so fair und warnt bei EinmalkÀufen in der Transaktionsmaske, was beim Sparplan bei Werten wie WELL oder MPW nicht der Fall ist.
Da ich seit heute im stolzen Kreise de "BW-Copytrade-Followerinnen" getreten bin, wĂ€re mir sehr damit geholfen, wenn Jemand von euch bereits "praktische Erfahrungswerte" bezĂŒglich der Besteuerung in Ăsterreich hier mit mir/uns teilen könnte!?!
GrundsĂ€tzlich ist mir klar, dass die Besteuerung in Ăsterreich mit dem individuellen Einkommensteuer-Satz zu erfolgen hat und dass frau (spĂ€testens dafĂŒr) von der gewöhnlichen "Arbeitnehmerveranlagung" auf "Einkommensteuer-Veranlagung" wechseln muss.
Jedoch wĂŒrde mich nun interessieren wie die Besteuerung in der "Praxis" ablĂ€uft bzw. welche Schritte korrekterweise vorzunehmen sind!?
- Bekommt man von "IC Markets" oder "CTrader" eine Art Depot-Auszug am Ende des Jahres, welcher die jeweiligen Gewinne/Verluste ausweist, zugestellt?
- Dieser Gewinn/Verlust muss dann im Zusatz-Formular E1kv angegeben werden ... aber unter welcher Kennzahl?
- Kommt bei einem möglichen Verlust ein "Verlust-Ausgleich" in Frage?
... mir ist klar, dass hier in diesem Forum (noch nicht) viele Ăsterreicher verweilen - aber sollte hier Jemand bereits Ahnung/Erfahrung haben, dann wĂ€re das natĂŒrlich klasse! 🙂Â
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@sayyes81 Also starten wir mal mit den Dingen, die ich definitiv beantworten kann:
Am Ende des Jahres drucken wir die Bescheinigung von IC selbst aus. Dazu mache ich euch ein Tutorial Video. Es ist aber ganz einfach. Theoretisch brauchst Du das aber nicht einmal, wenn Du die ErtrÀge thesaurieren willst. Dann brauchst Du diese Bescheinigung erst, wenn Du Geld entnimmst.
Bei einem möglichen Verlust kommt definitiv ein Verlustausgleich in Frage, das habe ich ĂŒber österreichische Seiten bereits herausgefunden.
Wo das auf dem Ă-Steuerformular angegeben wird, weiss ich allerdings nicht.
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GrundsĂ€tzlich ist mir klar, dass die Besteuerung in Ăsterreich mit dem individuellen Einkommensteuer-Satz zu erfolgen hat ...
Bist du dir da sicher?
Ich bin mir da noch nicht so sicher, bzw. habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Ich hatte noch keine Zeit mich da Intensiv damit zu beschĂ€ftigen (bzw. werde es jetzt in der nĂ€chsten Zeit auch nicht wirklich haben befĂŒrchte ich), aber ich wĂ€re mir da jetzt nicht so sicher ob diese Art des Copy-Tradings mit cTrader nicht doch unter den "besonderen Steuersatz fĂŒr EinkĂŒnfte aus Kapitalvermögen" fĂ€llt (also die 27,5%).
Ich vermute §27 EStG und $27a EStG ( https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10004570 ) mĂŒsste mal mal zerpflĂŒckt werden.
Ich werde mich da gegen Ende des Jahres wohl mal tiefergehend beschÀftigen und auch mal Schwesterchen und Nichten konsultieren (die sich alle Beruflich mit dem Thema "Steuer" beschÀftigen).
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Theoretisch brauchst Du das aber nicht einmal, wenn Du die ErtrÀge thesaurieren willst. Dann brauchst Du diese Bescheinigung erst, wenn Du Geld entnimmst.
Da wĂ€re ich mir in Bezug auf Ăsterreich jetzt nicht sicher, also dass man solange man nichts entnimmt auch nichts machen muss bezĂŒglich Steuer.
In Ăsterreich gibt es z.B. auch ausschĂŒttungsgleiche ErtrĂ€ge.
Z.b. bei thesaurierenden ETF's ist es auch nicht so einfach dass es keine AusschĂŒttungen gibt und man deshalb keine Steuer auf AusschĂŒttungen hat. Denn dass fĂ€llt dann unter die ausschĂŒttungsgleiche ErtrĂ€ge. Soweit mir bekannt gibt es in Deutschland nichts vergleichbares.
Wenn ich es richtig im Kopf habe ist der grundsĂ€tzliche Wille des Gesetzgebers dass bereits vor der Realisierung von Gewinnen diese eine steuerliche Wirkung zeigen (wie gesagt, bin mir diesbezĂŒglich nicht ganz sicher, aber "irgendetwas" in diese Richtung war es wohl).
Da wĂ€re ich mir also in Bezug auf Ăsterreich wie gesagt nicht so sicher ob ein "ich lasses es einfach im Copy-Trading-Account liegen und dann brauche ich mich um keine Steuern zu kĂŒmmern" so einfach ist.
Ich glaube das einfachste wird sein (wie auch von dir auch schon irgendwo beschrieben) sich einfach einen fetten Eintrag im Kalender zu machen und am Jahresende das Copy-Trading stoppen, das ges. Kapital vom Copy-Trading-Konto auf das allgmeine Konto ĂŒbertragen und nach dem Jahreswechsel wieder zurĂŒck ĂŒbertragen und das Copy-Trading wieder starten.
Es entstehen durch das Stoppen/Starten und ĂŒbertragen vom/zum Copy-Trading-Konto ja keine Kosten bei "IC Markets" (im Gegensatz zu ETF's), daher wĂ€re das wohl eindeutig die einfachere Variante.
In der einfachsten Variante hÀtte man dann einmal im Jahr eine Einzahlung (1.1.) und zweimal im Jahr eine Abhebung (ca. zur JahreshÀlfte den Steuerbetrag des Vorjahres plus am Jahresende (31.12.) den Gesamtbetrag).
Ich vermute das wĂŒrde den Aufwand der SteuererklĂ€rung schon mal stark vereinfachen.
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Es macht nur leider einen immensen Unterschied, ob man die Steuer jedes Jahr AbfĂŒhren muss, oder erst wenn ich das Geld in zB.: 5 Jahren wieder entnehmen möchte! Der Zinseszins erlebt da leider jedes Jahr mit Abfuhr der Steuer einen herben RĂŒckschlag. Zumindest in meiner Steuerkategorie. Somit wĂ€re es sehr interessant zu wissen wie dies korrekt abgewickelt werden muss. Meine erste Anfrage beim Ăsterreichischen Finanzamt sieht auch danach aus das der persönliche Steuersatz herangezogen werden muss und nicht "nur" die KeSt.
Theoretisch brauchst Du das aber nicht einmal, wenn Du die ErtrÀge thesaurieren willst. Dann brauchst Du diese Bescheinigung erst, wenn Du Geld entnimmst.
Da wĂ€re ich mir in Bezug auf Ăsterreich jetzt nicht sicher, also dass man solange man nichts entnimmt auch nichts machen muss bezĂŒglich Steuer.
Sicher bin ich mir nicht und ich bin auch kein Steuerberater.
ABER, bei etablierten Konstrukten wie thesaurierenden ETFs ist das ja reguliert und die ErtrÀge werden auch auf Anbieterseite gemeldet.
Beim Copy Trading stelle ich mir das einfach schwierig vor:
Es gibt keine vollstĂ€ndige Bescheinigung, solange das Trading lĂ€uft. Das Geld liegt sozusagen auf einem fremden Konto, auf das man keinen Zugriff hat. Ein Ertrag fĂ€llt erst mit dem STOP und der RĂŒckbuchung an.
Aus diesem Grund, kann ich mir derzeit nicht vorstellen, wie das versteuert werden soll, solange das Trading eben lĂ€uft. Daher ist es auch enorm wichtig, dem Finanzamt genau zu schreiben, wie das Copy Trading lĂ€uft. Sonst suchen die sich selbst irgend was zusammen (eToro - ein groĂer Bucket-Shop Anbieter, der es ganz anders ausgestaltet) und bewerten es danach. Wobei selbst das ja eben gerade nicht geht.
@Max:
Also ich bin mir auch fast 100% sicher, dass die Besteuerung nach dem jeweiligen Einkommensteuer-Satz erfolgt ... was wiederum die laufende Besteuerung des "Depots" bei ICMarkets anbelangt, bin ich mir auch nicht sicher - glaube aber eher, dass diese erst bei der tatsÀchlichen Realisierung der Gewinne - also bei Verkauf - erfolgt ...
@all:
Da ich selbst aber "Steuer-nah" tĂ€tig bin, hoffe ich doch, dass ich die dementsprechend korrekte Information bekommen werde ... im Notfall schreibe ich das Finanzamt selbst an ... ich glaube in diesem Fall ist es auch "sicherer", wenn man die SteuererklĂ€rung nicht nur "digital" ĂŒbermittelt, sondern zusĂ€tzlich in den Beilagen den Jahreskonto-Auszug von IC beilegt sowie einen "schriftlichen Ablauf wie das Ganze ablĂ€uft", damit das Finanzamt sozusagen selbst eine notwendige Korrektur anwenden kann (z.B. Angabe falscher Kennzahl in der ErklĂ€rung)
Sooo die Recherche hat sich ausgezahlt - I proudly present:
... ich finde in diesem Exposee der Wirtschaftskammer Ăsterreich ist Alles sehr gut und komprimiert zusammengefasst was uns bezĂŒglich der Besteuerung von CopyTrading bei FOREX (im Ausland) interessiert đ
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Meine Conclusio diesbezĂŒglich:
- Devisenhandel/FOREX fÀllt unter die Tarifbesteuerung mit dem persönlichen ESt-Satz
- eine mögliche Verlustverwertung ist nur innerhalb des GLEICHEN "Topf"es möglich (also entweder innerhalb der regulÀren Besteuerung von Kapitalvermögen mit "27,5%" oder innerhalb des "persönlichen Sondersteuersatzes")
- Nach RĂŒckfrage bei meiner Bekannten (Beruf = Steuerberaterin) muss lediglich am Jahresende der Konto-Auszug von IC-Markets als Basis fĂŒr die SteuererklĂ€rung hergenommen werden und hierbei werden sowohl mögliche Zugewinne als auch (mögliche) Verkaufserlöse fĂŒr die ErklĂ€rung hergenommen ... aber wie das dann im RealitĂ€tscheck ablĂ€uft bzw. wie genau der Konto-Auszug von IC-Markets aussieht und die notwendigen Daten zur VerfĂŒgung stellt, kann ich euch leider erst 2022 berichten 😉Â
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Alle meine persönlichen Schlussfolgerungen sind bitte ohne GewĂ€hr und sollten von Jedem selbst gegengeprĂŒft werden!
Ich bin Ăsterreicher und wohne seit 10 Jahren in Deutschland. Da ich in AUT noch Miet- und PachteinkĂŒnfte habe, bin ich dort beschrĂ€nkt steuerpflichtig. D.h. ich gebe in beiden LĂ€ndern SteuererklĂ€rungen ab, die ich selber erstelle.
Gerne mir eine Nachricht schicken, falls jemand beim Formular ausfĂŒllen Probleme hat. Ein bisserl kenne ich mich da aus Erfahrung aus.

