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Blackwater.live 🏴‍☠️ [Geschlossen] Warum Islam?

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khushu
(@khushu)
Blackberry© Gourmet Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
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Veröffentlicht von: @luto73

Ganz blöde Frage und vermutlich habe ich das verpasst: wo finde ich den Podcast?

In der App deines Vertrauens, oder über ein Podcast Directory: https://podcastindex.org/podcast/6598590?episode=19488415950

Allerdings wäre es vielleicht ja eine Idee, das auch über die Webseite anzubieten bzw. zu verlinken (vielleicht ist das auch so und ich habe es noch nicht gesehen)? 😥 

 



   
Khadija and Luto reacted
(@mrsblackwater)
Fide Meister Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Jahren
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@khushu hier. 😊



   
Khadija, Luto, Susanna and 2 people reacted
 AA
(@AA)
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Salam alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh. Ja subhana Allah ich finde deinen Blog echt super ma sha Allah. Barakallahu feekum🤲🏾. Ich wünsche dir und deiner Familie einen schönen Ramadan. Möge Allah deine guten Taten annehmen und dich reichlich belohnen. Allahumma Ameen🤲🏾🤲🏾



   
(@susanna)
Internationaler Meister Rose
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 910
 

Veröffentlicht von: @luto73

Ganz blöde Frage und vermutlich habe ich das verpasst: wo finde ich den Podcast?

Männer 🙄 

 



   
Luto, Aysel Bektas, mrtn and 1 people reacted
mrtn
 mrtn
(@mrtn)
Super Großmeister Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 4736
 

Zur Fortsetzung der Podcast Reihe "Warum ISLAM - Keine Mission!" (Teil 3) ein paar kurze Angaben.

Mission macht keinen Sinn!

 

Schicksal in der Bibel: Gott spricht in Jesaja 48,3: „Das Frühere habe ich längst schon verkündigt; aus meinem Mund ist es hervorgegangen, und ich habe es bekanntgemacht. Plötzlich habe ich es ausgeführt, und es ist eingetroffen.“ Was Gott ankündigt, das tut Er (und Er kann es Jahrhunderte vor der betreffenden Zeit ankündigen!).

Es ist sinnlos, gegen den Plan Gottes zu kämpfen. „Es hilft keine Weisheit, kein Verstand und kein Rat gegen den HERRN“ (Sprüche 21,30). Deshalb wurde der Turmbau zu Babel nie vollendet (1. Mose 11,1-9). Deshalb wurden Daniels Widersacher den Löwen vorgeworfen (Daniel 6,24). Deshalb verbrachte Jona einige Zeit in einem Fisch (Jona 1,17). Und deshalb bekomme ich Ärger, wenn ich sündige.

Gottes Souveränität reicht bis hin zu einem Plan für unser individuelles Leben. Das zeigt sich in der Berufung von Jeremia durch Gott - noch bevor der Prophet geboren wurde. „Und das Wort des HERRN erging an mich folgendermaßen: Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen, und bevor du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt; zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt!“ (Jeremia 1,4-5).

 

Schicksal in der Bibel (Bearbeitung von der besten Assistenz aller Zeiten 😉 wa Salam Safiya 💫💫)

 

„Ich [Gott] bilde das Licht und erschaffe das Finstere, bewirke das Gute und erschaffe das Unheil. Ich bin der Herr, der das alles vollbringt.“  Jesaja 45:7

„Oder geschieht ein Unglück in der Stadt, und der HERR hätte es nicht bewirkt? Amos 3:6

Alles, d. h. ausnahmslos jedes Wesen, steht Gott zu Diensten. Psalm 119:91

Gott machte alles zu seinem Zweck, auch den Gottlosen. Sprüche 16:4

Alles hat der Herr für seinen Zweck erschaffen, / so auch den Frevler für den Tag des Unheils.

Das Böse, das dem Menschen geschieht, wird als Prüfung angesehen, welche zur Standfestigkeit im Glauben beiträgt: „Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?“ Hiob 2:10, mehr dazu später noch.

 

 

 

 

 

Gott prüft nicht über das hinaus was wir ertragen können.

Hier auch eine NT Stelle dazu: „Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie ertragen könnt“ (1. Korinther 10,13).

Quran 2:286 "Allah (swt) erlegt keiner Seele mehr auf, als sie zu leisten vermag"

 

Der berühmte NT Text den ich erwähnte und sehr gut finde: Römer1:20 "denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben." (andere Übersetzungen: SIE SIND UNENTSCHULDBAR!)

Zürcher Bibel, gleicher Text:

"Denn was von ihm unsichtbar ist, seine unvergängliche Kraft und Gottheit, wird seit der Erschaffung der Welt mit der Vernunft an seinen Werken wahrgenommen; es bleibt ihnen also keine Entschuldigung."

Interessant ist was daraus folgt. Dazu ein anderes Mal mehr. Für Menschen die es wissen wissen wollen, jetzt selbst lesen: HIER.

 

Im Quran, Schöpfung ist Zeichen für die Gläubigen:

„Allah erschuf die Himmel und die Erde in makelloser Weise. Hierin liegt wahrlich ein

Zeichen für die Gläubigen.“ [29:44]

 

„Und Er ist es, Der die Erde ausdehnte und feststehende Berge und Flüsse in ihr gründete.

Und Er schuf auf ihr Früchte aller Art, ein Paar von jeder (Art). Er läßt die Nacht den Tag

bedecken. Wahrlich, hierin liegen Zeichen für ein nachdenkendes Volk.“ [13:3]

 

„Und unter Seinen Zeichen sind die Schöpfung der Himmel und der Erde und die

Verschiedenheit eurer Sprachen und Farben. Hierin sind wahrlich Zeichen für die

Wissenden.“ [30:22]

 

 

Umstrittener Bibeltext, Matthäus 28:19: "Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geiste." (Lutherbibel 2017)

(Authentizität, unklar ob das eine singuläre Aufgabe an die Jünger war oder an alle Christen etc.. Aber der Text, der die gesamte christliche Kirchenmission startete)

 

Auch interessant: Hebräer 11:6 "Und ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen."

 

Edith Safiya 💫



   
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khushu
(@khushu)
Blackberry© Gourmet Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 121
 

@mrtn Was ich beim Umgang mit Mission bei der Tradition des Islam interessant fand - und das ist eigentlich immer noch so - ist die Betonung der Weitergabe der Religion innerhalb der Familie, als durch Vater und Mutter (genaugenommen ist die einzige Hauptpflicht der Mutter die religiöse Erziehung, und nichtmal die häusliche Pflicht).

Sowas gibt es zwar auch im Christentum, aber im Islam scheint es noch wichtiger und es ist weniger auf die Institution fokussiert. Das ist als Konvertit eher ein Problem, denn im Gegensatz zu christlichen Gruppen, die direkt Programme haben um neue Glaubensanhänger zu integrieren (auch sozial), ist das in den doch familiär orientierten Moscheen weniger der Fall. Klar, gibt es mal ein Kreis deutscher Muslime irgendwo, aber das ist nicht direkt integriert in die traditionelle Moschee. Da könnte man auch mal drüber sprechen, wie sehr sich die Organisation einer Moschee von einer doch eher als Firma geführten christlichen Kirche unterscheidet.

Historisch gab es sogar mal das Gegenteil der Mission: in bestimmten Phasen bei der kriegerischen Expansion des Islams, gab es Zeiten, in denen es den Dhimmis (also den unterworfenen Nichtmuslimen) für eine bestimmte Zeit nicht erlaubt war, den Islam anzunehmen. Aus meiner Laiensicht ist das eigentlich nicht so ganz vereinbar mit der Sharia, aber es war wohl politisch bedingt: man wollte Konversionen vermeiden, die nur gemacht wurden, um die Ämter und Aufgaben wahrzunehmen zu können, die Muslimen vorbehalten waren. Quasi das Gegenteil von Pegida: Patriotische Muslime gegen die Überfremdung des Morgenlands...

Den Christen wurde im islamischen Herrschaftsgebiet ebenfalls die Mission verboten. Juden auch, aber die haben das ja noch weniger wie Muslime.

Insgesamt kann man an der recht langsam steigenden Quote von Muslimen in den muslimischen Herrschaftsbereichen gut sehen, wie relaxed das vorgegangen ist. Zum Teil hat es zweihundert Jahre gedauert, bis mal fünfzig Prozent der Bevölkerung muslimisch geworden ist. Das gilt meiner Erinnerung sowohl für die kriegerisch als auch die friedlich islamisierten Gebiete (Bosnien, Indonesien, Teile Afrikas).

Vergleiche das mal mit der Reconquista in Spanien. Da wurde nicht gezimpert von den Christen, und nach wenigen Jahren gab es plötzlich gar keine Juden und Muslime mehr: entweder (mehr oder weniger zwangsweise) rekonvertiert, getötet oder vetrieben. Und die Moscheen wurden fast alle dem Boden platt gemacht oder wie in Cordoba konvertiert. Da gab es wohl noch ein paar Generationen Crypto-Muslime in Andalusien (also indigene Bevölkerung, die ihren Islam im Geheimen fortführen und nach aussen einen christlichen Mantel tragen mussten).

Kein Ruhmesblatt der Toleranz für den Vatikan, um es mal unemotional zu formulieren.



   
challani89, wuestenrose, Khadija and 3 people reacted
(@yasmeen90)
Internationaler Meister Rose
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SubhanAllah danke für das schöne Podcast ya Martin🤲🏾🤲🏾



   
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mrtn
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(@mrtn)
Super Großmeister Moderator Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @khushu

Das ist als Konvertit eher ein Problem, denn im Gegensatz zu christlichen Gruppen, die direkt Programme haben um neue Glaubensanhänger zu integrieren (auch sozial), ist das in den doch familiär orientierten Moscheen weniger der Fall. Klar, gibt es mal ein Kreis deutscher Muslime irgendwo, aber das ist nicht direkt integriert in die traditionelle Moschee. Da könnte man auch mal drüber sprechen, wie sehr sich die Organisation einer Moschee von einer doch eher als Firma geführten christlichen Kirche unterscheidet.

Das ist ein Riesenthema. Der Unterschied Christentum/Islam wird auch im Unterschied Kirche/Moschee deutlich. Alleine das jemand zu vermitteln, der den Islam nicht kennt scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Sehe ich auch in meiner eignen Verwandtschaft. Wenn es zu Religionskritik kommt, dann meistens auf Basis von Annahmen, die aus dem christlichen abgeleitet sind. Als deutscher Konvertit hat man es in vielerlei Hinsicht nicht einfach und das Thema "alleine sein" ist ein sehr grosses Thema. Ich hatte damit wenigstens etwas Glück, weil ich ein paar ganz liebe Menschen kennenlernen durfte, die mir vom Ausland her geholfen haben mit Kontakten nach Deutschland. Eine dieser Familien ist leider seit dem Israel Krieg in Gaza verschollen...

Veröffentlicht von: @khushu

Vergleiche das mal mit der Reconquista in Spanien.

Das habe ich getan und grundsätzlich wirklich zu erfassen, wie viel Leid das Christentum über die Menschheit gebracht hat im Vergleich zum Islam, ist ein typisches Thema um maximale kognitive Dissonanz zu erzeugen. In der deutschen öffentlichen Wahrnehmung ist es nämlich genau umgedreht. Wirklich damit auseinandersetzen will sich natürlich auch keiner. Und auch hier habe ich persönlich erlebt, wie es extremsten Streit gibt und sogar Verwandte sehr aggressiv werden. Sinnlos da noch etwas zu sagen.

Der Islam bleibt in jeglicher Hinsicht ein Schatz und was der Islam wirklich ist, ist gut geschützt wie hinter einem Schleier. Nur sichtbar für die, die ein offenes Herz haben.



   
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mrtn
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(@mrtn)
Super Großmeister Moderator Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @yasmeen90

SubhanAllah danke für das schöne Podcast ya Martin🤲🏾🤲🏾

Sehr gerne Schwesterchen 😊 



   
yasmeen90 and Khadija reacted
khushu
(@khushu)
Blackberry© Gourmet Blackwater Stammleser
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Beiträge: 121
 

Veröffentlicht von: @mrtn

Das habe ich getan und grundsätzlich wirklich zu erfassen, wie viel Leid das Christentum über die Menschheit gebracht hat im Vergleich zum Islam, ist ein typisches Thema um maximale kognitive Dissonanz zu erzeugen. In der deutschen öffentlichen Wahrnehmung ist es nämlich genau umgedreht.

Leider habe ich das auch so erlebt. Vor allem in der alten Generation, die noch gelernt hat dass "Kreuzritter was dolles waren". Allerdings würde ich nicht sagen, dass es das "Christentum" war (auch wenn ich das oft undeutlich ausdrücke): es war eine von einem gewalttätigen Staat gekaperte und umgedeutete Religion, die, nachdem Saulus, Konstantin und Co mit ihr fertig waren, nicht mehr viel mit dem zu tun hatte, was (aus meiner Sicht) Jesus tatsächlich gelehrt hatte. Und die ersten Massen an Opfern dieses römischen Christentums, waren die als Heretiker bezeichnete, damalige MEHRHEIT!, der Christen. Die haben aber nicht geglaubt an:

  • Heiliger Geist*
  • Dreifaltigkeit
  • Opfertod Jesus
  • Erbsünde
  • Unfehlbarkeit der Kirche
  • etc.

Abgesehen davon, dass die Christen eigentlich auch so gebetet haben, wie wir als Muslime heute (also zumindest die Geste der Niederwerfung gab es damals).

*Zu Heiliger Geist noch etwas: Jesus sagt selbst, laut der christlichen Bibel "Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe." (Joh14,16 nehme-eine-Übersetzung-deiner-Wahl). Als Christ lernt man dazu ja, dass sich das auf den "Heiligen Geist", diesen ominösen Dritten der Gottheit handelt. Wenn man aber annimmt, dass der "Heilige Geist" eine Hinzufügung oder Fehlübersetzung wäre, könnte es sich sehr gut um Mohammed handeln. Das hatte mir im Verlauf meiner Konversion von Christentum zu Islam tatsächlich Frieden gegeben.

Denn das was der "Heiligen Geist" sein soll, so wie ihn die Bibel darstellt, konnte ich nie ganz ernst nehmen - und das tut nichtmal die Katholische Kirche - denn dann driftet man ganz schnell ins Charismatisch-verrückte ab. Da fühlt sich doch kein rationeller Mensch wohl.

 



   
mrtn
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(@mrtn)
Super Großmeister Moderator Blackwater Stammleser
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Beiträge: 4736
 

Veröffentlicht von: @khushu

Allerdings würde ich nicht sagen, dass es das "Christentum" war (auch wenn ich das oft undeutlich ausdrücke): es war eine von einem gewalttätigen Staat gekaperte und umgedeutete Religion, die, nachdem Saulus, Konstantin und Co mit ihr fertig waren, nicht mehr viel mit dem zu tun hatte, was (aus meiner Sicht) Jesus tatsächlich gelehrt hatte.

Das ist ja immer das Problem, was es mit dem "Christentum" gibt. Es wurde nicht von Jesus gegründet, sondern von Paulus. Andere Lehren als von Jesus, legitimiert durch eine "Erscheinung von Jesus". Paulus ist Jesus nie persönlich begegnet.

Mich hat damals zum Nachdenken gebracht, dass alle Propheten des AT Engel hatten, die ihnen erschienen. Mohammed hatte auch einen Engel. Die Botschaft war immer konsistent in allen Kernfragen. Bei Paulus ist den dann Jesus (also sozusagen eine höhere Macht, nicht nur ein schnöder Engel ((aus christlicher Sicht) ). Und dann kommen gleich Sonderlehren dazu wie Du ja auch beschriebst, die auch noch Jesus widersprechen. Das ist schon harter Tobak.

Um Mohammed zu folgen muss ich sozusagen weniger Vertrauen haben, denn die Message ist nicht neu, wenn es um den Kern geht. Gut, wir haben im Islam noch die Überlieferungen durch Hadith, die kein Teil der Offenbarung sind aber wichtig für manch praktische Angelegenheit. Ein Thema für sich. Aber absolut entscheidend sind eben die koranischen Inhalte und die folgen dem Muster des AT nur eben für alle Menschen, nicht nur für Juden.

Veröffentlicht von: @khushu

*Zu Heiliger Geist noch etwas: Jesus sagt selbst, laut der christlichen Bibel "Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe." (Joh14,16 nehme-eine-Übersetzung-deiner-Wahl). Als Christ lernt man dazu ja, dass sich das auf den "Heiligen Geist", diesen ominösen Dritten der Gottheit handelt. Wenn man aber annimmt, dass der "Heilige Geist" eine Hinzufügung oder Fehlübersetzung wäre, könnte es sich sehr gut um Mohammed handeln. Das hatte mir im Verlauf meiner Konversion von Christentum zu Islam tatsächlich Frieden gegeben.

Das war eines der letzten Themen die ich dazu kennen lernte und was mich wirklich umgehauen hat. Da fällt es einem wie "Schuppen vor die Augen", wie man im Deutschen sagt.

Zumal die christliche Version des Heiligen Geistes genau die Irrlehre ist, die bis heute zu so viel Leid führt. "Ich habe den Geist und Du nicht" - das ist die Problematik. Geheimwissen durch den Geist. Und wie will man das beurteilen? Im Islam gibt es das nicht. Es ist einfach logischer.



   
(@mrsblackwater)
Fide Meister Moderator Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @mrtn

Da fällt es einem wie "Schuppen vor die Augen", wie man im Deutschen sagt.

Sidenote: Interessant - wie ich finde - dass in diesem Zusammenhang, der Ausdruck im Deutschen aus dem NT kommt. Und zwar nach dem Paulus wieder sehen konnte. Das war unmittelbar nach der

Veröffentlicht von: @mrtn

"Erscheinung von Jesus"

😉



   
khushu
(@khushu)
Blackberry© Gourmet Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @mrsblackwater

Veröffentlicht von: @mrtn

Da fällt es einem wie "Schuppen vor die Augen", wie man im Deutschen sagt.

Sidenote: Interessant - wie ich finde - dass in diesem Zusammenhang, der Ausdruck im Deutschen aus dem NT kommt. Und zwar nach dem Paulus wieder sehen konnte. Das war unmittelbar nach der

Veröffentlicht von: @mrtn

"Erscheinung von Jesus"

😉

Richtig, das Saulus'sche Bekehrungserlebnis. Bringt Anerkennung und übt Autorität aus: ihr habt nur was gehört von jemand der was gehört hat - aber ich wurde auserwählt und bekehrt vom Heiland persönlich. Wer sagt, das die Story erfunden ist, wird als Ungläubiger verurteilt. Der Rest bleibt und folgt bedingungslos. 😲 

Tausendfach kopiertes Modell von Sekten weltweit. 😰 

 

 



   
yasmeen90, wuestenrose, mrtn and 1 people reacted
mrtn
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(@mrtn)
Super Großmeister Moderator Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @khushu

Tausendfach kopiertes Modell von Sekten weltweit. 😰 

Die Religion mit den meisten Sekten ist das CHRISTENTUM. Und das hat eben ein paar Gründe:

1. Leitung durch den "Heiligen Geist" - wie Du schreibst ideal um hier anzudocken und zu sagen, man hätte eine besondere Offenbarung erhalten.

2. Zwischen Gott und Mensch ist immer ein Vermittler. Zunächst Jesus. Aber wenn diese Tür erst mal offen ist, dann gibt es eben noch "Kinder Gottes", "Jesu Freunde", Leute denen Jesus erschienen ist... usw...

3. Die Lehren im NT erhalten enorme viele Widersprüche. Die kann man wunderbar nutzen.

4. Gefühlsduselei ist hier viel einfacher. Ja, im Islam kann man auch viele Gefühle erzeugen aber sie drehen sich fast immer um Gott. Im Christentum wird das sofort auf Menschen oder "die Kirche/Organisation" umgeleitet.

5. NT Aussagen wie "versammelt euch immer wieder" und ähnliche zeigen, man muss in einer Gemeinde sein. Alleine geht es nicht.

 

Es gibt noch mehr Gründe, aber die reichen schon um zu zeigen warum das Christentum prädestiniert ist, um es für den Aufbau einer Sekte zu nutzen.

Klar gibt es auch im Islam Sekten, aber eben deutlich (!!) weniger und es braucht schon krasse Abweichungen von der Lehre, um diese zu etablieren, Beispiel: Ahmadiyya.

Und Muslim sein kannst Du eben auch ganz alleine. Bei Konvertiten ist das sogar recht häufig so, wegen den üblichen kulturellen Problemen. Aber wenn man davon der Wahrheit des Monotheismus überzeugt ist, hält einen das ja auch nicht auf. Dann eben alleine.



   
Luto
 Luto
(@luto73)
Schachspieler Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Jahren
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Vorab: ich bin nicht besonders religiös, was vermutlich an meinem Elternhaus liegt. Mama katholisch, Papa evangelisch und ich als Kind ungetauft, weil meine Eltern mir die Freiheit geben wollten selbst entscheiden zu können, ob ich bei der Kirche "mitmachen" möchte. Habe ich dann gemacht, weil ich mit 14, als alle aus meiner Klasse konfirmiert wurden, dabei sein wollte. D.h. evangelisch getauft, aber vor vielen vielen Jahren auch wieder "ausgetreten". Was ja -theolgisch betrachtet- gar nicht geht, denn wenn Gott wichtig ist, dann kann es der Kirche egal sein, ob ich aus der Organisation ausgetreten bin oder nicht. Deswegen kann ich einige der Thesen, die hier aufgestellt wurden, auch nicht nachvollziehen, insbesondere die Jesuszentriertheit und das mit dem "Heiligen Geist". Für mich gab und gibt es -auch als christlich geprägter Mensch- nur Gott.

Veröffentlicht von: @mrtn

1. Leitung durch den "Heiligen Geist"

Wie gesagt, das Konzept habe ich noch nie verstanden und für mich einfach weggelassen. Glaube ist ja etwas sehr persönliches.

Veröffentlicht von: @mrtn

2. Zwischen Gott und Mensch ist immer ein Vermittler.

Habe ich nie so empfunden. Warum brauche ich den? Wer sagt das? Mag sein, dass die Organisation Kirche das so meint und gerne hätte. Aber ich für mich wende mich an Gott, nicht an einen Vermittler.

Veröffentlicht von: @mrtn

5. NT Aussagen wie "versammelt euch immer wieder" und ähnliche zeigen, man muss in einer Gemeinde sein.

Naja, dass der Mensch eine Gemeinschaft braucht, ist ja doch offensichtlich. Wir sind -auch wenn man das manchmal kaum glauben mag- soziale Wesen. Und Versammlungen gibt es ja auch in den anderen Religionen. Das gehört ja zum Glauben dazu: Austausch mit Gleichgesinnten. Gemeinsames Erzählen und Erleben.



   
yasmeen90, mrtn and khushu reacted
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