Aber wie wird man eigentlich Muslim?
Dazu gibt es jetzt einen Thread in unserer Community:
https://blackwater.live/community/islam/wie-wird-man-muslim/
Mich erstaunt es, dass sich ĂŒberhaupt noch "Westler" im Westen fĂŒr den Islam interessieren und das bei dieser Berichterstattung. Dass jemand ein paar Jahre im Nahen Osten lebt und dann konvertiert kommt doch recht hĂ€ufig vor. Aber in Europa? Respekt vor jedem, der sich sein eigenes Bild ĂŒber den Islam in Europa macht und sich nicht negativ beeinflussen lĂ€sst.
Mich erstaunt es, dass sich ĂŒberhaupt noch "Westler" im Westen fĂŒr den Islam interessieren und das bei dieser Berichterstattung. Dass jemand ein paar Jahre im Nahen Osten lebt und dann konvertiert kommt doch recht hĂ€ufig vor. Aber in Europa? Respekt vor jedem, der sich sein eigenes Bild ĂŒber den Islam in Europa macht und sich nicht negativ beeinflussen lĂ€sst.
Ja das ist das Ergebnis von bald fĂŒnfzig Jahren schlechter Presse đ
Meistens konvertieren dann auch eher die "asozialen Westler" (no pun intended), was in dem Kontext ja auch logisch ist und das Gesamtbild weiter verschĂ€rft. Die vernĂŒnftigen, normalen oder gebildeten versuchen es teilweise zu verheimlichen oder nicht an die grosse Glocke zu hĂ€ngen. Es geht ja auch eigentlich niemand was an.
Das war aber mal anders. Als Cat Stevens damals, in den Siebzigern des letzten Jahrtausends, zum Islam ĂŒbergetreten ist, war das zwar seltsam, aber nicht mit den gleichen Bildern verknĂŒpft (Terrorismus, Steinigungen, Bildungsfeindlichkeit).
Allerdings gab es da ja auch fĂŒr Cat Stevens recht bald die kalte Dusche, als er versucht hatte, die Bedeutung der Fatwa wegen Salman Rushdie zu erklĂ€ren. Das war zu komplex fĂŒr das Fernsehen, es wurde so dargestellt, dass er das verteidigt hĂ€tte. Danach ist er medial abgetaucht. War dann ja auch Zeit der Revolution im Iran, die Geiselnahme in der amerikanischen Botschaft, Iran/Irak Krieg. Da wurde das Thema medial und politisch brisant.
Der Islam sollte uns im Westen eigentlich nicht so fremd sein, wie er das heute bisweilen ist. Er wird als Hauptgegner des Westens stilisiert, was paradox ist, weil er bis kurz davor als VerbĂŒndeter galt, als KĂ€mpfer gegen den alten Hauptgegner, den sowjetischen Kommunismus. Und viel von der europĂ€ischen Moderne stammt, bzw. hing ab von Vorarbeit der muslimischen Welt. Die alten Schriften der europĂ€ischen Philosophen waren zum Teil nur noch arabisch verfĂŒgbar, weil die EuropĂ€er in religiösen Irrsinn ihre Bibliotheken verbrannt oder in gegenseitigen Kriegen zerstört hatten.
Times change. Aber vielleicht findet der Westen ja einen neuen Hauptgegner (z.B. Aliens, das Klima, schlechte Rapper), dann können die Menschen sich wieder weniger voreingenommen mit Religionen beschĂ€ftigen und man muss nicht in Kollektivhaftung genommen werden fĂŒr Vergehen von AnhĂ€ngern der vermeintlich gleichen Religion.
Dieses GefĂŒhl ist einem Deutschen ĂŒbrigens gut bekannt, durch die VorwĂŒrfe der Verbrechen der deutschen Vorfahren im zweiten Weltkrieg und Holocaust. UnabhĂ€ngig davon, was individuell damals wie heute zutrifft. Also noch eine Ăhnlichkeit đ
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Ja das ist das Ergebnis von bald fĂŒnfzig Jahren schlechter Presse 😉
Ja und das ist nicht nur so eine Empfindung oder ein muslimisches Narrativ. Ein paar Punkte hattest Du ja auch schon erwĂ€hnt. Ich denke auch daran, dass selbst Hollywood einst Filme mit muslimischen Content produziert hat. Insgesamt war das Bild ein fast schon Romantisches. Ich bin als Kind der 80er aufgewachsen. 1001 Nacht, Aladdin und arabische Prinzessinnen von atemberaubender Schönheit. Die Welt des Nahen Ostens war da noch nicht so durchweg negativ wie heute, aber es fing schon an. Denn die 80er waren auch Libanon-Krieg, Islamische Republik Iran. Da die Hisbollah da gegrĂŒndet wurde, war das der Beginn von der "Islamisierung" des Widerstands gegen Israel, der vorher auch im Libanon noch politisch war. Auch der Widerstand der PalĂ€stinenser war immer politisch, wir denken noch an Arafat und die PLO. Aber nach Arafat wandelte sich das...
Aber das grösste Ereignis ĂŒberhaupt war dann der 11. September 2001. Aber da war dann alles was muslimisch ist sozusagen diabolisch und Terror. Und alle Filme Hollywoods danach gingen in diese Richtung. Der 11. September selbst ist voller Ungereimtheiten, wie heute viele wissen. Wenn das eine False-Flag Aktion war, dann ist sie sehr gelungen gewesen, um ein neues Narrativ durchzusetzen. GlĂŒcklicherweise sind ja die PĂ€sse der Terroristen nicht verbrannt und man weiss genau was fĂŒr Leute das waren 🤣Â
Wie dem auch sei, das Rad der Geschichte lĂ€sst sich nicht zurĂŒck drehen.
Meistens konvertieren dann auch eher die "asozialen Westler"
Boxer, Insta-Stars, ehemalige Kriminelle...
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Times change. Aber vielleicht findet der Westen ja einen neuen Hauptgegner (z.B. Aliens, das Klima, schlechte Rapper), dann können die Menschen sich wieder weniger voreingenommen mit Religionen beschĂ€ftigen und man muss nicht in Kollektivhaftung genommen werden fĂŒr Vergehen von AnhĂ€ngern der vermeintlich gleichen Religion.
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InsahAllah
Allerdings ist der Gegner "Islam" einfach zu perfekt und Muslime hassen bietet sich definitiv an. Man kann sogar die gleichen Karikaturen nehmen wie bei den Juden im 3. Reich - exakt das passiert auf X.
Um es in anderen Worten zu sagen: dass eine Hijabi wieder als exotische Prinzessin und Ali als Aladdin gesehen wird, das passiert vermutlich nicht mehr zu meinen Lebzeiten. Dazu kommt, dass in Deutschland die Politik viel echten (kriminellen) Abschaum ins Land geholt hat, die dieses Bild jeden Tag zementieren.
Privat darf man zu welchem Gott auch immer beten und es geht auch niemanden was an, wenn man das nicht tut. Man kann gern drĂŒber miteinander reden. Auch das kann eine kulturelle Errungenschaft sein, wenn man sich gegenseitig akzeptiert. Manchmal lernt man ja sogar was dabei.
Ich bin als Kind der 80er aufgewachsen. 1001 Nacht, Aladdin und arabische Prinzessinnen von atemberaubender Schönheit.
hihi Das erklĂ€rt einiges 😉😊
Aber schöööön. Und Allah hat dich rechtgeleitet und was ein Barakat das fĂŒr uns ist🤲🏾🤲🏾
Guten Tag zusammen, ich bin erst heute auf diese interessante Seite gestossen und auch wenn ich mich noch einlesen muss, will ich zum Thema Religion schon etwas sagen. Mir stösst tatsĂ€chlich das Christentum sehr negativ auf und ich hatte auch schon so die ein oder andere "Erfahrung". Man sollte echt mal darĂŒber nachdenken, was das Christentum eigentlich fĂŒr eine negative, abwertende Grundeinstellung hat. Was ist das fĂŒr ein liebloser Blick eines Vaters auf seine Kinder? Niemals wĂŒrde ich meinen Kindern eine solche Religion und einen solchen Gott einreden. Ich mĂŒsste meinen Kindern von klein auf erklĂ€ren, dass sie missratene, bösartige, schlechte, sĂŒndige Missgeburten sind. Wer möchte eine solche Religion seinen Kindern einreden? Ich frage mich, was es tiefenpsychologisch mit einem Kind macht, wenn ich ihm einrede (es kann niemals etwas gut und richtig machen) denn es ist sĂŒndig, schlecht und böse. Da frage ich mich schon: Was zur Hölle, erzĂ€hlen Christen eigentlich ihren Kindern? Ich weiss noch nicht so viel vom Islam, aber die Vorstellung einer Waage, die Gutes und Böses aufwiegt, finde ich moralisch wesentlich nachvollziehbarer, wie von vorne herein zu sagen: Du bist schlecht, egal was immer du auch tust! Und ich finde es ehrlich gesagt auch reichlich unlogisch, dass Gott so abgeblich unvollkommen, schlechte, böse Geschöpfe erschafft und ihnen dann ihr Leben lang vorwirft, daĂ sie schlecht sind. Was soll das fĂŒr eine Logik sein? Das Christentum zielt m.E. klar darauf ab dass Menschen sich schlecht fĂŒhlen und dann sich der Kirche unterwerfen um sich besser zu fĂŒhlen. Darauf wurde auch der Ablasshandel aufgebaut. Das ist eigentlich hochgradig diabolisch! Meine 5ct.


