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Frage madamemoneypenny

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Blackwater
(@deepblackforest)
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Übertrag aus dem alten Forum:

HIER.

 

@finanzfachfrau schrieb:

Hallo Blackwater-Community,

ich bin Natalie im besten Lebensalter und eine Finanzfrau. Das war ich nicht immer. Auch ich bin erst auf die Schnauze gefallen und wurde vom Finanzvertrieb reingelegt. Das kostete mich eine 4-stellige Summe.

Danach war ich auf der Suche nach Support. Gelandet bin ich erst bei Madamemoneypenny. Wie viele Frauen, die in das Thema einsteigen. Gut, die Basics ETF Kauf und Ausgabenplanung habe ich dort mitgenommen. Der Rest war rückwirkend betrachtet reines Psychogelaber. Motivation, du schaffst es usw. Ich zahlte 300 Euro für die 7 Schritte zum Erfolg. Die gebe ich hier weiter soweit ich mich erinnere:

1. Es ist egal wer du heute bist, wichtig ist, wer du irgendwann sein willst. 2. Setz dir also große Ziele. 3. Du brauchst ein klar definiertes Ziel, was du erreicht haben willst und bis wann. 4. Investieren ist nicht nur was für Reiche. 5. Es kommt nicht nur darauf an, wieviel du verdienst, sondern wieviel du davon behälst und was du mit dem Geld machst, um es zu vermehren. 6. Konsum von Luxusgütern sollte der letzte Schritt nach dem Vermögensaufbau sei. Oft ziehen wir den Konsum vor und bauen erst danach Schulden ab oder Vermögen auf. 7.Aktien sind nicht nur für reiche Menschen. Aktien sind für Menschen, die reich werden wollen.

Ob Frau dafür 300 Euro zahlen sollte, muss jede Frau selbst entscheiden. Ganz sicher sollte sie keine 5000 Euro zahlen. So viel kostet das Coaching etwa bei madamemoneypenny. Eine Freundin zahlte das und naja, es ist einfach viel Lärm um nichts.

Irgendwann bin ich wegen eines Artikels zum Thema Finanzen für Frau bei Blackwater gelandet. Die Seite fand ich furchtbar hässlich. Aber das ist bekanntlich Geschmacksache. Heute ist es schon besser. Aber inhaltlich trafen die Aussagen genau: Finanzen für Frauen ist Vertrieb&Marketing von Frauen an Frauen. Sonst nichts. Dem stimme ich heute voll zu. Frauen haben einen höheren Vorsorgebedarf und sollten sich nicht nur auf Männer verlassen. Aber auch bei allem Coaching und teuren Seminaren auf vielen Frauenseiten kommt nur eines raus: Der ETF Kauf. Mit rosa Schleifchen. Als emanzipierte Frau sage ich mir aber, ich schliesse mich der Community an, die mich ernst nimmt. Auch wenn die Seite von einem Mann ist. Geld bezahlt habe ich für alles was ich hier lernte noch nichts. Und gelernt habe ich sehr viel. Und selbst wenn, dann wäre es mindestens mal mehr wert, als das was ich bisher zahlte. (madamemoneypenny war nicht die Einzige)

Mit meiner Vorstellung möchte ich alle Frauen ermutigen, selbst sich um ihr Geld zu kümmern! Und bitte fallt nicht auf dieses Female-Finance Zeug rein!

Eure Natalie


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Blackwater
(@deepblackforest)
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@weip321 schrieb:

 

Hallo Natalie

willkommen im Forum. Ich habe mich selber noch nicht vorgestellt (sollte ich wohl als nächsten Beitrag tun), deshalb nur kurz: ich bin männlich.

Dein Titel "MadameMoneyPenny" hat sofort etwas in mir getriggered, und es ist schön von deinen Erfahrungen zu hören. 5000€ für ein Coaching. Meine Güte! Da ist die Spasskass ja fast noch günstiger.

Ich persönlich halte diese Frau für eine falsche Prophetin, und mit deinen Erfahrungen bestätigst du das. Und wie du schon gesagt hast: am Ende kommt bei allen Seiten der ETF-Kauf dabei heraus.

Wenn ich die 7 Schritte von oben lese, dann steigt mein Blutdruck. Was für eine gequirlte ****** (bitte deine eigenen Worte hier einsetzen, möchte nicht gleich am ersten Tag eine Verwarnung bekommen).

Auf jeden Fall finde es es gut, dass hier (bisher) mehr Frauen als Männer sind, welche sich mit dem Thema Finanzen auseinandersetzen.

 

VG weip321


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Blackwater
(@deepblackforest)
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@fb5656 schrieb:

 

Frau Wegelin ist im Prinzip einfach eine Affiliate Seite mit angeschlossene Verkauf von Vidoekursen und Heissluftseminaren. Und die Comdirect ist der beste Verbündete. Typisch für die Branche ist den Kunden das Geld abzuziehen, statt den wirklichen Rat zu geben. Ob ich den Plattitüden von Frau Wegelin folgen würde, weiss ich nicht so richtig. Die macht schon einen extrem billigen Eindruck. Aber gut, die madamemoneypenny hat eine Zielgruppe, die das so will. Sicher nicht Leser dieser und anderer Finanzblogs mit Niveau und schon gar nicht vorgebildete Frauen. Früher hätte man gesagt, für Hauptschüler. Solange die Börse nur eine Richtung kennt, wird es noch viele moneypenny’s geben, die ihrem Weg folgen und Halbwissen an Dumme verkaufen. Sorry.

Sehen wir es positiv, es ist die Chance für ein Geschäftsmodell:

1. Schreibe einen Finanzblog und monetarisiere diesen mit viel Werbung für Comdirect und Co. Definiere die Zielgruppe.

2. Schreibe ein eBook dazu. „Werde reich durch sparen und ETFs" und biete den bei Amazon an. Vermarkte ihn so, als wenn es um eine auserwählte Zielgruppe geht.
3. Lege ein Coaching-Programm mit Videos dazu an und verkaufe es für XX Euro.
4. Biete ein Seminar oder Spezialcoaching an für noch mehr XXXXX 🙂

Habe Spass!

PS: ich bin auch männlich wie der Kommentator vor mir. Aber liebe Frauen hier, so niveaulos seid ihr sicher nicht, um auf MM reinzufallen!


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Blackwater
(@deepblackforest)
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@ayselbektas schrieb:

 

Das ist auch einfach Käse, so viel kann ich nicht essen wie ich k… möchte. Als Frau wünscht man sich mal auch Hilfe, jajaja. Aber nicht von aggressiven Kurzhaarschnittkampfxxxxx ooch lassen wir das. Wenn Frauen Frauen abzocken ist es echt assi.


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Blackwater
(@deepblackforest)
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@weip321 schrieb:

 

Leider ist das heute bei 90% der Blogs so (egal ob Finanzen, Immobilien, Coaching etc). Also genau dieses Geschäftsmodell durchziehen, wie du es beschrieben hast.

Viele dieser Leute sind für mich moderne Rattenfänger, die Unwissenden für viel Geld eBooks und Coachings verkaufen, ohne selber wirklich Ahnung vom Thema zu haben.

Die Preise, welche da mittlerweile aufgerufen werden, sind schon atemberaubend.

Aber du hast Recht: es ist auch eine Chance, und ich/wir könnten es besser machen.


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Blackwater
(@deepblackforest)
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@ikigaimondai schrieb:

 

Erinnert mich an diesen legendären Dilbert-Strip:

Und doch möchte ich der nachvollziehbaren Kritik einen Aspekt hinzufügen:

Ich denke, es ist unbestritten, dass die allermeisten Finanzblogs da draußen für jeden, der sich auch nur ansatzweise mit dem Thema Personal Finance beschäftigt, keinen echten Mehrwert mehr bieten. Sie sind - zumindest war das in meinem Fall so - eher die „Aktivierungsenergie“, die einem den ersten Anschub bringt. Wenn es dann erstmal läuft, werden sie schnell überflüssig. Und ehrlich - die Redundanz und, ja, auch bisweilen Irrelevanz nervt. Ich nehme hier mal ganz bewusst echte Perlen aus, wie die an anderer Stelle im Forum bereits empfohlene Entnahmestrategie-Serie von Oliver Nölting oder die sehr gelungene Einführung in den Optionshandel eines anderen Finanzblogs.

Und jetzt kommt das Aber: Ich denke trotzdem, dass sie vielen Menschen helfen können, und dass es auch in Ordnung ist, für diese Dienstleistung etwas Geld zu verlangen. Ich will nicht wissen, wie viele Stunden ich damit zugebracht habe, mich in die Themen einzulesen - sicher dreistellig. Die Möglichkeit, das „abzukürzen“ kann durchaus attraktiv sein - allerdings immer mit dem Risiko, dass der Trainer dann vielleicht doch nicht alles zeigt. Ich denke, das ist in etwa mit einem Personal Trainer im Sport vergleichbar. Klar kann ich auch selbst Sit-ups und Hantelübungen machen - aber ein Personal Trainer bewahrt mich vor folgeschweren Fehlern und hilft mir hoffentlich hinsichtlich der Motivation.

Ich finde, wir sollten vorsichtig damit sein, pauschal Leute zu verurteilen, die mit der Vermittlung von Finanzwissen Geld verdienen wollen, nur weil wir es uns überwiegend selbst beigebracht haben; oder am Ende der Reise denken „Und das war jetzt alles?! Das hätte ich auch alleine hinbekommen!“ Nach einer Promotion kann man sich auch fragen „Und dafür habe ich jetzt drei Jahre gebraucht?! Das hätte auch in sechs Monaten klappen können!“ Ja, schon, wenn der Weg komplett klar gewesen wäre. Ist er aber meistens nicht. Und da kann man ihn dann allein gehen, oder man holt sich einen Fremdenführer. Einige sind besser, andere schlechter. Die vom Finanzvertrieb sind ein Fehler. Aber die MMs, Geldschnurrbärte, Finanzwesire dieser Welt, die finde ich schon okay. Zusammen ist man weniger allein.


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Blackwater
(@deepblackforest)
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@weip321 schrieb:

 

Ich denke, es ist unbestritten, dass die allermeisten Finanzblogs da draußen für jeden, der sich auch nur ansatzweise mit dem Thema Personal Finance beschäftigt, keinen echten Mehrwert mehr bieten.

Sehe ich genau so. Der Finanzwesir hat vor einer Weile mal geschrieben "im Prinzip ist alles gesagt" (vielleicht nicht wortwörtlich, aber in diesem Sinne). Blackwater hat es schon mehrfach auf der Seite geschrieben: 3-Konten-Modell, mehr sparen als ausgeben, den Rest in einen All-World ETF.

wie die an anderer Stelle im Forum bereits empfohlene Entnahmestrategie-Serie von Oliver Nölting

Bzgl. Entnahmestrategien lese ich persönlich lieber das Original von Early Retirement Now. Die Artikel vom Frugalisten sind sehr nah angelehnt an ERN.

oder die sehr gelungene Einführung in den Optionshandel eines anderen Finanzblogs

Welchen Finanzblog meinst du genau? 🙂

Ich finde, wir sollten vorsichtig damit sein, pauschal Leute zu verurteilen, die mit der Vermittlung von Finanzwissen Geld verdienen wollen, nur weil wir es uns überwiegend selbst beigebracht haben

Das ist ein sehr guter Punkt, und der ist durchaus berechtigt. Natürlich haben "wir" eine andere Betrachtungsweise, da wir uns ausgiebig mit dem Thema Finanzen beschäftigt haben. Für jemanden, der neu einsteigt, können(!) solche Webseiten ein guter Startpunkt sein.

Was mich aber massiv stört ist die Tatsache, dass für die Vermittlung von (teilweise) trivialem Wissen vierstellige Beträge für Coachings aufgerufen werden. Und ich spreche hier nicht nur von MM, sondern das gibt es auch in anderen Bereichen (z.B. Immobilien). Dort werden Coachings für viel Geld (5000€ oder 6000€) an unerfahrene Leute verkauft und Tipps gegeben, welche hochgefährlich sind. Im Prinzip geht es den Coaches nämlich nicht darum, die Käufer zu mündigen Investoren zu machen, sondern Ihnen möglichst viel Geld abzunehmen.

Machen wir ein Beispiel mit MM: 5000€ für ein Coaching, welches sich im Prinzip mit einem Satz zusammenfassen lässt (siehe oben - 3-Konten-Modell, das Gesparte in einen All-World ETF). Angenommen, die Kundin hat 100.000€ zum Anlegen (das ist verdammt viel Geld!). Dann sind das 5% nur für das Coaching. Das ist auf einem ähnlich schlechten Niveau wie die Altbanker mit ihren Ausgabeaufschlägen und 2% TER für ihre schlechten DEKA-Investmentfonds. Und dann wundert sich die Kundin, warum ihre Altersvorsorge nicht wächst. Wenn es dann an den Börsen mal runtergeht, schliesst man das Depot wieder und schaut Aktien nie mehr an.

Das ist übrigens ein anderer Faktor, den ich kritisch sehe: die meisten der Finanzblogger haben nur den (mittlerweile zwölfjährigen) Bullenmarkt kennengelernt. Selbst der Corona-Crash war kein echter, da alles sofort mit Billionen wieder nach oben gekauft wurde. In einem Bullenmarkt ist es leicht, Aussagen zu treffen wie: "All-In in Aktien". Falls der Aktienmarkt aber über zwei oder drei Jahre fallen würde, sieht die Sache schon ganz anders aus. Haben die meisten bisher nicht erlebt, von daher kann man sich das schwierig vorstellen. Hier kann evtl. jeder nochmal seine Gefühle von März 2020 rekapitulieren und schauen, wie wohl er oder sie sich mit einer hoher Aktienquote damals gefühlt haben. (ja, ich weiss - das ist das Thema Asset Allocation. Viele überschätzen ihre Risikotoleranz aus meiner Sicht dort aber)

PS:

die mit der Vermittlung von Finanzwissen Geld verdienen wollen,

Noch zu diesem Thema: der Finanzwesir hat ein Buch, welches 35€ (Hardcover), 25€ (Paperback) bzw. 18€ (E-Book) kostet. Dort steht im Prinzip alles drin. Ohne Sugarcoating, ohne Einhorn-Stories ("Es ist egal wer du heute bist, wichtig ist, wer du irgendwann sein willst") etc. Man vergleiche das mit dem 5k € von Frau Wegelin. Aber was soll ich sagen: MM hat 140k Follower, Blackwater hat 1800, der Finanzwesir hat 0 Beiträge auf Instagram.

Ich zitiere Shakespeare: "etwas ist faul im Staate Dänemark"...


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Blackwater
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@fraubausn schrieb:

 

Zitat von ikigaimondai am April 24, 2021, 02:07 Uhr

Und jetzt kommt das Aber: Ich denke trotzdem, dass sie vielen Menschen helfen können, und dass es auch in Ordnung ist, für diese Dienstleistung etwas Geld zu verlangen.

Du warst schneller. Ich wollte grade mal das Bashing hier kommentieren. Auch die Verunglimpfung der Sparkassen als Spasskass (hatte das schon mal in einem Kommentar geschrieben) muss nicht sein. Wollen wir uns besser machen durch Herabwürdigen anderer? Ich hoffe nein. Diese Akteure gibt es am Markt und sie haben Kunden. Punkt. Sie bedienen einen Bedarf. Sobald es den nicht mehr gibt, sind sie weg. Lasst doch volljährige Menschen ihre eigenen Erfahrungen machen und vielleicht auch ihre eigenen Fehler. Ich will gar nicht wissen, wie viel ihres heutigen Wissens viele der Meckerer durch eigene Fehler aufgebaut haben. Ich jedenfalls habe sehr, sehr viel durch Fehler gelernt.

Wollen wir so bevormunden und überheblich aburteilen wie der heutige Mainstream? Ich verabscheue die von unserer Regierung und ihrer Bevölkerung mehrheitlich gewollte Bevormundung und Gängelung, auf dem Altar des Verbraucherschutzes wird so viel Freiheit und Wertschätzung und ich-trau-Dir-was-zu geopfert, das merken die Leute gar nicht mehr.

Daher: Lasst doch diese Leute ihr Geld auf diese Weise verdienen. Hört auf, drüber zu meckern. Bietet einfach selbst Aufklärung an, ohne sie aufzuzwingen.

Zitat von weip321 am April 24, 2021, 08:32 Uhr

Bzgl. Entnahmestrategien lese ich persönlich lieber das Original von Early Retirement Now. Die Artikel vom Frugalisten sind sehr nah angelehnt an ERN.

Ich les auch gerne die englischsprachigen Blogs, aber so ein ERN hat halt dann fürs letzte Detail doch andere Steuer-/Sozialversicherungsgesetzgebungen und daher hat Olivers wirklich tolle Serie definitiv ihre Daseinsberechtigung.


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Blackwater
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@ikigaimondai schrieb:

 

oder die sehr gelungene Einführung in den Optionshandel eines anderen Finanzblogs

Welchen Finanzblog meinst du genau? 🙂

Ich war nicht 100% sicher - meine Bookmarks sind irgendwie gerade nicht so nützlich, wie ich mir das gedacht hatte. Internetrecherche hat mich zu  https://mission-cashflow.de/optionshandel-abc-grundlagen-vor-dem-start/  geführt, aber Mission Cashflow lese ich normalerweise nicht. Also nochmal nachgedacht und ta-da:  https://geldschnurrbart.de/geld-anlegen/optionen/optionshandel-lernen/

Geldschnurrbart ist echte Hassliebe bei mir. Angefangen beim Namen (immerhin hat er sich nicht „Herr Geldschnurrbart“ genannt...), aber er findet sich auch einfach selbst ein bisschen zu geil für meinen Geschmack, und kommerzialisiert etwas mehr als notwendig wäre. Nun - wie immer gilt: das, was sinnvoll ist, nehme ich mit, den Rest lasse ich liegen.


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Blackwater
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Blackwater.live schrieb:

 

"Spasskass" ist schon Kult geworden und steht für das Verschlafen und Versagen auf vielen Ebenen. Das erlaube ich mir daher beizubehalten.

Persönlich bin ich auch immer hin und her gerissen zwischen Aufklärungsarbeit was manche Maschen angeht (auch wie die hier von euch beschriebenen) und dem Denken was soll's, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Wirklich gar nicht zurückhalten kann ich mich aber, wenn Menschen mangels Erfahrung und jungem Alter richtig über den Tisch gezogen werden. Und daher das Thema Aufklärung anbieten, finde ich sehr gut formuliert @fraubausn

Was MoneyP angeht ist eigentlich hier schon alles gesagt. Machen wir es besser. Bei ihr fühlen sich scheinbar tausende Frauen wohl und wenn das einvernehmlich gegen viel Geld so ist, soll es eben so sein. 🙂


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Blackwater
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Blackwater.live schrieb:

 

@weip321

"Noch zu diesem Thema: der Finanzwesir hat ein Buch, welches 35€ (Hardcover), 25€ (Paperback) bzw. 18€ (E-Book) kostet. Dort steht im Prinzip alles drin. Ohne Sugarcoating, ohne Einhorn-Stories ("Es ist egal wer du heute bist, wichtig ist, wer du irgendwann sein willst") etc. Man vergleiche das mit dem 5k € von Frau Wegelin. Aber was soll ich sagen: MM hat 140k Follower, Blackwater hat 1800, der Finanzwesir hat 0 Beiträge auf Instagram."

 

Wir sind nicht auf Instagram! Das passt nicht zu uns.

Die Anzahl der Follower sagt eine Menge über das Marketing aus, weniger über die Substanz. Mit bunten Bilder und Schlagwortsätzen kommt man heute einfach weiter. Eine ganz andere Frage ist aber, bei welcher Zielgruppe man weiter kommen will. Diese Entscheidung muss jeder Unternehmer für sich treffen. Ich ziehe persönlich Qualität vor, weiss aber auch, dass es viel aufwendiger und komplexer ist und man auch kein schnelles Wachstum erreicht. Andere wachsen lieber sehr schnell und bleiben dann bewusst oder unbewusst oberflächlich.


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Blackwater
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@lichtenberg99 schrieb:

 

Ich kann mit solchen selbst ernannten Gurus wie Madame Moneypenny auch so gar nichts anfangen. Am schlimmsten finde ich im Moment den "Investment Punk", der Menschen dazu treibt, in Wohnimmobilien zu finanzieren - sicher einem der gerade etwas warmgelaufenen Märkte. Und für die meisten Privatanleger ist eine Anlageimmobilie auch immer ein Klumpenrisiko.

Mit selber gefällt der Blog von Gerd Kommer gut, der jeden Monat ein Thema bearbeitet und dabei viele Mythen und Gurus mit historischen Werten und Statistik auseinanderpflückt. Auch seine Bücher finde ich eine gute Einführung in das Investieren in ETFs.


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@fraubausn schrieb:

 

Zitat von Blackwater am April 24, 2021, 13:57 Uhr

Das erlaube ich mir daher beizubehalten.

Deine Seite, Deine Wahl. Wir dürfen unterschiedlicher Meinung sein.

Zitat von lichtenberg99 am April 24, 2021, 14:57 Uhr

Mit selber gefällt der Blog von Gerd Kommer gut, der jeden Monat ein Thema bearbeitet und dabei viele Mythen und Gurus mit historischen Werten und Statistik auseinanderpflückt.

Ich mag sein Blog auch und hab bisher nur das kostenlose Blog von ihm gelesen - auch er nimmt eine Menge Geld für seine Beratung. Und darf das. Er bedient, wie die vielen anderen auch, einen Bedarf.


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Blackwater
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@weip321 schrieb:

 

Zitat von Frau B aus N am April 24, 2021, 10:18 Uhr
Zitat von ikigaimondai am April 24, 2021, 02:07 Uhr

Und jetzt kommt das Aber: Ich denke trotzdem, dass sie vielen Menschen helfen können, und dass es auch in Ordnung ist, für diese Dienstleistung etwas Geld zu verlangen.

Du warst schneller. Ich wollte grade mal das Bashing hier kommentieren. Auch die Verunglimpfung der Sparkassen als Spasskass (hatte das schon mal in einem Kommentar geschrieben) muss nicht sein. Wollen wir uns besser machen durch Herabwürdigen anderer? Ich hoffe nein. Diese Akteure gibt es am Markt und sie haben Kunden. Punkt. Sie bedienen einen Bedarf. Sobald es den nicht mehr gibt, sind sie weg. Lasst doch volljährige Menschen ihre eigenen Erfahrungen machen und vielleicht auch ihre eigenen Fehler. Ich will gar nicht wissen, wie viel ihres heutigen Wissens viele der Meckerer durch eigene Fehler aufgebaut haben. Ich jedenfalls habe sehr, sehr viel durch Fehler gelernt.

Wollen wir so bevormunden und überheblich aburteilen wie der heutige Mainstream? Ich verabscheue die von unserer Regierung und ihrer Bevölkerung mehrheitlich gewollte Bevormundung und Gängelung, auf dem Altar des Verbraucherschutzes wird so viel Freiheit und Wertschätzung und ich-trau-Dir-was-zu geopfert, das merken die Leute gar nicht mehr.

Daher: Lasst doch diese Leute ihr Geld auf diese Weise verdienen. Hört auf, drüber zu meckern. Bietet einfach selbst Aufklärung an, ohne sie aufzuzwingen.

Vielen Dank für deine Reflektion! Du hast Recht: Besserwissertum und Bevormundung helfen niemanden. Oft ist man bei bestimmten Themen zu sehr in seiner eigenen Filterblase gefangen und vergisst, dass andere Menschen andere Sichtweisen haben.

Bzgl. der Fehler und Erfahrungen: auch das stimmt natürlich. So sehr ich andere auch davor bewahren möchte, beim Thema Geldanlage Fehler zu machen, muss ich akzeptieren, dass jeder für sich selber verantwortlich ist.

Martin hat den Begriff "Spasskass" schon kommentiert, und ich habe sofort ein Bild dazu vor meinen Augen. Von daher kann ich die Intention gut nachvollziehen, aber andere können es anstössig finden.

Nochmal danke für deinen Kommentar @fraubausn Er hat einen Denkprozess angestossen.

 

Zitat von ikigaimondai am April 24, 2021, 10:51 Uhr

oder die sehr gelungene Einführung in den Optionshandel eines anderen Finanzblogs

Welchen Finanzblog meinst du genau? 🙂

Ich war nicht 100% sicher - meine Bookmarks sind irgendwie gerade nicht so nützlich, wie ich mir das gedacht hatte. Internetrecherche hat mich zu  https://mission-cashflow.de/optionshandel-abc-grundlagen-vor-dem-start/  geführt, aber Mission Cashflow lese ich normalerweise nicht. Also nochmal nachgedacht und ta-da:  https://geldschnurrbart.de/geld-anlegen/optionen/optionshandel-lernen/

Vielen Dank!


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@weip321 schrieb:

 

Zitat von Blackwater am April 24, 2021, 14:03 Uhr

@weip321

Wir sind nicht auf Instagram! Das passt nicht zu uns.

Verdammt, da habe ich doch tatsächlich Fake News verbreitet. Hatte nur auf die Schnelle gegoogelt, aber dann war das wohl ein anderer Blackwater...

Zitat von lichtenberg99 am April 24, 2021, 14:57 Uhr

Ich kann mit solchen selbst ernannten Gurus wie Madame Moneypenny auch so gar nichts anfangen. Am schlimmsten finde ich im Moment den "Investment Punk", der Menschen dazu treibt, in Wohnimmobilien zu finanzieren - sicher einem der gerade etwas warmgelaufenen Märkte. Und für die meisten Privatanleger ist eine Anlageimmobilie auch immer ein Klumpenrisiko.

Mit selber gefällt der Blog von Gerd Kommer gut, der jeden Monat ein Thema bearbeitet und dabei viele Mythen und Gurus mit historischen Werten und Statistik auseinanderpflückt. Auch seine Bücher finde ich eine gute Einführung in das Investieren in ETFs.

Gerald Höhran "Investment Punk" ist leider nur ein Vertreter in diesem Bereich. Immocation, Vermietertagebuch und wie sie alle heissen. Die dort empfohlenen "Strategien", Immobilien mit 100%-Finanzierungen zu erwerben, sind aus meiner Sicht hochgradig gefährlich. Jeder versucht aktuell, sein Geld noch in "sicheres Betongold" umzuwandeln. Die Niedrigzinsen tun ihr Übriges.

Was von den selbsternannten Immobilien-Gurus aber keiner erzählt: die verdienen den Hauptteil nicht mit Immobilien, sondern mit ihrem Coaching bzw. dem Verkauf ihrer Produkte (Masterclass, Immobilien-Excel etc.). Da werden Immobilien in C-Lage gekauft, weil der Cashflow laut Excel-Sheet 50€ positiv ist im Monat. Zudem wird empfohlen, so schnell wie möglich zu wachsen. Also so wenig wie möglich Eigenkapital verwenden, um immer mehr Immobilien zu erwerben. D.h. man verschuldet sich immer weiter. Dieses Vorgehen funktioniert nur unter folgenden Annahmen:

  1. die Preise der erworbenen Immobilien steigen weiter (oder bleiben mindestens gleich) UND
  2. man findet immer gute Mieter für die Wohnungen UND
  3. die gesetzlichen (mögliche Zwangshypotheken) und finanziellen (Referenzzinssatz) Rahmenbedingungen bleiben für die nächsten 30 Jahre gleich

Alle drei Punkte müssen erfüllt werden, damit dieser Ansatz funktioniert. Speziell bei den Punkten 1. und 3. habe ich meine Zweifel für die nächsten 30 Jahre. 30 Jahre deshalb, weil fast alle dieser "Immobilien-Experten" anfangs nur minimal tilgen, um möglichst viel Eigenkapital für den Erwerb weiterer Wohnungen zu haben und maximal zu wachsen. Da die "Gurus" mehr Geld über andere Kanäle verdienen, kann es Ihnen egal sein. Für Otto Normalverbraucher wird es, vermutlich, nicht funktionieren. Ich habe für mich (!) entschieden, dass so ein Vorgehen in der aktuellen Marktsituation nicht passt vom Chance-Risiko Verhältnis.

@blackwater: gibt es eine Möglichkeit, Reaktionen auf Kommentare zu aktivieren? Ich hätte z.B. gerne den letzten Kommentar von ikigaimondai geliked, konnte aber nur ein Zitat einfügen?

Bin auch noch am Lernen bzgl. diesem Forum: hätte meine Antwort gerne in einem Post zusammengefasst, aber da die Beiträge von fraubausn und igigaimondai auf Seite 1 waren, konnte ich die Beiträge nur dort zitieren.


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