Würzburg schockiert mich und es ist wahrscheinlich wieder ein islamischer Hintergrund. Wie darf ich das verstehen? Eine richtige Erklärung konnte ich noch nie dazu hören.
"der Täter soll „Allahu Akbar“ gerufen haben."
Würzburg schockiert mich und es ist wahrscheinlich wieder ein islamischer Hintergrund.
Du meinst wahrscheinlich einen islamistischen Hintergrund, was in diesem Falle überhaupt noch nicht bestätigt ist. Hier nochmal der Unterschied zwischen islamisch und islamistisch. Dieser ist schließlich nicht zu vernachlässigen. https://www.christenundmuslime.de/faq/Was_ist_der_Unterschied_zwischen_islamisch_und_islamistisch.php
Wird die Tat schlimmer, oder weniger schlimm, abhängig vom "Hintergrund" des Täters?
Wird die Tat schlimmer, oder weniger schlimm, abhängig vom "Hintergrund" des Täters?
Eindeutig NEIN !
Würzburg schockiert mich und es ist wahrscheinlich wieder ein islamischer Hintergrund. Wie darf ich das verstehen? Eine richtige Erklärung konnte ich noch nie dazu hören.
"der Täter soll „Allahu Akbar“ gerufen haben."
Interessiert dich das wirklich oder willst du einfach nur dauernd hier provozieren?
Nein, es gibt keine Legitimität für solche kranken Leute. Und nein, es ist falsch Texte aus dem Zusammenhang zu reißen um so etwas rechtfertigen. Nebenbei: Das können wir gerne mal mit der Bibel machen. Und nein, es muss sich nicht bei jeder neuen Tat jeder der fast 2 Milliarden Muslime auf der Welt rechtfertigen, wenn ihre Religion missbraucht wird. Wir denken jedes Mal wenn so etwas passiert, bitte nicht schon wieder einer, der irgend einen Ausspruch vorher getan hat.
Sehr viel Leid hier in meiner Heimat und in den Nachbarländern ist von Europäern gemacht worden, die unbedingt Grenzen ziehen wollten, Marionetten Regierungen in arabischen Ländern einsetzten oder die Juden in Europa umbrachten, die letztlich hier einen Staat aufbauten und hunderttausende Menschen dafür vertrieben haben, die heute in der 5,6ten Generation in Flüchtlingslagern leben. Aber ich ziehe auch keine dauernde Verbindung zu Christen wegen der Geschichte oder führe das alles auf das Christentum zurück.
Du solltest vielleicht mal weniger selbstgerecht sein und Geschichtsbücher lesen.
Lieber @Dauerstudent1999,
vielleicht solltest Du einfach mal deine Vorurteile beiseite legen und dich mit dem Thema Islam aufrichtig und sachlich auseinander setzen.
Oder findest Du das toll, wenn alle Deutschen sich dauernd für die NSU Morde rechtfertigen müssten, und bei jedem weiteren Verbrechen von Nazis an den Pranger gestellt werden?
... und bei jedem weiteren Verbrechen von Nazis an den Pranger gestellt werden?
Ich bin sehr sparsam mit dem Gebrauch des Begriffes "Nazi". Die rechtsextremen Spinner und Kriminellen von heute, so widerlich sie auch sein mögen, sind nicht vergleichbar mit dem GröVaZ (größter Verbrecher aller Zeiten), seinem menschenverachtendem Unrechts-Regime und seinen Mörderbanden. Alles, was man heute als Nazi bezeichnet, bedeutet für mich nur eine Verharmlosung unserer finstersten Vergangenheit.
Meine bescheidene Meinung. Pardon!
vielleicht solltest Du einfach mal deine Vorurteile beiseite legen und dich mit dem Thema Islam aufrichtig und sachlich auseinander setzen.
Gibt's eigentlich eine Definition, ab wann Vorurteile zu Urteilen werden dürfen? Wann man sich lange genug aufrichtig und sachlich auseinandergesetzt hat?
Ich habe mich mehr als ausreichend mit dem Islam beschäftigt, sicherlich mehr als die weite Mehrheit meiner Mitdeutschen, und lehne die Präsenz des (politischen) Islam in Europa ab. Die beleidigten Reaktionen bei jeder zarten Kritik am Islam bestätigen mich nur in meiner Sichtweise.
Du solltest vielleicht mal weniger selbstgerecht sein und Geschichtsbücher lesen.
Das gilt, denke ich, für alle Seiten.
Oder findest Du das toll, wenn alle Deutschen sich dauernd für die NSU Morde rechtfertigen müssten, und bei jedem weiteren Verbrechen von Nazis an den Pranger gestellt werden?
Ja, bei uns werden die NSU-Morde totgeschwiegen sowie "Nazis" geschützt, während bei jedem islam(ist)ischen Attentat die Moscheegemeinden mit Lichterketten unterwegs sind. Verzeiht den Zynismus, aber wir müssen mal realistisch bleiben, wie hier die Verhältnisse sind.
und lehne die Präsenz des (politischen) Islam in Europa ab.
Das sehe ich genauso. Man sollte hier ganz klar zwischen der weltweit verbreiteten Wahhabitischen Variante des Islams (weltlicher Machtanspruch und Herrschaft im hier) und den spirituellen Komponenten (den meisten nicht bekannt, aber in den jeweiligen Ländern von vielen Muslimen still und in Bescheidenheit gelebt) unterscheiden.
Was wir hier sehen und erleben in Bezug auf den Islam, ist der pure Missbrauch.
Verzeiht den Zynismus, aber wir müssen mal realistisch bleiben, wie hier die Verhältnisse sind.
Nein, Du hast Recht. Das ist so, alles gut.
Das Christentum und der Islam sind in ihrem Ursprung Wege zu Gott. Wenn alles so wäre wie es sein sollte, hätten wir nicht 2000 Jahre Probleme damit, sondern Menschen würden in aller Bescheidenheit ihre Religion leben, immer auf der Suche nach einer Verbindung zu ihrem Schöpfer. Im Wissen, dass jeder alleine vor Gott gerade steht, Menschenführung zu Versagen und Chaos führt und Substitute Götzendienst sind (das sind exakt die gleichen Aussagen), würde jeder ein gutes Leben führen und seine Mitmenschen achten. Vor allem aber Arme und Schwache.
Alles andere, vor allem das Richten, würde man dann Gott überlassen.
Heute sind wir Lichtjahre davon entfernt. Und wenn man sich mit den theologischen Quellen beschäftigt wird klar, es sind nicht diese, die zu dem heutigen Zustand führen. Sondern der Missbrauch davon durch Menschen, die mit Religion dauernd Politik machen wollen(Türkei, Saudi Arabien, Iran). Das Christentum hat das weitestgehend scheinbar überwunden (die Vergangenheit ist nicht gerade ein Ruhmesblatt der Geschichte), im Islam ist das ein massives Problem bis zum heutigen Tag. Woher das kommt? Man muss nur schauen wer das Bild vom Islam heute prägt und wer die Kohle und den Machtanspruch hat. 😉
Versprechen kann ich eines: Beschäftigt man sich mit dem spirituellen Kern, bekommt mein ein 200%ig anderes Bild und fragt sich, wie konnte es soweit nur kommen.
***Eines der wenigen positiven Beispiele ist der Oman, der einen Islam vertritt, der sich aus politischen Konflikten raushält.
Heute sind wir Lichtjahre davon entfernt. Und wenn man sich mit den theologischen Quellen beschäftigt wird klar, es sind nicht diese, die zu dem heutigen Zustand führen. Sondern der Missbrauch davon durch Menschen, die mit Religion dauernd Politik machen wollen. Das Christentum hat das weitestgehend scheinbar überwunden (die Vergangenheit ist nicht gerade ein Ruhmesblatt der Geschichte), im Islam ist das ein massives Problem bis zum heutigen Tag. Woher das kommt? Man muss nur schauen wer das Bild vom Islam heute prägt und wer die Kohle und den Machtanspruch hat.
Eigentlich gibt's da eine einfache Formel, die von Mrs. Blackwater auch schon erwähnt wurde: "Leben und leben lassen". Das mit dem Leben bekommt fast jeder hin, sofern er nicht durch Hungersnöte und Kriege daran gehindert wird. Nur mit dem "Leben lassen" klappt es oft nicht. Wenn ich sehe, welche machtgeilen alten Männer an den Schalthebeln der Weltpolitik sitzen und die Religionen mißbrauchen, wird mir übel. Aber solange man mit Geld noch fast alles kaufen kann, wird sich das wahrscheinlich nicht ändern.
und lehne die Präsenz des (politischen) Islam in Europa ab. Die beleidigten Reaktionen bei jeder zarten Kritik am Islam bestätigen mich nur in meiner Sichtweise.
Der Islamforscher Bassam Tibi hatte einst einen Euro-Islam beschrieben, der ohne Scharia und Dschihad auskommt und der die Trennung zwischen Religion und Staat akzeptiert. Tibi hat mittlerweile erkennen müssen, dass sein Euro-Islam gescheitert ist.
Was bedeutet dieses Scheitern?
Nur eine MINDERHEIT der hiesigen Muslime ist für die Trennung von Religion - Staat und will auf Scharia und Dschihad verzichten. Es gibt nur wenige Leute, die diesen "liberalen" Muslimen absprechen ihre Religion so auszuüben.
Die unerwünschte Frage ist: Wie stellt man sich gegenüber den hiesigen Muslimen auf, die für Scharia und Dschihad, für Religionsstaat/Staatsreligion sind? Diese Orthodoxen sind die (oft schweigende) Mehrheit unter den Muslimen.
Ein Problem ist, dass man diese Ausprägungen nur schwer in zwei klare Gruppen sortieren kann. Also verwendet man den Oberbegriff Moslem. Und mit jedem weiteren Fall von allahu akbar (die heutige Meldung ist aus Greven) wird die Verknüpfung zum Begriff Messermörder nur stärker.
Ich muss bei dieser Diskussion an ein Erlebnis aus dem September 2001 denken, als mein Bruder und ich nach dem 11.09. in Ägypten waren:
wir haben einen Tagesausflug nach Kairo gemacht und auf der Rückfahrt ist der Bus liegengeblieben, weshalb wir erst gegen Mitternacht und ohne irgendwas zu Essen zu haben, wieder im Hotel ankamen. Ein Mitarbeiter des Hotels, der gerade die Tische für das Frühstück eingedeckt hat, hat uns gesehen und gefragt wo wir so spät noch herkommen. Als wir ihm die Geschichte mit dem liegengebliebenen Bus erzählt haben, hat er uns sofort angeboten ein bisschen Brot und Belag aus der Küche zu holen. Wir haben dann draußen auf der Terrasse gesessen und unser verspätetes Abendbrot gegessen. Als der Hotelangestellte seine eigentliche Arbeit beendet hatte, kam er raus und wollte von uns wissen wo wir herkommen. Lange Rede, kurzer Sinn, wir kamen dann auch auf das Thema Religion und er hat uns gefragt an was wir glauben. Wir haben ihm dann -obwohl wir beide nicht besonders gläubig waren- von der Bibel, Gott und Jesus erzählt. Er meinte dann, dass Jesus im Islam ja auch ein Prophet sei - ähnlich wie Mohammed. Und im Verlauf des Gesprächs sagte er dann, dass wir doch wohl an den selben Gott glauben. Er nennt ihn Allah, wir nennen ihn Gott, die Juden nennen ihn Jahwe.
Von daher sollte man hier -wie ich finde- deutlich zwischen dem politischen Islam und der eigentlichen Religion unterscheiden.
"Leben und leben lassen"
Ich empfinde es als widersprüchlich, dass bei Religionen und ähnlichen fundamentalen Lebensentwürfen das Prinzip "leben und leben lassen" gelten soll, in Nachbarthreads dann aber die Entscheidungen, einen Konsumkredit aufzunehmen oder nach Antalya zum All-Inclusive-Urlaub zu fahren, munter kritisiert werden.
Wir hatten es auch schon irgendwo davon, dass Gesellschaften gemeinsame Werte benötigen, um zu überleben. Ich glaube nicht, dass Gesellschaften, in denen signifikante Teile der Bevölkerung so signifikant unterschiedliche Lebensanschauungen haben, langfristig überleben können - ich habe dafür auch historisch kein Beispiel gefunden. Das muss sich nicht auf den Islam beziehen, es kann sich genauso um die verschiedene Mentalität mit Schulden der Nord- und Süd-EU-Länder handeln oder unterschiedliche Sprachen (Schweiz: Willensnation, auch da ruckelt's immer mal wieder) handeln. Oder, um beim Beispiel des Nachbarthreads zu bleiben, der unterschiedliche Umgang mit Homosexuellen zwischen Ungarn und Deutschland (kleiner Seitenhieb am Rande: warum haben die Ungarn eigentlich so wenige islamistische Attentate zu verzeichnen?)
Im Kontext Islam finde ich das Konzept eines Euroislam interessant, also einem, der sich kulturell wie ein Einheimischer verhält, aber halt Zuckerfest anstatt Weihnachten feiert. Aber seien wir mal ehrlich, das wird nie geschehen, höchstens in den USA oder anderen Ländern, die wirklich nur die gebildete Oberschicht einwandern lassen (der Trend geht leider in die andere Richtung). Der Islam ist eben ein Fremdkörper (hier ohne Wertung gemeint), der mit Einwanderern kommt, die zusätzlich zur Religion auch eine andere Kultur mitbringen. Das ist vielleicht der fundamentale Unterschied zur Christianisierung der Ur-Germanen, denen die neue Religion auf das ursprüngliche Kultursubstrat aufgepflanzt wurde. Wenn man den Gedankengang fortsetzt, könnte vielleicht eine massive Konversion der Urbevölkerung dafür sorgen, dass sich eine überlebensfähige Art Islam spezifisch deutscher/europäischer Natur bildet (inshallah wird das nicht passieren).
Diese Orthodoxen sind die (oft schweigende) Mehrheit unter den Muslimen.
Dazu gab es den Spruch:
"Ein radikaler Moslem will dich umbringen - ein moderater Moslem möchte, dass der radikale Moslem dich umbringt".
Zugegebenermaßen polemisch und überspitzt - kommt mir aber immer wieder in den Sinn, wenn es heißt "Das hat nichts mit dem Islam zu tun". An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.
@franzllang Die deutsche Gesellschaft müsste erst mal selbst sich klar werden für was sie steht oder stehen will. Bisher sieht das eher nach Tutti-Frutti + Sozialistisch bis totalitären Fantasien aus inklusive Ersatzreligionen(Das Christentum hat man ja nun fast entsorgt).
Erst dann kann die Gesellschaft in einen Dialog mit einer anderen Kultur treten. Es ist auch ein Wettbewerb der Weltanschauungen. Und wenn eine solche klare Massstäbe, Familienwerte und lange und stabile Traditionen vorweisen kann sowie Antworten auf Lebensfragen gibt, dann ist sie gegenüber einer in sich zerstrittenen und beliebigen Gesellschaft mit Auflösungserscheinungen eben stärker.

