@luto73 schrieb:
Deshalb wird ja alles immer liberaler und vermeintlich offener, egal ob bei Kleidung, Sprache oder Benehmen. Jeder soll alles dürfen.
Das konnte ich bisher so nicht feststellen, aber ich war jetzt auch schon mehr als zwei Jahre nicht mehr in Deutschland. Hast du mal ein paar Beispiele, was jeder jetzt neuerdings können soll und vielleicht noch, wer das fordert?
Verzeihung, ich habe mich falsch ausgedrückt. Ich wollte eigentlich sagen, dass insbesondere von SPD-nahen Politikern Chancengleichheit für alle gefordert wird. Jeder soll am besten Astronaut werden können, unabhängig von seinen tatsächlichen Fähigkeiten. Nun ist es aus meiner Erfahrung im Leben aber so, dass wir Menschen nicht alle gleich sind und wir auch nicht alle die gleichen Chancen haben. Allein die Herkunft verändert Chancen ganz massiv. Das kann man nicht per Dekret abschaffen.
@luto73 Okay, verstanden. Alleerdings habe ich Probleme mit dem Thema „Herkunft entscheidet über Chancen“. Sollte sie? Eigentlich doch eher Einstellung und Charakter, oder?
eben dachte ich noch, dass hier darüber diskutiert wird, dass Leute auf der Straße abstechen irgendwie nicht so nice ist, und dann sind plötzlich die Regenbogenbändchen dran. Irgendwie faszinierend, wie man das durcheinanderbringen oder auch nur ansatzweise in Relation zueinander setzen kann.
Ja, das Thema ist etwas vom Ursprung abgekommen. Der Zusammenhang ist aber dennoch indirekt da. Überspitzt dargestellt: Regenbogenbändchen und weibliche Freizügigkeit sind ein sichtbarer Aspekt unserer dekadenten, perversen westlichen Kultur. Der Attentäter von Würzburg verachtet diese Kultur / kommt mit dieser Kultur nicht zurecht und hilft sich auf seine Weise. Nicht von ungefähr sind hauptsächlich Frauen die Opfer. Bei uns (ich nutze hier das nebulöse WIR der Politik) wird das als psychisch krank bezeichnet, weil wir uns nicht vorstellen können, dass geistig gesunde Menschen so denken können. Ich bin der Meinung, dass hier eine andere Sozialisation den Ausschlag gibt, der in manchen dann in einer Gewalttat mündet.
Edit: thematisch passend
Ich glaube nicht, dass ich diesem Nachbarn ähnlicher bin als der syrischen Mutter.
Ich glaube doch 🙂 Natürlich kenne ich, wie jeder, unsympathische Deutsche und sympathische Ausländer. Es geht mir mehr um das kulturelle Substrat und die unausgesprochenen Annahmen. Die Arbeitsmoral. Dass man seinen Müll nicht an den Strassenrand wirft. Dass man die Steuern pünktlich zahlt. Dass man nachts draußen nicht mehr rumlärmt. Solche Sachen.
@luto73 Okay, verstanden. Alleerdings habe ich Probleme mit dem Thema „Herkunft entscheidet über Chancen“. Sollte sie? Eigentlich doch eher Einstellung und Charakter, oder?
Wenn man das als Fakt/Istbeschreibung ansiehst, dann kann man Luto nicht widersprechen.
Eltern erziehen, prägen, leben vor und ebnen ihren Kindern natürlich den Weg. Wer will Eltern verbieten ihr Herzblut für den Nachwuchs zu vergießen und das Beste für ihre Kinder vorzubereiten?
Das Soll oder Zielbild kann durchaus etwas anderes sein, ziehen wir mal ein egalitäres Modell gedanklich auf. Wenn nur Einstellung und Charakter* über Chancen entscheiden soll, dann hat das durchaus negative Seiten. Um das zu implementieren, müsste man die herkunftsspezifischen Einflüsse elimineren. Dass hieße die Kinder gehen nach dem Abstillen alle in eine Vollzeitkrippe/kindergarten/schule. Die Eltern sehen ihren Nachwuchs erst nach dem Schul- oder besser Berufsabschluß wieder, sonst könnten die ja zwischendurch herkunftsspezifischen Einfluß nehmen.
Rechtlich gesehen ist das nicht verfassungskonform, es widerspricht elemantaren Menschen- und Kinderrechten. Wir werden weiterhin damit konfrontiert sein, dass die Herkunft massiv die Chancen beeinflusst.
* ich bleibe mal bei deiner Nomenklatur, aber statt Einstellung und Charakter würde ich lieber Begabung schreiben
Jetzt kommt noch erschwerend dazu, dass es in diesem Forum zwei Wuestenrosen gibt
Meine Schwester und ich. 😉
Regenbogenbändchen und weibliche Freizügigkeit sind ein sichtbarer Aspekt unserer dekadenten, perversen westlichen Kultur. Der Attentäter von Würzburg verachtet diese Kultur / kommt mit dieser Kultur nicht zurecht und hilft sich auf seine Weise.
Das ist ungefähr so, wie wenn ein ungebildeter, psychisch verwirrter Nazi-Deutscher in Kairo anfängt rumzuschiessen, weil er mit der arabischen Kultur nicht klar kommt. Die Nazi Deutschen bleiben aber meistens in Deutschland, deswegen kommt das nicht so oft vor. Aber selbst wenn, würde ich nicht darauf schliessen, dass alle Deutschen unterbelichtete oder psychisch kranke Nazis sind.
Die Regenbogenideologie ist nunmal eine westliche Erfindung, die in den Teilen der Welt in denen es traditionell-familiäre Werte gibt, eben nicht akzeptiert wird. Nein, nicht nur in muslimischen Ländern, gerade in diesen Tagen auch im christlichen Georgien oder in Russland. Oder wie ist es in China? Und auch sehr freizügige Kleidung ist in vielen Teilen der Welt nicht akzeptiert, auch wenn manche deutsche Frau gerne Haut, Tatoos und Piercings allen zeigen möchte. Das ist einfach zu akzeptieren, dass die deutsche Sicht auf die Welt nicht überall als Norm gesehen wird.
Dass hieße die Kinder gehen nach dem Abstillen alle in eine Vollzeitkrippe/kindergarten/schule. Die Eltern sehen ihren Nachwuchs erst nach dem Schul- oder besser Berufsabschluß wieder, sonst könnten die ja zwischendurch herkunftsspezifischen Einfluß nehmen.
Rechtlich gesehen ist das nicht verfassungskonform, es widerspricht elemantaren Menschen- und Kinderrechten.
Ich glaube so etwas gab es schon mal im sozialistischen Rumänien oder auch der DDR. Hat nicht gut funktioniert.
Ich bin der Meinung, dass hier eine andere Sozialisation den Ausschlag gibt, der in manchen dann in einer Gewalttat mündet.
Selbstverständlich. Traumatisierte Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten brauchen enge psychologische Betreuung. Nicht alle Flüchtlinge gehören zu dieser Gruppe, aber doch sehr viele. Das hätte in Deutschland aber schon vorher klar sein sollen. Die meisten Freunde und Verwandten von uns dachten damals, die Deutschen sind verrückt. Das wird nicht gut gehen, das sind zu viele.
Nicht alle Flüchtlinge gehören zu dieser Gruppe, aber doch sehr viele. Das hätte in Deutschland aber schon vorher klar sein sollen. Die meisten Freunde und Verwandten von uns dachten damals, die Deutschen sind verrückt. Das wird nicht gut gehen, das sind zu viele.
Boah, Du hast in deinem Umfeld aber viele AfD- und NPD-Anhänger.
Ist das überhaupt schon mal vorgekommen? Ich sage mal so - wenn ständig weltweit Attentate stattfinden würden, die sich auf das Deutschtum beziehen würden, dann würde ich mir schon Gedanken machen, was genau am Deutschtum eigentlich dazu führt, dass man das tut, und ob ich mich damit gemein machen möchte.
Das ist einfach zu akzeptieren, dass die deutsche Sicht auf die Welt nicht überall als Norm gesehen wird.
Ich glaube kaum, dass das irgendjemand bestreitet. Aber im Umkehrschluss könnte man doch die Norm auf dem hiesigen Siedlungsgebiet akzeptieren. Mir will einfach nicht in den Kopf, warum man woanders hingeht und sich dann darüber beschwert, dass sich die Leute anders verhalten als man es gewohnt ist.
Traumatisierte Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten brauchen enge psychologische Betreuung.
Das meinte ich eher nicht. Unverfänglicheres Beispiel: ein Azteke zieht nach Oberammergau und ist der Meinung, dass Huitzilopochtli jeden Monat ein menschliches Opfer benötigt. Ansonsten geht morgens die Sonne nicht mehr auf. Er ist schockiert, dass die Oberammergauer diese Gefahr völlig blind ignorieren und fängt an, auf eigene Faust zu handeln. Ist dieser Mensch psychisch krank oder traumatisiert? Keineswegs: er ist einfach komplett anders sozialisiert worden und in seinem Referenzsystem kerngesund. Was soll hier eine psychologische Begleitung bewirken? Leider sind die aztekische und die oberammergauische Kultur einfach inkompatibel.
Mal etwas unverfänglicher: Mancher Saarländer ist Frankreich näher als ein Unter- einem Oberfranken! So what? Die Dixielandamis sind ebenfalls meilenweit entfernt von den Leuten aus California! Die Amerikaner wissen im ihre Pluralität und reiben sich ebenso an ihr, wie wir Deutschen oder etwas weiter gefasst (damit die Maßstäbe stimmen) wir Europäer.
Ein gemeinsames Wertegerüst eint dennoch den Großteil von uns und ihnen - sogar mit ihnen!
Und unter 82000000 Menschen gibt es eben einen kleinen Teil perverse Irre, damit MUSS man wohl leben. Und da hilft es auch nicht, auszugrenzen oder zu kontrollieren. Das schafft nämlich andere Baustellen: Vielleicht (!!!) gibt es in Ungarn wirklich weniger Opfer islamistischen Terrors, dafür gibt es aber definitiv mehr Opfer politischer Ausgrenzung (Verprügelte Schwule, Lesben, Nicht-Ungarn, etc.)! Na, Gratulation!
Nicht alle Flüchtlinge gehören zu dieser Gruppe, aber doch sehr viele. Das hätte in Deutschland aber schon vorher klar sein sollen. Die meisten Freunde und Verwandten von uns dachten damals, die Deutschen sind verrückt. Das wird nicht gut gehen, das sind zu viele.
Boah, Du hast in deinem Umfeld aber viele AfD- und NPD-Anhänger.
Das stimmt, ich kann mich noch gut erinnern, wenn man damals Zweifel über die Fähigkeit eine Million Flüchtlinge aufzunehmen und zu integrieren geäußert hat, dann wurde man in die rechte Ecke abgestellt. Übrigens half es dann auch nicht, wenn man selbst mitgeholfen hat, sich um diese Menschen zu kümmern.
Interessant fand ich auch, dass vielen Flüchtlingen selbst eigentlich klar war, dass Deutschland sich massiv verändern würde und manche fragten: Warum macht ihr das, es wird auch viele Probleme geben? Auch ohne die Ereignisse von 2015 war das schon lange zu sehen. Menschen bringen ihre Kultur und Lebensweise mit. Und auch bei geschlossenen Grenzen und ohne Aufnahme von weiteren Menschen wird Deutschland 2050 beispielsweise deutlich muslimischer sein als heute, weil der Islam die Religion/Kultur/Lebensweise der meisten Menschen ist, die seit den 1970er Jahren nach Deutschland kamen. Alleine die Geburtenrate der bisherigen Zuwanderer wird dafür schon sorgen.
Eigentlich absolut logisch. Nur eines ist klar: Ein wirklich demokratischer Staat hätte seine Bevölkerung vorher mal gefragt, bevor so weitreichende Entscheidungen getroffen werden.
Eigentlich absolut logisch. Nur eines ist klar: Ein wirklich demokratischer Staat hätte seine Bevölkerung vorher mal gefragt, bevor so weitreichende Entscheidungen getroffen werden.
Wie ist das nochmal? Wer fragt bekommt Antworten und ob diese immer gut für den Verbleib auf dem eigenen (Politiker)posten sind? Wer weiß.
Mir als Saarländer sind Lothringer und Letzebuerger näher als viele deutsche Stämme
Na, dann wird sich der afghanische Ziegenhirte ja nahtlos in den moselfränkischen Reigen einreihen... 🙄
damit MUSS man wohl leben. Und da hilft es auch nicht, auszugrenzen oder zu kontrollieren.
Ursachenforschung und Prävention sind also nicht so dein Ding? Wat kütt, dat kütt.
(Verprügelte Schwule, Lesben, Nicht-Ungarn, etc.)
Na zum Glück kann das bei uns nicht vorkommen.
Mir als Saarländer sind Lothringer und Letzebuerger näher als viele deutsche Stämme
Na, dann wird sich der afghanische Ziegenhirte ja nahtlos in den moselfränkischen Reigen einreihen... 🙄
Wenn er mehr Lebensfreude mitbringt, als die verklemmten Reaktionäre deutscher Provenienz ... auf jeden Fall 😉
Wie ist das nochmal? Wer fragt bekommt Antworten und ob diese immer gut für den Verbleib auf dem eigenen (Politiker)posten sind? Wer weiß.
Die Antwort auf diese Frage wurde doch bei der Wahl 2017 gegeben 😉

