ich will da nicht in ein Fettnäpfchen treten, aber dass sich das Klima ändert - und zwar seit es die Erde gibt - ist doch Fakt. ?!
Korrekt. Aber dass sich das Klima noch nie so schnell geändert hat, ist auch ein ziemlich sicherer Fakt. Und, dass es, wenn es sich weiter so ändert, für ein Großteil der Menschheit ziemlich übel aussieht, ist zwar kein Fakt, aber eine ziemlich sichere Prognose.
Diese Situation, die wir haben, ist politisch gewollt und schon seit Jahren vorhersehbar.
Och Knew2. So einfach ist die Welt nun auch wieder nicht. Den Angriff von Putin auf die Ukraine haben wohl die wenigsten vorher gesehen (und noch weniger gewollt), und die Corona Maßnahmen, die die globalen Supply Chains in Schwierigkeiten bringen, sind zur Zeit nicht "unsere" sondern zum Großteil chinesiche.
Wer hätte denn das alles gewollt? Erschliesst sich mir überhaupt nicht.
Aber dass sich das Klima noch nie so schnell geändert hat, ist auch ein ziemlich sicherer Fakt.
Soweit ich weiss ist das nicht Fakt, da wir genaue Klimaaufzeichnungen auf kurze Zeiträume noch nicht so wirklich lange in der Menschheitsgeschichte haben.
Zweites ist eine sichere Prognose, die aber auch vor allem deshalb zutreffend ist, weil die Überbevölkerung die letzten Jahrzehnte so dramatisch wurde.
Es gibt durchaus Lösungsansätze, wie angepasste Landwirtschaft u.ä., aber auch dazu würde gehören, dass die Weltbevölkerung mindestens nicht weiter wächst. Besser wäre eine deutliche Reduzierung.
Der aktuelle Klimaschutzbericht auf 1300 Seiten (die wenigsten Klima-Hüpfer kennen den im Detail) ist bei Weitem nicht so dramatisch wie GrünInnen das hätten. ABER: es MUSS etwas beim Thema Überbevölkerung, Zerstörung von Wäldern und beim Thema Überfischung und Vermüllung der Meere passieren. Der Klimawandel ist beherrschbar, wie viele Wissenschaftler auch sagen. Aber dafür müssen die anderen Themen angegangen werden.
Was nicht beweisbar ist, ob und wie stark das durch den Menschen beeinflusst ist
Jein. Es gibt genügend Wissenschaftler, die mittels Kernbohrungen zumindest Indizien dafür finden können, wie warm die Erde vor Jahrhunderten und Jahrtausenden war. Natürlich gab und gibt es auch Warm- und Kaltzeiten, aber die Temperaturerhöhung in den letzten 150 Jahren (Industrialisierung anyone) ist schon krass. Ist es nur eine zufällige Korrelation oder gibt es doch kausale Zusammenhänge? Ich denke wir stimmen überein, dass das millionenfache Verbrennen von fossilen Rohstoffen, das Abholzen von Wäldern oder auch die Massentierhaltung nicht positiv zur Klimabilanz beitragen.
Hier findet man für beide Seiten Experten und Gutachten
Ei ei ei Blackwater. Diese Argumentation finde ich immer wieder erstaunlich, weil sich die Worte gleichen. Natürlich findet man immer irgendjemanden, der Studien pro oder contra erstellt. Beim Thema Erderwärmung ist der wissenschaftliche Konsens aber sehr deutlich auf Seiten der Klimakritiker (also dass der Mensch dort schon einen guten Anteil dran hat). Rein von der Quantität würde ich sagen, dass 95% der Wissenschaftler einig sind dass die Menschheit einen grossen Anteil daran hat. Wenn man sich dann mal die restlichen 5% anschaut, stellt man teilweise fest, dass die Studien von z.B. Shell gesponsored wurden...
Ich bin der Meinung, dazu auch mal ein Video verlinkt zu haben in einem anderen Thread. Habs auf die Schnelle aber nicht gefunden.
PS: ich spreche hier bewusst nicht von Versorgungssicherheit! Mir ist klar, dass wir die grundsätzliche Versorgung mit Strom sicherstellen müssen.
Die Probleme sind insgesamt sehr komplex und zusammen hängend. Kurzfristig und in Deutschland (Gasmangel gibt es in Europa sonst nicht, gerne forschen) ist das Problem aber hausgemacht und sollte auf der Ebene auch schnellstens gelöst werden.
Die Probleme sind insgesamt sehr komplex und zusammen hängend
Definitiv. Die meisten Probleme sind komplex - möchte heute nur keiner mehr hören oder begreifen 🙂
Kurzfristig und in Deutschland (Gasmangel gibt es in Europa sonst nicht, gerne forschen) ist das Problem aber hausgemacht und sollte auf der Ebene auch schnellstens gelöst werden.
Hier stimme ich dir zu. Das aktuelle Problem ist hausgemacht. Perspektivisch sehe ich es aber schon so, dass wir als Menschheit (alle, nicht nur ein Land oder ein paar Personen) ein paar entscheidende Dinge überdenken müssen. Ich fahre ja auch gerne Auto oder Motorrad, aber gesund für die Umwelt ist beides leider nicht.
Ich fahre ja auch gerne Auto oder Motorrad, aber gesund für die Umwelt ist beides leider nicht.
Ja! Darüber denke ich auch schon eine Weile nach. Wir Menschen unterschätzen akkumulierende, langfristige Effekte immer. Unser westlicher Lebensstil ist letztlich Selbstzerstörung. Aber vorher bedeutet er die Zerstörung der anderen.
dass die Weltbevölkerung mindestens nicht weiter wächst. Besser wäre eine deutliche Reduzierung.
Na dann können wir ja alle ganz beruhigt sein: das wird sich ziemlich eindrucksvoll einstellen. Also kein Grund in Hektik zu verfallen?!
Wie gesagt: die Duskussion, dass es keineswegs erwiesen sei, dass wir Menschen aktuell zur Klimakrise beitragen, hatten wir! Auch wenn wir es nicht mit abschließender Sicherheit sagen können. Fest steht doch aber, dass wir WENN es so käme, besser was getan hätten, oder? Wenn es dann nicht so käme, ginge es uns (einem kleinen Teil der Erdbevölkerung), wenn wir die eine oder andere Maßnahme ergriffen, dadurch demnächst ein paar Prozente weniger gut. Wäre es ein Kasino wüsste ich, worauf ich wetten würde und könnte ruhig schlafen.
Aber wäre es dann nicht besser sich politisch dort einzusetzen, wo die wirklichen CO2 Erzeuger sind statt das eigene Land zu demolieren, das weltweit bei dem Thema CO2 nahezu irrelevant ist?
Oder geht es darum Vorbild für die ganze Welt zu sein?
dadurch demnächst ein paar Prozente weniger gut.
DAS ist leider unsere Wohlstandssicht und da nehme ich mich nicht aus.
Die meisten von uns, die in diesen Themen-Thread's unterwegs sind, verdienen vermutlich deutlich mehr als der Durchschnittsverdiener. Ich kann mich auch irren, vermute aber nicht.
Auch in Deutschland leben Millionen von Menschen, die schon am „unteren Ende“ sind. Und diesen Winter werden es deutlich mehr.
Dass wir denken wir können ein paar Prozentpunkte einsparen zeigt, wie gut es uns geht und wie verwöhnt wir sind. Andererseits wurde dieser Ruf erhört und in Berlin schreit man schon nach mehr Umverteilung.
Edit/PS: persönlich gehe ich derzeit davon aus, dass das EU-System fiskalisch am Ende ist und nun die Stagflation kommt. Die Umschichtungen bei der EZB lassen auch nichts gutes vermuten. Man kann nicht dauerhaft immer Geld aus dem Nichts schaffen, ohne dass das Konsequenzen hat. Und der Euro-Raum hat nunmal nur begrenzte Möglichkeiten. Vielleicht hilft da ja die Aufnahme von Kroatien in die EU. ** in den Euro, in der EU sind sie ja.
Auch in Deutschland leben Millionen von Menschen, die schon am „unteren Ende“ sind.
Global betrachtet ist das Unsinn! Mir fallen innerhalb von Sekunden zahlreiche Länder ein, in denen 95% der Bevölkerung dir widersprechen würden. Auch wenn ich einsehe, dass du bezogen auf Deutschland Recht haben magst.
@airnesto Global betrachtet ja, aber ich sprach ja von Deutschland. Und ich merke an Deinem Kommentar, dass Du keine dieser Familien persönlich kennst, mit ihnen Zeit verbracht hast, sie in ihrem Alltag unterstützt hast (Amt, Einkaufen und und und) und die Sorgen miterlebt hast, die man „unten“ in der Gesellschaft hat.
Ist nicht böse gemeint, aber das ist Wohlstand. Genau das.
PS: es geht auch in Deutschland sehr weit nach unten und es sind Abgründe im Vergleich zu den Schichten, die Geld anlegen können oder über Familie im eigenen Heim nachdenken.
Yep und auch ich ertappe mich im Hochformat
Das wäre wohl nun mein Stichwort... 🤣
Ich denke wir stimmen überein, dass das millionenfache Verbrennen von fossilen Rohstoffen, das Abholzen von Wäldern oder auch die Massentierhaltung nicht positiv zur Klimabilanz beitragen.
Gibt es einen Grund, weshalb Du den Zuwachs der Weltbevölkerung nicht nennst?
Gibt es einen Grund, weshalb Du den Zuwachs der Weltbevölkerung nicht nennst?
Ich musste schon beim dritten Punkt schwer überlegen, welchen ich noch nenne 😉
Wobei jetzt die Frage wäre: trägt der Zuwachs der Weltbevölkerung wirklich so viel zur Klimabilanz bei? Bzw. müsste man wohl eher schauen, wer wo wie viel Schaden anrichtet. Ich denke so ein Tesla-Fahrer aus Kalifornien im schicken Vorort mit Häuschen schlägt deutlich mehr zu Buche als 100 Äthiopier (sorry liebe Äthiopier, ich möchte niemanden diskriminieren).
Natürlich müssen all diese Menschen ernährt werden (Link back zur Massentierhaltung), aber rein vom Platz hätten wir mehr als genug auf diesem Planeten zur Verfügung. Ich vermute auch, dass ein vegetarischer Kleinbauer aus Indien besser fürs Klima ist als der europäische Rindfleischgourmet, der am liebsten frisch gepressten Orangensaft trinkt. Wäre cool, wenn man hier mal Rechnungen oder Studien zu hätte!

