Neue Zahlen von Revolut: Kundenwachstum in Deutschland alleine: 90-100.000 Neukunden pro Monat. Das ist maximal disruptiv für Spasskass und Co. Wenn die Kunden erst mal an Bord sind und die Leistungen und die Sicherheit (vor allem das Sicherheitsgefühl) nach und nach wächst, fangen die Leute auch an ihre Geldanlagen und Kredite bei Revolut zu machen (vor allem, da die Filialbanken Filialen schliessen und einen auf "online" machen").
Es wird noch eine Weile dauern und noch meinen viele, dass sie im sicheren Sattel sitzen. Aber das wird sich schon bald ändern...
HINWEIS FÜR UNS: Revolut ist für uns eher Spielzeug wegen der EU. Inzwischen kann man Revolut ganz gut als Gehaltskonto nutzen, was ja immer mehr Menschen tun. Viele Probleme gehören der Vergangenheit an. Aber letztlich ist es leider ein EU-Konto und damit für größere Gelder sowie den Datenschutz ungeeignet.
Die britische Neobank profitierte 2024 von einem starken Zinsergebnis. Die Kundeneinlagen sind um 15 Milliarden Euro gestiegen. Welche Ziele sich das Unternehmen nun setzt.
Frankfurt. Die britische Neobank Revolut hat im vergangenen Jahr erneut einen Rekordgewinn erzielt: Das Unternehmen steigerte 2024 seinen Gewinn vor Steuern um 158 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Das teilte Revolut am Donnerstagmorgen mit. Der Umsatz stieg derweil um 76 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro.
„Wir haben nicht nur unser Kundenwachstum weiter beschleunigt und fast 15 Millionen neue Nutzer weltweit gewonnen“, wird Nik Storonsky, CEO und Gründer von Revolut, in der Mitteilung zitiert. Gleichzeitig hätten die Kunden ein viel breiteres Spektrum an Dienstleistungen genutzt, sowohl im Privatkunden- als auch im Geschäftskundenbereich.
Grund für den deutlichen Gewinnanstieg waren vor allem die Zinserträge. Diese legten im Jahresvergleich um 62 Prozent auf 934 Millionen Euro zu. Die Neobank konnte 2024 fast 15 Millionen neue Kunden gewinnen und zählte zum Jahresende insgesamt 52,5 Millionen Kunden. Die Kundeneinlagen legten um 15 Milliarden auf insgesamt 36 Milliarden Euro zu.
Zu Kunden zählt das Unternehmen diejenigen, die die App heruntergeladen, sich registriert sowie den KYC-Prozess durchlaufen haben. Zudem müssen sie die allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert haben. Als KYC-Prozess wird die Identitätsprüfung bezeichnet, die im Fachjargon als „Know your customer“ (KYC, „Kenne deinen Kunden“) bezeichnet wird.
Die Neobank hat sich zum Ziel gesetzt, 100 Millionen täglich aktive Kunden in 100 Ländern zu haben. Wie viele von den bisherigen 52,5 Millionen Kunden bereits täglich aktiv sind, wollte Revolut auf Anfrage nicht beantworten.
Die britische Neobank verdient ihr Geld vor allem im Karten- und Interchange-Geschäft. Revolut-Kunden haben also vermehrt ihre Karten zum Einkaufen genutzt, und die Neobank hat dafür die sogenannte Interchange-Gebühr von den Händlern kassiert. Die Erträge aus dem Geschäftsbereich stiegen im Jahresvergleich um 47 Prozent auf 820 Millionen Euro.
Daneben konnte Revolut aber auch drei andere Ertragsbereiche deutlich ausbauen. So vervierfachten sich die Einnahmen aus dem Investment- und Anlagegeschäft auf 598 Millionen Euro, und die aus dem Devisenhandel stiegen um 58 Prozent auf 499 Millionen Euro. Zudem nutzen immer mehr Kunden ein kostenpflichtiges Abo, sodass die Einnahmen aus dem Abogeschäft um 79 Prozent auf 500 Millionen Euro kletterten.
Das Unternehmen besitzt derzeit eine Banklizenz aus Litauen, wodurch es in der gesamten EU tätig sein kann. Über das entsprechende litauische System sind Einlagen bis zu 100.000 Euro abgesichert. In Großbritannien hat die Neobank im vergangenen Sommer die Banklizenz erhalten – zunächst aber nur mit Einschränkungen. So läuft derzeit noch die sogenannte Mobilisierungsphase, die auch als „Zulassung mit Einschränkungen“ bezeichnet wird. Revolut rechnet nach eigenen Angaben mit dem formellen Start der Bank in Großbritannien in diesem Jahr.
In Deutschland hat die Neobank etwa zwei Millionen Kunden und wächst nach eigenen Angaben derzeit mit 90.000 bis 100.000 Neukunden pro Monat. Zuletzt führte Revolut hierzulande ein Tagesgeldangebot ein.
Start in Indien und Mexiko in diesem Jahr
Neu- und Bestandskunden, die zwischen dem 17. März und dem 12. Mai ein Tagesgeldkonto eröffnen, erhalten in diesem Zeitraum 2,5 Prozent Zinsen bis zu einem Guthaben von 100.000 Euro. Die Zinserträge werden nach eigenen Angaben täglich gutgeschrieben. Voraussetzung für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos: Kunden müssen über eine deutsche IBAN verfügen. Diese bietet das Unternehmen seit Ende des vergangenen Jahres an.
„Nach dem Start des Sparangebots sehen wir in Deutschland eine sehr gute Entwicklung“, sagte Antoine Le Nel, der bei Revolut die Bereiche Marketing und Wachstum verantwortet, dem Handelsblatt. Wie viele Kunden das Angebot konkret nutzen, wollte Le Nel nicht beziffern.
2025 will die Neobank expandieren. „Wir wollen dieses Jahr in Indien und Mexiko starten und uns auch auf den asiatisch-pazifischen Raum konzentrieren“, sagte Le Nel. Dafür sucht Revolut auch nach Mitarbeitern vor Ort. Aktuell beschäftigt die britische Neobank etwa 10.000 Mitarbeiter.
Ich bin vor ein paar Wochen relativ spät bei Revolut eingestiegen. Ich suchte eine Lösung, um relativ günstig und regelmäßig EUR in CHF umzuwandeln und dann auf die SQ zu schicken.
Zunächst wurde mir dafür Interactive Brokers (IBKR) ans Herz gelegt - was ich auch gleich ausprobiert habe. IBRK ist, was die Wechselgebühren von Devisen betrifft, wirklich ultragünstig. Dafür ist der Vorgang insgesamt recht langsam: Einzahlung in EUR von einem deutschen Konto, Währungstausch auf IBKR, Auszahlung in CHF auf SQ Konto. Das dauert ein paar Tage. Nachdem ich das für einen kleinen 6-stelligen Betrag gemacht hatte, wurde ich allerdings angezählt von IBKR, weil sie das Wechseln von Devisen wohl nur als Courtesy Service anbieten, aber damit eigentlich kein Geld verdienen. Statt dessen wollen sie eher sehen, dass man "normal" tradet.
Na ja, dann habe ich mir Revolut und Wise angeschaut. Wise ist dann bei mir wegen der Gebühren rausgefallen, weil man da meistens bei 0,45% Wechselgebühr landet.
Dann habe ich mir Revolut angeschaut - und bin bei Revolut Premium gelandet. Warum Premium? Erst ab diesem Paket kann man unbegrenzt und "kostenfrei" Währungen tauschen. In günstigeren Paketen kostet das 0,5% oder ist auf 1.000 EUR im Monat begrenzt. Dem Reiz von Metal konnte ich widerstehen, da ich den Use Case der physischen Kartennutzung bei mir nicht gesehen habe. Revolut Premium gab es für einen Monat kostenlos, was ich ein sehr faires Schnupperangebot finde. Das Paket kostet monatlich 8 EUR oder jährlich 82 EUR derzeit. Damit kann man kostenfrei EUR in CHF tauschen. Was jetzt noch Geld kostet, ist die Auszahlung auf ein Konto, das eine andere Währung hat als das Revolut Hauptkonto. Die Gebühren dafür sind 0,15% (Min 0,50 EUR, Max 300 EUR). Wenn ich richtig gelesen habe, verwendet Revolut den Interbanken Kurs - also glaube ich, dass meine Kapitalflucht von EUR in CHF Offshore zu 0,15% ein ganz guter Deal ist.
Und jetzt kommen noch 2 ganz wichtige Faktoren hinzu. UX und Speed. Das Onboarding und die UX bei Revolut empfand ich als hervorragend. Die App macht richtig Spaß. Nach einer halben Stunde war mein Konto erstellt. Nach 3 Tagen kam die physische Karte per Post. Wenn ich CHF von Revolut auf mein SQ Konto schicke, ist das innerhalb von 1h angekommen. IBKR ist zwar nochmal wesentlich günstiger, doch in den beiden Punkten UX und Speed hoffnungslos unterlegen.
Weiteres Plus: fürs Tagesgeld gibts bei Revolut gerade 2,25% p.a. auf EUR, das ist für den Cash Überlauf besser als nichts.
Als nächstes werde ich die kostenlosen u18 Konten einrichten für meine Kids. Dann kann ich ihnen immer pünktlich Taschengeld schicken, auch wenn ich gerade mal wieder keine 1 und 2 EUR Münzen parat habe. Die Kinder können ihre physischen Karten individualisieren, das werden sie bestimmt feiern. Und ein Co-Elternteil kann die Kinderkonten mit steuern. Ich glaube für den Co-Elternteil reicht ein Gratis-Paket, wenn der Haupt-Elternteil ein Premium Paket hat, aber das muss ich noch rausfinden.
Long story short: durch meine Erfahrungen kann ich Martins Eingangs-Statement nur unterstreichen, dass das maximal disruptiv ist für Spasskass und co.
Als nächstes werde ich die kostenlosen u18 Konten einrichten für meine Kids.
Zu beachten ist, dass die <18 Konten keine eigenständigen Konten wie bei DKB oder anderen Banken sind, sondern Unterkonten deines Kontos und auf diesen auch keine anderen Währungen als die Hauptwährung deines Kontos möglich sind. Aber für Taschengeld sind die OK. So kann man schnell sehen wofür die Kinder ihr Geld ausgeben.
Long story short: durch meine Erfahrungen kann ich Martins Eingangs-Statement nur unterstreichen, dass das maximal disruptiv ist für Spasskass und co.
Das freut mich ganz besonders! Revolut hat sich sehr dynamisch entwickelt und tut es noch. Das muss man auch bei den Erfahrungsberichten berücksichtigen, die man im Netz findet. 100.000 EUR würde ich auch (noch) nicht dort parken, aber als Hauptbankverbindung lässt sich Revolit inzwischen durchaus nutzen und immer mehr Menschen machen ja genau das. Und da ist Revolut im Prinzip so gut wie jeder Bank vorraus. Eine echte One-Stop Solution ist deren Ziel und ich denke, dass sie das auch schaffen. Es fehlt nicht mehr viel.
Auf die ganzen einzelnen Vorteile von Revolut kann man schon lange nicht mehr mit einem Artikel eingehen, es sind viel zu viele geworden. Ich würde inzwischen sagen, dass Revolut ein must have für alle ist, zumindest als Zweit- oder Drittbankverbindung.
Revolut hat seit heute auch chinesische RMB im Devisen-Sortiment.
Gerade habe ich ein Paket-Goodie in Anspruch genommen. Im Premium Paket von Revolut ist eine NordVPN Basic Subscription für 2 Jahre enthalten. Dort war mein Plan abgelaufen und ich brauchte einen neuen. Wie praktisch, dass es dort was von Revolut gibt. Die Kosten für das NordVPN Paket entsprechen ungefähr der Jahresgebühr vom Revolut Premium Paket. Das ist ein starkes Angebot.
Davor hatte ich wieder Geld in die Schweiz geschickt. Nach 5 Minuten war es da!!! Warum brauchen DKB und co. dafür eigentlich einen ganzen Bankarbeitstag, wenn das auch in wenigen Minuten möglich ist?
@djlack Revolut lohnt sich inzwischen für so viele Anwendungszwecke, dass man dort einfach Kunde sein muss. Und was kontinuierliche Updates angeht, da macht denen niemand so schnell etwas vor.
Zu Revolut eine Frage, das gilt dann aber als Inlandsbankverbindung Deutschland, wenn ich in Deutschland meinen Wohnort habe, richtig?
Hintergrund: ich hatte noch ein Konto aus der Zeit in der CH. Das musste ich kündigen, da ich nicht auf eine CH Iban wechseln konnte, seit wir wieder in Deutschland wohnen.


