Dein größtes Kapital bist nämlich Du selbst.
Ein wichtiger Satz!
Die Idee mehr zu arbeiten ist heute nicht so populär, aber sicher nicht schlecht. Ich bin damals der Idee gefolgt meine Leidenschaft zu meinem Beruf zu machen. Dann empfindet man die Arbeit auch nicht als Arbeit.
Heute würde ich noch etwas nachsteuern und auch den Standort besser bedenken, um dem grünen Sozenparadies nicht die ganze Arbeitsleistung in den Rachen zu werfen. Die bauen von dem Geld nur wieder ein neues Vegan-Bio-Klo in Berlin. Muss nicht sein.
1. Letztlich habe ich durch Blackwater meine Finanzen in die Hand genommen und in ETFs investiert. Dafür bin ich dankbar.
2. mit ETFs und über Zinseszins-Effekt ein mehr oder weniger großes Vermögen fürs Alter anzuhäufen - das leuchtet mir ein, dass das funktionieren muss.
3. ich ja jetzt jung und agil bin,
3.1. am liebsten ein eigenes Haus hätte,
3.2. auf Reisen gehen möchte
3.3 was bringt mir das große Geld, wenn ich alt und immobil bin?
4. es reicht, um ein finanziell weitestgehend sorgloses Leben zu führen, aber für ein Eigenheim reicht es zum Beispiel nicht, bzw. ein längerfristiger Bankkredit wäre zusätzlich notwendig.
5. Ich frage mich, welche Anlageformen gibt es, mit denen mit einem gut fünfstelligen Startkapital mehr drin ist als in 30 Jahren die ETFs auszucashen und dann einen wohlhabenden Lebensabend zu haben?
Ich habe mir erlaubt deine Anregungen und Fragen zu nummerieren, damit die Übersicht erhalten bleibt.
zu1.: damit hast du schon einen Super Start hingelegt, anfangen zu investieren ist viel besser als es nicht zu tun
zu 2.: die Zeit ist hier der Faktor der dir hilft und deine Disziplin es durchzuhalten, ein Welt ETF und vielleicht noch 1-2 andere ETFs und dein Basisinvestment läuft von ganz allein. Auch ETFs schwanken mit den Märkten, aber über die Jahre sollte der Weg nach oben gehen.
zu 3.: auch eine Super Voraussetzung noch viel zu erreichen
zu 3.1.: Ziele sind eine gute Sache und auf seine Ziele hinzuarbeiten ist ebenfalls der richtige Weg. Der Weg zum Haus geht über ein "vernünftiges" Eigenkapital das aufgebaut werden muss und einer sauberen Finanzierung
zu. 3.2: Reisen, klar warum auch nicht, man muss nicht First Class fliegen und 5* Hotels buchen, reisen und die Welt und die Menschen kennenlernen geht auch mit einem Mini-Budget. Mach dir einen Plan, wohin möchtest du reisen, in welcher Reihenfolge und wann. Dazu auch noch was möchtest du erleben? Wo liegen deine Reisewünsche? Damit erstellst du einen Plan und bei all dem sparen und investieren, spricht doch nichts dagegen jedes Jahr eine kleine Reise oder alle 2 Jahre eine größere Reise zu machen. Spar doch dafür gemäß Martins 3-Konten-Plan und es wird möglich 😉
zu 3.3.: großes Geld ist relativ und alt ebenfalls, alt kann 50, oder 80 sein oder alles dazwischen und auch mit 60, 70 möchte man noch reisen und den Ruhestand genießen, dafür sind etwas Reserven immer gut
wenn du auf Grund Krankheit, oder Unfall nicht so mobil bist ist es schwerer, doch auch da benötigst du Geld um gut leben zu können und das kann auch jemand mit 20, 30, etc. passieren
zu. 4.: das klingt nach etwas "jammern auf hohem Niveau" für ein Eigenheim ist immer eine Finanzierung notwendig, selbst im EFH wohnen, sparen und den Kredit abzahlen geht wenn man Disziplin und eine gute Strategie hat.
zu 5.: Es gibt immer Alternativen um mehr Geld zu generieren.
Die erste Möglichkeit ist, wie hier schon genannt, du selbst und ganz einfach ausgedrückt: für wieviel Geld kannst du dein Wissen und deine Arbeitskraft an deinen Arbeitgeber verkaufen. Manchmal macht es Sinn durch einen Wechsel Einkommenssprünge zu realisieren, gerade im Alter 25-45, danach wird es schwerer.
Die zweite Möglichkeit sind weitere Anlageformen, die IMMER mit mehr Risiko verbunden sind. Grundsätzlich solltest du dein Basisinvestment: deine ETFs nicht anfassen.
Natürlich kann man als zweiten/dritten Schritt, weitere Investments tätigen. Je mehr Chancen, umso mehr Risiken! Mehr Ertrag generieren bedeutet auch sich damit mehr zu beschäftigen und Zeit zu investieren. Heiße Tipps, von wem auch immer, bringen sehr selten etwas!
Damit kommen wir zum dritten Punkt, der die Voraussetzung für Punkt 1. +2. ist: investiere in dich, lerne weiter, bilde dich weiter, einmal in deinem Beruf damit du mehr kannst und damit auch mehr verdienst oder Karriere machst und wenn es dich interessiert auch in andere Anlageformen. Lerne wie Optionen funktionieren, lerne Basics über Aktien, lese Fachbücher dazu, mach dann Simulationen (ohne Geldeinsatz), teste damit wie dein erworbenes Wissen in der Praxis läuft und versuche dann mit kleinem Geld, deine ersten Schritte zu gehen. Wenn es läuft, werde nicht leichtsinnig und lerne und probiere weiter. Lerne vor allem aus deinen Fehlern und Rückschlägen und steh immer wieder auf, wenn du gestürzt bist. Wir alle haben schon Fehler gemacht und die meisten haben daraus mehr gelernt. Das Wichtigste ist weitermachen!
Hin und wieder gibt es echte Chancen, hier muss man dann Mut + Geld haben seine Investments zu konzentrieren und nicht zu streuen. Doch das ist die hohe Schule des investierens, das sind die Treffer die dein Kapital nach vorne bringen und auch diese zu finden kostet Zeit, Geld und vor allem Geduld.
Du triffst es schon ganz gut, denke ich: ich habe die Entscheidung, wie ich leben will, noch nicht wirklich getroffen. Deshalb fallen mir auch alle weiteren Entscheidungen schwer, die sich daraus ableiten lassen.
Wahrscheinlich wäre eine Schraube, an der ich drehen könnte, um mein Einkommen zu steigern, der Punkt Arbeitgeber wechseln.
In jedem Fall werde ich mich weiter einlesen in Aktien, Optionen, usw.
Wie sagte Karl Valentin so schön: „Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“. Deshalb hier der Hinweis auf einen launigen Artikel vom Heise-Verlag zum Thema FIRE (Financial Independence, Retire Early).
Eine gute Daumenprobe, mit der Sie Ihre Eignung für Anlagen in Aktien feststellen können: Wenn ich Sie frage "Wie stehen die Aktien?", dann müssen Sie ehrlich sagen können: "Das weiß ich nicht und es ist mir egal." Diese Gemütsruhe ist essenziell für langfristige Kapitalerträge aus Investitionen. Wenn Sie andere Emotionen haben, möchten Sie vielleicht nicht investieren, sondern spekulieren.
Eine Hilfe diesbezüglich ist es, das Langfristdepot nicht bei der Hausbank zu führen, wo man öfters den Girokontostand überprüft und dabei auch das Depot "checken" würde.
Na ja, ich fasse das eher im übertragenen Sinn auf, aber das ist sicher sehr individuell. Ich gehören zu denen, die die laufende Übersicht brauchen und das auch aushalten können. Mein Depot führe ich parallel mit Portfolio Performance. Das hat den Vorteil auch mal virtuelle Anlagen durchzuspielen um davon zu lernen. Hinterher kann ich mich dann über verpasste Gelegenheiten ärgern oder über vermiedene Verluste freuen 😎 .

