Sehr gute Darstellung.
Meine Nr. 1 ist nach wie vor Zero, weil die beste Übersicht und Handelsmaske. Die Statistikfunktionen sind schon sehr geil und einfach + übersichtlich. Die ganz neue Handelsmöglichkeit von Schweizer Aktien ist auch super, gerade für die die keine CH-Bank/Broker eröffnen wollen oder können.
Entgegen meiner damaligen Einschätzung hat sich Just Trade verschlechtert. Ist bei mir nur noch unter ferner liefen.
Smartbroker ist aktuell noch die Nr.2 und hat dieses Jahr bei mir an Volumen und Transaktionen gewonnen. Allerdings habe ich aktuell ein Problem mit dem "Zwangsumzug" wie schon beschrieben. Daher gehe ich davon aus das Smartbroker+ bei mir in die Bedeutungslosigkeit abrutschen wird.
Scalable hat bei mir auch zugelegt. Inzwischen die Nr.3 die in 2024 auf Platz 2. landen könnte. Nachdem ich eine Werbeaktion genutzt habe und das Ganze nur praktisch testen wollte habe ich Sparpläne wie auch Einzeltrades getestet und für gut befunden (nur am PC) ABER die von dir bemängelte (fehlende) Depotübersicht fehlt mir auch sehr. Gerade weil ich von Zero verwöhnt bin und sehe wie gut und übersichtlich das sein kann. Dieses verspielte + bunte Outfit braucht ein Broker nicht. Hier wurde etwas von Robin Hood abgekupfert um die ganz junge Generation zum aktiven handeln zu verleiten. Irgendein Marketinggenie hat gedacht, dass blinkende US-Bildchen erfreuen auch deutsche Trader - aber nein, kein Mensch möchte dieses leuchtend bunte Zeugs!
Die Fragen dazu, die ich immer noch nicht aufgelöst bekomme:
1. Wie geht man mit Gemeinschaftsvermögen um? Ich kann mir natürlich irgendwo irgendwelche Offshore-Konten und -Broker zulegen, aber was ist mit meiner Frau? Die hat einerseits kein Interesse daran, sich selbst sowas zuzulegen; andererseits kann ich mir kein Szenario vorstellen, wo sie im Falle meines Todes ein gesteigertes Interesse daran hätte, sich mit irgendwo im Ausland sitzenden Firmen herumzuschlagen, um an unser Vermögen zu kommen.
2. Wie ist es mit der Rechtssicherheit? Niemand kann vollständig überblicken, welche Bedingungen gelten und welche Fallstricke lauern. Nur weil alles bequem mit ein paar Klicks im Internet abschließbar ist, heißt das ja noch lange nicht, dass sich das auch nur ansatzweise so verhält, wie man es "gewohnt" ist.
Am ehesten könnte ich mir noch vorstellen, auf eine Alternative auszuweichen in einem Land, zu welchem man eine wie auch immer geartete Beziehung unterhält (Sprache spricht, Partner von dort ist, zweite Staatsangehörigkeit o.ä.). Aber sonst? Ich finde das alles ziemlich heikel irgendwie.
zu1. am Beispiel Yuuh, oder anderer CH-Banken: Du bekommst bei fast allen eine Creditcard, d.h. damit könnte deine Frau in Ernstfall überall auf der Erde damit bezahlen, Geld abheben, etc. Das Konto/Depot wird erst gesperrt, wenn die Bank von deinem Ableben erfährt und da es dort keinen Datenaustausch gibt, könnte sie weiterhin über alles verfügen. Irgendwann mancht sie dann Urlaub in der CH und regelt vor Ort alles was notwendig ist (Erbschein+Heiratsurkunde+Strebeurkunde mitnehmen)
zu2. Rechtssicherheit, hier gibt es immer ein Restrisiko, aber bei CH ist es gering. Dazu kommt dass es keine Sprachhürden gibt. Ob man jetzt ein Konto in Panama, auf britischen Kanal- oder Überseeinseln, in Singapur haben muss ist eine persönliche Entscheidung ab einem größeren Vermögen. Aus meiner Sicht nicht wirklich relevant.
Fazit: egal wo man Kontos + Depots eröffnet, man sollte immer an eine Notfallverfügbarkeit denken, z.B. in Form einer dazu passenden CC, oder anderer Möglichkeiten. Das genügt für den Normalverbraucher. Für alle anderen kann man diverse Backup-Möglichkeiten aufbauen, aber das führt hier zu weit.
Konto+Depot im Ausland, Login Daten + 2FA für das Handy (an Handypin denken, nicht den Fingerabdruck nehmen) + Credit Card genügt für die meisten Problemfälle.
Was meint der Rest der Community?Ich bin mal ganz direkt.
Die Standardempfehlung ist einen AW oder ACWI (ggfs IMI) zu besparen und den RK1-Anteil aufs Tagesgeld zu legen.
Das können viele herkömmliche Direktbanken, die genannte ING bietet 800 ETF als kostenlosen Sparplan an, da wird sich ein passender ETF finden. Wenn es nur darum geht, der Standardanlageempfehlung gerecht zu werden, dann ist die ING vollkommen ausreichend.>> Nur wer aus unerfindlichen Gründen an der Börse rumspielen will, für den sind die günstigen Handelskosten der Neos überhaupt relevant.
Ich, ich, ich möchte 😉
Ich empfinde es als Vorteil, wenn das Depot aus dem normalen Banking gar nicht erreichbar ist (bei einer anderen Bank ist Und natürlich ist es auf keinen Fall per App aufzurufen.
Die Passagen bei den ich dir voll beipflichte zu 100% habe ich mal fett markiert = 100% Zustimmung.
Das ich die kursive Passage anderes sehe ist wohl klar, aber jedem sein Spielzeug.
Im Ernst, auch bei Aktien + ETF-Sparplänen spart man viel Geld bei den Neobrokern, da die konventionellen Broker alles Gebühren nehmen. 12x im Jahr drei ETFs oder 10 Aktien besparen kostet locker über 20€ an Gebühren, mindestens. Das dann mal 5 Jahre, oder 10 Jahre, da kommt einiges an Kosten zusammen. Bei Teilverkäufen, evtl. Steueroptimierung kostet es dann je Transaktion mal 12-30€.
Ansonsten kannst Du auch über Neobroker erst mal Vermögen aufbauen und dann ab ca. 100 K die Biege machen.
Was empfiehlst Du, wenn man diese Grenze "geknackt" hat? Klassischer Broker wie ING, DKB etc.?
Hm, warum ab 100k den Neobroker verlassen? Dazu gibt es keinen Grund.
Richtig ist es seine Investments auf mehrere Banken zu verteilen. Damit verteilt man auch das Risiko bei Ausfällen, Sperren, Nichterreichbarkeit, etc. Dazu kann man seine Steuern Gewinne/Verluste/Quellensteuern mit getrennten Depots besser optimieren.
Bestes Beispiel: Revolut, gesperrtes Konto und dann müssen da Lastschriften abgehen, ein No Go.
Wenn man Alternativen hat, überweist man von einem anderen Konto bis das wieder frei ist. Sicher sinnvoll nicht alles in Germany zu haben. Nicht ganz so wichtig wenn man nur 5.000€ hat und noch in der Spar-und Aufbauphase ist. Die kann man auch in Germany in Ruhe machen und später etwas verteilen.
Gerade in der Anfangsphase sollte man auf einfaches Handling und sehr niedrige Kosten achten. Jeder € an Gebühren muss erst verdient werden und mindert den Ertrag.
Im Ernst, auch bei Aktien + ETF-Sparplänen spart man viel Geld bei den Neobrokern, da die konventionellen Broker alles Gebühren nehmen.Wie bereits oben geschrieben, alle 800 ETF-Sparpläne die von der ING angeboten werden, sind ohne Gebühren.
Die ING scheint da aber Primus zu sein, die mir bekannte Konkurrenz bietet weniger.
Bei Teilverkäufen, evtl. Steueroptimierung kostet es dann je Transaktion mal 12-30€.Du Optimist. Das geht hoch bis 70€ 😉
Zur Steueroptimierung wäre ein Unterdepot gut, dann kann man FiFo umgehen und gezielt bestimmte Tranchen verkaufen. Bietet die ING leider nicht an.
Wenn man zukünftig entnehmen will, dann kann man das zukünftig an den dann günstigsten Jakob übertragen.
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PS: ich hab kein Depot bei der ING
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PPS: wenn ich den Spezialisten schon mal dran habe. Gibt es günstige Neobroker, bei denen man XETRA-Gold kostenfrei im Depot halten kann? Denn das ist das einzige, was ich regelmäßig (in Intervallen > 1 Jahr, da relativieren sich 40€ Handelsgebühren; Aber störend ist es doch) handel.
Das ist dann wirklich ein Vorteil bei der ING. War mir so nicht bekannt. Danke für diesen wichtigen Hinweis für alle ETF-.Sparer!
Deine Frage zum Xetra-Gold kann ich dir leider nicht abschließend beantworten. Meines Wissens wird diese Gebühr für die Verfahrung von Xetra (Deutsche Börse als Emittent) erhoben und der Broker gibt sie nur weiter. Damit hättest du sie immer egal wo die Papiere liegen.
Daher nutze ich ich das "Konkurrenzprodukt" EuwaxII-Gold (u.a. auch hier im Depot). Hier gibt es diese Gebühr nicht, dafür ist der Spread beim An-und Verkauf etwas höher.
Nur wer aus unerfindlichen Gründen an der Börse rumspielen will, für den sind die günstigen Handelskosten der Neos überhaupt relevant.
Dazu bin ich zu sehr ein homo ludens 😀 , wobei ich mit Geld meistens nicht spiele, sondern versuche sinnvoll und ohne Verluste zu investieren. Das klappt nicht immer, aber meine Performance ist bis jetzt etwas besser als der AWCI.
Die ING scheint eine der Banken zu sein, die gerne mal die Geschäftsbeziehung kündigen, wenn der Kunde ins Ausland verzieht. Solche Erwägungen bzw. potentiellen Fallstricke werden für mich immer wichtiger, weshalb ich auf der Suche nach einem Zweitdepot immer noch nicht vorangekommen bin, während der „Haufen“ bei der DKB bedenklich groß wird. 😒
@ikigaimondai
Ist das so? Während meiner Auslandszeit konnte ich bei der ING nichts negatives feststellen.
@dunkelroterfaden Zumindest steht in den AGB, dass sich das Angebot nur an Personen mit deutschem Wohnsitz richtet. Das wird bei dem bevorstehenden Aufenthalt erstmal kein Problem, da der Wohnsitz erhalten bleibt. Aber längerfristig kann das sehr kompliziert werden.
Meines Wissens wird diese Gebühr für die Verfahrung von Xetra (Deutsche Börse als Emittent) erhoben und der Broker gibt sie nur weiter.Yep, alle bis auf die Deutsche Bank samt Töchter geben die Gebühr weiter. Wahrscheinlich weil die Deutsche als eine Art Taufpate bei der Geburt von Xetra-Gold dabei war und ihr Patenkind immer noch pampert.
Ich suche weitere Taufpaten 😀
@ikigaimondai
Da gebe ich dir Recht, dass würde mir auch nicht gefallen. Hatte mich im Detail nicht eingelesen.
Hm, warum ab 100k den Neobroker verlassen? Dazu gibt es keinen Grund.
Würde ich so nicht sagen. In der EU so viel Geld zu haben hat erhebliche Risiken. Staatlicher Zugriff, Enteignung etc.
Warum also grosse Vermögen global aufbauen? Antwort: es geht ab einer gewissen Vermögensgrösse mehr und mehr um Sicherheit und da sollten auch Black Swan Szenarien betrachtet werden.
Wenn man das natürlich für sich persönlich nicht so sieht und sagt nein, der deutsche Staat und die EU wird niemals übergriffig werden, dann kann man das lassen und diese Wette eingehen. Würde ich nicht tun, aber das muss jeder für sich entscheiden.
Ein weiterer Grund, der aber nur auf wenige zutrifft: wer sich politisch gegen das Establishment engagiert, MUSS sich global aufstellen. Hier gibt es ja bereits genug Berichte über die Kündigung der Konten/Depots durch die Banken.
kurzes Update zum alten Smartbroker:
Kunden, die ihre Depots nicht umgezogen haben und bei der DAB BNP Paribas geblieben sind, haben ab 01.04.2024 folgende Konditionen:
- 9 € pro EUR-Order
- 15 € pro USD-/CHF-Order
- 1 € pro Fonds-/ETF-Sparplan
Damit hat es sich für mich auf jeden Fall gelohnt, meine größeren Positionen bei der DAB zu belassen und auch keinen Vermittlerwechsel anzustoßen (AVL und Konsorten kosten ca. 12 € pro Order).
Das Gebührenthema kann man auch übertreiben. Ich bin bei der comdirect, ja scalable wär günstiger, und erinnere mich an einen Artikel vom Finanzwesir. Da hat er Sparpläne mit und ohne Gebühren verglichen.Die Unterschiede sind zu geringfügig, dass ich mir über 10€ Kaufkosten oder 1,5% für eine Sparplanausführung keinen Kopf machen. Als unsere Tochter geboren wurde hat sich die Sparplanrate auf fast Null gesenkt. Dagegen habe ich einmal 4 Jahre mietfrei gewohnt und Sparraten über 60% gehabt. Der wichtigste Hebel sind günstige laufende Kosten. Ob Kauf mit Scalable oder Comdirect ist ein Nebenkriegsschauplatz. Schaut dass die Sparpläne 30 Jahre laufen.


