Community

Benachrichtigungen
Alles löschen

Negativzinsen bzw. Verwahrentgelt

Seite 1 / 2

Presskoppweck
(@presskoppweck)
Schachspieler Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 266
Themenstarter  

Um ein Haar hätte ich das im Faden https://blackwater.live/community/kredite/negativzinsen-wer-ist-schon-dabei/ gepostet, aber das ist ja etwas völlig anderes 😉

Die Postbank hat ihre Kunden (also auch mich) angeschrieben und um Zustimmung zu den neuen Preisen und Bedingungen gebeten.
In den neuen AGB enthalten sind auch Verwahrentgelte für Guthaben oberhalb von 50.000€ auf Giro- und Anlagekonto, sowie 25.000€ auf Tagesgeld. Allerdings wird im Preisaushang die Einschränkung gemacht, dass Verwahrentgelte gesondert mit dem Kunden vereinbart werden.

Auf meine Frage, ob ich mit der Zustimmung zu den neuen AGB denn auch den Verwahrentgelten zustimmen würde, erhielt ich die umschreibende Antwort, dass man meine Nachfrage verstehe und erklärte:
"Grundsätzlich gilt: Verwahrentgelte für bereits bestehende Konten müssen immer separat vereinbart werden. Bisher betrifft dies nur sehr wenige Kunden mit sehr hohen Einlagen. Sofern Sie bisher nicht von der Postbank zu Verwahrentgelten angesprochen wurden, sind Sie derzeit nicht betroffen."

Ich kann mit den Regeln leben, ärgere ich mich aber darüber, dass man denen das so aus der Nase popeln muß und selbst dann noch windelweiche Formulierungen erhält. Das beiliegende 100-seitige AGB-Heftchen enthielt z.B. nicht die vollständigen AGB und der Preisaushang (2 Seiten) war auch nicht dabei. Es bleibt der schale Nachgeschmackt (grundsätzlich heißt es gibt Ausnahmen), dass die sich eine Hintertüre offenhalten wollen.

Welche Erkenntnis nehme ich daraus mit: wer bei der Postbank mehr als 50k auf Giro-, 50k auf Anlage-, 25k auf Tagelgeldkonto liegen hat, kriegt einen Kontakt wo man sich entscheiden kann das Geld anzulegen, abzuziehen oder dem Verwahrentgelt zuzustimmen.
Hätten die Dödel das gleich so kommuniziert, dann hätte ich mir 2 Stunden Recherche sparen können 🙁


Zitat
ikigaimondai
(@ikigaimondai)
Schach FIDE Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 497
 

Offene Karten sehen anders aus.

„Ein guter Verkäufer schafft es, sein Opfer über den Tisch zu ziehen und ihm die dabei entstehende Reibungshitze als Nestwärme zu vermitteln.“


lichtenberg99, Airnesto, Blackwater und 1 weiteren Personen gefällt das
AntwortZitat
Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Internationaler Meister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 899
 

@ikigaimondai Erinnert an eine Aussage aus dem Vietnamkrieg: "Sie pissen dir auf den Kopf und sagen es wäre Regen" (GIs über den Vietcong)

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Hätten die Dödel das gleich so kommuniziert, dann hätte ich mir 2 Stunden Recherche sparen können 🙁

Aber im dem Fall sind das keine Verkäufer, es ist einfach eine unklare Kommunikation und dafür ist die Bankenwelt doch auch bekannt. 😉


AntwortZitat
Airnesto
(@airnesto)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 324
 

Ich tippe auch mal, dass du im Zweifel um dein Recht kämpfen müsstest, wenn du den AGB zustimmst und dich irgendwann in Zukunft die Regelungen doch treffen.


AntwortZitat
Knew2
(@knew2)
Schachspieler Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 272
 

Das Spiel wäre eigentlich ziemlich einfach: Wenn 30% der Kundschaft bei sowas die Kündigung vorzieht, würde die Postbank zurückrudern. Die meisten Deutschen sind halt faul.... 

Es gibt genügend Lösungen, in DE, Europa und anderswo. 

Aber die Banken ziehen halt alle Register, versuchen die Kunden durch Chaos zu verwirren damit sie einfach unterschreiben.


AntwortZitat
Airnesto
(@airnesto)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 324
 

@knew2 gebe dir da Recht. Ich tippe auch auf eine deutliche Konsolidierung der Bankenlandschaft in den kommenden 5 Jahren. Weil die Banken sich immer ähnlicher werden, ist die Anzahl der Banken nicht mehr gerechtfertigt. Ich sehe eigentlich nur noch zwei Geschäftsmodelle: superschlank und günstig für vor allem junge und gebildete DIY-Kunden gegen Fullservice und kostenintensiv für vor allem ältere und wenig technikaffine und die, die zu doof sind, um zu merken, dass sie ausgenommen werden wie Weihnachsgänse.

Ich denke vor allem von letzteren wird manche Bank noch lange ganz gut leben können 🙄


AntwortZitat
Knew2
(@knew2)
Schachspieler Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 272
 
Veröffentlicht von: @airnesto

Fullservice und kostenintensiv für vor allem ältere und wenig technikaffine und die, die zu doof sind, um zu merken, dass sie ausgenommen werden wie Weihnachsgänse.

Das wären dann also 80% der Deutschen 😆 

Ich denke vor allem von letzteren wird manche Bank noch lange ganz gut leben können 🙄

Ob sich die Sparkassen mit der Rationalisierung der Standorte einen Gefallen tun? Damit fällt ja jeder Grund für Sparkassen weg. Meine Mutter muss mittlerweile die Bankgeschäfte für meine Oma erledigen, weil die Volksbank die Filiale gestrichen hat - und sie war immer vor Ort für Überweisungen (inkl. Gebühr!). 

Ich denke mit dem nächsten Bums (Finanz-, Banken-, Immobilien-, Versorgungskrise) werden viele Banken einfach wegrationalisiert und nur noch wenige aktiv gerettet.


AntwortZitat
Airnesto
(@airnesto)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 324
 

@knew2 Ich glaube auch, dass die regionalen kleinen Sparkassen sich keinen Gefallen tun. Ich selbst habe in einer kleinen  örtlichen Spasskass meine Ausbildung absolviert - Januar 2007 abgeschlossen, da war die Welt noch knapp in Ordnung 😅! Meine Eltern sind seit ihrer Jugend immer noch treue Kunden (immerhin sind sie völlig immun gegen dumme Produkte)dort. Zu meiner Zeit arbeiteten in der Hauptfiliale noch 50 Leute (davon etwa 15 mit Kundenkontakt). Inzwischen fand eine Zusammenlegung mit der nächstgelegenen und deutlich größeren Sparkasse statt. Geblieben sind 3 von 6 Standorten und noch 6 Mitarbeiter im Kundenservice der Hauptfiliale. Meine Eltern hatten gefühlt in den letzten Jahren im Zweijahresrhythmus neue „Berater“, die sie nicht kannten und die keine Ahnung haben. Ich war mal mit, als meine Eltern eine Frage zum Gebührenmodell Ihrer Kreditkarte hatten - es war zum fremdschämen! Außer Verkaufstechniken lernt man wohl nicht mehr viel heute in der Ausbildung?! Jedenfalls sind sie hochgradig unzufrieden, aber eben treu (mangels Alternativen). Das Modell läuft vielleicht noch ein paar Jahre. 

Ein ehemaliger Mitazubi ist noch dort: „Aber wir haben wirklich die Kosten!“ sagte er, als wolle er Mitleid erwecken, auf meinen Hinweis, dass Gebühren fürs Kontoführen wohl von gestern sind. Eine Sichtweise wie aus einer anderen Zeit! 


AntwortZitat
Frau B aus N
(@fraubausn)
Schach FIDE Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 429
 
Veröffentlicht von: @airnesto

nur noch zwei Geschäftsmodelle: superschlank und günstig für vor allem junge und gebildete DIY-Kunden gegen Fullservice und kostenintensiv für vor allem ältere und wenig technikaffine und die, die zu doof sind, um zu merken, dass sie ausgenommen werden wie Weihnachsgänse.

Offensichtlich bin ich dann laut Deiner Aussage zu doof. Trotz diversen Finanzabschlüssen.

Mich nerven die "superschlank und günstig"-Banken, weil man dort bei Fragen oder Anliegen (Können Sie FinTS? Bitte nehmen Sie meinen zweiten Vornamen aus dem Kontonamen) wochenlang rummacht und nur Textbaustein-Antworten kriegt, aber keiner eine Ahnung hat. Bei meiner Sparkasse schreib ich ne Mail an Andi (Filialleiter meiner örtlichen Filiale) und egal, was ich brauche (es ist nicht viel, meist geht's um Dinge wie "Vorstände haben gewechselt" oder so, das Vereinskonto ist übrigens komplett kostenlos), es wird erledigt. Also echt erledigt. Nicht ein Ticket geschlossen, obwohl mein Problem immer noch besteht.

Dafür zahle ich für mein privates Konto bewusst die kleine Monatsgebühr.


Ex-Discordler und hesekiel58 gefällt das
AntwortZitat
Airnesto
(@airnesto)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 324
 

@fraubausn naja, du könntest auch älter oder wenig technikaffin sein, statt zu doof 🤪 zu doof war mein Eindruck bisher nicht! Entschuldige!

Ruft man im „Service-Center“ der Bank meiner Eltern an, kommt man auch kaum einen Schritt weiter als „Da muss ich selbst mal eben nachfragen“. Gut, danach wird dann meist geholfen.
Was ich sagen wollte war, dass zunehmend ältere Leute verzweifelt sind, weil sie eben kaum mehr wie früher mal eben in die Bank (Schalter, echter Mensch) gehen können, um an Geld zu kommen und dafür eine ordentliche Gebühr zahlen - im Grunde für nichts, was die superschlanke umsonst Bank nicht auch bietet. Möchte Omi ihren Enkeln mal was überweisen, wird sie trotz der Konto-Gebühr zum Überweisungsterminal gezerrt. Dort hilft der Bankmitarbeiter dann das vorab bereits fein säuberlich von Omi ausgefüllte Papierformular ab - was fürn Service!

Als sogenannter Beratungskunde (etwas höheres Vermögen) bekommt man natürlich mehr: direkte Durchwahl zum Berater, der sein Telefon meist umgestellt hat und miesen Kaffee beim jährlichen Gespräch, bei dem einem meist teurer Mist angedreht werden soll, den man meistens nicht braucht!

Beim Aktivgeschäft mag die Rolle der Bank wichtiger sein…


Frau B aus N gefällt das
AntwortZitat
Ex-Discordler
(@exdiscordler)
Bauernfrühstück Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 101
 

Ich unterhalte mit Absicht Geschäftsbeziehungen zu zwei Filialbanken. Dabei geht es mir im Wesentlichen darum, im Notfall mit einem Menschen sprechen zu können. Im Tagesgeschäft mache ich alles online, das finde ich deutlich bequemer.

Ein Argument für die Filialbank, das hier noch nicht genannt wurde, ist das Schließfach (und das kann dort sehr günstig sein).

Übrigens sehe ich die Qualität des Services eher unabhängig von der Filialeigenschaft. Der Service bei Bunq ist nach meinen Erfahrungen z. B. gut und besser als manche Filialbank. Den Service der Commerzbank finde ich wiederum schlechter als bei den meisten Direktbanken.


AntwortZitat
Presskoppweck
(@presskoppweck)
Schachspieler Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 266
Themenstarter  
Veröffentlicht von: @airnesto

Was ich sagen wollte war, dass zunehmend ältere Leute verzweifelt sind, weil sie eben kaum mehr wie früher mal eben in die Bank (Schalter, echter Mensch) gehen können, um an Geld zu kommen und dafür eine ordentliche Gebühr zahlen - im Grunde für nichts, was die superschlanke umsonst Bank nicht auch bietet.

Es sind zwei Thematiken:
- Warum lassen wir die alten Leute alleine?
"Vater wir können dein Banking auf Internet umstellen. Wir können das zusammen einrichten und die ersten Male zusammen machen. Wenn Du unsicher bist, dann erledige ich auch weiter die Überweisungen für dich und Du schaust mir dabei über die Schulter. Wenn Du zur Bank musst, dann fahre ich dich in den Nachbarort. Oder gib mir die Karte und ich heb dir ab was Du willst."
Ich kann doch die Bank nicht dafür in Haftung nehmen, dass wir uns nicht um unsere Alten kümmern.

- Sparkasse und Volksbank bieten auf dem Land zwar nicht mehr in jedem Ort eine Filiale an, aber sie haben immer noch ein um Welten dichteres Filialnetz als DKB, ING usw.
Früher (letztes Jahrtausend) gab es in unserem 1.000-Seelen-Kaff je eine Filiale von Spk und VoBa, wo Vormittags und Nachmittags je ein Schalterbeamter seinen Dienst verrichtete. Von der Kostenseite ist das nicht sinnvoll abbildbar und vor Jahren schon machten die dicht. Einige Jahre lang gab es dann im Nachbarort (1.500 Seelen) noch Filialen der beiden Banken. Das ist auch passee und man muß noch einen Ort weiter fahren um einen Menschen aus Fleisch und Blut vor sich zu haben. 
Ich kann und will diese Entscheidungen der vielgescholtenen Roten/Blauen nicht verdammen, sie bieten wenigstens eine gewisse regionale Präsenz an. Und wenn sie die weiter anbieten sollen, dann müssen sie wenigstens überleben.
Ja, man muß ins Auto steigen, aber das ist man aufm Lande gewohnt. Und ob ich in den Nachbarort fahre, oder gleich noch einen Ort weiter ... das macht den Kohl auch nicht viel fetter.


Ex-Discordler gefällt das
AntwortZitat
Airnesto
(@airnesto)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 324
 

@exdiscordler ein Schließfach hätte ich gerne! Keine Chance in Berlin


AntwortZitat
Airnesto
(@airnesto)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 324
 
Veröffentlicht von: @presskoppweck

Es sind zwei Thematiken:
- Warum lassen wir die alten Leute alleine?
"Vater wir können dein Banking auf Internet umstellen. Wir können das zusammen einrichten und die ersten Male zusammen machen. Wenn Du unsicher bist, dann erledige ich auch weiter die Überweisungen für dich und Du schaust mir dabei über die Schulter. Wenn Du zur Bank musst, dann fahre ich dich in den Nachbarort. Oder gib mir die Karte und ich heb dir ab was Du willst."

Ja, man muß ins Auto steigen, aber das ist man aufm Lande gewohnt. Und ob ich in den Nachbarort fahre, oder gleich noch einen Ort weiter ... das macht den Kohl auch nicht viel fetter.

Ersteres ist ein Klassisches Henne oder Ei Problem!

zum zweiten: sag das mal Annalena! 😂


AntwortZitat
hesekiel58
(@hesekiel58)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 333
 
Veröffentlicht von: @airnesto

zum zweiten: sag das mal Annalena! 😂

Und was hat das jetzt mit Annalena zu tun? 🤣 


AntwortZitat
Seite 1 / 2

Blackwater.live Community

Die Community ist unser Forum und digitales Wohnzimmer. Wir sind eine Minderheit im Internet. Maximal 1% der Leser von anderen Finanzblogs passen zu uns, vermutlich trifft das auch auf die Gesamtbevölkerung zu. Warum das so ist und was die Bedingungen der Teilname bei uns sind, erfährst Du aktuell immer hier:

Wir sind anders weil:

Bei uns wird niemand ausgegrenzt. Es gibt keine dummen Fragen, nur gute und durchdachte Antworten. Wir entdecken zusammen neues und bleiben neugierig. Oberlehrer und andere Klugscheisser die schon alles zu wissen glauben, haben bei uns keinen Platz. Wir achten gemeinsam darauf, dass die Community ein schöner Ort im Internet ist und bleibt.

Wir haben viele Leserinnen und Leser mit muslimischen Background. Das eröffnete kulturell und perspektivisch einen neuen Blickwinkel. Bei uns sind Zuwanderer und Muslime willkommen! Wir helfen ihnen bei allen Fragen, auch wenn sie noch neu im Thema sind.

Gut 70% unserer Leser sind weiblich. Wir achten auf einen niveauvollen Umgang mit unseren Leserinnen, bei uns sind Frauen willkommen und werden nicht herablassend behandelt, egal ob sie Shopping und Schokolade oder Zahlen und Finanzen lieben. Unsere Themen sind für alle Frauen wichtig, ob Ingenieurin oder Beauty Model.

Aktuelle Artikel, die unsere Community betreffen:

Die Blackwater.live Community hat öffentliche Bereiche, die ohne Anmeldung sichtbar sind. Der viel größere Bereich ist nur mit der Anmeldung im Forum sichtbar. Nach dem man das Level Stammleser mit Kommentaren und Beiträgen erreicht hat, bekommt man einen nochmals erweiterten Zugriff. Unsere Leserinnen haben einen extra geschützten Bereich für sich.

Bei uns bekommt man kostenfrei Expertenwissen zum Thema Finanzen, was auf anderen Seiten für viele hundert Euro teuer verkauft wird. Das haben wir nicht nötig. Unsere Seite wird in erster Linie aus Leidenschaft betrieben, nicht aus monetären Gründen. Wir vermeiden damit Interessenkonflikte mit unseren Leserinnen und Lesern.