Dienen aus Liebe
„Und sie geben, aus Liebe zu Ihm, Speise zu essen dem Armen, der Waise und dem Gefangenen: 'Wir speisen euch in der Suche nach dem Antlitz Allahs. Wir wollen von euch weder Lohn noch Dank. Wir fürchten von Seiten unseres Herrn einen finsteren, schauderhaften Tag.'“
(Sura 76:8-10)
Es wurde überliefert, dass Imam Ja'far as-Sadiq (a.) sagte:
„Wann immer die Liebe zu Allah im Innern eines Dieners leuchtet, befreit sie ihn davon, sich mit irgendetwas anderem zu befassen. Jedes Gedenken, außer das an Allah, ist Dunkelheit. Wer Allah inständig liebt, ist der wahrhaftigste seiner Diener und der ehrlichste und bündnistreueste unter den Menschen.“
(Mizan al-Hikma, B. 2, S. 442)
Es wurde überliefert, dass Imam Zayn al-Abideen (Ali ibn al-Hussein (a.)) sagte:
„Mein Gott! Wer je in den Genuss Deiner Liebe gelangt ist – wie könnte er sich je nach einem anderen Freund oder Geliebten sehnen?
Wer, der Deine Nähe geschmeckt hat, würde je die Trennung von Dir begehren?“
(Bihar al-Anwar, B. 93, S. 160)
Das hat Martin im Artikel verwendet. Aber es sind 100 Teile und nicht 99 @mrtn 😉
„Gott hat seine Barmherzigkeit in hundert Teile geteilt. Auf die Erde hat er nur einen Teil davon geschickt, das ist der Teil, der seinen Ausdruck der Liebe zwischen Eltern und Kindern sowie in der zwischenmenschlichen Liebe findet. Die anderen neunundneunzig Teile hat er für den Tag der Wiederauferstehung aufgehoben.“
Hadith 4951, Muslim
Es wurde überliefert, dass Imam Muhammad al-Baqir (a.) sagte:
„Wer nach dem Pflichtgebet, bevor er seine Füße bewegt, drei mal sagt:
'Ich bitte Allah, außer dem es keinen Gott gibt, dem Lebendigen, dem Beständigen, dem Erhabenen, dem Ehrwürdigen und zu ihm wende ich mich reumütig zu.'
dem vergibt Allah (mächtig und erhaben ist Er) seine Sünden, selbst wenn sie dem Meeresschaum gleichen würden.“
(Al Kafi, B. 2, S. 521)
Arabisch:
أَسْتَغْفِرُ اللَّهَ الَّذِي لَا إِلَٰهَ إِلَّا هُوَ الْحَيُّ القَيُّومُ ذُو الْجَلَالِ وَالْإِكْرَامِ وَأَتُوبُ إِلَيْهِ
Transliteration:
Astaghfirullāha alladhī lā ilāha illā huwa al-Ḥayyul-Qayyūm dhū al-Jalāli wa-al-Ikrām wa-atūbu ilayh
Es wurde überliefert, dass der Gesandte Allahs (s.) sagte:
„Im Paradies gibt es ein Haus, dass das Haus der Fröhlichkeit genannt wird. Einlass wird keinem gewährt, außer demjenigen, der Kinder froh macht.“
(Mafatih al-Hayat, S. 389)
Es wurde überliefert, dass der Gesandte Allahs (s.) sagte:
„O Ali, wenn du in einen Spiegel schaust, dann preise Allah dreimal und sag:
'O mein Gott, so schön Du mich erschaffen hast, so lasse auch meinen Charakter werden.'“
(Tuhaf al-Uqul, S. 33)
Es wurde überliefert, dass Imam al-Hassan über seine Mutter (a.) sagte:
„(Meine Mutter) Fatima al-Zahra (a.) war mehr als andere in intensiver Gottesanbetung vertieft. Wenn sie vor Allah stand und zu Ihm betete, dauerte dieses oft so lange, bis ihre Füße anschwollen.“
(Bihar al-Anwar, B. 43, S. 112)
Es wurde überliefert, dass al-Hassan al-Basri sagte:
„Es gab in dieser Gemeinschaft niemanden, der (Allah) mehr anbetete als (Sayyida) Fatima (a.). Sie stand (im Gebet) so lange, bis ihre Füße geschwollen waren.“
(Bihar al-Anwar, B. 43, S. 125)
Es wurde überliefert, dass Imam Muhammad al-Baqir (a.) sagte:
„Wann immer du dich zu einem Gelehrten setzt, dann sei darauf bedacht, mehr zuzuhören als zu sprechen. Lerne, gut zuzuhören, so wie du lernst, gut zu sprechen und unterbrich niemanden, wenn er spricht.“
(Bihar al-Anwar, B. 1, S. 159)
Es wurde von Aisha überliefert, dass der Gesandte Allahs (s.) sagte:
„Ich hörte den Propheten (sagen): »Die Seelen sind wie rekrutierte Truppen. Diejenigen, die gleiche Eigenschaften haben, sind einander zugeneigt, aber diejenigen, die unterschiedliche Eigenschaften haben, unterscheiden sich.«“
(al-Bukhari 3336)
Es wurde von Imam Ja'far as-Sadiq (a.) überliefert, dass Imam al-Hassan (a.) berichtete:
„Ich sah, wie meine Mutter (a.) in der Nacht zum Freitag in Gottesanbetung vertieft war. Sie kniete oder verneigte sich vor Allah bis zum ersten Morgengrauen. Ich hörte, wie sie die Namen der Gläubigen, einen nach dem anderen, in ihren Bittgebeten erwähnte, für sich selbst aber Allah um nichts bat. Darum fragte ich: »Mutter, warum erbittest du für dich nichts?« Sie antwortete: »Erst die anderen, dann wir selbst.«“
(Bihar al-Anwar, B. 43, S. 121)
Hoffnungslosigkeit
Der Prophet Yusuf (a.) war allein im Bauch eines Wals, in der Dunkelheit des Ozeans, doch er verlor nie die Hoffnung auf Allah.
Er stellte nicht sinnlose Fragen wie „Warum ich?“, stattdessen fand er Worte der Hingabe.
„Und er rief in den Finsternissen: »Es gibt keinen Gott außer Dir. Preis sei Dir! Ich war einer von denen, die Unrecht tun.« Da erhörten Wir ihn und erretteten ihn aus der Trübsal. So retten Wir die Gläubigen.“ (Sura 21:87-88)
Und durch diese Aufrichtigkeit rettete Allah ihn. Wenn du dich also verloren oder hoffnungslos fühlst, denk daran, dass es selbst im Bauch des Wals noch Hoffnung gab. Selbst in den Tiefen der Dunkelheit gab es noch Licht. Dein dunkelster Moment könnte genau der Ort sein, an dem dein Bittgebet am meisten erhört wird.
Es wurde überliefert, das Imam Ali ar-Ridha (a.) sagte:
„Wer einen Gläubigen entlastet, dem wird Allah am Tag der Auferstehung sein Herz erleichtern.“
(Mizan al-Hikma, B. 2, S. 129)
Toller Thread.
In Zeiten, wo viele Menschen die Bindung zu ihren Eltern und entsprechende Verpflichungen vernachlässigen, ein paar Hadithe (bei denen ich zu faul war, sie selbst zu übersetzen):
Bukhari, 5971: Narrated Abu Huraira: A man came to Allah's Messenger (ﷺ) and said, "O Allah's Messenger (ﷺ)! Who is more entitled to be treated with the best companionship by me?" The Prophet (ﷺ) said, "Your mother." The man said: "Who is next?" The Prophet said, "Your mother." The man further said, "Who is next?" The Prophet (ﷺ) said, "Your mother." The man asked for the fourth time, "Who is next?" The Prophet (ﷺ) said, "Your father. "
Sunan Abi Dawud, 3530: The Prophet (ﷺ) said: "You and your property belong to your father." (Hasan Sahih nach Al-Albani)
„Und er rief in den Finsternissen: »Es gibt keinen Gott außer Dir. Preis sei Dir! Ich war einer von denen, die Unrecht tun.« Da erhörten Wir ihn und erretteten ihn aus der Trübsal. So retten Wir die Gläubigen.“ (Sura 21:87-88)
Absolut faszinierend. Insbesondere da ich persönlich diesen Bericht ja aus der Bibel kenne. Soweit so gut, auch dort sehr interessant für den Iman, aber wie so oft fehlt dieses Detail.
In Zeiten, wo viele Menschen die Bindung zu ihren Eltern und entsprechende Verpflichungen vernachlässigen
Mit gesamtgesellschaftlichen Folgen, die oft nicht einmal direkt erwähnt werden. Das ist auch so etwas. In vielen Aspekten geht es im Quran und den Überlieferungen ja um den Einzelnen und Ermahnungen Dinge zu tun oder nicht zu tun, weil es für den Einzelnen besser ist. Die Wahl bleibt. Aber in der heutigen Zeit zerbricht die ganze Gesellschaft (Spaltungen). Das ist nur möglich, weil Familien zerbrechen oder erst gar nicht entstehen (klar, ist gewollt, dann kann man Menschen besser steuern).


