Ich habe wieder eine Idee…
Auf Deine neuen Ideen bin ich wie immer sehr gespannt. So, jetzt aber genug Süßholz geraspelt. Euch auch einen schönen Abend.
Was mich viel mehr interessieren würde, was können wir, kann der einzelne von uns unternehmen, um die Fahrt abzubremsen und der Karre wieder eine gewisse Manövrierfähigkeit zu verpassen.
Schwierig.
Langer Absatz negativer Gedanken
Wenn Du unbedingt was konstruktives hören willst: sorge dafür, dass ausreichender Vorrat im Hause ist (auch von den roten Herztropfen). Bleibe "low key" und erscheine in der Öffentlichkeit weniger als Du wirklich bist.
Was mich viel mehr interessieren würde, was können wir, kann der einzelne von uns unternehmen, um die Fahrt abzubremsen und der Karre wieder eine gewisse Manövrierfähigkeit zu verpassen.
Bezüglich des Gases: Ich habe mich die letzten Wochen darum gekümmert, dass mein Gasverbrauch im nächsten Winter auf 10% des Verbrauches des letzten Winters fallen wird. Ich halte es für entscheidend, dass genügend Gas für unsere Grundstoffproduktion vorhanden ist, und dafür habe ich ein paar Entscheidungen getroffen, die meinen Verbrauch deutlich senken.
Die 10% können auch noch weg, aber dann kann muss ich auf die warme Dusche verzichten.
Wenn es hart auf hart kommt, werden wir auch unser Office wieder dichtmachen - das dürfte auch dort 2/3 des Gasverbrauches verringern.
Hier hat gefühlt jeder Nachbar Brennholz vor der Tür liegen und der lokale Brennholzhändler sagte uns, dass die Braunkohlebriketts gerade ausverkauft sind.
Ich denke, jeder der Gas verbaucht, kann was machen, um die Folgen einer eventuellen Gasknappheit abzumildern. Wenn auch sicher nicht so viel wie ich.
Guten Morgen zusammen.
Ich weiss, dass ich nicht immer (meist eher weniger) der Optimist bin. Und ich gebe zu, dass die Lage aktuell nicht rosig aussieht. Aber lassen wir uns die Lage doch mal von der anderen Seite betrachten. Wir schreiben heute den 06.07.2022, d.h. wir sind mitten im Sommer (ich weiss, dass der kalendarische Sommer erst am 21.06. begonnen hat...) Wir haben also noch ein paar Monate Zeit, dass sich das Blatt zum Guten wenden kann.
Wir haben also noch einige Möglichkeiten, um die Versorgungssicherheit bis in den Herbst wieder sicherzustellen:
- die einfachste: die Regierung erkennt ihren Irrweg und beginnt wieder Gespräche mit Russland. Ich denke nicht, dass diese Option komplett vom Tisch ist. Über Nordstream 2 kann man innerhalb weniger Tage den Hahn wieder aufdrehen. Side-Note: Irrweg ist unsere Einschätzung der Lage - ohne echte Experten zu sein (ganz ohne Anführungszeichen).
- wir bekommen es bis September/Oktober hin, genügend LNG-Gas zu importieren. Wahrscheinlichkeit: gering bis sehr gering. Dafür müssten genügend Terminals verfügbar sein.
- Man bekommt Gas von anderen Lieferanten. Hier kann ich als Laie nicht abschätzen, ob und wie das möglich wäre.
Generell denke/hoffe ich, dass in der Regierung nicht nur Laien sitzen. Auch dort wird es hoffentlich noch ein paar Menschen mit Sachverstand geben, die ähnliche Bedenken haben wie wir paar Hanseln hier. D.h. ich glaube noch daran, dass man einen vernünftigen Kompromiss finden wird. Es wird selten so heiss gegessen, wie es gekocht wird.
Viele dieser Dinge können wir eh nicht beeinflussen, sondern nur darüber sinnieren, wie schlimm es kommen kann. Im persönlichen Bereich kann man sich nur entsprechend vorbereiten, wie es z.B. @lichtenberg99 schon getan hat.
Ein weiterer Punkt, der mir noch eingefallen ist. Wir wissen nicht, welche Dinge im Hintergrund passieren. Vielleicht möchte die deutsche Regierung sogar Gespräche aufnehmen, aber Opa Biden hat mit Atom-Joker gedroht (Abzug der US-Waffen aus DE). Wenn man verstehen will, warum ein Mensch tut was er tut, muss man sich u.a. über dessen Vorteile Gedanken machen. Bzw. welche Motivation er hat. Ich versuche aktuell immer noch, die Motivation der deutschen Regierung zu verstehen. Vermutlich sind sie einfach gefangen im allgemeinen internationalen Druck (des Westens), und wer weiss was sonst noch für Beweggründe auf dem Tisch liegen.
Ich hoffe, dass niemand in der Koalition den Plan hat, die deutsche Wirtschaft so an die Wand zu fahren wie wir uns das gerade hier ausmalen. Bin also noch positiv gestimmt. Oder wie ein Alpha-Tier gerne zu sagen pflegte: "Et hätt no immer jotjejange"
Ein weiterer Punkt, der mir noch eingefallen ist. Wir wissen nicht, welche Dinge im Hintergrund passieren. Vielleicht möchte die deutsche Regierung sogar Gespräche aufnehmen, aber Opa Biden ...
Biden hat bei einer PK gesagt, dass NS2 nicht in Betrieb geht. Und auf Nachfrage des Jorunalisten: dass es nicht in Betrieb geht (Ausrufezeichen), dafür wird man sorgen. Konkreter wurde wer nicht. Aber ich bin überzeugt, dass die Bundesregierung die Botschaft vernommen hat.
Wenn man Haftbomben an einem 1.200Km langen Eisenrohr befürchtet, dann konnte man in Bidens Worten kein Dementi erkennen.
@all EUR/USD Was passiert hier gerade konkret?
Ich denke zuletzt waren wir beim platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2001 unter Pari.
Die volkswirtschaftlichen Grundlagen über Angebot und Nachfrage am Devisenmarkt sowie die Auswirkungen des Leitzinses auf ein Währungspaar dürften den meisten hier im Forum klar sein.
Mich würde interessieren, was hier gerade konkret vor sich geht. Welche Akteure verschieben hier mit welchen Instrumenten etwas von A nach B und welche Möglichkeiten hat EZB dieser Entwicklung entgegen zu wirken?
Biden hat bei einer PK gesagt, dass NS2 nicht in Betrieb geht. Und auf Nachfrage des Jorunalisten: dass es nicht in Betrieb geht (Ausrufezeichen), dafür wird man sorgen. Konkreter wurde wer nicht.
Wenn man Haftbomben an einem 1.200Km langen Eisenrohr befürchtet, dann konnte man in Bidens Worten kein Dementi erkennen.
Hatten wir nicht schon mal die Story von den drei Schulhofschlägern irgendwo? Demokratie und freiheitliche Grundordnung? MY ASS!?! D.h. die Europäer dürfen sich aussuchen, wem der drei Grossen sie den Hof machen. Schöne neue Welt...
Da würde bei Meinereinem sofort der Rebell durchkommen und sagen: jetzt erst Recht. Also NS2 in Betrieb nehmen. Wenn die Amis das Ding mit Haftbomben nuken, so be it. Damit hätten sie dann auch noch den letzten Kredit verspielt.
@mr-mueller Was konkret JETZT passiert inklusive oder vor allem den Details, das erfahren wir wenn überhaupt immer erst im Nachhinein. Das sollten wir verinnerlichen, dass hat nichts mit Corona oder Verschwörungstheorien zu tun, sondern ist einfach Teil des "Spiels". Ganz ohne Wertung. (weswegen es zu 90% auch immer falsch ist, auf fahrende Züge aufzuspringen oder zu versuchen die "Sau zu reiten", die gerade durch das Dorf rennt. Leider ist keiner davor geschützt, ab und zu sich mitreissen zu lassen)
Die volkswirtschaftlichen Grundlagen über Angebot und Nachfrage am Devisenmarkt sowie die Auswirkungen des Leitzinses auf ein Währungspaar dürften den meisten hier im Forum klar sein.
Exakt, das sollte klar sein. Der Euro ist Relativ zu so gut wie allen anderen Währungen schwächer geworden. Und in dem Fall ist das ja absolut nachvollziehbar, insbesondere natürlich zu dem USD.
Mich würde interessieren, was hier gerade konkret vor sich geht. Welche Akteure verschieben hier mit welchen Instrumenten etwas von A nach B und welche Möglichkeiten hat EZB dieser Entwicklung entgegen zu wirken?
Hier ist es mal was die Instrumente angeht unkompliziert. Es ist einfach der klassische Devisenhandel über Kassa und Kontrakte, wie wir das ja auch kennen.
Dagegen kann man nichts direkt machen, zumal das eben der globalste Markt schlechthin ist. Die EZB müsste eigentlich massiv die Zinsen erhöhen um Kapital anzuziehen. Aber genau das geht ja nicht, weil man die letzten 15 Jahre verpennt hat. Der Euro wird also seinen Weg entsprechend fortsetzen bis zu dem Punkt, an dem die Marktbewertung halbwegs passt. Da die Wirtschaftskrise erst noch im Aufbau ist, ist noch unklar wo das sein wird.
Dazu muss man sagen, dass sich das Blatt auch wenden könnte, wenn die Politik entsprechend entschlossen und massiv handelt. Gespräche und Verträge mit Russland würden das Blatt sofort wenden, da würde ich ne Menge Geld darauf wetten, denn da liegt ja das Hauptproblem, insbesondere für die deutsche Wirtschaft.
Was können wir tun?
Jetzt nicht mehr viel. Daraus für die Zukunft lernen.
D.h. die Europäer dürfen sich aussuchen, wem der drei Grossen sie den Hof machen.
Nicht wirklich alle.
Kann man dem großen Bruder gegen das Schienbein treten, wenn der Truppen auf dem eigenen Staatsgebiet stationiert hat, er einen Teil des Staatsschatzes in Geiselhaft hält und man sich vielfach unter seinem Rock versteckt?
Man braucht gar nicht über Kanzlerakten zu spekulieren um deine These (betreffend Deutschland) zu verwerfen.
So Leute, vorhin waren wir bereits unter EURUSD 1,0085. Eigentlich dachte ich ja auch, dass wir Richtung Herbst pari sind, aber die Entwicklungen beschleunigen sich derzeit.
Ein OT Hinweis:
Wenn noch nicht geschehen, sollte man jetzt ein Konto ausserhalb der EU eröffnen. Ich weiss von mehreren Quellen, dass das bald zunehmend schwieriger wird und EU Kunden ungern genommen werden. Mehr sage ich an dieser Stelle dazu nicht.
Grundsätzlich ist es nie verkehrt ein Offshorekonto mit Fremdwährungen außerhalb der EU zu führen.
Wenn noch nicht geschehen, sollte man jetzt ein Konto ausserhalb der EU eröffnen. Ich weiss von mehreren Quellen, dass das bald zunehmend schwieriger wird und EU Kunden ungern genommen werden. Mehr sage ich an dieser Stelle dazu nicht.
Grundsätzlich ist es nie verkehrt ein Offshorekonto mit Fremdwährungen außerhalb der EU zu führen.
Reicht dafür ein Konto bei Yuh (hab ich noch von letztem Jahr), oder sollte es besser etwas anderes sein?
@wbuffett30 Yuh ist schon sehr gut, mehr Fintech als Bank aber mit zwei grossen Banken hinten dran. Wer kann sollte unbedingt JETZT noch bei FlowBank ein Konto eröffnen. Die werden mehr und mehr restriktiv und werden bald auch nicht mehr jede Anfrage annehmen.
Auch wenn man das Konto jetzt noch nicht braucht, es geht im die perspektivische Nutzung. Auch ETF Käufe machen da unter 20K noch keinen grossen Sinn, aber man muss es langfristig sehen. (Maximal 50 CHF pro Quartal an Kosten für das Depot, ohne Depot kostenfrei. Dabei sind 10 Multiwährungskonten)
Ist heute der grosse Tag?
EUR/USD hatte sein Tief bei 1,0005. Derzeit laufen die Kämpfe noch, aber heute könnte es dann soweit sein.
Werden die Zinsen im Euro-Raum nicht bald deutlich angehoben gehen viele Analysten davon aus, dass mittelfristig eine Abwertung von bis zu 20% möglich ist.
Damit hätten wir dann eine Art Euro-Lira, eine sehr weiche Währung. Das wird ein Thema für sich sein, was es zu behandeln gilt.
Für deutsche Exporte (sofern noch produziert werden kann) ist das theoretisch gut. Aber, die benötigten Rohstoffe und Vorprodukte verteuern sich enorm und damit wird dieser Effekt ausgehebelt. Das Außenvertrauen der Währung sinkt. Aber es wird immer billiger europäische Unternehmen zu kaufen und ich denke der ein oder andere Chinese oder US-Konkurrent wird sich bereit halten (man stelle sich mal Tesla mit BMW vor oder ähnliches).
Wir gehen ganz neuen Zeiten entgegen. Und persönlich liegen darin auch durchaus Chancen.
Schauen wir uns mal die EZB-Präsidenten und ihre jeweiligen Eurokurse an:
Der Euro wurde als Verrechnungseinheit Januar 1999 eingeführt (ca. 1,14), da wurden die Umrechnungskurse der nationalen Währungen gefixt. Da damit das window dressing der Teilnehmerstaaten beendet war, fiel das Ding wie ein Stein auf Tiefstand 0,84 (2000 / 01). Nach der Bargeldeinführung Januar 2002 (0,85) stieg er jedoch an, das Experiment schien zu glücken.
- Duisenberg saß seinerzeit vor und brachte den EURUSD wieder auf 1,158 bevor er an
- Trichet* übergab, der wiederum bei 1,386 weitergab an
- Draghi, welcher ihn auf 1,115 druckte bevor
- Lagarde ihn in weniger als 3 Jahren auf Parität reduzierte.
* in Trichets Amtszeit fiel die Lehmann-Pleite. Der Eurohöchststand von 1,60 in 07/2008 war weder von der EZB gewollt noch herbeigeführt, sondern die USA pumpten seinerzeit Unmengen Geld in ihr Bankensystem, während die Investoren gleichzeitig die Nase vom Dollar voll hatten.
Ein weiterer Punkt, der mir noch eingefallen ist. Wir wissen nicht, welche Dinge im Hintergrund passieren. Vielleicht möchte die deutsche Regierung sogar Gespräche aufnehmen, aber Opa Biden ...
Biden hat bei einer PK gesagt, dass NS2 nicht in Betrieb geht. Und auf Nachfrage des Jorunalisten: dass es nicht in Betrieb geht (Ausrufezeichen), dafür wird man sorgen. Konkreter wurde wer nicht. Aber ich bin überzeugt, dass die Bundesregierung die Botschaft vernommen hat.
Wenn man Haftbomben an einem 1.200Km langen Eisenrohr befürchtet, dann konnte man in Bidens Worten kein Dementi erkennen.
Ein Loch ist im Rohr
https://www.focus.de/finanzen/news/es-muss-irgendwo-ein-loch-sein-nord-stream-2-druckabfall-in-gaspipeline-ursache-bisher-unklar_id_154070029.html
EURUSD = 0,96xy

