Lieber Lichtenberg, liess dir bitte meinen Post nochmal durch, bevor du mir unterschwellig keine Ahnung unterstellst.
Ich habe Dir nicht "keine Ahnung" unterstellt, sondern nach Deinen Fakten gefragt. Zugegeben ein wenig provokativ, um schnell eine Antwort zu bekommen. Schade, wenn es bei unterschwellig anders angekommen ist.
Ich stimme Dir nicht zu, dass nichts passiert:
https://www.basicthinking.de/blog/2022/01/14/dsgvo-verstoss-von-google-analytics
https://www.datenschutzkanzlei.de/bussgeld-radar/
Ich stimme Dir zu, dass die Strafen immer noch nicht hoch genug sind, um die Googles dieser Welt einzufangen. Dafür ist das Geschäft einfach zu lukrativ. Da muss definitv noch mehr passieren.
Ich(!) finde den Widerspruch zwischen DSGVO und der allgemeinen Datensammelwut sowohl von staatlicher Stelle als auch von grossen Privatfirmen grotesk.
Ich finde das überhaupt nicht grotesk. Die DSGVO ist eine Antwort auf die Sammelwut. Aus meiner Sicht reichen die Strafen einfach nicht aus. Da müsste bei den großen Playern noch mal nachgelegt werden.
Bei einigen der großen Player geht es um deren Geschäftsmodell. Meta hat das gerade gespürt, weil Apple jetzt Nutzern erlaubt, das Tracking einzuschränken. Das hat sicher einen deutlichen Teil dazu beigetragen, dass 200 Mrd. € Marktkapitalisierung bei Meta verschwunden sind.
Es geht also um verdammt viel Geld. Logisch, dass darum mit harten Bandagen gekämpft wird.
Ich stimme Dir zu, dass die Strafen immer noch nicht hoch genug sind, um die Googles dieser Welt einzufangen. Dafür ist das Geschäft einfach zu lukrativ. Da muss definitv noch mehr passieren.
Danke dir für die Links. Habe das in der Tag nicht wirklich mitbekommen. Wir sind uns einig, dass die Strafen viel zu niedrig sind für diese Grossunternehmen. Ich denke, dass da trotzdem nochmal Revision eingelegt werden wird von den Unternehmen, einfach weil sie sich sehr gute Anwälte leisten können. Vermutlich gibt es dann einen Vergleich.
Ich finde das überhaupt nicht grotesk. Die DSGVO ist eine Antwort auf die Sammelwut. Aus meiner Sicht reichen die Strafen einfach nicht aus.
Das Groteske aus meiner Sicht ist, dass der Staat und jeder x-beliebige Beamte einfach so auf schützenswerte Daten zugreifen kann. Da kräht keiner nach DSGVO. Aber wehe wehe, Schrauben Harry macht einen Online-Shop auf und vergisst, einen kleinen verdammten Tracker oder Cookie nicht zu erklären. So etwas wird für Schrauben Harry sehr schnell zur Existensbedrohung. Von dem ganzen zusätzlichen Aufwand für Kleinunternehmen möchte ich gar nicht anfangen. Kostet sinnlos Zeit und Geld, und bezahlen muss es am Ende der Kunde. Oder nicht, wenn man seine Preise nicht einfach anheben kann.
Genauso grotesk finde ich, dass man sich über Cookies so echauffiert. Ich vermute die meisten hier nutzen ein Telefon mit Android oder iOS. Da fliessen ständig Daten. Genau so bei Windows 10/11 oder einem Mac. Die Leute laden tausende Bilder bei Instagram hoch, die Musik kommt über Spotify und mit Netflix wird gechilled. Das sind alles Metadaten, die man wunderbar kombinieren kann (wenn man das möchte). Wissen nur die wenigsten.
Die Grundidee der DSGVO verstehe ich ja, aber die Umsetzung ist (wie so oft) verbesserungswürdig. Wenn wir die DSGVO in der Tat umsetzen wollen, dann dürfen aber auch die Geheimdienste bzw. staatlichen Stellen nicht aussen vorbleiben. Tun sie (meines Wissen) aber. Generell wäre Datensparsamkeit angebracht, aber da bin ich wohl einer der wenigen die das interessiert.
Das Groteske aus meiner Sicht ist, dass der Staat und jeder x-beliebige Beamte einfach so auf schützenswerte Daten zugreifen kann.
Ich würde dem Staat ja sogar ein paar Rechte mehr einräumen als einem Unternehmen. Der Staat hat auch hoheitliche Aufgaben. Was mich aber ziemlich annervt sind z.B. die Möglichkeiten von der GEZ (oder deren Nachfolgeorganisation), die extra als (angeblich) unabhängige Organisation aufgesetzt wird, aber dann staatliche Repressionsmöglichkeiten bekommt, um die Wohnungssteuer, äh, den Rundfunkbeitrag einzuziehen. Das ganze ist für mich eine Verhöhnung von Rechtsstaatlichkeit.
Genauso grotesk finde ich, dass man sich über Cookies so echauffiert.
Sehe ich genau so. Wenn man einigermassen komfortabel im Internet unterwegs sein wil, dann muss man die Dinger akzeptieren.
Generell wäre Datensparsamkeit angebracht, aber da bin ich wohl einer der wenigen die das interessiert.
Da bin ich auch bei Dir. Die Frage für mich ist nur, wie viel Energie willst Du da reinstecken? Willst Du bei jeder Registrierung dem Anbieter sagen, dass ihn ausser Namen und Emailadresse nichts zu interessieren hat? Das ist auch ermüdend und einklagen willst Du das auch nicht immer.
Danke dir für die Links. Habe das in der Tag nicht wirklich mitbekommen. Wir sind uns einig, dass die Strafen viel zu niedrig sind für diese Grossunternehmen. Ich denke, dass da trotzdem nochmal Revision eingelegt werden wird von den Unternehmen, einfach weil sie sich sehr gute Anwälte leisten können. Vermutlich gibt es dann einen Vergleich.
Ja, die Strafen müssen richtig weh tun - das darf kein "cost of doing business" sein.

