Es gibt etwas neues bei Revolut im EWR Raum: Zinsen. Und zwar auf EUR, GBP und USD. Umgesetzt mit Fidelity und die Konditionen lassen sich per 07.07.2023 auch sehen.
Auf der Webseite ist noch nichts davon zu lesen, aber in der App kann man sich freischalten lassen.
Screenshots anbei:
Und zwar auf EUR, GBP und USD. Umgesetzt mit Fidelity und die Konditionen lassen sich per 07.07.2023 auch sehen.
4,83% APY auf den USD, bei einer aktuellen Zinsspanne von 5 - 5.25%! Das ist richtig gut! Natürlich sollte man das Fremdwährungsrisiko mit in Betracht ziehen.
Aber selbst die 3,32% für EUR sind deutlich besser als das, was man auf den meisten Tagesgeldkonten bekommt.
Für mich trotzdem ein No-Go, da ich nie so viel Geld bei Revolut parken würde.
Was bedeutet denn hier, dass das Geld in Fonds investiert wird? Hat man dort ein höheres Risiko als bei Tagesgeld bei einer deutschen Bank? Daher dann auch die relativ hohe Rendite?
Was bedeutet denn hier, dass das Geld in Fonds investiert wird? Hat man dort ein höheres Risiko als bei Tagesgeld bei einer deutschen Bank? Daher dann auch die relativ hohe Rendite?
Geldmarktnahe Papiere in einem Fonds gebündelt. Der Fond selbst ist günstig (0,15% p.A., ist angegeben), die Papiere sind Kurzläufer. Und die Zinsen geben das Ganze ja auch her.
Hat man dort ein höheres Risiko als bei einer deutschen Bank? Die Frage kann man gar nicht mal so einfach beantworten. Theoretisch gibt es ja bei deutschen Banken die Einlagensicherung bis 100 K und bei den Geldmarktpapieren eben nicht. Dafür ist das Risiko bei den Geldmarktpapieren breit gestreut und bei der Bank ist es eben eine Wette auf die Einlagensicherung. Die Bank hat viele weitere Kosten/Margen die sie decken muss, das senkt die Rendite.
Für mich trotzdem ein No-Go, da ich nie so viel Geld bei Revolut parken würde.
Es ist ja in dem Fall nicht bei Revolut direkt. Ich würde bei Revolut grundsätzlich das Risiko gewichten. Man kann bei denen auch 100K stehen haben, wenn es eben nur ein Bruchteil des Vermögens ist. Ich selbst habe mit Revolut bisher null Probleme gehabt, auch nicht mit 5 stelligen Beträgen. Es gibt aber auch andere Berichte im Netz. Leider sind die wertlos, weil man nie die genauen Umstände kennt.
Vergleicht man die Berichte mit der deutschen Bank "Comdirekt", dann nimmt sich das nichts.
Ich vermute sehr stark, dass Revolut das typisch angelsächsische System verwendet. Je länger die einen kennen und je mehr man dort macht, desto mehr Handlungsfreiheit hat man bis es mal zu einer Rückfrage kommt. Es gibt Leute, die dort immer nur Kleingeld hatten und dann nach einem Geldeingang von 5K eine Sperre mit Rückfrage bekommen. Andere haben da mehrere 100K liegen (kenne ich persönlich aus UK) und nie Probleme hatten.
Was bedeutet denn hier, dass das Geld in Fonds investiert wird? Hat man dort ein höheres Risiko als bei Tagesgeld bei einer deutschen Bank?Kann man nur sagen, wenn man weiß in welche Papiere der Fonds investiert. Es könnten ja auch zum Großteil venezolanische Staatsanleihen sein.
Weitere Faktoren sind
- Invest aufgrund fester Regeln, bzw. welche Freiheit hat der Fondsmanager
- Währungsrisiko wenn ein Fonds als Backup für mehrere Währungskonten verwendet wird
Daher dann auch die relativ hohe Rendite?(Von Tagesgeld für Kleinanleger mal abgesehen) ist das Maß der risikolosen Rendite die Bundesanleihe (klick und etwas runterscrollen, dort ist ein .pdf mit den aktuellen Renditen der verschiedenen Laufzeiten).
Mehr Rendite bedeutet im Regelfall mehr Risiko.
Alternativ nehme ich gerne noch Interactive Brokers als Vergleichswert für die Zinsen:
https://www.interactivebrokers.com/en/accounts/fees/pricing-interest-rates.php
ab 10k USD: 3.57% (IBKR Lite) bzw. 4.57% (IBKR Pro)
ab 10k EUR: 1.881% (IBKR Lite) bzw. 2.881% (IBKR Pro)
Revolut hat da deutlich höhere Zinsen, was auf risikoreichere Anlagen hindeutet.


